5. Sonntag in der Osterzeit – C – (Joh 13,31-33a.34-35)
31In jener Zeit als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht. 32Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen und er wird ihn bald verherrlichen.
33aMeine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. 34Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. 35Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.
„Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht“ (Joh 13,31)
Als ich die Kommunion empfangen hatte, hielt ich meinen süßen Jesus eng an mein Herz gedrückt und sagte: „Mein Leben, wie gerne möchte ich tun, was Du selbst getan hast, als Du Dich im Sakrament empfingst, damit du in Mir dein eigenes Wohlgefallen, deine eigenen Gebete und Sühneleistungen finden könnest!“ Und mein stets liebenswürdiger Jesus sprach zu mir:
„Meine Tochter, in diesem kleinen Umkreis der Hostie schließe Ich alles ein, und deshalb wollte Ich Mich selbst im Sakrament empfangen, um vollständige Akte zu vollbringen, die den Vater auf würdige Weise dafür verherrlichten, dass die Geschöpfe einen Gott empfangen durften; und Ich schenkte den Seelen die vollständige Frucht meines sakramentalen Lebens, sonst wäre diese Frucht unvollständig geblieben, sowohl für die Ehre des Vaters als auch zum Wohl der Geschöpfe.
Daher befinden sich in jeder Hostie meine Gebete, die Danksagungen und alles Übrige, das nötig ist, um meinen Vater zu verherrlichen, und was das Geschöpf für Mich tun sollte. Wenn das Geschöpf also darin versagt, so setze Ich in jeder Hostie mein Werk fort, als würde Ich Mich für jede Seele noch einmal selbst empfangen.
Also muss sich die Seele in Mich umwandeln, mit Mir ganz eins werden und sich mein Leben zu eigen machen, meine Gebete, meine Liebesseufzer, meine Leiden und feurigen Herzschläge, mit denen Ich sie entzünden möchte, aber Ich finde niemanden, der sich meinen Flammen als Beute überlässt. Und Ich werde in dieser Hostie wieder geboren, lebe, sterbe und verzehre Mich, aber finde niemand, der sich für Mich verzehrt.
Und wenn die Seele das wiederholt, was Ich tue, fühle Ich [mein Leben] wiederholt, als hätte Ich Mich selbst ein weiteres Mal empfangen, und Ich finde darin vollkommene Ehre, göttliches Wohlgefallen, Ergüsse der Liebe, die Mir ebenbürtig sind, und Ich schenke der Seele die Gnade, in meinem eigenen Verzehrt-Werden aufgezehrt zu werden.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 11; 24. Februar 1917)
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… Jesus, Freund und Wonne meines Herzens! Ich sehe, dass deine Liebe ihren Lauf nimmt, dich mit sich fortreißt. Du erhebst dich und näherst dich sehnsüchtig dem Tisch, wo bereits Brot und Wein zur Wandlung bereitstehen.
Deine göttlichen Züge nehmen einen Ausdruck an, so zart, so liebevoll, wie man ihn nie gesehen hat. Deine Augen strahlen heller als die Sonne, dein Angesicht rötet sich und wird glänzend, deine Lippen umspielt himmlische Freude, dein ganzes äußeres Wesen nimmt die Hoheit des Schöpfers an.
Ich sehe dich, meine Liebe, wie verklärt. Deine Gottheit durchschimmert die Hülle deiner Menschheit. Dein Anblick, wie man ihn nie wahrgenommen hat, zieht die Aufmerksamkeit aller auf dich. Die Apostel sind von süßem Entzücken erfasst und wagen kaum zu atmen.
Deine gütige Mutter findet sich im Geiste bei deiner Tafelrunde ein, um die Wunder deiner Liebe zu schauen. Die Engel steigen vom Himmel herab. Es ist, als ob sie sich gegenseitig fragten: „Was ist doch das? Ist das nicht das Übermaß, der Wahnsinn der Liebe?
Ein Gott erschafft nicht einen neuen Himmel oder eine neue Erde, aber er gibt sich selbst ein neues Dasein, indem er die vergängliche Materie von ein wenig Brot und Wein in den Leib und das Blut seiner Menschheit verwandelt.“
O unersättliche Liebe! Da alle Jünger um dich geschart sind, sehe ich, wie du das Brot in deine heiligen Hände nimmst und dem Vater darbringst. Ich vernehme deine süße Stimme, die spricht: „Heiliger Vater, Dank sei dir gesagt, weil du immer deinen Sohn erhörst. Heiliger Vater, wirke du mit mir.
Einst hast du mich vom Himmel auf die Erde gesandt, Mensch zu werden im Schoß einer Jungfrau, um unsere Kinder zu retten. Nun gestatte mir, dass das „Wort“ in jeder Hostie Fleisch wird, um die Rettung der Menschenkinder fortzusetzen und das Leben einer jeden Seele zu sein.
Siehe, Vater, nur wenige Stunden sind mir noch beschieden. Wie könnte ich so herzlos sein, meine Kinder allein und als Waisen zurückzulassen! Zahlreich sind ihre Feinde, zahlreich ihre Leidenschaften, dicht die Finsternisse ihres Geistes, groß die Schwäche ihres Herzens, denen sie unterworfen sind.
Wer wird ihnen zu Hilfe kommen? O ich bitte dich, lass mich in jeder Hostie zurückbleiben, um meinen Kindern das Leben zu erhalten, ihnen Licht, Kraft und Stärke zu sein. Wohin kommen sie sonst? Wer wird ihr Führer sein? Die Werke unserer Hände sind ewig, meiner Liebe kann ich nicht widerstehen, ich kann und will meine Kinder nicht alleinlassen.“
Der Vater wird gerührt von deinen liebeentflammten Worten und steigt vom Himmel herab. Nun sind auf dem Altartisch der Vater und der Hl. Geist mit dir, mein Jesus! Jetzt sprichst du mit klarer und eindrucksvoller Stimme die Wandlungsworte.
Ohne dich selbst zu entäußern, machst du dich in jedem Brot und Wein auf sakramentale Weise gegenwärtig… (aus „Die Stundenuhr der Passion Jesu Christi“ nach den Schriften der Dienerin Gottes Luisa Piccarreta; Stunde von 20 bis 21 Uhr: Das eucharistische Mahl)
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… „Kleine Tochter meines Willens, wisse, dass meine Liebe so groß ist, dass sie sich Erleichterung verschaffen und ihre Geheimnisse jener Seele anvertrauen möchte, die in meinem Willen lebt, damit – da sie dann über alles am Laufenden ist – Wir mit einer einzigen Liebe lieben, und Ich in ihr das wiederhole, was Ich in Mir Selbst getan habe.
Höre Mich also an, Tochter, wie weit das Übermaß meiner Liebe ging, die bewirkte, dass Ich unerhörte und für den geschaffenen Geist unglaubliche Dinge tat. Als Ich auf die Erde kam, wollte Ich aus Mir so viele Jesus bilden, wie viele menschliche Geschöpfe existiert hatten, existierten und existieren würden, damit jede Seele ihren Jesus ganz für sich, ganz zu ihrer Verfügung habe.
Sie sollte also meine Empfängnis besitzen, um in Mir empfangen zu werden, meine Geburt, um wiedergeboren zu werden, meine Tränen, um sich zu waschen, mein Kindesalter, um sich wiederherzustellen und ihr neues Leben zu beginnen.
Sie sollte meine Schritte zu eigen haben als Leben und Führung für die ihren, meine Werke, um die ihren in den meinen entstehen zu lassen, meine Leiden als Balsam und Kraft für die ihren und als Genugtuung für jegliche vor der göttlichen Gerechtigkeit sich zugezogene Schuld.
Sie sollte meinen Tod besitzen, damit sie ihr Leben wieder finde, meine Auferstehung, um in allem in meinem Willen und zur vollständigen Verherrlichung aufzuerstehen, die sie ihrem Schöpfer darbringen sollte.
Und dies mit höchster Liebe, zu Recht, mit Gerechtigkeit und höchster Weisheit. Mein Himmlischer Vater musste in Mir, um Genugtuung und Verherrlichung zu erfahren und um für seine so große Liebe eine Vergeltung zu finden, so viele meiner Leben vorfinden, wie vielen [menschlichen] Geschöpfen Er das Dasein verliehen hatte und verleihen wird.
Obwohl nicht alle dieses Leben annehmen, forderte mein Himmlischer Vater mein Leben, um für alles verherrlicht zu werden, was Er beim Schöpfungs- und Erlösungswerk getan hatte.
Als sich der Mensch unserem Willen entzogen hatte, endete sozusagen damit die meinem Göttlichen Vater geschuldete Verherrlichung. Würde Ich also nicht aus Mir so viele Jesus bilden, wie es Geschöpfe gibt, so wäre die Ehre des Himmlischen Vaters unvollständig – Ich kann aber keine unvollständigen Werke tun.
Meine Liebe hätte gegen Mich Krieg geführt, wenn Ich nicht aus Mir so viele Jesus gebildet hätte, zuerst zu unserer Zierde und zu unserem Ruhm und dann, um jedem einzelnen Geschöpf das vollständige Gut zu verleihen.
Daher ist es unser höchster Schmerz, dass, obwohl jedem einzelnen so vieler meiner Leben zu Verfügung stehen, die einen sie nicht anerkennen, die anderen sie nicht beachten, jene sie nicht gebrauchen, wieder andere sie beleidigen oder kaum die ‚Krümel‘ von meinem Leben annehmen.
Wenige sind es, die sagen: ‚Ich lebe das Leben Jesu mit Jesus, und ich liebe, wie Jesus liebt und möchte das, was Er will.‘ Diese letzteren sind, gemeinsam mit Mir, die Vergeltung für die Glorie und Liebe der Schöpfung und Erlösung.
Aber obwohl diese Leben nicht alle den Menschen dienen, dienen sie doch in wunderbarer Weise der Glorie meines Göttlichen Vaters, weil Ich nicht nur für die Geschöpfe auf die Erde kam, sondern um die Interessen und die Ehre meines Himmlischen Vaters wiederherzustellen.
O, wenn du sehen könntest, welch schönes Geleit diese meine vielen Leben rund um unsere Gottheit bilden, wie viel Liebe und Ehre ihnen entspringen! Du wärest so hingerissen, dass es dir schwerfiele, wieder in deinen Leib zurückzukehren!“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 35; 20. Februar 1938)
„Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben“ (Joh 13,34)
… Dann fügte Er hinzu: „Und du, was willst du? Sag Mir, liebst du Mich? Wie willst du Mich lieben?“
Da ich keine Antwort wusste, nahm meine Verwirrung zu und ich sagte: „Herr, ich will nichts als Dich, und wenn Du mich fragst, „Liebst du Mich?“ habe ich keine Worte, um es Dir kundtun zu können.
Ich kann nur sagen, dass ich diese Leidenschaft fühle, dass niemand mich in der Liebe zu Dir besiegen könne, und dass ich die Erste sei in der Liebe zu Dir, über alle anderen, und niemand fähig sein möge, mich zu übertreffen.
Doch dies befriedigt mich noch nicht; um zufrieden zu sein, möchte ich Dich mit deiner eigenen Liebe lieben und Dich so lieben können, wie Du Dich selbst liebst. Ach, ja! Dann erst würden meine Befürchtungen über meine Liebe zu Dir ein Ende haben.“
Zufrieden, könnte man sagen, mit meinem Unsinn, drückte mich Jesus so eng an sich, dass ich mich innen und außen in Ihn umgewandelt sah, und Er teilte mir einen Teil seiner Liebe mit.
Danach kehrte ich in mich selbst zurück, und es schien mir, dass ich meinen Gott in dem Maß besitze, wie viel Liebe mir gegeben ist; wenn ich Ihn wenig liebe, besitze ich Ihn wenig. (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 4; 6. Januar 1901)
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Als ich diesen Morgen in meinem gewohnten Zustand war, sah ich ein endloses Licht vor mir und begriff, dass in diesem Licht die Heiligste Dreifaltigkeit wohnte. Ich sah zugleich auch die Königin Mutter vor diesem Licht; Sie war ganz von der Heiligsten Dreieinigkeit absorbiert, und sie absorbierte alle Drei Göttlichen Personen in sich auf eine Art, dass sie mit den drei Vorrechten der Heiligsten Dreieinigkeit bereichert wurde, welche da sind: Macht, Weisheit und Liebe.
Und wie Gott das Menschengeschlecht als einen Teil von sich selbst liebt, und als ein kleines, aus Ihm hervorgegangenes Teilchen, dessen Rückkehr zu Ihm selbst Er brennend ersehnt, so liebt die Königin Mama, die daran teilhat, die Menschheit mit leidenschaftlicher Liebe. Nun, während ich dies verstand, sah ich den Beichtvater und bat die Heiligste Jungfrau, bei der Heiligsten Dreifaltigkeit für ihn einzutreten.
Sie neigte sich, trug mein Gebet vor Gottes Thron, und ich sah, dass vom Göttlichen Thron ein Fluss von Licht herauskam, der den Beichtvater völlig bedeckte; dann befand ich mich in mir selbst. (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 4; 26. Januar 1902)
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… Mein liebenswürdiger Jesus zeigte sich, wie Er mich in seinen Armen trug, damit ich den Akten seines Göttlichen Willens folgte, und sagte zu mir: „Meine Tochter, wie sehr liebt dich mein Wille!
Mehr als eine Mutter hält Er dich in seinen Armen, und während Er dich an seine Brust drückt, ist Er [zugleich] in dir, um gemeinsam mit dir zu wachsen. Er klopft in deinem Herzen, kreist in deinem Blut, geht in deinen Füßen, denkt in deinem Geist, spricht in deiner Stimme.
Seine Liebe und Eifersucht sind so groß, dass Er sich klein macht, wenn du klein bist, dass Er gemeinsam mit dir wächst, wenn du wächst. Wenn du arbeitest, dehnt Er dich so sehr aus, dass du dich in all seinen Werken ausbreitest.
Eine Mutter kann ihre Tochter verlassen, sich von ihr trennen, ihr ferne sein – mein Wille hingegen nie, denn da Er sich zum Leben seiner Tochter macht, macht Er sich unzertrennlich von ihr und kann sie daher auch nicht verlassen, selbst wenn Er wollte. Es ist nämlich sein eigenes Leben, das Er in seiner Tochter lebt und gebildet hat.
Wer besäße je diese Macht und unübertreffliche Liebe, sein Leben mit seiner Tochter zu formen und wachsen zu lassen? Niemand! Nur mein Wille, Der eine ewige Liebe und eine schöpferische Kraft besitzt, erschafft sein Leben in jener Seele, die wieder geboren wird und allein seine Tochter sein will.
Darum gehst du in der Schöpfung umher, weil diese Mutter, d.h. mein Göttlicher Wille, sein Leben, das Er in dir, seiner Tochter gebildet hat, in allen seinen Akten wünscht. So läuft die Seele, die in meinem Göttlichen FIAT lebt, zusammen mit Ihm den schwindelerregenden, geordneten und harmonischen Lauf der ganzen Schöpfung.
Da nun der geordnete Lauf allerKörper die schönste und harmonischste Melodie bildet, bildet die Seele, die mit ihnen läuft, ihre harmonische Note, die in der Himmlischen Heimat widerhallt und die Aufmerksamkeit aller Seligen auf sich zieht, die sagen: ‘Wie schön ist der Klang, den wir in den Himmelskörpern hören, da die kleine Tochter des Göttlichen FIAT ihren Rundgang in ihnen macht: wir vernehmen eine weitere Note und einen besonderen Klang.
Der Göttliche Wille trägt ihn bis zu uns in unsere Himmlischen Gefilde.’ Deshalb bist nicht du es, die läuft, sondern mein Wille läuft, und du eilst zusammen mit Ihm.” … (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 24; 26. August 1928)
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… „Meine gute Tochter, wundere dich nicht. Alles ist dem möglich, der in meinem Willen lebt. Die gegenseitige Liebe zwischen Gott und Geschöpf ist so groß, dass die menschliche Begrenztheit so weit kommt, die Akte Gottes zu wollen und sich diese anzueignen.
Und als die eigenen liebt sie diese so sehr, dass sie ihr Leben hingeben würde, um auch nur einen einzigen dieser Göttlichen Akte zu verteidigen, zu lieben und ihm die ganze Ehre und den ersten Ehrenplatz einzuräumen.
Gott macht sich dafür die Akte der Seele zu eigen und findet in ihnen Sich selbst, die Entfaltung seiner Liebe und die Erhabenheit seiner Heiligkeit: wie sehr liebt Er sie! So groß ist diese gegenseitige Liebe, dass der eine im anderen gefangen bleibt, aber es ist eine freiwillige Gefangenschaft, die beide unzertrennlich macht: Gott ist glücklich, weil Er sich geliebt fühlt und seinen Platz in der Seele findet, und die Seele fühlt sich von Gott geliebt und nimmt ihren Platz im Höchsten Sein ein.
Für die Seele gibt es kein größeres Glück, als wenn sie sagen und sicher sein kann, von Gott geliebt zu werden; und für Uns gibt es kein größeres Glück, als von einer Seele geliebt zu werden, die von Uns nur dazu erschaffen wurde, um Uns zu lieben und unseren Willen zu vollbringen.
Die Seele nun, die in ihrem Schöpfer ist, wünscht, dass alle Ihn lieben, Ihn anerkennen. Kraft des Göttlichen Fiat, Das sie belebt, möchte sie alle Akte der Menschen erscheinen (erstehen) lassen und ruft diese in Gott [zurück], um Ihm zu beteuern: ‚Ich gebe Dir alles und liebe Dich für alle.’
So macht sie sich gemeinsam mit dem Göttlichen Willen zum Gedanken für jeden Verstand, zum Blick für jedes Auge, zum Wort jeder Stimme, zum Herzschlag eines jeden Herzens, zur Bewegung für jedes Werk, zum Schritt jeden Fußes.
Was möchte Mir diese Seele nicht darbringen, die in meinem Willen lebt? Alle und alles; daher spricht sie zu meinem Willen: ‚Ich wünsche, deine Liebe und deine Macht zu besitzen, damit ich eine Liebe habe, die Dir im Namen aller sagt: ‚Ich liebe Dich’.
So lässt unser Wille Uns in dieser Seele die Liebe und Vergeltung für alle Akte der Geschöpfe finden. O mein Wille, in welche Macht und in welches Labyrinth der Liebe wirfst Du die Seele, die in Dir lebt!
Dies ist so gewaltig groß, dass die menschliche Kleinheit sich von Liebe ertränkt fühlt und als Erfrischung das Bedürfnis fühlt, alle aufzuspüren, um ihren ständigen kleinen Kehrreim sagen zu können: ‚Ich liebe Dich, ich liebe Dich’, als Ventil der großen Liebe, die mein Göttlicher Wille ihr schenkt.
Das ist unser Leben, das ganz aus Liebe besteht, unsere Geschichte, von Ewigkeit (ab aeterno) her ganz aus Liebe gewoben. So muss jemand sein, der in unserem Willen lebt: Die Übereinstimmung zwischen der Seele und Uns muss so groß sein, dass ein einziger Akt und eine einzige Liebe entsteht…“(aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 33; 7. Oktober 1934)

