1In jener Zeit sagte Jesus den Jüngern durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten und darin nicht nachlassen sollten: 2In einer Stadt lebte ein Richter, der Gott nicht fürchtete und auf keinen Menschen Rücksicht nahm. 3In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe, die immer wieder zu ihm kam und sagte: Verschaff mir Recht gegen meinen Widersacher!
4Und er wollte lange Zeit nicht. Dann aber sagte er sich: Ich fürchte zwar Gott nicht und nehme auch auf keinen Menschen Rücksicht; 5weil mich diese Witwe aber nicht in Ruhe lässt, will ich ihr Recht verschaffen. Sonst kommt sie am Ende noch und schlägt mich ins Gesicht.
6Der Herr aber sprach: Hört, was der ungerechte Richter sagt! 7Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern bei ihnen zögern? 8Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen. Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, den Glauben auf der Erde finden?

„In jener Zeit sagte Jesus den Jüngern durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten und darin nicht nachlassen sollten“ (Lk 18,1)

Mein Flug im Göttlichen Fiat dauert an. Mein armer Geist kann nicht anders, als in seinen unzähligen Akten zu kreisen. Ich fühle, wie eine höhere Macht meinen Geist auf die Werke meines Schöpfers konzentriert, und mein Geist kreist unermüdlich umher.
O, wie viele schöne Überraschungen findet er bald in der Schöpfung, bald in der Erlösung, über die der gebenedeite Jesus selbst erzählt und mir sagt, dass in dem, was mir überraschend scheint, nichts anderes als eine noch größere Erfindung seiner Liebe [verborgen] ist!
Während ich meine Runden im Paradies und in den Zeiten vor seiner Ankunft auf Erden machte, fragte ich mich: ‘Warum wartete Jesus so lange zu, ehe Er kam, um die Menschheit zu erlösen?’ Da bewegte Er sich in meinem Inneren und sagte zu mir:
„Meine Tochter, wenn unsere unendliche Weisheit dem Geschöpf eine Wohltat schenken soll, zählt sie nicht die Zeit, sondern die Akte des Geschöpfes. In der Tat, vor der Gottheit existieren weder Tage noch Jahre, sondern nur ein einziger, nie endender Tag.
Daher bemessen Wir nicht die Zeit, sondern zählen die Akte, die das Geschöpf vollbracht hat. In der Zeit also, die dir so lange erscheint, waren die Akte, die Wir wünschten, um kommen und den Menschen erlösen zu können, noch nicht vollbracht.
Denn nur Akte bestimmen die Gewährung einer Wohltat, nicht die Zeit. Mehr noch, die Menschen zwangen unsere Gerechtigkeit, sie vom Angesicht der Erde zu vertilgen, wie es bei der Flut geschah. Nur Noah verdiente durch seinen Gehorsam gegen unseren Willen und sein lang dauerndes Opfer des Baues der Arche, mit seiner Familie gerettet zu werden.
Durch seine Akte verdiente er auch das Fortbestehen der neuen Generation, aus welcher der verheißene Messias kommen sollte. Ein lang dauerndes und fortgesetztes Opfer besitzt solche Anziehungskraft und hinreißende Kraft auf das höchste Sein, dass Es beschließt, große Güter zu geben und das Leben der Menschheit weiterbestehen zu lassen.
Hätte Noah Uns nicht gehorcht und das Opfer einer so lang dauernden Arbeit gebracht, wäre er in der Flut umgekommen, und somit wären die Welt und die neue Generation zu Ende gegangen. Erkennst du den Wert eines langfristigen und ständigen Opfers?
Es ist so groß, dass man damit sich selbst rettet und neues Leben in den anderen entstehen lässt, sowie auch die Güter, die Wir zu geben beschlossen haben. Für das Reich meines Göttlichen Willens wollte Ich daher dein langes und ständiges Opfer deines so viele Jahre im Bett verbrachten Lebens.
Dein langes Opfer barg dich selbst – mehr als die Arche – im Reich meines Göttlichen Willens und macht zudem meine Güte geneigt, ein so großes Gut zu gewähren, nämlich die Herrschaft meines Willens unter den Menschen.“ … (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 28; 12. März 1930)

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… „Meine gesegnete Tochter, absolute, notwendige und höchst wichtige Bedingungen, die lebendig und substantiell das Reich meines Göttlichen Willens zusichern (sicherstellen), sind die, dass Ich von den Menschen große Opfer wünsche – und langdauernde Opfer.
So muss unsere Güte kraft des verlangten Opfers, der Seele, von der sie es verlangt hat, überraschende Gnaden gewähren. Somit wird der Seele, die von meiner Liebe, von meinen Gaben und Gnaden fasziniert ist, das Opfer, das Ich von ihr fordere, wie ein Nichts erscheinen, obwohl sie weiß, dass ihr [selbständiges] Leben [nun] zu Ende ist.
Sie wird kein Recht mehr über sich selbst haben, sondern alle Rechte werden bei Dem liegen, der das Opfer von ihr fordert. Würde sie nicht die ganze Intensität des akzeptierten Opfers kennen, dann hätte es nicht den ganzen Wert.
Je besser man nämlich die Größe und das Gewicht des Opfers erkennt, umso größerer Wert wird hineingelegt. Die Kenntnis legt den genauen und vollendeten Wert in das Opfer.
Wer hingegen nicht die ganze Belastung eines Opfers kennt – o, wie stark vermindert sich dann der Wert, die Gnade und die Wohltat, die man erlangen soll! Zudem bleibt unsere Liebe verwundet, und unsere Macht fühlt sich machtlos vor einer Seele, von der Wir große Opfer erbitten und ihr die Last zeigen, der sie sich unterwerfen soll; und diese akzeptiert alles – rein aus Liebe zu Uns und um unseren Willen zu erfüllen.
Das langandauernde Opfer bringt ein langandauerndes Gebet mit sich. Wir sind ganz Ohr, ganz aufmerksam, und unsere Blicke sind hingerissen, wenn die Seele mitten im Feuerbrand des von Uns gewünschten Opfers betet – und worum betet sie und was wünscht sie?
Das, was Wir wollen: dass unser ‚Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden‘. Ach, wenn sie könnte, würde sie Himmel und Erde umdrehen und hätte gern alles in ihrer Macht, damit alle um das bitten, was sie will, damit ihr Opfer die Absicht erreicht und die von Gott gewünschte Frucht trägt!
Unsere Vatergüte ist so groß, dass es Uns unmöglich ist, die Absicht eines langen Opfers und eines ausgedehnten Gebetes nicht zu gewähren. Das sind die Bedingungen seitens der Geschöpfe. Dies haben Wir mit dir getan und Wir wünschen, dass du es weißt.
Wir geben unsere Dinge nämlich keinen Blinden, die wegen ihrer Blindheit die Güter nicht kennen, die Wir ihnen oder ihrer Umgebung gewähren, noch weniger Stummen, die in ihrer Stummheit keine Worte finden, um unsere Wahrheiten und Gnaden kundzutun. Zunächst schenken Wir die Kenntnis von dem, was Wir mit der Seele tun möchten, und dann schenken und tun Wir das, was Wir verfügt haben.
Die Kenntnis kann man den Anfang, den leeren Platz, den Samen nennen: hierin werden das Opfer und unsere Dinge deponiert, und die Kenntnis ruft das schöne Gebet [der Seele] hervor, das Uns schwach macht, mit Ketten und unzertrennlichen Banden fesselt und bewirkt, dass Wir der Seele das Erwünschte gewähren; zudem wollte unser Wille, der Leben und Werk ist, und allem und allen das Leben gibt, seitens der Menschheitsfamilie das Leben einer Seele zu seiner Verfügung, die ohne sich zu widersetzen in der Macht seines Willens bleibe, damit Er mit ihr tun könne, was Er will.
Dies brauchte Er, um auf Erden herrschen zu können und wird Ihm als Stütze und Bedingung dienen, damit Er seitens der Geschöpfe sein Reich garantiere. Jetzt kommen die Bedingungen für die Garantie seitens Gottes. Doch wem könnte Er sie geben, wenn nicht der [Seele], von der Er das Opfer verlangt hat?
So waren meine langdauernden Offenbarungen über die Wahrheiten meines Willens, meine vielen Worte über sein Reich und das Gute, das Er tun will und tun soll, seinen langen, ca. sechstausend Jahre währenden Kummer, dass Er regieren möchte, aber zurückgewiesen wurde, die vielen Verheißungen an Gütern, Glück und Freuden, die Er geben möchte, wenn sie Ihn regieren lassen – nichts anders als Zusicherungen, die Ich den Menschen bezüglich dieses Reiches meines Fiat gewährte.
Diese Garantien wurden im schönsten, heiligsten, kostbarsten Gegenstand gegeben und besiegelt, d.h. im Zentrum des Feuerbrandes deines von Uns gewünschten Opfers.
Ich kann sagen, dass Ich nie müde werde, Garantien abzugeben – Ich spreche, Ich spreche stets von neuem, auf neue Weisen, und teile neue Wahrheiten mit, neue Formen, überraschende Gleichnissen, stets über meinen Göttlichen Willen.
Ich hätte nie so viel gesagt, wenn Ich nicht sicher wäre, dass mein Reich auf Erden herrschen soll. So ist es fast unmöglich, dass meine so lang dauernden Kundgebungen und ein so lang andauerndes Opfer von dir nicht die ersehnten Früchte seitens Gottes und seitens der Geschöpfe erbringen sollen.
Setze daher deinen Flug in jenem Fiat fort, das die Macht hat, sich seinen Weg zu bahnen, alle Schwierigkeiten zu überwältigen und kraft der Liebe seine grausamsten Feinde zu seinen treuesten Freunden und Verteidigern zu machen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 30; 27. März 1932)

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… „Meine gesegnete Tochter, du musst wissen, wenn das Geschöpf unaufhörlich um die Erlangung eines Gutes betet, so erwirbt es die Fassungskraft für den Besitz dieses Gutes.
Und wenn es dieses Gut besitzt, kann es bewirken, dass auch andere es besitzen. Das Gebet ist wie Bezahlung des Preises für den Kauf des Gutes, das die Seele wünscht.
Das Gebet erzeugt Respekt, Wertschätzung und Liebe, die nötig sind, um es besitzen zu können und schafft in der Seele den leeren Platz, wo das gewünschte Gut eingeschlossen werden kann, sonst hätte die Seele keinen Platz für meine Gabe.
Zudem kannst du Mir keine größere Herrlichkeit darbringen, als Mich darum zu bitten, dass mein Wille bekannt werde und herrsche. Dies ist mein eigenes Gebet, mein Seufzer und mein Herzschlag, dies sind meine brennenden Wünsche.
Wisse, dass meine Liebe, meinen Willen bekanntzumachen, so groß ist, dass Ich sie nicht mehr zurückhalten kann. Sie ergießt sich über dich, und lässt dich sprechen: ‚Dein Fiat komme, dein Wille werde erkannt!’ So bin Ich es, der in dir betet, nicht du.
Es sind meine Liebesergüsse, meine Ventile der Liebe, die das Bedürfnis empfinden, Mich mit dem Geschöpf zu vereinigen, um nicht alleine um ein solches Gut zu beten. Um diesem Gebet noch mehr Wirkung zu verleihen, gebe Ich meine Werke in deine Macht, die ganze Schöpfung, mein Leben, meine Tränen, meine Leiden, damit es nicht ein Gebet von Worten allein sei, sondern ein Gebet, das durch meine Werke, mein Leben, meine Leiden und Tränen bestätigt werde.
O wie süß klingt dein Kehrreim in meinen Ohren, dein liebevoller Refrain, in dem der meine widerhallt: ‚Dein Fiat komme, dein Wille werde bekannt!’ Wenn du das nicht tätest, würdest du mein Gebet in dir unterdrücken, und Ich wäre in Bitterkeit und müsste ganz alleine beten.
Doch muss Ich dir noch dies sagen: Weißt du, wer den Wunsch hat, alle meine Werke und Leiden aufzuspüren, um Mich zu bitten, dass mein Wille bekannt werde und herrsche? Die Seele, die Ihn erkannt hat und liebt!
Sie kann angesichts des großen Gutes nicht anders, als immer wieder darum zu bitten, dass alle Ihn kennen und besitzen. Bedenke also, dass Ich mit dir bin und gemeinsam mit dir bete, wenn du das Gefühl hast, dass du nicht anders kannst als um den Triumph meines Willens zu beten.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 33; 15. Juli 1934)

„Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern bei ihnen zögern?“ (Lk 18,7)

Ich fühlte mich unter dem furchtbaren Alpdruck seiner Entbehrung. Ich war bedrückt, ich schmachtete und fühlte mich so schlecht, dass ich nicht mehr konnte. Nachdem mein anbetungswürdiger Jesus mich unter einer so schmerzvollen Kelter gut ausgepresst hatte, hatte Er Mitleid mit meiner äußersten Betrübnis, nahm mich fest in seine Arme und sagte zu mir:
„Arme Tochter, wie schlecht geht es dir! Mut, Ich möchte nicht, dass du an dieses äußerste Extrem kommst; du betrübst dich zu sehr, wo du dich doch trösten solltest. Dein Inneres spricht ständig vor der Göttlichen Majestät und ist ein fortwährender Akt.
Dein unaufhörliches Bitten um mein Reich des Göttlichen FIAT bringt vor Gott die Sicherheit des Sieges mit sich. So hast du entweder [schon] gesiegt, oder bist dabei zu siegen. Ein fortwährendes Tun und Sprechen erwirbt die Natur einer siegreichen Macht vor Gott.
Gott verliert gleichsam die Widerstandskraft, und die Seele erlangt siegreiche Kraft. Es findet ein Austausch statt: Gott wird entwaffnet, und die Seele wird mit göttlichen Waffen ausgerüstet, doch dem Höchsten Wesen ist es nicht gegeben, zu widerstehen.
Scheint dir dieses ständige Bitten um das Reich meines ewigen Willens unbedeutend? Dass du Runden durch die ganze Schöpfung machst, so wie in allen Akten, die Ich in der Erlösung tat, in den Meeren der Akte der Liebe und des Leidens der Höchsten Himmelskönigin, damit mein Reich komme?
Du bittest um nichts für dich, kreist immer wieder und bittest immer wieder, dass mein Göttlicher Wille bekannt werde, herrsche und regiere. Hier tritt kein Schatten von etwas Menschlichem ein, noch Eigennutz.
Dieses Gebet ist der heiligste und göttlichste Akt, es ist das Gebet des Himmels, nicht der Erde, denn es ist das reinste, schönste, unbesiegbare, das nur das Interesse der göttlichen Herrlichkeit einschließt. Bis jetzt hat Mich niemand mit solchem Nachdruck gebeten.
Meine Mama bat Mich so eindringlich um die Erlösung und war darin siegreich, doch um das Reich meines Willens hat bisher niemand so nachdrücklich gebetet, dass er einen Gott besiegen hätte können.
Deshalb besagt dein Nachdruck viel, selbst der Aufruhr der ganzen Natur sagt viel aus. In diesen Zeiten verkünden alle aus dem Gleichgewicht geratende Elemente etwas Gutes, und das ist für die Neuordnung meines Reiches notwendig. Es ist das Größte, deshalb bedarf es der Umwälzungen, um die Erde zu reinigen.
Ich wünsche also nicht, dass du dich zu sehr betrübst, sondern vielmehr deinen ständigen Flug fortsetzt, und deinen Nachdruck, damit du die vollständige Kraft erwirbst, das Reich des Höchsten FIAT zu gewinnen.”
So betete ich weiter und spürte, wie sich eine Hand unter meinen Kopf legte. Aus dieser Hand traten drei kleine Quellen hervor: von einer entströmte Wasser, von einer anderen Feuer, und von der dritten Blut, das die Erde überschwemmte, worin Menschen, Städte und Reiche fortgerissen wurden.
Es war erschreckend, die kommenden Übel zu sehen, und ich bat meinen geliebten Jesus, sich zu besänftigen. Ich bat Ihn um Leiden, damit Er die Völker verschone, und Jesus sagte zu mir:
„Meine Tochter, Wasser, Feuer und Blut werden sich miteinander vereinigen und Gerechtigkeit üben. Alle Nationen sind dabei, sich zu bewaffnen, um Krieg zu führen; das reizt die göttliche Gerechtigkeit aufs Höchste, die den Elementen anordnet, Rache an ihnen zu üben.
Daher wird die Erde Feuer speien, die Luft wird Wasserfontänen regnen lassen, und die Kriege werden Ströme von menschlichem Blut erzeugen, in denen viele verschwinden und Städte und Gebiete zerstört werden. Welche Niedertracht!
Nach so vielen Übeln eines erlittenen Krieges bereiten sie einen noch schrecklicheren vor und versuchen, fast die ganze Welt zu bewegen, als wäre sie ein einziger Mann. Bedeutet dies nicht, dass die Sünde bis ins Mark der Knochen eingetreten ist, um die Natur selbst in Sünde zu verwandeln?”
O, wie schlecht ging es mir, als ich das hörte! Ich betete zu Jesus, dass Er von seiner Gerechtigkeit absehe und die Barmherzigkeit ins Spiel bringe. Wenn Er ein Sühnopfer brauchte, war ich bereit, wenn die Menschen nur verschont würden: „… und Jesus, wenn du mir dies nicht gewähren willst, nimm mich von der Erde fort; ich kann nicht mehr bleiben.
Deine Beraubungen versetzen mir den ständigen Tod, die Geißeln martern mich, und wie kann ich zudem leben, wenn ich nicht mit meinen Leiden die Leiden unserer Brüder verhindern kann? Jesus! Jesus! Hab Mitleid mit mir, Mitleid mit allen! Besänftige Dich und stelle deine kleine Tochter zufrieden.“
In diesem Augenblick, ich weiß nicht wie, fühlte ich mich von Leiden erfüllt, die ich seit einiger Zeit nicht mehr empfunden hatte. Ich kann nicht sagen, was mir geschehen ist; dies gibt mir Hoffnung, dass die schweren Übel wenigstens zum Teil verhindert werden. (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 22; 12. August 1927)

„Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern bei ihnen zögern?“ (Lk 18, 7)

… „Meine Tochter, wenn die Seele meinen Willen in ihre Akte und ihr Gebet ruft, dann wiederholt Er gemeinsam mit der Seele den Akt und betet zusammen mit ihr. Da Er sich nun in seiner Unermesslichkeit überall befindet, fühlen die Schöpfung, Sonne, Wind, Himmel, die Engel und Heiligen in sich selbst die Kraft des schöpferischen Gebetes, und alle beten.
Die Wunder dieses allmächtigen Gebetes beziehen alle mit ein und schenken sich allen. Nur jene, die es undankbarerweise nicht aufnehmen wollen, bleiben seiner Wirkungen beraubt. So besitzt mein Wille also die Eigenschaft (Kraft) des Gebetes.
O, wie schön ist es, Ihn auf seine Göttliche Weise und mit seiner Schöpferischen Kraft beten zu sehen, die sich allen auferlegt und bewirkt, dass alle beten! Dieses Gebet drängt sich unseren Göttlichen Eigenschaften auf und lässt reichlich Barmherzigkeit, Gnade, Vergebung und Liebe herabströmen.
Es genügt zu sagen, dass es unser Gebet ist, um behaupten zu können: ‚Es kann alles geben.’“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 36; 6. Juli 1938)