26In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen. 27Und auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr von Anfang an bei mir seid.
1Das habe ich euch gesagt, damit ihr keinen Anstoß nehmt. 2Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen, ja es kommt die Stunde, in der jeder, der euch tötet, meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten.
3Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben. 4aIch habe es euch gesagt, damit ihr, wenn deren Stunde kommt, euch an meine Worte erinnert.

„Auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr von Anfang an bei mir seid“ (Jn 15, 27)

„Meine geliebte Tochter, wer in meinem Willen lebt, war stets untrennbar von seinem Schöpfer und war schon seit Ewigkeit bei Uns. Unser Göttlicher Wille brachte Uns diese Seele auf seinem Arm in unseren Schoß, damit Wir sie lieben, geleiten und Uns an ihr erfreuen mögen.
Seit damals schon fühlten Wir ihre lebendige Liebe in Uns, die Uns zur kreativen Arbeit mit unseren Schöpferhänden rief, damit Wir aus ihr eines unserer schönsten Abbilder machen sollten. O, wie freuten Wir Uns, eine Seele in unserem Willen zu finden, in der Wir unsere Kreativität entfalten konnten!
Du sollst nun wissen, dass diese Seelen, die in meinem Fiat leben oder leben werden, unzertrennlich von Uns sind, und als Ich, das Ewige Wort, im Übermaß meiner Liebe vom Himmel auf die Erde niederstieg, stiegen sie zusammen mit Mir nieder.
Angeführt von der Himmelskönigin, bildeten sie mein Volk, mein loyales Heer, meinen lebendigen Königspalast, in dem Ich der wahre König dieser Kinder meines Göttlichen Willens war.
Ohne den Hofstaat meines Volkes, ohne Königreich, wo Ich mit meinen Gesetzen der Liebe herrschen konnte, wäre Ich nie vom Himmel herabgestiegen.
Für Uns sind alle Jahrhunderte wie ein einziger Punkt, in dem alles Uns gehört, alles finden Wir wie im Akt. Daher stieg Ich vom Himmel nieder, als Herrscher und König meiner Kinder.
Ich sah, wie sie Mich umgaben und liebten, wie Wir selber zu lieben verstehen, und meine Liebe war so groß, dass Ich sie zusammen mit Mir empfangen werden ließ. Ich konnte unmöglich ohne sie sein und hätte es nicht geduldet, meine liebenden Kinder nicht vorzufinden.
So teilten sie das Leben gemeinsam mit Mir im Schoß meiner Erhabenen Mutter, wurden zusammen mit Mir wiedergeboren, weinten und taten alles zugleich mit Mir.
Wir gingen, arbeiteten, beteten, litten miteinander, und Ich kann sagen, dass sie auch auf dem Kreuz bei Mir waren, um zu sterben und zum neuen Leben aufzuerstehen, das Ich gekommen war, den Menschengeschlechtern zu bringen.
Das Reich unseres Willens ist also schon festgesetzt, Wir wissen ihre Anzahl und kennen alle mit Namen. Unser Wille zeigt sie Uns schon, pulsierend und brennend vor Liebe. O, wie lieben Wir sie und sehnen die Zeit herbei, da Wir sie in unserem Willen auf Erden erscheinen lassen!
Die Kinder meines Willens werden also meine Empfängnis und Geburt, meine Schritte, Leiden und Tränen in ihrer Macht haben, und sie werden so oft empfangen und wiedergeboren werden, wie oft sie es wollen.
Sie werden meine Schritte und meine Leiden in den ihren fühlen, weil sich in meinem Willen mein Leben und meine Geburt wiederholen und in jedem Augenblick erneuern. Sie können es für sich selbst nehmen oder den anderen geben.
Ich werde das tun, was sie wollen, da Ich weiß, dass sie niemals etwas tun, was Ich nicht will. Diese unsere Kinder, wiedergeboren, aufgezogen, gebildet, ernährt von unserem Willen, werden der wahre Ruhm unserer Schöpfung sein, die unser Schöpfungswerk krönen und in jedes geschaffene Ding das Siegel ihrer Liebe zu Dem einprägen werden, der alles für sie getan und sie so sehr geliebt hat.” – Band 36; 6. Mai 1938)

„Das habe ich euch gesagt, damit ihr keinen Anstoß nehmt“ (Joh 16,1)

An diesem Morgen nach der Hl. Kommunion, hörte ich in meinem Inneren meinen stets liebenswürdigen Jesus zu mir sagen:
„O schändliche Welt, du tust alles, um Mich vom Angesicht der Erde zu verjagen und Mich aus der Gesellschaft, aus den Schulen, aus den Gesprächen, aus allem zu verbannen.
Du planst Intrigen, um die Gotteshäuser und Altäre niederzureißen, meine Kirche zu zerstören und meine Diener zu töten, und Ich bin dabei, dir ein Zeitalter der Liebe vorzubereiten, die Ära meines dritten Fiat.
Du wirst deinen Weg fortsetzen, Mich zu verbannen, und Ich werde dich mit meiner Liebe beschämen, werde dir von hinten folgen, werde Mich dir von Angesicht zu Angesicht gegenüberstellen, um dich in Liebe zu überwältigen; und dort, wo du Mich vertrieben hast, werde Ich meinen Thron errichten und mehr als zuvor herrschen, aber auf eine viel überraschendere Weise, dass du selbst zu Füßen meines Thrones niederfallen wirst, wie gefesselt von der Kraft meiner Liebe.“
Dann fügte Er hinzu: „Ach, meine Tochter, die Geschöpfe verstricken sich immer mehr ins Böse, wie viele verderbliche Machenschaften bereiten sie vor! Sie werden soweit kommen, das Böse selbst auszuschöpfen.
Aber während sie auf ihrem eingeschlagenen Weg weitergehen, bin Ich darin tätig, dass mein „Fiat Voluntas Tua“ seine Erfüllung und Erhörung finde, dass mein Wille auf Erden herrsche, aber auf eine völlig neue Weise.
Ich bin dabei, das Zeitalter des dritten Fiat zu bereiten, in dem sich meine Liebe auf wunderbare und unerhörte Weise ergießen wird. Ach ja! Ich will den Menschen ganz in Liebe überwältigen!
Sei daher aufmerksam; Ich will dich bei Mir, um diese himmlische und göttliche Ära der Liebe vorzubereiten, Wir werden uns gegenseitig die Hand reichen und gemeinsam arbeiten.“
Dann näherte Er sich meinem Mund und hauchte mir seinen allmächtigen Atem ein, und ich fühlte neues Leben in mich einströmen; dann verschwand Er. (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 8. Februar 1921)

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… „Meine Tochter, so ist das Wesen der wahren Liebe, dies ist das Wirken Gottes: festzustehen und sich auch um den Preis eines jeglichen Opfers nicht zurückzuziehen.
Diese Festigkeit in meinen Werken ist mein Sieg und meine größte Ehre und das Kennzeichen, ob der Mensch für Gott wirkt.
Die Seele lässt sich von niemandem beeindrucken, sie schaut weder auf die Leiden, noch auf sich selbst oder ihren guten Ruf, noch die Menschen, selbst um den Preis ihres eigenen Lebens.
Sie sieht nur Gott, aus Liebe zu Dem sie sich zu wirken vorgenommen hat und fühlt sich siegreich, wenn sie ihr Leben aus Liebe zu Ihm opfert. Nicht fest zu bleiben, ist Zeichen der menschlichen Natur und des menschlichen Wirkens, bedeutet, dass die Leidenschaften am Werk sind und mit Leidenschaft handeln.
Nicht fest zu sein, ist das Wirken der Leidenschaften und mit den Leidenschaften. Die Unbeständigkeit ist Schwäche und Feigheit und besitzt nicht die Natur der wahren Liebe; daher muss die Beständigkeit eine Seele leiten, die für Mich wirken möchte.
So ändere Ich Mich in meinen Werken nie, was immer auch geschehen mag – einmal getan, ist für immer getan.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 17; 24. Dezember 1924)
„Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen, ja es kommt die Stunde, in der jeder, der euch tötet, meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten“ (Joh 16,2)
… „Herr, in deiner Gegenwart klage ich mich der Sünde des Stolzes an.“
Und Er: „Komm an mein Herz und setze dein Ohr daran, und du wirst das grausame Martyrium wahrnehmen, das du meinem Herzen mit dieser Sünde bereitet hast.“
Zitternd legte ich mein Ohr an dieses anbetungswürdige Herz – aber wer kann sagen, was ich in diesem Augenblick hörte und begriff? Besonders nach so langer Zeit werde ich nur etwas Ungenaues sagen.
Ich erinnere mich, dass sein Herz so stark schlug, dass seine Brust zu zerspringen schien, dass sie in Stücke gerissen würde und vom Schmerz fast zerstört wurde.
Ach! Wenn ich es vermocht hätte, wäre ich so weit gekommen, das Göttliche Sein durch den Stolz zu zerstören. Ich werde ein Gleichnis bringen, um mich verständlich zu machen, sonst habe ich keine Worte, um mich auszudrücken.
Stellt euch einen König vor, und zu Füßen dieses Königs einen Wurm, welcher anwächst und aufschwillt und zu glauben beginnt, er sei jemand, und der solche Dreistigkeit erreicht, da er beim Wachsen – Stück für Stück – den Kopf dieses Königs erreicht, und ihm die Krone abnehmen und auf seinen eigenen Kopf setzen will.
Dann nimmt er ihm die königlichen Gewänder weg, wirft ihn von seinem Thron und versucht schließlich, ihn zu töten.
Aber das Ärgste an diesem Wurm ist, dass er selbst sein eigenes Sein nicht kennt, so sehr täuscht er sich, und er weiß nicht, dass der König, um ihn zu vernichten, nichts tun muss als ihn zu packen und unter seinen Füßen zu zerquetschen – und so ihm ein Ende zu machen.
Nun, der Stolz dieses Wurmes, wenn er es tun könnte, ruft in Wahrheit Empörung und Mitleid hervor, und ist zugleich lächerlich.
So sah ich mich vor Gott, und das erfüllte mich mit solcher Verlegenheit und solchem Kummer, dass ich die Marter in meinem Herzen erneuert fühlte, die der gebenedeite Jesus gelitten hat.
Dann verließ Er mich, und ich empfand eine solche Qual und verstand, wie hässlich diese Sünde des Stolzes ist, dass es unmöglich zu beschreiben ist… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 1; (15-17))

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Nachdem ich die hl. Kommunion empfangen hatte, fühlte ich, dass ich außerhalb meines Körpers war, und ich sah eine Person, die von verschiedenen Kreuzen stark belastet war, und der gebenedeite Jesus sagte:
„Sag ihr, dass sie immer dann, wenn sie sich als Zielscheibe von Verfolgungen, Nadelstichen und Leiden fühlt, daran denken soll, dass Ich bei ihr gegenwärtig bin, und dass sie das, was sie leidet, gebrauchen kann, um meine Wunden zu heilen und zu behandeln.
So werden ihre Leiden dazu dienen, bald meine Seite zu behandeln, bald mein Haupt, bald meine Hände und Füße, die wegen der schweren Beleidigungen, welche die Geschöpfe Mir zufügen, allzu sehr schmerzen und verschärft leiden.
Dies ist eine große Ehre, die Ich ihr erweise, dass Ich selbst ihr die Medizin für die Behandlung meiner Wunden reiche, zugleich mit dem Verdienst der Nächstenliebe, dass sie Mich verarztet hat.“
Als Er dies sagte, sah ich viele Seelen im Reinigungsort, die ganz erstaunt waren über das Gehörte und sprachen:
„Glücklich seid ihr, die ihr so viele erhabene Lehren erhaltet, dass ihr das Verdienst erwerben könnt, einen Gott zu heilen, was an Verdienst alle anderen Verdienste übertrifft, und eure Herrlichkeit wird sich von den anderen unterscheiden, wie der Himmel von der Erde.
O wenn man uns nur dies gelehrt hätte, dass unsere Leiden dazu dienen können, einen Gott zu verarzten! Wie viele Reichtümer hätten wir erworben, deren wir jetzt beraubt sind!“ ((aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 7; 2. Oktober 1906)