1In jener Zeit rief Jesus seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.
2Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes, 3Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus, 4Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn später verraten hat.
5Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden, und betretet keine Stadt der Samariter, 6Geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. 7Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.

„Diese Zwölf sandte Jesus aus“ (Mt 10,5)

Ich fühlte mich ganz bedrückt unter der Last der Beraubung meines süßen Jesus. O wie ersehnte ich die himmlische Heimat, wo ich Ihn nicht mehr aus dem Blick verlieren, nicht mehr dem harten Martyrium unterworfen sein werde, zu sterben zu glauben und doch nicht zu sterben!
Nun, als ich müde und erschöpft war vom Warten auf mein süßes Leben, bewegte sich mein liebes Gut, mein süßer Jesus in meinem Inneren.
Doch Er war ganz betrübt, denn es schien, dass Er dabei war, Geißeln auf die Erde zu senden. Um mir nicht zusätzliche Leiden zu bereiten, wollte Er sie mich nicht sehen lassen, doch von der Art, wie ich Ihn sah, verstand ich die Geißeln, die Er dabei war, zu schicken. Seufzend sprach Er zu mir:
„Meine Tochter, Mut! Lass Mich die Mitteilung der nötigen Kenntnisse über das Reich meines Willens an dich abschließen, damit nichts für seine Errichtungen unter den Menschen fehle, und nachdem Ich alles vollbracht habe, werde Ich dich sofort in unsere Heimat tragen.
Glaubst du, dass du den vollen Triumph des Reiches des ewigen FIAT sehen wirst, um in den Himmel zu kommen? [Erst] vom Himmel aus wirst du seinen vollen Triumph sehen!
Dir wird es so gehen, wie es Mir beim Reich der Erlösung ging. Ich tat alles Nötige, legte das Fundament, erließ die Gesetze und die nötigen Ratschläge, setzte die Sakramente ein, hinterließ das Evangelium als Norm für das Leben der Menschen, litt unerhörte Leiden, ja sogar den Tod.
Doch Ich sah wenig oder beinahe nichts, als Ich auf Erden war, von den Früchten, von der Entfaltung der Erlösung. Nachdem Ich alles getan hatte und nichts weiter mehr zu tun hatte, vertraute Ich alles den Aposteln an, damit sie die Verkünder des Reiches der Erlösung seien, sodass sich die Früchte meiner Arbeit zeigen sollten, die Ich für das Reich der Erlösung leistete.
So wird es mit dem Reich des Höchsten FIAT sein. Wir werden es zusammen tun, meine Tochter. Deine Leiden, deine langen Opfer, deine unaufhörlichen Gebete um das baldige Kommen meines Reiches, und meine Offenbarungen darüber: Ich werden sie alle zusammen mit Mir vereinen, und Ich werde die Fundamente legen.
Wenn Ich alles vollbracht habe, werde Ich mein Reich meinen Dienern anvertrauen, damit sie es, als zweite Apostel des Reiches meines Willens, verkünden.
Glaubst du, dass Padre Di Francia zufällig gekommen war, der so viel Interesse zeigt und sich um die Veröffentlichung dessen, was meinen Willen betrifft, angenommen hat?
Nein, nein, das habe Ich verfügt. Es ist ein Akt der Vorsehung des Höchsten Willens, dass Ich ihn als ersten Apostel des Göttlichen FIAT und als sein Verkünder haben möchte.
Da er auch der Gründer eines Werkes ist, kann er leichter die Bekanntschaft von Bischöfen, Priestern und Personen machen, auch in seinem eigenen Institut, um das Reich meines Willens zu verbreiten.
Daher stehe Ich ihm so sehr bei und verleihe ihm besonderes Licht. In der Tat, um meinen Willen zu verstehen, bedarf es großer Gnaden und nicht kleiner Lichter, sondern der Sonne, um einen Göttlichen, Heiligen und Ewigen Willen zu begreifen, und großer Disposition seitens desjenigen, dem dieser Dienst anvertraut wird.
Zudem habe Ich auch das tägliche Kommen des Priesters verfügt, damit Ich sofort die ersten Apostel des FIAT meines Reiches fände, die dann das verkünden können, was meinen ewigen Willen betrifft (Luisa hatte fünf Beichtväter, die ihr geistig beistanden; sie starben alle im Ruf der Heiligkeit).
Lass Mich also zuerst meine notwendigen Offenbarungen an dich zu Ende bringen, damit Ich sie nach der Fertigstellung den neuen Aposteln meines Willens anvertrauen kann, und dann wirst du in den Himmel kommen können, um von hier oben die Früchte des ersehnten Reiches des ewigen FIAT zu sehen.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 20; 6. November 1926)

„Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe“ (Mt 10,7)

An diesem Morgen sagte mein stets liebenswürdiger Jesus, als Er kam, zu mir: „Meine Tochter, mein Leben auf Erden war nichts anders als eine ausgesäte Saat, wo meine Kinder ernten werden, wenn sie immer auf dem Erdreich bleiben, in das Ich das Saatgut ausgestreut habe.
Dann wird mein Same, je nachdem wie sie sich beim Ernten anstellen, seine Frucht hervorbringen. Nun, diese Saat sind meine Werke, Worte, Gedanken, sogar meine Atemzüge, usw.
Wenn die Seele sie also sammelt und sich zu eigen macht, wird sie sich so bereichern, dass sie sich das Himmelreich erkaufen kann, wenn aber nicht, wird dieser Same ihr zur Verdammung gereichen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 11; 28. Oktober 1915)

—————-

Ich machte meine Runden im Göttlichen FIAT und wollte Himmel und Erde überwältigen, damit alle einen einzigen Willen, eine einzige Stimme, einen einzigen Herzschlag hätten.
Ich wollte alle mit meiner Stimme beseelen, damit alle gemeinsam mit mir sprechen: „Wir wollen das Reich deines Willens“, und um das zu erlangen, wollte ich Meer sein, um die Wasser sprechen zu lassen, Sonne sein, um meine Stimme dem Licht zu leihen, Himmel sein, um die Sterne zu beleben und alle sprechen zu lassen: „Dein Reich komme, dein FIAT werde erkannt.“
Ich wollte gern in die Himmelsregionen vordringen, damit alle Engel und Heiligen, ja die Himmlische Mutter selbst sprechen mögen: „Anbetungswürdige Dreifaltigkeit, beeile Dich, zögere nicht länger, wir bitten Dich, wir drängen Dich, dass dein Wille auf die Erde herabsteige, bekannt werde und herrsche, wie im Himmel so auch auf Erden.“
Während ich nun dies und anderes tat, das zu lange wäre, um es aufzuschreiben, dachte ich mir: „Warum so viel Nachdruck und Sorgfalt von meiner Seite, dass ich anscheinend nichts anderes tun kann, als nur um die Herrschaft seines FIAT auf Erden zu bitten?“ Da bewegte sich der gebenedeite Jesus in meinem Inneren und sprach:
„Meine Tochter, wenn du wüsstest, wer es ist, der dich drängt und dich mit so viel Nachdruck bitten lässt, der alles in dir dazu bewegen möchte, das Leben, das Reich meines Willens auf Erden zu erflehen, dann wärest du erstaunt!”
Und ich: „Sag mir, wer das ist, meine Liebe.“
Und Er fügte voller Zärtlichkeit hinzu: „Willst du es wissen? Es ist mein eigener Wille, der dich dazu drängt, weil Er bekannt werden und herrschen möchte, doch Er wünscht die Beharrlichkeit seiner kleinen Tochter, die Ihn, indem sie Ihn auf jede Weise drängt und alles in Bewegung setzt, mit allen [Geschöpfen] und den mächtigsten Mitteln auf die Erde herabruft.
Deine Eindringlichkeit ist ein Zeichen und Bild seiner Seufzer und unendlichen Bemühungen und Beharrlichkeit, dass Er sich den Geschöpfen geben will.
Und wie du alles in Bewegung setzen willst, so möchte Er alles bewegen, das Meer, die Sonne, den Himmel, den Wind, die Erde, damit alle diese, die Menschen bewegen, Ihn anzuerkennen, aufzunehmen und zu lieben.
Sobald Er sieht, dass man Ihn ersehnt, wird Er die Schleier aller geschaffenen Dinge zerreißen, und als König und Vater, der sich nach seinen Kindern sehnt, aus ihrem Schoß (der geschaffenen Dinge) hervortreten, in dem Er verborgen war; Er wird seine Schleier abwerfen, seine Kinder umarmen und in ihrer Mitte herrschen und ihnen Schätze, Frieden, Heiligkeit und Seligkeit schenken.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 23; 22. Januar 1928)

—————-

Mein armer Geist fühlt sich wie konzentriert auf den Göttlichen Willen, und ich dachte mir: „Wie kann sein Reich jemals auf die Erde kommen? Und wie könnte es außerdem kommen, wenn man es nicht kennt?“
Als ich darüber nachsann, trat mein stets liebenswürdiger Jesus aus meinem Inneren heraus und sagte zu mir: “Meine Tochter, Ich bediene Mich in meinen Werken menschlicher Mittel, obwohl Ich den ersten Teil, das Fundament und die ganze Substanz des Werkes mache, das Ich tun will.
Sodann bediene Ich Mich der Geschöpfe, damit mein Werk bekannt würde und unter den Menschen lebendig werde. So handelte Ich bei der Erlösung: Ich bediente Mich der Apostel, damit die Erlösung bekannt und verbreitet werde und die Früchte der Erlösung aufgenommen und geschenkt würden.
Hätten die Apostel nicht davon sprechen wollen, was Ich bei meinem Kommen auf die Erde sagte und tat, und verschlossen und stumm weder einen Schritt getan noch ein Opfer gebracht, noch das Leben hingegeben, um das große Gut meines Kommens auf die Erde bekannt zu machen, so hätten sie meine Erlösung gleich am Anfang sterben lassen.
Und die Generationen hätten weder das Evangelium, noch die Sakramente, noch alle Schätze besessen, die die Erlösung bewirkte und bewirken wird. Als Ich die Apostel um Mich berief, war es mein Ziel in meinen letzten Lebensjahren hier unten, dass sie das verkünden sollten, was Ich getan und gesagt hatte.
Hätten die Apostel geschwiegen, so wären sie für den Untergang so vieler Seelen, welche die Wohltat der Erlösung nicht gekannt hätten, verantwortlich gewesen, und schuldig an dem vielen Guten, das die Menschen nicht getan hätten!
Doch weil sie nicht still blieben und ihr Leben einsetzten, können sie, nach Mir, Urheber und Ursache für die Rettung so vieler Seelen genannt werden und all des Guten, das in meiner Kirche gewirkt wurde, indem sie als die ersten Verkünder ihre unerschütterlichen Säulen bilden.
Es ist unsere Göttliche Angewohnheit, dass Wir zuerst unseren ersten Akt in unseren Werken tun, und alles Nötige verfügen. Dann vertrauen Wir sie den Geschöpfen an, indem Wir ihnen ausreichende Gnaden zur Fortführung dessen, was Wir getan haben, gewähren. So verbreiten sich unsere Werke je nach dem Einsatz und dem guten Willen der Menschen.
So wird es auch mit dem Reich meines Göttlichen Willens sein. Ich berief dich wie eine zweite Mutter von Mir, offenbarte dir in großer Vertraulichkeit – ähnlich, wie Ich es mit meiner Mutter in der Erlösung tat – die vielen Geheimnisse über mein Göttliches FIAT, welch großer Schatz Es ist, und wie Es auf die Erde kommen und herrschen möchte.
Ich kann sagen, dass Ich alles getan habe, und wenn Ich meinen Diener rief, damit du dich ihm öffnest und das FIAT bekanntmachst, so beabsichtigte Ich dabei, dass es ihm daran gelegen sein würde, ein so großes Gut bekannt zu machen.
Bestünde seitens derer, die sich damit befassen sollen, nicht dieses Interesse, so würden sie das Reich des Göttlichen Willens gleich in seinen Anfängen dem Risiko des Scheiterns aussetzen und wären verantwortlich für alles Gute, das ein so heiliges Reich bringen kann [und das sie aufs Spiel setzen]; oder sie würden es verdienen, dass Ich sie zur Seite stelle und andere als Verkünder und Verbreiter der Kenntnisse meines Göttlichen FIAT rufe.
Solange Ich niemanden finde, der Interesse hat und es sich, mehr als sein eigenes Leben, zu Herzen nimmt, seine Wahrheiten bekannt zu machen, wird das Reich meines Willens weder seinen Anfang noch sein Leben auf Erden haben können.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 25; 22. März 1929)

—————-

… „Mut, meine gute Tochter, denn der Kummer würde dir die Kraft zum ständigen Leben in meinem Willen rauben. Sorge dich auch nicht darum, was sie sagen und tun.
Unser ganzer Sieg besteht darin, dass sie Uns nicht daran hindern können, zu tun, was Wir wollen. So kann Ich zu dir über meinen Göttlichen Willen sprechen und du kannst Mir zuhören, keine Macht vermag das zu verhindern.
All meine Worte über meinen Willen an dich sind nichts anderes als die Ausführung unseres Beschlusses, der ab aeterno im Rat der Heiligsten Dreifaltigkeit getroffen wurde, dass nämlich unser Wille sein Reich auf der Erde haben muss.
Unsere Ratschlüsse sind unfehlbar, niemand kann Uns an deren Ausführung hindern. Wie die Schöpfung und die Erlösung beschlossen wurden, so ist auch das Reich unseres Willens auf Erden festgesetzt.
Darum musste Ich, um diesen unseren Ratschluss auszuführen, die Güter kundtun, die in Ihm sind, seine Eigenschaften, Schönheiten und Wunder. Du siehst also, wie notwendig es war, dir so viel mitzuteilen, um diesen Ratschluss auszuführen.
Meine Tochter, zu diesem Zweck wollte Ich den Menschen auf dem Wege der Liebe besiegen, aber die menschliche Niedertracht hindert Mich daran.
Daher werde Ich Gerechtigkeit anwenden, die Erde reinigen und alle schädlichen Geschöpfe hinwegnehmen, die wie Giftpflanzen die unschuldigen Pflanzen vergiften.
Wenn Ich alles geläutert habe, werden sich meine Wahrheiten den Weg bahnen, um den Überlebenden das Leben, den Balsam, den Frieden zu verleihen, den sie enthalten.
Alle werden den Göttlichen Willen aufnehmen, Ihm den Friedenskuss geben, und zur Beschämung jener, die nicht an Ihn geglaubt, ja Ihn sogar verurteilt haben, wird Er herrschen, und Ich werde mein Reich auf der Erde haben, sodass mein Wille wie im Himmel so auf Erden geschehe.
Daher sage Ich dir noch einmal: weichen Wir in nichts ab, gehen Wir unseren Weg, und Wir werden von Siegen singen können. Auch jene gehen ihren Weg, auf dem sie Verwirrung und Beschämung über sich selbst finden. Sie gleichen Blinden, die nicht an das Sonnenlicht glauben, weil sie es nicht sehen.
Sie werden in ihrer Blindheit bleiben, während jene, die es sehen und glauben, sich an ihm freuen und zu ihrem höchsten Glück die Schätze des Lichtes vorweisen, mit ihnen prunken werden.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 36; 2. Oktober 1938)