7In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. 8Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.
9Steckt nicht Gold, Silber und Kupfermünzen in euren Gürtel. 10Nehmt keine Vorratstasche mit auf den Weg, kein zweites Hemd, keine Schuhe, keinen Wanderstab; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Unterhalt.
11Wenn ihr in eine Stadt oder in ein Dorf kommt, erkundigt euch, wer es wert ist, euch aufzunehmen; bei ihm bleibt, bis ihr den Ort wieder verlasst. 12Wenn ihr in ein Haus kommt, dann wünscht ihm Frieden. 13Wenn das Haus es wert ist, soll der Friede, den ihr ihm wünscht, bei ihm einkehren. Ist das Haus es aber nicht wert, dann soll der Friede zu euch zurückkehren.
14Wenn man euch aber in einem Haus oder in einer Stadt nicht aufnimmt und eure Worte nicht hören will, dann geht weg, und schüttelt den Staub von euren Füßen. 15Amen, das sage ich euch: Dem Gebiet von Sodom und Gomorra wird es am Tag des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt.

„In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe“ (Mt 10,7)

Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, ließ sich mein süßer Jesus voller Freude und unbeschreiblich glücklich erblicken, und ich sagte zu Ihm: „Was hast Du, Jesus? Bringst Du mir gute Nachrichten, weil Du so glücklich bist?“
Und Jesus: „Meine Tochter, weißt du, warum Ich so glücklich bin? Es ist meine ganze Herrlichkeit und Festfeier, wenn Ich dich schreiben sehe.
Ich sehe in den geschriebenen Worten meine Herrlichkeit, mein Leben, die Kenntnis über Mich, die sich immer mehr verbreitet, das Licht der Gottheit, die Macht meines Willens, den Erguss meiner Liebe.
Ich sehe sie zu Papier gebracht und nehme in jedem Wort den Duft aller meiner Wohlgerüche wahr. Dann sehe Ich, wie diese geschriebenen Worte eilen und sich mitten unter die Völker begeben, um ihnen neue Kenntnisse zu bringen, meine sich verströmende Liebe, die Geheimnisse meines Willens.
O, wie freue Ich mich darüber, sodass Ich nicht weiß, was Ich dir tun soll, wenn du schreibst! Und da du Neues über das schreibst, was Mich betrifft, erfinde Ich neue Gefälligkeiten, um dir zu vergelten, und schicke Mich an, dir neue Wahrheiten zu sagen, um dir neue Gunst zu erweisen.
Ich habe jene, die über Mich geschrieben haben, stets mehr geliebt und habe ihnen größere Gnaden vorbehalten, denn sie sind die Fortsetzung meines evangelischen Lebens, die Sprachrohre meines Wortes.
Und was Ich nicht in meinem Evangelium gesagt habe, habe Ich mir vorbehalten, denen mitzuteilen, die über Mich schreiben würden. Ich habe damals nicht zu predigen aufgehört, Ich muss immer predigen, solange die Generationen existieren.“
Und ich: „Meine Liebe, die Wahrheiten zu schreiben, die Du mir sagst, ist mir ein Opfer, doch das Opfer wird dann noch härter, und ich fühle beinahe nicht die Kraft, es zu erbringen, wenn ich verpflichtet werde und sie mich zwingen, die Vertrautheiten zwischen Dir und mir niederzuschreiben, und Dinge, die mich betreffen. Ich weiß nicht, was ich tun würde, um sie nicht zu Papier bringen zu müssen.“
Und Jesus: „Du bleibst immer beiseite; immer ist es von Mir, dass du sprichst: was Ich an dir tue, die Liebe, mit der Ich dich liebe, und wie weit meine Liebe zu den Menschen geht. Das wird die anderen antreiben, Mich zu lieben, damit auch sie das Gut empfangen können, das Ich dir erweise.
Überdies ist dieses Vermengen von dir und Mir beim Schreiben ebenfalls notwendig, sonst würde man sagen: „Wem hat Er das gesagt? Mit welcher Seele war Er so großzügig, sie zu bevorzugen? Vielleicht mit dem Wind, der Luft?“
Wird nicht berichtet, dass Ich in meinem Leben gegen meine Mutter so großzügig war, dass Ich zu den Aposteln sprach, zu den Menschenmengen, und dass Ich diesen und jenen Kranken heilte?
Deshalb ist alles notwendig; und sei dir sicher, dass bei dem, was du schreibst, immer Ich es bin, den du noch mehr bekannt machst.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 14; 14. Februar 1922)

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… „Meine Tochter, legen wir alles beiseite, sprechen wir vom Reich des Höchsten Willens, das Mir so sehr am Herzen liegt. Siehst du nicht, wie Ich stets dabei bin, auf dem Grund deiner Seele seine Vorzüge niederzuschreiben, seine himmlischen Gesetze, seine Macht, seine göttlichen Wunder, seine bezaubernde Schönheit, seine unendlichen Freuden, die Ordnung und vollkommene Harmonie, die in diesem Reich des Göttlichen FIAT regiert?
Zuerst mache Ich die Vorbereitungen, gestalte in dir alle seine Besitztümer. Dann spreche Ich zu dir, damit du, wenn du in dir seine Besitztümer wahrnimmst, das Sprachrohr meines Willens sein kannst, seine Verkünderin, sein Telegraph und die Trompete, die mit schmetterndem Ton die Aufmerksamkeit der Vorübergehenden ruft, dass sie auf dich hören.
Die Lehren, die Ich dir über das Reich meines Willens erteile, werden wie viele elektrische Leitungen sein, bei denen, wenn die passenden Verbindungen und notwendigen Vorbereitungen hergestellt sind, eine einzige Leitung genügt, um ganzen Städten und Provinzen Licht zu bringen. Die Kraft der Elektrizität verleiht, schneller als der Wind, öffentlichen und privaten Orten Licht.
Die Lehren über meinen Willen werden die Drähte sein, die Kraft der Elektrizität wird das FIAT selbst sein, das mit bezaubernder Schnelligkeit das Licht bringen wird, das vom menschlichen Willen die Nacht und die Finsternis der Leidenschaften hinwegnehmen wird.
O, wie schön wird das Licht meines Willens sein! Bei seinem Anblick werden die Menschen die „Apparate“ in ihren Seelen bereitmachen, um die Drähte (Leitungen) der Lehren anzubringen und sich der Kraft des Lichtes zu erfreuen und sie zu empfangen, welche die Elektrizität meines Höchsten Willens enthält.
Willst du sehen, wie es geschieht? Schau: Ich nehme einen Draht von meinen, mit deiner Seele verbundenen Lehren, und du lässt deine Stimme in der Leitung ertönen. Sag dein: „Ich liebe Dich, ich bete Dich an, ich preise Dich”, sag, was immer du sagen willst und schau aufmerksam zu.”
Ich sagte „Ich liebe Dich”, und dieses „Ich liebe Dich” verwandelte sich in Buchstaben aus Licht, und die elektrische Kraft des Höchsten Willens vervielfältigte es, auf eine Art, dass dieses „Ich liebe Dich” über das ganze Himmelsgewölbe lief.
Es machte sich in der Sonne und in jedem Stern fest, drang in die Himmel ein, konzentrierte sich in jedem Seligen, bildete seine Krone aus Licht zu Füßen des Thrones Gottes und trat bis in den Schoß der Höchsten Majestät ein. Mit einem Wort, wo sich der Göttliche Wille befand, d.h. überall, bildete es sein elektrisches Licht.
Da nahm Jesus seine Rede wieder auf: „Meine Tochter, hast du gesehen, welche Kraft die Elektrizität des Höchsten FIAT besitzt, und wie sie überallhin gelangt? Die Elektrizität der Erde breitet sich höchstens hier unten aus und hat nicht die Kraft, bis zu den Sternen zu reichen, aber die Kraft meiner Elektrizität breitet sich unten und in der Höhe aus, in den Herzen und überall.
Und wenn die Leitungen angebracht sind, wird sie sich bezaubernd schnell ihren Weg mitten unter die Menschen bahnen!“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 19; 4. August 1926)

„Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben“ (Mt 10,8)

Ich bin stets in der Gewalt des Göttlichen Fiat. Meine Kleinheit wird nicht müde, in und außerhalb von Ihm zu kreisen, wobei ich die sichere Hoffnung hege, mich in seinem Licht zu verzehren und danach verlange, stets noch tiefer in seine Kenntnis einzudringen, um neue göttliche Freuden verkosten zu können.
Jede weitere Kenntnis ist nämlich ein zusätzlicher Geschmack, den man verkostet und der den Appetit auf weitere anregt. Manchmal spürt man unstillbaren Hunger, der nie gesättigt wird und möchte mit offenem Mund diese himmlische Speise immerdar empfangen.
Nun war mein Geist mit so vielen Dingen über den Göttlichen Willen erfüllt. Wollte ich sie alle niederschreiben, wüsste ich nicht, woher ich das Papier nehmen sollte, daher schränke ich mich ein, so viel ich kann.
Da nun einige Zweifel in meinem Geist aufkamen, besuchte mein Himmlischer Lehrmeister Jesus seine kleine Neugeborene und sagte zu mir: „Gesegnete Tochter, ein Akt hat dann einen Wert, wenn man das darin enthaltene Gut kennt.
Je besser die Seele diesen Wert kennt, umso mehr erwirbt sie, da sie diesen Akt auf der Grundlage des Wertes verrichtet, den sie kennt; und unsere Vatergüte vermag niemanden zu betrügen oder zu täuschen: wenn Wir den Wert eines Aktes zu erkennen geben, so deshalb weil Wir [der Seele] diesen Wert schenken möchten, den Wir geoffenbart haben; und das sichere Zeichen ist die Kenntnis selbst, die diesen Wert bereits in sich besitzt.

Wir gleichen einem König, der ein Papier, das [an sich] keinen Wert hat, bedrucken lässt: hier schreibt er 100 darauf, dort 1000 und dort eine Million. Das Papier hat überall die gleiche Qualität und Form, doch ihr Wert entspricht der Zahl [, die der König aufgebracht hat]. Wer verleiht also dem Papier seinen Wert? Die Zahl und das Abbild des Königs, der es als Geld für sein Reich benützt.
So handeln auch Wir: Das Papier ist der Akt des Geschöpfs, die Kenntnis ist unser göttliches Abbild, der Wert ist die Zahl, die Wir daraufsetzen. Was Wunder also, dass Wir behaupten, dass ein einziger Akt in unserem Willen an Wert alle Akte aller anderen Geschöpfe zusammen, die außerhalb von Ihm getan werden, übertrifft?
Es ist unser Bild, das sich gleichsam auf das Papier des menschlichen Aktes aufprägt, und der Wert unserer Erkenntnis, der die Zahl hinzufügt. Sind Wir nicht frei, die von Uns gewünschte Zahl auf das Papier des menschlichen Willens zu schreiben?
Wenn der König ungehindert eine gewünschte Zahl auf ein ganz unedles Papier setzen kann, so können Wir mit noch mehr Recht jenes Geld herausbringen, das in unserer azurblauen [himmlischen] Heimat in Umlauf sein soll. Zudem war unser Wille unsere unentgeltliche Gabe an den Menschen.
Er zahlte Uns nichts, um sie zu erhalten. Er besaß weder Geld noch ausreichende Mittel für die Bezahlung, außer das höchst unedle Papier seines menschlichen Willens, das er Uns zu seinem Unglück nicht einmal leihen wollte, damit er unsere große Gabe für sich behalten könne. Darüber hinaus waren Wir sein ganz zärtlicher und liebender Vater.
Zwischen Vater und Kindern wird nicht Buch geführt, da ja bekanntlich der Vater den Kindern geben muss. Und diese sollen aus Pflicht der Gerechtigkeit die Geschenke ihres Vaters mit Liebe und Achtung bewahren.
Daher ist es notwendig, den Göttlichen Willen zu kennen; Wir schenken die Kenntnisse schrittweise, damit die Geschöpfe diese so große Gabe schätzen, die Wir ihnen unentgeltlich geben möchten.
Die Kenntnis erzeugt das Verlangen und den Wunsch, noch mehr zu erfahren, und so wird der menschliche Wille nach und nach für die Umwandlung und Vereinigung mit dem Göttlichen Willens bereitet.
Wir führen weder Buch noch beachten die Zahlungsfähigkeit [der Seele], sondern werden [dem menschlichen Willen] unser Bild und die unschätzbare Zahl eines göttlichen Wertes aufprägen.
Wir sind zufrieden, wenn Wir unsere Kinder reich und glücklich sehen – an unseren eigenen göttlichen Wonnen und Reichtümern.”… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 31; 27. November 1932)