16In jener Zeit sprach Jesus: Niemand zündet ein Licht an und deckt es mit einem Gefäß zu oder stellt es unter das Bett, sondern man stellt das Licht auf den Leuchter, damit alle, die eintreten, es leuchten sehen. 17Es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar wird, und nichts Geheimes, das nicht bekannt wird und an den Tag kommt.
18Gebt also acht, dass ihr richtig zuhört! Denn wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er zu haben meint.

„Niemand zündet ein Licht an und deckt es mit einem Gefäß zu oder stellt es unter das Bett, sondern man stellt das Licht auf den Leuchter, damit alle, die eintreten, es leuchten sehen“ (Lk 8, 16)

Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, kam mein anbetungswürdiger Jesus, und da Er mich ganz widerwillig sah, seine Worte kundzutun und niederzuschreiben, sagte Er mit einem imposanten Eindruck, der mich erzittern ließ, zu mir:
„Meine Tochter, mein Wort ist schöpferisch, und wenn Ich spreche, um eine Wahrheit bekanntzumachen, die Mir angehört, sind das nichts anderes als neue göttliche Schöpfungen, die Ich in der Seele bewirke.
Als Ich den Himmel mit einem einzigen FIAT schuf, breitete Ich die Himmel aus und übersäte ihn mit Milliarden von Sternen, so dass es keinen Teil der Erde gibt, von dem aus man diesen Himmel nicht sieht; und wenn er nicht von jedem Punkt aus gesehen werden könnte, wäre das eine Unehre für die schöpferische Macht, und man könnte sagen, dass die Schöpferkraft nicht die Macht hätte, sich überallhin auszudehnen; in gleicher Weise sind meine Wahrheiten mehr als der Himmel, den Ich allen, von einem Ende der Erde zum anderen, bekannt machen und sie wie viele Sterne von Mund zu Mund gehen lassen möchte, um den Himmel der Wahrheiten zu schmücken, den Ich bekanntgemacht habe.
Wenn das Geschöpf meine Wahrheiten verbergen wollte, wäre es, als wollte es Mich daran hindern, den Himmel zu erschaffen, und wenn es diese geheim hielte, würde es Mich verunehren, wie wenn eine Person eine andere daran hindern wollte, den Himmel, die Sonne und alle von Mir geschaffenen Dinge zu betrachteten, um Mich nicht bekannt zu machen.
Ach, meine Tochter, die Wahrheit ist Licht, und das Licht dehnt sich von selbst aus, doch damit es sich ausdehne, muss es bekannt gemacht werden, und das Übrige wird es aus sich selbst heraus tun. Ansonsten bliebe es unterdrückt, ohne die Wohltat, erleuchten und den Weg gehen zu können, den es will.
Sei deshalb aufmerksam und hindere Mich nicht daran, das Licht meiner Wahrheiten auszubreiten!” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 13; 30. Januar 1922)

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… Dann fühlte ich mich bedrückt, weil man mir geschrieben hatte, dass der ehrwürdige Pater Di Francia mein Heft der Kindheitserinnerungen und alles, was folgt, gerade drucken lässt. In meinem Schmerz sagte ich zu meinem geliebten Jesus:
„Meine Liebe, sieh ein wenig, was sie mit mir tun: zur Bekanntmachung dessen, was Du mir über die Tugenden und deinen anbetungswürdigen Willen gesagt hast, fügen sie nun auch das hinzu, was mich betrifft. Dies sollten sie höchstens nach meinem Tode erst tun, doch nicht jetzt.
Nur für mich war diese Demütigung und dieser höchste Schmerz bestimmt, für die anderen nicht. Ach, Jesus, gib mir Kraft, dass ich auch darin deinen Heiligen Willen tue.“
Und Jesus schloss mich in seine Arme, um mir Kraft zu geben, und sprach voller Güte zu mir: „Meine Tochter, betrübe dich nicht so sehr. Du musst wissen, dass die anderen Heiligkeiten kleine Lichter sind, welche in der Seele gebildet werden, und diese Lichter sind der Zu- und Abnahme und auch dem Verlöschen unterworfen.
Daher ist es nicht recht, es in Druck zu geben, solange diese Seelen in der Zeit leben, bis das Licht durch den Übergang in das andere Leben nicht mehr dem Verlöschen unterworfen ist.
Welchen Eindruck würde es machen, wenn man wüsste, dass dieses Licht nicht mehr existiert? Die Heiligkeit des Lebens in meinem Willen ist jedoch nicht Licht, sondern Sonne, deshalb kann sie weder an Licht abnehmen noch verlöschen.
Wer kann je die Sonne berühren? Wer kann ihr einen einzigen Tropfen Licht wegnehmen? Niemand! Wer kann ein Atom ihrer Wärme auslöschen? Wer kann sie auch nur ein Tausendstel von ihrem Platz herabsteigen lassen, aus der Höhe, von der aus sie die ganze Erde regiert und beherrscht?
Niemand! Wenn nicht die Sonne meines Höchsten FIAT wäre, hätte Ich nicht erlaubt, die Schriften [die Kindheitserinnerungen Luisas] drucken zu lassen.
Vielmehr habe Ich Eile, denn das Gut, das eine Sonne tun kann, kann ein Licht nicht bringen, weil der Segen des Lichtes zu begrenzt ist, und wenn man es nicht zur Ansicht freigibt, ist es weder ein großer Gewinn, wenn es gezeigt wird, noch ein großer Schaden, wenn man es nicht auftreten lässt.
Das Gut der Sonne jedoch umfängt alles, tut allen Gutes, und wenn man es nicht so bald wie möglich erscheinen lässt, ist es ein großer Verlust, und es ist etwas überaus Gutes, wenn man es auch nur einen Tag früher erscheinen lässt.
Wer kann die große Wohltat eines Tages voller Sonnenlicht beschreiben? Umso mehr, da es um die Sonne meines ewigen Willens geht!
Je länger also die Verzögerung, umso mehr Sonnentage werden den Geschöpfen genommen, und umso mehr Tage werden der Sonne geraubt, deren Strahlen gleichsam in unser himmlisches Vaterland zurückgedrängt werden.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 20; 27. November 1926)

„Es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar wird, und nichts Geheimes, das nicht bekannt wird und an den Tag kommt“ (Lk 8,17)

… In diesem Augenblick fühlte ich Sie in meiner Nähe, wie Sie mich unter ihrem blauen Mantel verbarg und in ihren mütterlichen Schoß aufnahm. Mit einer Liebe, die ich nicht auszudrücken vermag, sprach Sie zu mir:
„Tochter meines Mutterherzens, das Reich des Göttlichen Willens wird mein Reich sein, Mir hat es die Heiligste Dreifaltigkeit anvertraut. Wie Sie Mir das Ewige Wort anvertraute, als Es vom Himmel auf die Erde herabstieg, so vertraute Sie Mir ihr und mein Reich an.
Daher tue Ich mit meinen glühenden Seufzern und unaufhörlichen Gebeten nichts anderes, als die Heiligste Dreifaltigkeit mit meiner Liebe, mit den Rechten einer Königin und Mutter, die Gott Mir verliehen hat, zu bestürmen, damit dieses Reich, das Gott Mir anvertraut hat, entstehe, sein Leben heranbilde und auf dem Angesicht der Erde triumphiere.
Wisse, dass mein Wunsch so groß ist, dass er Mich verbrennt und Ich Mich fühle, als hätte Ich keine Herrlichkeit – während Ich so viel davon habe, dass sie Himmel und Erde erfüllt – wenn Ich nicht das Reich des Göttlichen Willens mitten unter meinen Söhnen und Töchtern [voll aus]gebildet sehe; jedes dieser Kinder nämlich, die in ihm leben werden, wird Mir so viel Herrlichkeit darbringen, dass meine Herrlichkeit, die Ich besitze, verdoppelt wird.
Wenn ich Mich also [meiner Kinder] beraubt sehe, scheint Mir, als besäße Ich weder die Glorie einer Königin noch die Liebe von meinen Kindern zu ihrer Mutter.
So rufe Ich ununterbrochen in meinem Herzen und wiederhole: ‚Meine Kinder, meine Kinder, kommt zu eurer Mutter! Liebt Mich als Mutter, wie Ich euch als Kinder liebe.
Wenn ihr nicht mit demselben Willen lebt, mit dem Ich lebte, könnt ihr Mir weder die Liebe wahrer Kinder erzeigen, noch erkennen, wie weit meine Liebe für euch geht.’
Du musst wissen, dass meine Liebe und meine glühende Sehnsucht nach diesem Reich auf Erden so groß sind, dass Ich vom Himmel herabsteige und die Seelen besuche, um zu sehen, wer mehr vorbereitet ist, im Göttlichen Willen zu leben.
Ich spioniere sie gleichsam aus, und wenn Ich sie disponiert sehe, trete Ich in ihre Herzen ein und bilde mein Leben in ihnen, als Vorbereitung, zur Ehre und Zierde jenes Fiat, das [von den Seelen] Besitz ergreifen und sein Leben in ihnen formen wird.
So werde Ich unzertrennlich von ihnen sein und ihnen mein Leben, meine Liebe, meine Tugenden und Leiden wie eine Mauer unüberwindlicher Stärke zur Verfügung stellen, damit sie in ihrer Mutter alle nötige Hilfe für das Leben in diesem so heiligen Reich finden mögen.
Dann erst wird meine Festfreude vollständig sein, meine Liebe wird sich in meinen Kindern ausruhen, meine Mütterlichkeit wird in ihnen die Kindesliebe finden.
Ich werde überraschende Gnaden gewähren und Himmel und Erde in Festfeier versetzen. Ich werde als Königin handeln und sie mit unerhörten Gnaden überhäufen.
Bleibe daher, meine Tochter, mit deiner Mutter vereint, und erflehe und ersehne zusammen mit Mir das Reich des Göttlichen Willens.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 34; 10. Februar 1937)

„Denn wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er zu haben meint“ (Lk 8, 18)

… „Meine Tochter, wer in der Sphäre meines Willens lebt, der ist im Hafen aller Reichtümer, aber wer außerhalb dieser Sphäre meines Willens lebt, wohnt im Hafen allen Elends.
Deshalb sagt das Evangelium, dass dem gegeben wird, der hat, und dem, der nicht hat, das Wenige genommen wird, das er hat; denn da jemand, der in meinem Willen lebt, im Hafen aller Schätze wohnt, ist es kein Wunder, dass er immer reicher an allen Gütern wird, da er in Mir wie in seinem eigenen Haus wohnt; und da Ich ihn in mir habe, werde Ich etwa knausrig sein?
Werde Ich ihm nicht Tag für Tag bald die eine Gunst, bald die andere erweisen und nie aufhören, ihm zu geben, bis Ich ihn aller meiner Güter teilhaft gemacht habe? Ja, sicher!
Wer aber außerhalb meines Willens, im Hafen aller Armseligkeit haust, für den ist der eigene Wille bereits selbst das größte Elend und der Zerstörer alles Guten.
Wenn dieser nun ein wenig Gutes besitzt und – da er keinen Kontakt mit meinem Willen hat – dieses Gut daher wie nutzlos in dieser Seele aussieht, wen wundert es dann, dass es ihm weggenommen wird?“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 6; 16. Januar 1906)