22In jener Zeit, als Jesus und seine Jünger in Galiläa zusammen waren, sagte Jesus zu ihnen: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert werden, 23und sie werden ihn töten; aber am dritten Tag wird er auferstehen. Da wurden sie sehr traurig.
24Als Jesus und die Jünger nach Kafarnaum kamen, gingen die Männer, die die Tempelsteuer einzogen, zu Petrus und fragten: Zahlt euer Meister die Doppeldrachme nicht? 25Er antwortete: Doch! Als er dann ins Haus hineinging, kam ihm Jesus mit der Frage zuvor: Was meinst du, Simon, von wem erheben die Könige dieser Welt Zölle und Steuern? Von ihren eigenen Söhnen oder von den anderen Leuten?
26Als Petrus antwortete: Von den anderen!, sagte Jesus zu ihm: Also sind die Söhne frei. 27Damit wir aber bei niemand Anstoß erregen, geh an den See und wirf die Angel aus; den ersten Fisch, den du heraufholst, nimm, öffne ihm das Maul, und du wirst ein Vierdrachmenstück finden. Das gib den Männern als Steuer für mich und für dich.

„Zahlt euer Meister die Doppeldrachme nicht?“ (Mt 17, 24)

… Und ich: ‘Meine Liebe, obwohl ich stets in deinem Willen arbeite und immer wieder darum bete, dass sein Reich auf die Erde komme, ist trotzdem noch nichts zu sehen.’
Und Jesus: „Gute Tochter, das besagt nichts. Du musst nämlich wissen, dass die in unserem Willen getanen Gebete und Akte, da sie in unseren göttlichen Akt eintreten, eine solche Macht besitzen, dass sie den Geschöpfen das Gute, das sie in sich bergen, bringen müssen.
Sie stellen sich als Wache über die Jahrhunderte auf und sehen sie mit großer Liebe an; sie warten und warten mit unbesiegbarer Geduld und klopfen mit dem Licht, das sie in sich tragen, an die Herzen.
Sie machen sich zum Licht für jeden Verstand und ermatten nie, weil sie weder der Ermüdung noch der Abnahme ihrer Macht unterworfen sind. Sie handeln als Wächter und treue Wachtposten, die erst dann abziehen, wenn sie das Gut, das sie besitzen, gegeben haben.
Diese Akte sind die Besitzer meines Wollens, und möchten diesen meinen Willen den Menschen auf eine absolute Weise schenken. Wenn ihnen eine Seele entkommt, dann nehmen sie eine andere ins Visier.
Nimmt ein Jahrhundert sie nicht auf, so lassen sie sich weder aufhalten, noch gehen sie fort, da Wir die Jahrhunderte in ihre Macht gelegt haben. Jetzt und in Zukunft werden sie unsere göttliche Armee unter den Menschen bilden, um das Reich unseres Willens zu errichten.
In diesen Akten ist das Menschliche, gekrönt mit göttlicher Macht, und sie geben [somit] den Menschen das Recht auf den Besitz eines solchen Reiches. In diesen Akten wirkt [auch] unser [Göttlicher] Wille und gibt Gott das Recht, mit unserem allmächtigen Fiat die Menschen zu regieren und zu beherrschen.
Diese Akte sind wie eine Anzahlung (ein Pfand) und ein Kapital, die Gott im Namen der Geschöpfe auszahlen und berechtigt sind, den Menschengeschlechtern das zu geben, was sie eingezahlt haben.
Wie sich die Sonne weder zurückzieht, noch je müde wird, die Erde mit ihrem Licht zu überfluten, um die Güter zu spenden, die sie besitzt, so gehen sie – mehr noch als die Sonne – zu allen Herzen, wandern durch die Jahrhunderte und sind stets in Bewegung.
Sie geben sich nie geschlagen, bis sie [den Menschen] meinen wirkenden Willen geschenkt haben, den sie besitzen – umso mehr, als sie mit Sicherheit ihre Absicht und den Sieg zu erlangen wissen.
Sei daher nicht besorgt, wenn du nichts siehst. Setze dein Leben und deine Akte in meinem Willen fort. Es ist nötiger als alles andere, das Geld für den Erwerb eines so heiligen Reiches für deine Brüder bereitzustellen.
Zudem musst du wissen, dass dasselbe auch für mein irdisches Leben selbst und für meine Akte gilt. Ich habe für alle bezahlt, und mein Leben und meine Akte stehen allen zur Verfügung und wollen sich allen geben, um das Gut zu gewähren, das sie besitzen.
Obwohl Ich zum Himmel zurückkehrte, ging Ich und blieb [zugleich], um alle Herzen und Jahrhunderte aufzusuchen und allen die Schätze meiner Erlösung zu geben. Seit ca. zwanzig Jahrhunderten sind mein Leben und meine Akte schon unterwegs, doch die Menschen haben noch nicht alles erhalten, und verschiedene Gebiete kennen Mich noch nicht einmal.
So können sich mein Leben und die Fülle meiner Güter und Akte nicht zurückziehen, sondern eilen und wandern stets dahin. Sie umfassen die Jahrhunderte wie ein einziges, um allen die Wohltaten zu spenden, die sie besitzen. Daher muss man aktiv sein, zahlen und das Kapital bilden, das Übrige kommt von selbst.
Sei also aufmerksam und schwinge dich ständig in meinem Fiat auf.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 30; 14. Juli 1932)

„Was meinst du, Simon, von wem erheben die Könige dieser Welt Zölle und Steuern? Von ihren eigenen Söhnen oder von den anderen Leuten? Als Petrus ant-wortete: Von den anderen!, sagte Jesus zu ihm: Also sind die Söhne frei“ (Mt 17,25-26)

Ich war besorgt über das, was ich über das Leben im Göttlichen Wollen niedergeschrieben hatte und bat Jesus um mehr Licht, um mich besser auszudrücken und denen, welchen ich dazu verpflichtet bin, dieses gesegnete Leben im Göttlichen Willen besser erklären zu können, und mein süßer Jesus antwortete:
„Meine Tochter, sie wollen nicht verstehen. Das Leben in meinem Willen bedeutet in Ihm und mit Ihm zu herrschen, das Tun meines Willens bedeutet, meinen Befehlen unterworfen zu bleiben.
Der erste Zustand bedeutet, zu besitzen, der zweite, Anordnungen zu empfangen und Befehle auszuführen. Das Leben in meinem Willen heißt, sich meinen Willen wie eine eigene Sache anzueignen und über Ihn zu verfügen.
Meinen Willen zu tun heißt, ihn als Willen Gottes in Betracht zu ziehen, nicht wie etwas Eigenes, noch über Ihn verfügen zu können, wie man möchte.
Das Leben in meinem Willen ist ein Leben mit einem einzigen Willen, nämlich dem Willen Gottes, und da dieser ein ganz heiliger, ganz reiner, ganz friedvoller Wille ist, und nur dieser einzige Wille regiert, gibt es keine Widersprüche, sondern alles ist im Frieden.
Die menschlichen Leidenschaften zittern vor diesem Höchsten Willen; sie würden gerne vor Ihm fliehen und wagen weder sich zu rühren noch Widerstand zu leisten, da sie sehen, dass vor diesem Heiligen Willen Himmel und Erde erzittern… Was bewirkt also der erste Schritt des Lebens im Göttlichen Willen?
Er richtet die Ordnung Gottes am Grund der Seele auf und macht sie von allem leer, was [ungeordnet] menschlich ist, von Neigungen, Leidenschaften, Anhänglichkeiten und anderem.
Das Tun meines Willens hingegen bedeutet ein Leben mit zwei Willen, und wenn Ich der Seele anordne, meinen Willen auszuführen, spürt sie das Gewicht ihres eigenen widerspenstigen Willens.
Obwohl sie die Befehle meines Willens treu befolgt, empfindet sie die Last ihrer rebellischen Natur, der Leidenschaften und Neigungen. Wie viele Heilige fühlen, obschon sie zur höchsten Vollkommenheit gelangten, diesen ihren Willen, der Krieg gegen sie führt und sie unterdrückt, sodass sie gezwungen sind, auszurufen: ‚Wer befreit mich von diesem Leib des Todes, d.h., von diesem meinen Willen, der dem Guten, das ich tun möchte, den Tod geben will?”
Das Leben in meinem Willen ist das Leben wie ein Sohn, das [bloße] Tun meines Willens ist im Vergleich dazu wie das Leben als Diener. Im ersten Fall gehört das, was dem Vater gehört, auch dem Sohn, und wie jeder weiß, müssen die Diener oft größere Opfer bringen als die Kinder.
Sie müssen sich schwereren und demütigeren Diensten aussetzen, der Kälte, der Hitze, den Fußmärschen und Ähnlichem. Tatsächlich, was haben meine Heiligen, obwohl meine liebsten Freunde, nicht getan, um die Befehle meines Willens auszuführen?
Der Sohn jedoch bleibt bei seinem Vater, sorgt für ihn, erfreut ihn mit seinen Küssen und Zärtlichkeiten, und befiehlt den Dienern, als würde sein Vater befehlen. Wenn er ausgeht, dann nicht zu Fuß, sondern er reist in der Kutsche.
Und während der Sohn alles besitzt, was dem Vater gehört, wird den Dienern nur der Sold für die Arbeit gegeben, die sie getan haben, und sie bleiben frei, ihrem Herrn zu dienen oder nicht; wenn nicht, haben sie kein Recht mehr auf weitere Entlohnung.
Die vertrauten Beziehungen zwischen Vater und Sohn kann jedoch niemand wegnehmen, kraft derer der Sohn die Güter des Vaters besitzt, und kein Gesetz, weder ein himmlisches noch irdisches, kann diese Rechte annullieren noch die Bande der Kindschaft zwischen Vater und Sohn lösen.
Meine Tochter, das Leben in meinem Willen ist ein Leben, das dem der Seligen im Himmel am nächsten kommt, und es ist so weit entfernt von dem, der sich einfach nur meinem Willen angleicht und treu meine Befehle ausführt, wie der Himmel von der Erde entfernt ist, wie der Abstand zwischen Sohn und Diener, zwischen König und Untergebenem….
Zudem ist dies eine Gabe, die Ich in diesen so traurigen Zeiten machen will: dass die Seelen nicht nur meinen Willen tun, sondern Ihn besitzen. Bin Ich etwa nicht frei, zu geben, was Ich will, wann Ich will, und wem Ich will? Ist ein Herr nicht frei, zu seinem Diener zu sagen: „Lebe in meinem Haus, iss, nimm dir, befehle wie ein zweites Ich-Selbst?”
Und damit niemand dem Diener den Besitz der Güter seines Herrn verwehrt, legitimiert er den Diener als Sohn und verleiht ihm die Besitzrechte. Wenn das ein Reicher tun kann, kann Ich es umso mehr.
Dieses Leben in meinem Willen ist die größte Gabe, die Ich den Seelen geben möchte, meine Güte will immer mehr ihre Liebe zu den Menschen zeigen, und da Ich ihnen alles gegeben habe, und nichts mehr zu geben habe, damit sie Mich lieben, will Ich ihnen meinen Willen zum Geschenk machen, damit sie, wenn sie Ihn besitzen, dieses große Gut schätzen und lieben, das sie besitzen.
Wundere dich auch nicht darüber, dass sie es nicht begreifen. Damit sie es verstehen, müssten sie sich zum größten Opfer bereitmachen, nämlich ihrem eigenen Willen, selbst in heiligen Dingen, kein Leben zuzugestehen.
Dann erst würden sie den Besitz des Meinen erfahren und könnten gleichsam mit Händen greifen, was es bedeutet, in meinem Willen zu leben.
Du jedoch sei aufmerksam und ärgere dich nicht über die Schwierigkeiten, die sie machen, und Ich werde Mir nach und nach den Weg bahnen, um das Leben in meinem Willen verständlich zu machen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 17; 18. September 1924)

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… „Meine Tochter, willst du wissen, warum Wir wünschen, dass das Geschöpf in unserem Göttlichen Willen lebe? Weil Wir ihm stets neue Gaben, neue Liebe, neue Charismen geben und immer wieder Neues über unser Göttliches Wesen mitteilen wollen. Wenn die Seele, die Uns empfangen und anhören soll, nicht in unserem Willen lebt, fände sie keinen Platz, wo sie unsere Gaben niederlegen könnte. Wir teilen unsere Gaben aber nicht aus, wenn Wir keinen Ort haben, wo Wir sie hinlegen können. So bleibt Uns der Schmerz, dass Wir geben möchten und nicht können, Wir sind gleichsam ertränkt in Liebe und können Uns nicht erleichtern, weil niemand die Gaben empfängt und sind daher genötigt, das Geschöpf arm, schwach, unwissend zu sehen. Welch ein Schmerz – während Wir doch in unserem Willen unsere Schätze zur gemeinsamen Verfügung stellen und zur Seele stets sagen: ‚Nimm, was du willst, und um dich erkenntlich zu zeigen, gib Uns den kleinen Tribut deiner Liebe und deines Willens.‘
So schließen Wir, meine Tochter, doch einen Vertrag miteinander und kommen überein, dass Ich dir immer geben soll und du Mir stets deine kleine Liebe schenken sollst; so werden Wir stets in Verbindung bleiben, immer etwas gemeinsam zu tun haben und mit einer einzigen Liebe lieben und mit der gleichen Glückseligkeit glücklich sein.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 35; 16. März 1938)

„… Ein Vierdrachmenstück“ (Mt 17, 27)

Ich setzte meinen Rundgang im Göttlichen FIAT fort und dachte mir: „Wozu dienen diese ständigen Wiederholungen, immer wieder um das Reich des Göttlichen Willens zu bitten, und die Wiederholung der Rundgänge in Ihm, um Es um das Kommen seines Reiches anzuflehen, damit es unter den Menschen herrsche?“
Da bewegte sich mein geliebter Jesus in meinem Inneren und sagte zu mir: „Meine Tochter, wenn man einen Kauf tätigen will, macht man Anzahlungen.
Je mehr angezahlt wird, umso sicherer wird der Kauf, und umso weniger bleibt zu bezahlen, wenn man zu den letzten Schritten des definitiven Geschäfts kommt.
Da du nun das Reich meines Willens wünschst, muss du Anzahlungen machen: wann immer du in Ihm einen Rundgang machst und immer wieder um sein Reich bittest und deine Akte im Namen aller zu diesem Zweck tust, so viele weitere Anzahlungen machst du, um den Erwerb des Reiches meines Göttlichen FIAT abzusichern.
Da es das Reich meines Göttlichen Willens ist, das du erwerben möchtest, musst du deine Akte in eben diesem Göttlichen Willen tun.
Deine Akte müssen den Wert von Münzen erwerben, die von meinem Göttlichen Willen geprägt sind; sonst wäre es keine gültige Währung, die für seinen Erwerb in Umlauf wäre, sondern wie eine Währung außerhalb des Reiches.
Wer deshalb den Göttlichen Willen erwerben möchte, muss Akte als Anzahlung geben, die in Ihm getan werden. Dann wird Er sich würdigen, sie mit dem Wert seines FIAT zu prägen, auf eine Art, dass die Seele die nötigen Anzahlungen für seinen Erwerb geben kann.
Das ist es also, wozu deine Rundgänge in meinem FIAT dienen, die Akte, die du in ihm tust, die wiederholten Bitten um das Kommen seines Reiches. All dies sind notwendige Dinge und werden für seinen großen Erwerb gebraucht. Tat Ich dies nicht Selbst bei der Erlösung? Ich musste die Anzahlung meiner Akte vor meinem Himmlischen Vater tätigen.
Ich musste für alle zahlen, um das Reich der Erlösung zu erlangen, und erst als Ich die ganze Zahlung erbrachte, wurde Mir von der Gottheit mit Unterzeichnung bestätigt, dass das Reich Mein war.
Mach daher weiter deine Anzahlungen, wenn du die Unterschrift haben willst, dass das Reich meines FIAT dir gehört.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 24; 4. Juli 1928)