6. Sonntag in der Osterzeit – A (Joh 14,15-21)
15Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten. 16Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll, 17Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.
18Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, sondern ich komme wieder zu euch. 19Nur noch kurze Zeit, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich, weil ich lebe und weil auch ihr leben werdet.
20An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch. 21Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.
„Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird“ (Joh 14,16+17)
Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, kam mein anbetungswürdiger Jesus, und da Er mich ganz widerwillig sah, seine Worte kundzutun und niederzuschreiben, sagte Er mit einem imposanten Eindruck, der mich erzittern ließ, zu mir: „Meine Tochter, mein Wort ist schöpferisch, und wenn Ich spreche, um eine Wahrheit bekanntzumachen, die Mir angehört, sind das nichts anderes als neue göttliche Schöpfungen, die Ich in der Seele bewirke.
Als Ich den Himmel mit einem einzigen FIAT schuf, breitete Ich die Himmel aus und übersäte ihn mit Milliarden von Sternen, so dass es keinen Teil der Erde gibt, von dem aus man diesen Himmel nicht sieht; und wenn er nicht von jedem Punkt aus gesehen werden könnte, wäre das eine Unehre für die schöpferische Macht, und man könnte sagen, dass die Schöpferkraft nicht die Macht hätte, sich überallhin auszudehnen; in gleicher Weise sind meine Wahrheiten mehr als der Himmel, den Ich allen, von einem Ende der Erde zum anderen, bekannt machen und sie wie viele Sterne von Mund zu Mund gehen lassen möchte, um den Himmel der Wahrheiten zu schmücken, den Ich bekanntgemacht habe.
Wenn das Geschöpf meine Wahrheiten verbergen wollte, wäre es, als wollte es Mich daran hindern, den Himmel zu erschaffen, und wenn es diese geheim hielte, würde es Mich verunehren, wie wenn eine Person eine andere daran hindern wollte, den Himmel, die Sonne und alle von Mir geschaffenen Dinge zu betrachteten, um Mich nicht bekannt zu machen.
Ach, meine Tochter, die Wahrheit ist Licht, und das Licht dehnt sich von selbst aus, doch damit es sich ausdehne, muss es bekannt gemacht werden, und das Übrige wird es aus sich selbst heraus tun.
Ansonsten bliebe es unterdrückt, ohne die Wohltat, erleuchten und den Weg gehen zu können, den es will. Sei deshalb aufmerksam und hindere Mich nicht daran, das Licht meiner Wahrheiten auszubreiten!” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 13; 30. Januar 1922)
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… Nach diesen Worten zog Er sich in mein Inneres zurück, und ich schrieb weiter, wie erquickt vom Zauber Jesu. Ich fühlte mich ganz licht, und spürte, wie mir die Worte alle eingeflüstert und eingegeben wurden. Ich kann nicht erklären, was ich beim Schreiben erfuhr.
Nach dem Schreiben begann ich zu beten, doch mit einem Dorn im Herzen: „Wer weiß, wann Jesus wieder zurückkommt?“ Ich beklagte mich, dass Er mich noch immer nicht in den Himmel nimmt. Ich entsann mich der vielen Male, wo Er mich gleichsam an den Rand des Grabes gelangen ließ, als könnte ich schon die Pforten des Himmels durchschreiten.
Doch dann, als sie sich auftun wollten, um mich an der seligen Wohnstätte zu empfangen, behauptete sich der Gehorsam über meiner armen Existenz, verschloss mir die Türen, und ich war genötigt, wieder in der harten Verbannung des Lebens zu bleiben.
O, wie grausam und – obschon heilig – ist doch der gesegnete Gehorsam, und fast tyrannisch in gewissen Umständen! Ich überlegte auch dies: „Ich möchte gerne wissen, ob es aus Gehorsam war, oder ob der Endpunkt meiner Existenz hier unten einfach noch nicht gekommen war.“
Doch während ich darüber nachdachte und mir viele andere Dinge durch den Kopf gingen, und zwar mit einer unsagbaren Bitterkeit, dass sie mich zu vergiften schien, überraschte mich Jesus, mein höchstes Gut, mein geliebtes Leben; Er zeigte sich erneut und sagte zu mir:
“Meine Tochter, wisse, dass es in unserer Gottheit die gewöhnliche Ordnung für die ganze Schöpfung gibt, und diese kann durch kein Ereignis, weder um einen Punkt, noch eine Minute früher oder später verschoben werden.
Das Leben endet dann, wann es von Uns festgesetzt wurde – in dieser Hinsicht sind Wir unwandelbar. Doch in Uns gibt es auch die außergewöhnliche Ordnung, und da Wir Herr über die Gesetze der ganzen Schöpfung sind, haben Wir das Recht, sie zu ändern, wann immer Wir wollen.
Doch wenn Wir sie ändern, muss darin eine große Ehre für Uns und eine große Wohltat für die ganze Schöpfung beteiligt sein, da Wir unsere Gesetze nicht wegen kleiner Dinge ändern.
Nun, meine Tochter, du weißt, dass die Errichtung und Bekanntmachung des Reiches meines Willens auf der Erde, das größte Werk ist. Nichts Gutes kann der Menschen erhalten, wenn er dieses Reich nicht kennt.
Was wunderst du dich also, wenn Wir dem Gehorsam erlaubten, dich nicht sterben zu lassen? Zumal du wegen deiner Verbindung mit meinem Göttlichen FIAT in die außergewöhnliche Ordnung eintrittst.
Da alle Wahrheiten über meinen Göttlichen Willen viele Göttliche Leben sind, die aus unserem Schoß entsprungen sind, war das Opfer deines Lebens nötig, um diese [Leben] zu empfangen. Selbst die Beraubung des Himmels war nötig, aus dem der Gehorsam dich entrissen hat.
Da überdies mein Göttlicher Wille, seine Kenntnisse und seine Regentschaft, nicht nur die größte Wohltat für die Erde, sondern die vollständige Herrlichkeit für den ganzen Himmel darstellt, betete der ganze Himmel darum, dass Ich den flehentlichen Bitten dessen nachkomme, der über dich Befehlsgewalt hatte.
Und als Ich dir schon die Türen auftat, gab Ich im Hinblick auf meinen Willen ihren Gebeten nach. Glaubst du, Ich wüsste nicht um dein großes Opfer, dein ständiges Martyrium, der Himmlischen Heimat ferne zu sein, und nur, um meinen Willen in dem einen zu erfüllen, durch den Er dir befohlen wurde?
In der Tat, dieses Opfer hat Mir die vielen Leben der Kenntnisse meines FIAT entrissen. – Zudem war eine Seele nötig, die den Himmel kennt, und [die Art und Weise,] wie mein Göttlicher Wille im Himmel getan wird, damit Ich ihr seine Geheimnisse, seine Geschichte und sein Leben anvertrauen könne.
Du solltest diese schätzen, sie zu deinem eigenen Leben machen und bereit sein, dein Leben hinzugeben, damit andere einen so großen Schatz kennenlernen können.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 25; 22. Februar 1929)
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Ich meditierte über das Höchste Fiat und dachte mir dabei: ‘Wenn der Göttliche Wille sein Reich unter den Völkern errichten möchte, welche Beziehung hatte dann der Göttliche Wille zu den Geschöpfen, ehe unser Herr auf die Erde kam, als er auf Erden war, und nach seinem Kommen?’
Da bewegte sich mein süßer Jesus in meinem Inneren und sagte zu mir: “Meine Tochter, mein Wille war in seiner Unermesslichkeit stets unter den Menschen, denn es gibt von Natur aus keinen Ort, wo Er sich nicht befindet, und das Geschöpf kann nicht ohne Ihn existieren.
Es wäre so, als wäre man unfähig, Leben zu besitzen oder wahrzunehmen. Ohne meinen Göttlichen Willen würden sich alle Dinge in Nichts auflösen, zumal der primäre Akt aller geschaffenen Dinge mein Göttliches Fiat ist.
Dieses Fiat ist wie das Haupt für die Glieder, und wenn eines davon sagen wollte: ‘Ich kann ohne Haupt leben’, wäre ihm das unmöglich – der bloße Gedanke daran ist die größte Torheit.
Doch Herrschaft bedeutet dies, dass der Göttliche Wille anerkannt, geliebt und ersehnt wird, und dass man von ihm abhängig ist, wie die Glieder vom Haupt abhängen – das bedeutet Herrschaft.
Das Anwesendsein unter den Menschen jedoch ist [noch] keine Herrschaft, wenn sie nicht gänzlich von meinem Willen abhängen. Obwohl mein Göttlicher Wille vor meinem Kommen auf die Erde mit seiner Unermesslichkeit mitten unter den Menschen war, waren die Beziehungen zwischen Ihm und den Menschen so, als würde Er in einem fremden Land leben.
Sie empfingen aus der Ferne die spärlichen Verbindungen und kurzen Nachrichten, die ihnen mein Kommen auf Erden ankündigten. Welch ein Kummer, in ihrer Mitte zu sein und nicht erkannt und von ihrem eigenen Willen so ferngehalten zu werden, als wohnte Er in einem fremden Land!
Mit meinem Kommen kam Er durch Mich den Menschen näher, da Ich Ihn als Leben besaß und meine Menschheit Ihn anerkannte, liebte und herrschen ließ.
Und seine Beziehungen zu den Menschen waren so, als würde Er nicht mehr in einem fremden Land leben, sondern in ihren eigenen Ländern. Doch da sie Ihn weder kannten, noch Ihm die Herrschaft über sich gaben kann man nicht behaupten, dass mein Göttlicher Wille sein Reich errichtet hat.
Deshalb diente mein Kommen auf die Erde dazu, den menschlichen und den Göttlichen Willen einander anzunähern, sie in enge Beziehung zu bringen und die Nachrichten zu vermehren, um Ihn bekannt zu machen, sodass Ich sie das ‘Vaterunser’ lehrte und sie beten ließ: ‘Dein Reich komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden’.
Wenn mein Wille nicht so auf Erden lebt, wie Er es im Himmel tut, kann man nicht sagen, dass Er sein Reich unter den Völkern hat. Daher wird Er in der Zeit seines Königreiches nicht nur in ihrer Mitte gegenwärtig, sondern in jedem von ihnen das immerwährende Leben sein.
Um dies zu erreichen, muss man wissen, dass Er gleichsam das Haupt und primäre Leben eines jeden Geschöpfes ist. Da nun dieses Haupt nicht erkannt wird, fließen seine Kraft, Heiligkeit und Schönheit nicht in die Glieder und kann Er auch sein edles und göttliches Blut nicht in ihren Adern fließen lassen – daher kann man in den Geschöpfen nicht das Leben des Himmels erblicken.
Deswegen liebe Ich es so sehr, dass mein Göttlicher Wille bekannt werde: die Kenntnis wird die Liebe erwecken, und wenn Er sich geliebt und ersehnt fühlt, wird es Ihn so anziehen, dass Er kommt und unter den Menschen herrscht.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 26; 24. Juli 1929)
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… „Meine Tochter, unsere Liebe scheint unglaublich! Wenn Wir eine Wahrheit über unseren Willen offenbaren möchten, lieben Wir diese zuerst in Uns selbst. Dann machen Wir sie einfach(er) und passen sie dem menschlichen Intellekt an, damit die Seele sie mühelos verstehen und zum eigenen Leben machen kann.
Wir statten sie mit unserer Liebe aus und zeigen den Menschen, wie sie vor Liebe schmachtet, weil sie sich ihnen als Leben schenken möchte, das in ihnen herangebildet werden will.
Doch damit noch nicht zufrieden, läutern Wir den menschlichen Intellekt, umhüllen ihn mit unserem Licht und gestalten ihn neu, damit er unsere Wahrheit erkenne, sie küsse, in sich einschließe und sie ganz frei ihr Leben heranbilden lasse, um in die Wahrheit selbst umgewandelt zu werden.
So bringt jede unserer Wahrheiten unser Göttliches Leben in die Seele, ein schmachtendes Leben, das liebt und geliebt werden will. Unsere Liebe ist so groß, dass Wir Uns an die menschlichen Bedingungen anpassen, um die Kenntnis zu erleichtern.
In der Tat, wenn die Seele Uns erkennt, können Wir den menschlichen Willen leicht(er) für Uns erobern, und die Seele wird einen Gewinn [davon] haben, ihren Gott zu besitzen.
Ohne Kenntnis sind die Wege verschlossen, die Verbindungen unterbrochen, und Wir sind gleichsam der ferne Gott, der weit weg von den Menschen ist, während Wir doch inner und außerhalb von ihnen sind, und sie bleiben ferne von Uns.
Niemand kann ein Gut besitzen, wenn er es nicht kennt. Darum wollen Wir [den Menschen] aufzeigen, dass in der Seele, die im Göttlichen Willen lebt und in Ihm wirkt, alles zum göttlichen Leben wird.
Wenn (Da) sie mein FIAT besitzt, entfaltet dessen schöpferische Kraft in allem, was sie tut – wenn sie denkt, spricht, arbeitet, geht oder liebt – sein Leben und denkt, spricht, arbeitet, geht und liebt und stellt die wirkende und sprechende Schöpfung dar.
Das Geschöpf dient meinem Willen für die Fortsetzung seiner Schöpfung, ja um sogar noch schönere Dinge zu tun. So ist die Schöpfung nicht abgeschlossen, sondern dauert noch in den Seelen an, die in unserem Willen leben.
Und wenn in der Schöpfung die Ordnung, Schönheit und Macht unserer Werke sichtbar werden, so wird man im Geschöpf die Liebe, Ordnung, Schönheit und unsere schöpferische Eigenschaft erblicken, die unsere göttlichen Leben so oft wiederholt, wie die Seele Uns ihre Akte zum Wirken dargeboten hat.
Das [menschliche] Geschöpf ist Leben, nicht ein Werk wie die Schöpfung, daher fühlen Wir Uns mit unwiderstehlicher Liebe angezogen, unsere Leben in der Seele heranzubilden. O, wie sehr freuen Wir Uns und sind glücklich, wenn unsere Liebe ihre Ruhe und unser Wille seine Vollendung findet, die darin besteht, unser Leben in der Seele heranzubilden!
Wenn die Seele aber nicht in unserem Willen lebt, sind ihre Werke und Schritte ohne Leben, sie sind wie gemalte Bilder, die weder Leben aufnehmen, noch es geben, noch irgendwelche Güter hervorbringen können, denn ohne meinen Willen kann es weder Leben noch etwas Gutes geben…“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 36; 12. August 1938)
„Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren“ (Joh 14,21)
Mein armer Geist befindet sich unter den heftigen Wellen des Göttlichen Willens, die ungestüme, doch friedliche Träger von Wonnen sind, sodass sich das arme Geschöpf begrenzt und unfähig fühlt, sie alle aufzunehmen.
Als ich den Akten des Fiat folgte, gelangte ich zum Punkt der Erschaffung des Menschen und dachte darüber nach, mit welch großer Liebe der unschuldige Adam vor der Sünde den Herrn lieben konnte. Da überraschte mich mein geliebter Jesus und sagte zu mir:
„Meine Tochter, er liebte Mich, wie es einem Geschöpf nur möglich war. Er war ein Komplex aus Liebe, nicht eine Faser von ihm war ohne Liebe zu seinem Schöpfer. Er fühlte das Leben seines Schöpfers lebendig in seinem Herzen pochen.
Wahre Liebe ruft nämlich in jedem Augenblick Den, den sie liebt, schenkt Ihm mit ihrer Liebe ihr Leben und nimmt als ihr eigenes Leben dafür Den zurück, den sie liebt.
Wenn nun die Seele meinen Göttlichen Willen liebt, findet mein Wille Sich Selbst in ihr und die einfache Möglichkeit [, in ihr] zu herrschen. Nichts stellt sich seiner Herrschaft entgegen, sein edler Platz ist der eines herrschenden Königs, und Er errichtet in der Seele sein so ersehntes Reich.
Wenn Mich die Seele liebt, so viel sie nur kann, kann es in ihr keine Stelle geben, wo Gott nicht wäre, ja vielmehr schließt sie Mich mit ihrer Liebe in den Mittelpunkt ihrer Seele ein, sodass Ich weder weggehen noch Mich von ihr befreien kann. Wenn Ich sie verließe, was Ich nie tue, würde sie Mir folgen, sodass weder Ich noch sie imstande wären, Uns zu trennen, denn die Liebe bin Ich selbst.
Wer Mich also wirklich liebt, kann sagen: ‚Ich habe Den besiegt, der mich erschaffen hat, Er ist in meinem Inneren, ich besitze Ihn, Er gehört mir ganz, und niemand kann Ihn mir nehmen‘…“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 33; 24. November 1935)
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… „Meine gesegnete Tochter, über meinen Willen reden zu können, ist für Mich das größte Fest, und der Himmel vereint sich mit Mir in gemeinsamer Feier.
Wenn die Himmelsbewohner merken, dass Ich über meinen Willen spreche, hören Mir alle ganz aufmerksam zu. Ich kann dem ganzen Himmlischen Hof kein schöneres Fest bereiten, als über meinen Göttlichen Willen zu sprechen.
Er erweckt in den Seelen auf Erden die tätige Liebe, und die beseligende Liebe im Himmel. Wo es keine Liebe gibt, bewege Ich Mich nicht, noch gehe Ich, noch kann Ich etwas mit der Seele anfangen.
Zudem ist die Liebe, die mein Wille erweckt, unermesslich; wer in Ihm lebt, für den gibt es keinen Ort, wo er nicht ganz von meiner Liebe eingehüllt, gleichsam von ihr versperrt ist und quasi „an sie anstößt“.
Diese Seele nimmt teil an unserem eigenen Los, denn Wir lieben überall und an allen Orten, Wir lieben alle und immer. So fühlen Wir, dass sie Uns in allen Herzen liebt, ihre Liebe eilt überall [hin] und liebt Uns in der Sonne, im Himmel, im Funkeln der Sterne, im Seufzen des Windes, im Rauschen des Meeres, im Flitzen der Fische, im Gesang des Vögleins.
Wir fühlen, wie sie Uns auch in den Herzen der Engel und Heiligen liebt, bis hin zu unserem göttlichen Schoß. Alle sagen zu ihr: ‚Sei uns willkommen! Ach, wie lange haben wir auf dich gewartet! Komm, nimm deinen Ehrenplatz ein! Komm, um in uns unseren Schöpfer zu lieben!‘
Mein Wille hält sie eifersüchtig fest, und sie stets mit neuer Liebe überflutend, lässt Er sich Liebesgesänge, Wiegenlieder der Liebe, süßen Liebeszauber schenken und lässt sich durch die Liebe verwunden.
Er scheint zu sagen: ‚Ich habe eine Seele gefunden, die Mich liebt und möchte Mich an ihr erfreuen. Ich wäre nicht glücklich, wenn sie Mir nicht immer und überall beteuert: ‚Ich liebe Dich, ich liebe Dich.’
So wird die in unserem Willen lebende Seele zu unserem Triumph und unserem Sieg, die Verwahrerin unserer Liebe und unsere fortwährende Herrlichkeit. Meine Liebe fühlt das Bedürfnis nach der Gesellschaft dieser Seele, um meine Liebe in sie zu ergießen und die ihre zu erhalten.
So will Ich gemeinsam mit ihr atmen, im Herzen schlagen und arbeiten. Die Einheit vermag die schönsten Freuden, unbeschreibliches Wohlgefallen, die größten Werke und intensivste Liebe hervorzubringen.
Nun, mein Wille wird dieser Seele, die in Ihm lebt, so viel Liebe geben, dass sie die ganze Schöpfung überfluten kann. Sie wird einen neuen Himmel der Liebe über alle Menschengeschlechter ausbreiten, sodass sich der Höchste Wille von der Liebe dieser Seele überall, in jedem und von allem, umarmt und geliebt fühlt, [von der Liebe,] die ihr von Ihm selbst geschenkt wurde.
Während Ihn die Seele umarmt und liebt, spricht sie zu Ihm: ‚Komm, o Höchster Wille, um auf Erden zu regieren! Erfülle alle Generationen, besiege und erobere alle!’
Siehst du nicht, wie schön das Leben in Ihm ist, wenn du seine Liebe in deiner Gewalt hast, die solche Macht und Gewalt in sich schließt, dass niemand widerstehen kann?
Wenn dann diese Liebe so weit kommt, alles und alle zu erfüllen – und da es die Liebe einer Seele ist, die in unserem Fiat lebt und die das Band der Menschheitsfamilie mit sich trägt – werden Wir Uns besiegen lassen, alle Hindernisse überwinden und unser Reich auf dem Angesicht der Erde besitzen.
Bete daher und bediene dich aller Dinge, um Mich um die Herrschaft des Göttlichen Willens zu bitten, damit Er wie im Himmel so auf Erden regiere …“.(aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 35; 20. November 1937)


