13In jener Zeit brachte man Kinder zu Jesus, damit er ihnen die Hände auflegte und für sie betete. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab. 14Doch Jesus sagte: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich. 15Dann legte er ihnen die Hände auf und zog weiter.

„Brachte man Kinder zu Jesus, damit er ihnen die Hände auflegte und für sie betete“ (Mt 19, 13)

… So setzte ich meinen Rundgang in seinem anbetungswürdigen Willen fort und folgte seinen Akten, die Er auf Erden getan hatte. Ich hielt bei der Episode an, als Jesus die Kinder, seine Himmlische Mutter und die Volksmenge und anderes segnete und bat Jesus um den Segen für seine kleine Tochter, die diesen so sehr benötigte.
Da bewegte Er sich in meinem Inneren, erhob seinen Arm zur Segensgeste und sagte zu mir: „Meine Tochter, Ich segne dich von Herzen, in der Seele und im Leib, mein Segen sei die Bestätigung unserer Ähnlichkeit in dir.
Er bekräftigt in dir das, was die Gottheit bei der Erschaffung des Menschen wirkte: unser Abbild und Gleichnis. So sollst du wissen, dass Ich im Lauf meines sterblichen Lebens bei allem, was Ich tat, immer segnete.
Es war der erste Akt der Schöpfung, den Ich über die Geschöpfe zurückrief, und als Bekräftigung [dieses Aktes], rief Ich beim Segen den Vater, das Wort und den Heiligen Geist an.
Die Sakramente selbst sind beseelt von diesen Segnungen und Anrufungen. Während also mein Segen die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer in die Seelen herabruft, ruft er zugleich das Leben meines Göttlichen Willens, damit Dieser wieder wie am Beginn der Schöpfung in den Seelen regiere.
In der Tat, Er allein hat die Kraft, in der Seele die lebensechte Ähnlichkeit mit Dem zu porträtieren, Der sie geschaffen hat, um sie heranwachsen zu lassen und in den lebendigen Göttlichen Farben zu bewahren.
Du siehst also, was Segen bedeutet: es ist die Bekräftigung unseres Schöpfungswerkes. Tatsächlich ist das Werk, das Wir einmal tun, so voller Weisheit, Erhabenheit und Schönheit, dass Wir es lieben, es stets zu wiederholen.
Wenn nun unser Segen nichts anderes ist als der Seufzer unseres Herzens, unser Bild in der Seele wiederhergestellt zu sehen, wie auch die Wiederholung unserer Bestätigung dessen, was Wir zu tun wünschen – so ist das Zeichen des Kreuzes, das die Kirche die Gläubigen lehrt, nichts anderes als das Flehen der Seelen um ihre Ähnlichkeit mit Uns.
So wiederholt die Kirche als Echo unseres Segens: ‘Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.’
Ohne es zu wissen, sind also die Kirche und alle Gläubigen in Einklang mit dem Ewigen Schöpfer und wollen alle dasselbe: Beim Segen und durch das Aussprechen der Worte ‘Vater, Sohn und Heiliger Geist’, möchte Gott ihnen die Ähnlichkeit mit Ihm mitteilen; und die Seelen erflehen diese [Ähnlichkeit], indem sie das Kreuzzeichen machen und dieselben Worte aussprechen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 24; 29. Juli 1928)

„Doch Jesus sagte: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich“ (Mt 19,14)

… „Du siehst also, welch großartige Ausstattung Ich denen verleihen werde, die in unserem Ewigen Willen leben sollen: alle Kenntnisse, die Ich über Ihn geoffenbart habe, sein unermesslicher Wert, seine Vorzüge, seine Liebe und die Liebe, die Mich drängte, sie ihnen kundzutun – dies wird das große und göttliche Erbe sein, das Ich jenen geben werde, die in meinem Fiat leben möchten. In diesem [Erbe] werden die Seelen alle überreichlichen Hilfen finden, um reich und glücklich zu werden.
Sie werden in diesen Wahrheiten die zärtliche Mutter finden, die sie auf ihren Schoß nimmt und wie kleine Babys in Licht einwickelt, ihnen die Speise eingibt, sie an ihrer Brust schlafen lässt.
Um sie sicher zu bewahren, geht diese Mutter in ihren Schritten, arbeitet in ihren Händen, spricht in ihrer Stimme, liebt und pocht in ihren Herzen; und damit sie aufmerksam und vergnügt bleiben, agiert sie als ihre Lehrerin und schildert ihnen die bezaubernden Szenen des Himmlischen Vaterlandes.
In diesen Wahrheiten werden sie jemanden finden, der gemeinsam mit ihnen weint und leidet, jemanden, der es versteht, sogar ihren Atem und die kleinsten Dinge in Umlauf zu bringen. Selbst die Nichtigkeiten wird diese [Mutter, d.h. die Wahrheiten] in göttliche Eroberungen und ewigen Wert umwandeln.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 34; 6. Juni 1937)

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… Jesus verschwand, und ich blieb ganz betrübt zurück und dachte: „Mein geliebter Jesus hat mir so oft gesagt, dass ich die kleine Neugeborene des Göttlichen Willens bin, also kaum neu geboren, ohne mein kleines Leben in diesem Höchsten Willen gebildet zu haben.
Nun, da ich das größte Bedürfnis habe, weiter zu wachsen, lässt Jesus mich alleine, sodass ich wie eine Totgeburt im Göttlichen Willen sein werde, ohne eine Existenz zu haben.
Siehst Du also nicht, meine Liebe, in welch mitleidserregendem Zustand ich mich befinde, und wie deine eigenen Pläne mit mir sich in Nichts auflösen?
O bitte, wenn Du kein Mitleid mit mir haben willst, hab doch Mitleid mit Dir selbst, mit deinen Plänen und deiner Arbeit, die Du an meiner armen Seele gewirkt hast.”
Doch während sich mein armer Geist noch mehr in den schmerzvollen Zustand hineinsteigern wollte, in dem ich mich befand, trat mein geliebtes Gut aus meinem Inneren heraus, und mich ganz vom Kopf bis zu den Füßen betrachtend, sagte Er zu mir:
„Meine Tochter, in meinem Willen gibt es keine Tode noch Totgeburten, und wer in Ihm lebt, enthält als Leben das Leben meines Willens.
Und selbst wenn die Seele zu sterben glaubt oder sogar tot ist, befindet sie sich in meinem Willen, der das Leben enthält und sie in jedem Augenblick zu neuem Licht, zu neuer Schönheit, Gnade und Seligkeit auferstehen lässt.
Er erfreut sich daran, sie stets klein in sich zu bewahren, um sie groß bei sich zu haben. Klein, aber stark, klein, doch schön, kaum neugeboren, damit sie nichts Menschliches habe, sondern ganz göttlich sei: so ist ihr Leben allein mein Wille, der alle meine Pläne ausführen wird, ohne etwas zu verlieren.
Du wirst wie der Wassertropfen sein, der ins große Meer versenkt wird, wie das Weizenkorn in der großen Masse der Körner.
Wenn auch der Wassertropfen im Meer wie verschwunden scheint und das Weizenkorn unter den unzähligen Körnern, so kann man nicht leugnen noch ihm das Recht nehmen, dass sein Leben existiert.
Fürchte dich also nicht, und mache, dass du dein Leben verlierst, um das Recht zu erwerben, allein meinen Willen als Leben zu haben.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 18; 24. Januar 1926)