1In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. 2Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
3Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. 4Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs! 5Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!
6Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. 7Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!
8Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. 9Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.

„Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden“ (Lk 10,2)

… „Meine Tochter, Ich musste zuerst offenbaren, was meine Menschheit im Äußeren tat und litt, um die Seelen bereiten zu können, das zu erkennen, was meine Gottheit im Inneren wirkte. Das Geschöpf ist unfähig, mein ganzes Wirken zugleich zu verstehen, daher offenbare Ich Mich nach und nach.
Später werden deinem Ring der Verbindung mit Mir die anderen Ringe der Geschöpfe hinzugefügt werden, und Ich werde eine Schar von Seelen besitzen, die in meinem Willen leben und alle Akte der Geschöpfe wiederherstellen werden; und Ich werde die Ehre erhalten, dass so viele versparte Akte, die nur von Mir getan wurden, auch von den Geschöpfen verrichtet werden.
Diese Seelen werden aus allen Schichten kommen: Jungfrauen, Priester, Weltleute, je nach ihrer Aufgabe. Sie werden nicht mehr auf menschliche Weise wirken, sondern in meinen Willen eindringend, werden sich ihre Akte auf ganz göttliche Weise für alle vervielfältigen, und Ich werde seitens der Geschöpfe die göttliche Ehre erhalten für so viele Sakramente, die in bloß menschlicher Weise empfangen und gespendet, für wieder andere, die profaniert, für andere, die von Eigennutz beschmutzt wurden; die Verherrlichung für so viele gute Werke, die Mir mehr zur Unehre als zur Ehre gereichen.
Wie sehr Ich diese Zeit herbeisehne! Und du bete und ersehne sie zusammen mit Mir und trenne deinen Ring der Verbindung nicht von dem meinen, sondern beginne damit, als Erste.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 29. Januar 1919)

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Ich war ganz in Sorge wegen dieser gesegneten Schriften: der Gedanke an ihre Veröffentlichung ist stets eine Qual für mich – und zudem die vielen Wechselfälle darum herum… Dies lässt mir oft die Frage aufkommen, ob die Veröffentlichung vielleicht nicht Wille Gottes sei, sonst würden nicht so viele Dinge geschehen.
Wer weiß, ob der Herr mein Opfer vielleicht [bloß] in Worten möchte, aber mir in der Tat einen so großen Kummer ersparen will, sodass nur der Gedanke, dass ich mich seinem Göttlichen Willen entgegenstellen könnte, mich sprechen lässt: ‘FIAT! FIAT!’ Doch während ich dies erwog, bewegte sich mein stets liebenswürdiger Jesus in meinem Inneren und sagte zu mir:
„Meine Tochter, es ist der absolute Wille Gottes, dass die Schriften über meinen Göttlichen Willen veröffentlicht werden. Wie viel auch geschehen mag, Er wird über alles triumphieren. Selbst wenn es jahrelang dauern sollte, wird Er alles zu disponieren verstehen, damit sein absoluter Wille erfüllt werde.
Der Erscheinungszeitpunkt hängt davon ab und ist bedingt davon, wann sich die Menschen für den Empfang eines so großen Gutes disponieren. Er hängt auch von jenen ab, die sich darum kümmern sollen, seine Sprachrohre zu sein und das Opfer zu bringen, um die neue Ära des Friedens zu bringen – die neue Sonne, welche alle Wolken des Bösen auflösen wird.
Wenn du wüsstest, wie viele Gnaden und Erleuchtungen Ich für jene bereitet habe, die Ich disponiert sehe, sich mit den Schriften zu befassen! Sie werden als erste den Balsam, das Licht und das Leben meines FIAT wahrnehmen. Schau Mich an: Ich halte in meinen Händen die Kleider, die Speise, die Zierde und die Gaben für jene bereit, die sich mit ihnen befassen sollen.
Doch halte Ich Ausschau, um zu sehen, wer die wahrhaft Disponierten sind, um sie mit den Vorrechten zu erfüllen, die für ein so heiliges Werk notwendig sind, das Ich so sehr liebe und sie tun lassen möchte. Ich muss dir jedoch auch sagen: ‘Wehe denen, die sich entgegenstellen oder Hindernisse in den Weg legen!’
Du aber ändere nichts – nicht einmal einen Beistrich von dem, was notwendig ist, um das Reich meines Göttlichen Willens vorzubereiten! Es soll bei all dem, was getan werden muss, um den Menschen diese große Wohltat zu schenken, nichts von meiner und deiner Seite fehlen. Sobald sich die Menschen disponieren, mögen sie alles Nötige und in der richtigen Ordnung vorfinden.
Tat Ich dasselbe nicht beim Erlösungswerk? Ich bereitete alles vor, Ich tat und litt alles und sah viel Widerwärtiges: meine eigenen Apostel waren schwankend, zweifelnd, furchtsam, sodass sie sogar flüchteten, sobald sie Mich in den Händen der Feinde sahen, und Mich allein ließen.
Zudem hatte Ich nicht das Glück, irgendeine Frucht zu sehen, solange Ich auf der Erde war. Trotz alledem unterließ Ich nichts, was für das vollständige Werk der Erlösung notwendig war. Wenn sie die Augen auftun und sehen, was Ich getan habe, sollten sie den ganzen Schatz vorfinden, um die Erlösung zu empfangen und nichts sollte ihnen fehlen, um die Frucht meiner Ankunft auf Erden zu erlangen.
Meine Tochter, das Reich meiner Erlösung und jenes meines Willens sind so innig miteinander verbunden, dass sie einander die Hand reichen und quasi dasselbe Schicksal seitens der menschlichen Undankbarkeit erleiden. Aber wer ein so großes Gut geben und bilden soll, soll weder darauf achten, noch dabei stehenbleiben.
Wir müssen vollständige Werke tun, damit von unserer Seite nichts fehlt, und sie, wenn sie sich also disponieren, alles Nötige finden mögen, um das Reich meines Willens aufzunehmen.“ … (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 24; 2. August 1928)

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Mein armer Geist fühlt sich wie konzentriert auf den Göttlichen Willen, und ich dachte mir: „Wie kann sein Reich jemals auf die Erde kommen? Und wie könnte es außerdem kommen, wenn man es nicht kennt?“ Als ich darüber nachsann, trat mein stets liebenswürdiger Jesus aus meinem Inneren heraus und sagte zu mir:
“Meine Tochter, Ich bediene Mich in meinen Werken menschlicher Mittel, obwohl Ich den ersten Teil, das Fundament und die ganze Substanz des Werkes mache, das Ich tun will. Sodann bediene Ich Mich der Geschöpfe, damit mein Werk bekannt würde und unter den Menschen lebendig werde.
So handelte Ich bei der Erlösung: Ich bediente Mich der Apostel, damit die Erlösung bekannt und verbreitet werde und die Früchte der Erlösung aufgenommen und geschenkt würden.
Hätten die Apostel nicht davon sprechen wollen, was Ich bei meinem Kommen auf die Erde sagte und tat, und verschlossen und stumm weder einen Schritt getan noch ein Opfer gebracht, noch das Leben hingegeben, um das große Gut meines Kommens auf die Erde bekannt zu machen, so hätten sie meine Erlösung gleich am Anfang sterben lassen.
Und die Generationen hätten weder das Evangelium, noch die Sakramente, noch alle Schätze besessen, die die Erlösung bewirkte und bewirken wird. Als Ich die Apostel um Mich berief, war es mein Ziel in meinen letzten Lebensjahren hier unten, dass sie das verkünden sollten, was Ich getan und gesagt hatte.
Hätten die Apostel geschwiegen, so wären sie für den Untergang so vieler Seelen, welche die Wohltat der Erlösung nicht gekannt hätten, verantwortlich gewesen, und schuldig an dem vielen Guten, das die Menschen nicht getan hätten!
Doch weil sie nicht still blieben und ihr Leben einsetzten, können sie, nach Mir, Urheber und Ursache für die Rettung so vieler Seelen genannt werden und all des Guten, das in meiner Kirche gewirkt wurde, indem sie als die ersten Verkünder ihre unerschütterlichen Säulen bilden.
Es ist unsere Göttliche Angewohnheit, dass Wir zuerst unseren ersten Akt in unseren Werken tun, und alles Nötige verfügen. Dann vertrauen Wir sie den Geschöpfen an, indem Wir ihnen ausreichende Gnaden zur Fortführung dessen, was Wir getan haben, gewähren. So verbreiten sich unsere Werke je nach dem Einsatz und dem guten Willen der Menschen.
So wird es auch mit dem Reich meines Göttlichen Willens sein. Ich berief dich wie eine zweite Mutter von Mir, offenbarte dir in großer Vertraulichkeit – ähnlich, wie Ich es mit meiner Mutter in der Erlösung tat – die vielen Geheimnisse über mein Göttliches FIAT, welch großer Schatz Es ist, und wie Es auf die Erde kommen und herrschen möchte.
Ich kann sagen, dass Ich alles getan habe, und wenn Ich meinen Diener rief, damit du dich ihm öffnest und das FIAT bekanntmachst, so beabsichtigte Ich dabei, dass es ihm daran gelegen sein würde, ein so großes Gut bekannt zu machen.
Bestünde seitens derer, die sich damit befassen sollen, nicht dieses Interesse, so würden sie das Reich des Göttlichen Willens gleich in seinen Anfängen dem Risiko des Scheiterns aussetzen und wären verantwortlich für alles Gute, das ein so heiliges Reich bringen kann [und das sie aufs Spiel setzen]; oder sie würden es verdienen, dass Ich sie zur Seite stelle und andere als Verkünder und Verbreiter der Kenntnisse meines Göttlichen FIAT rufe.
Solange Ich niemanden finde, der Interesse hat und es sich, mehr als sein eigenes Leben, zu Herzen nimmt, seine Wahrheiten bekannt zu machen, wird das Reich meines Willens weder seinen Anfang noch sein Leben auf Erden haben können.“ … (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 25; 22. März 1929)

„Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!“ (Lk 10,5)

… „Meine Tochter, was ist das? Ich sehe in dir einen Gemütszustand, einen Schatten, die dich Mir unähnlich machen und den Fluss der Seligkeit unterbrechen, der fast immer zwischen Mir und dir existiert hat.
Alles ist Friede in Mir, deshalb ertrage Ich in dir nicht einen Schatten, der deine Seele überschatten könnte. Der Friede ist der Frühling der Seele, alle Tugenden blühen, wachsen und lächeln wie die Pflanzen und Blumen unter den Strahlen der Frühlingssonne, die die ganze Natur bereit machen, damit alle ihre je eigenen Früchte hervorbringen.
Gäbe es nicht den Frühling, der mit seinem bezaubernden Lächeln die Steifheit der Kälte von den Pflanzen abschüttelt, und die Erde wie mit einem Blütenmantel bedeckt, der alle mit seinem süßen Zauber zur Bewunderung ruft, wäre die Erde schauderbar, und die Pflanzen würden austrocknen.
So ist der Friede das Lächeln Gottes, das jede Trägheit von der Seele schüttelt, wie ein himmlischer Frühling von der Seele die Kälte der Leidenschaften, Schwächen, Gedankenlosigkeiten, usw. abschüttelt, und mit seinem Lächeln mehr als bei einer blühenden Wiese alle Blumen erblühen und alle Pflanzen wachsen lässt, unter denen der himmlische Gärtner freudig spazieren geht und deren Früchte er pflückt, um aus ihnen seine Speise zu bereiten. So ist die friedvolle Seele mein Garten, in dem Ich Mich erhole und Mich vergnüge.
Der Friede ist Licht, und alles, was die Seele denkt, spricht, arbeitet, ist Licht, das sie aussendet, und der Feind kann sich nicht nähern, weil er sich von diesem Licht getroffen, verwundet und geblendet fühlt. Und um nicht blind zu bleiben, ist er gezwungen, davor zu fliehen.
Der Friede ist Herrschaft, nicht nur über sich selbst, sondern auch über die anderen: so sind sie angesichts einer friedvollen Seele besiegt oder verwirrt und gedemütigt und lassen sich daher entweder beherrschen und bleiben Freunde, oder sie gehen verwirrt davon, weil sie die Würde, Unerschütterlichkeit und Sanftheit einer Seele nicht ertragen können, die den Frieden besitzt.
Auch die Entartetsten nehmen die Macht wahr, die er enthält. Deshalb rühme Ich Mich so sehr, dass Ich Gott des Friedens, Fürst des Friedens heiße, und es gibt keinen Frieden ohne Mich: nur Ich besitze ihn und schenke ihn meinen Kindern, als meinen rechtmäßigen Nachkommen, die mit Mir verbunden bleiben, als Erben aller meiner Güter.
Die Welt und die Geschöpfe haben diesen Frieden nicht, und was man nicht besitzt, kann man nicht geben. Sie können höchstens einen scheinbaren Frieden geben, der sie innerlich quält, einen falschen Frieden, der einen giftigen Schluck in sich enthält, und dieses Gift schläfert die Gewissensbisse ein und führt die Seele zur Herrschaft des Lasters.
Deshalb bin der wahre Friede Ich, und Ich möchte dich mit meinem Frieden überschatten, damit du nie beunruhigt seist und der Schatten meines Friedens wie ein blendendes Licht von dir alles oder jeden fernhalten möge, was deinen Frieden trüben könnte.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 13; 18. Dezember 1921)

„Sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe“ (Lk 10,9)

… „Meine Tochter, jedes Wort, Werk und Opfer, das in meinem Willen, und um das Göttliche Reich zu erlangen, dargebracht wird, sind ebenso viele Botschafter, die sich eilig ins Himmlische Vaterland aufmachen.
Sie bringen das Göttliche Rundschreiben und lassen es allen Heiligen zukommen, den Engeln, der Höchsten Königin und dem Schöpfer Selbst. Dabei übertragen sie jedem die Aufgabe, die verschiedenen Dinge vorzubereiten, die für ein so heiliges Reich nötig sind, damit alles mit Zierde, Würde und Göttlichem Adel geschehe.
Dann machen sich alle Bewohner der Himmelsheimat mit diesem Himmlischen Rundschreiben in ihren Händen ans Werk, ihre Aufgabe zu erfüllen, alles ihnen Anvertraute vorzubereiten.
So stellt das Rundschreiben auf der Erde das Echo des Himmlischen Rundschreibens dar, und Himmel und Erde sind in Bewegung und befassen sich mit dem einzigen Zweck des Reiches meines Göttlichen Willens: Die Erde nimmt sich all dessen an, was in der natürlichen Ordnung notwendig ist, der Himmlische Hof sorgt für alles, was die übernatürliche Ordnung betrifft.
Himmel und Erde scheinen sich die Hand zu reichen und wettzueifern, wer sich mehr beeilt, ein so Heiliges Reich vorzubereiten. Wenn du wüsstest, welchen Wert ein in meinem Willen getaner Akt hat, wie er es versteht, Himmel und Erde zu bewegen, sich überall den Weg zu öffnen vermag!
Er setzt sich mit allen in Verbindung und erlangt alles, was alle Akte zusammen nicht erlangt haben – und so viele Jahrhunderte lang! Sie sind nicht eine Sonne, sondern so viele Sonnen, wie Akte getan werden, und bilden den leuchtenden und strahlenden Tag des Reiches meines Willens auf Erden.
Die in Ihm vollbrachten Akte sind Ansporn für das Höchste Wesen, sind Magneten, die Gott anziehen, sanfte Ketten, die Ihn fesseln, sie sind „Entzückungen“, wo das Geschöpf die Macht hat, seinen Schöpfer in Ekstase hinzureißen; und Dieser, wie in einem süßen Schlaf in Ekstase hingerissen, in die Ihn sein geliebtes Geschöpf versetzt hat, gewährt das, was Er seit so vielen Jahrhunderten geben wollte.
Doch Er hat [bisher noch] nicht jene gefunden, die Ihn mit Seiner eigenen Göttlichen Kraft in diese Ekstase versetzt und Ihm somit das Reich seines Göttlichen Willens entrissen hätte.
Wenn sich aber das Geschöpf in meinem FIAT bewegt und seinen Akt bildet, fühlt sich Gott hingerissen; in seinem süßen Schlummer fühlt Er sich entwaffnet und überwunden, und das Geschöpf bleibt Sieger über seinen Schöpfer.
Mit diesen Vorbereitungen ist es wie bei einem Bräutigam, der für seine Hochzeit sein Haus vorbereitet, das Schlafzimmer und alle nötigen Gegenstände, damit nichts fehlt.
Dann geht er an die Kleidung für die Hochzeit, Einladungen werden getätigt, all das lässt den Bräutigam Entscheidungen treffen, das auszuführen, was er selbst wollte. Doch wenn nichts vorbereitet wird, lässt der Bräutigam die Zeit verstreichen und entscheidet sich nie.
Er fühlt sich selbst in Verlegenheit und sagt sich: „Ich soll heiraten und habe kein Haus, ich habe kein Bett, wo ich schlafe, keine Kleider, um als Bräutigam zu erscheinen, welche Figur werde ich abgeben?“ So nimmt er, gleichsam genötigt, Abstand vom Gedanken, zu heiraten.
Daher sind diese Vorbereitungen, die Akte in meinem Willen, diese Rundschreiben – gleichsam die Antriebe, die meinen Willen bewegen, zu kommen und unter den Menschen zu herrschen.
Meine Wahrheiten [über meinen Willen] sind wie der Bräutigam, der kommt um sich mit den Seelen mit neuen Banden zu vermählen, wie sie aus unseren schöpferischen Händen hervorgegangen sind.“ … (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 24; 20. Mai 1928)