5In jener Zeit, als einige darüber sprachen, dass der Tempel mit schönen Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sagte Jesus: 6Es wird eine Zeit kommen, da wird von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleiben; alles wird niedergerissen werden.
7Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen, und an welchem Zeichen wird man erkennen, dass es beginnt? 8Er antwortete: Gebt acht, dass man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es!, und: Die Zeit ist da. – Lauft ihnen nicht nach!
9Und wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch dadurch nicht erschrecken! Denn das muss als erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort. 10Dann sagte er zu ihnen: Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere.
11Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen, und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen.

„Es wird eine Zeit kommen, da wird von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleiben“ (Lk 21, 6)

Ich setze rein aus Gehorsam fort. Mein stets liebenswürdiger Jesus scheint weiterhin über das Leben in seinem Heiligsten Willen sprechen zu wollen; wenn Er über seinen Heiligsten Willen spricht, so scheint Er alles zu vergessen und lässt auch mich alles vergessen; die Seele findet dann kein anderes Bedürfnis, kein anderes Gut, als in seinem Willen zu leben.
Nachdem ich also den Text vom 20. November über seinen Willen niedergeschrieben hatte, war mein sanfter Jesus mit mir unzufrieden und sprach zu mir:
„Meine Tochter, du hast nicht alles ausgesagt; Ich will, dass du nichts zu schreiben unterlässt, wenn Ich zu dir von meinem Willen spreche. Auch die kleinsten Dinge werden alle zum Wohl der Nachkommenden dienen.
Bei jeder Heiligkeit hat es stets Heilige gegeben, die den Anfang einer bestimmten Art von Heiligkeit gesetzt haben; so gab es den Heiligen, der die Heiligkeit der Büßenden begründete, einen anderen, der die Heiligkeit des Gehorsams begann, wieder einen anderen der Demut, und so weiter mit allen übrigen Heiligkeiten.
Nun will Ich, dass du es bist, die die Heiligkeit des Lebens in meinem Willen beginnt. Meine Tochter, alle anderen Heiligkeiten sind nicht frei von Zeitverlust und persönlichen Interessen, wie z.B. eine Seele, die in allem nach dem Gehorsam lebt, viel Zeit verliert; das ständige Reden lenkt sie von Mir ab, und sie verwechselt die Tugend mit Mir.
Wenn sie keine Gelegenheit hat, alle Befehle des Gehorsams entgegenzunehmen, lebt sie in Unruhe. Eine andere Seele wieder ist Versuchungen unterworfen – o, wieviel Zeitverlust! Sie wird nie müde, alle ihre Prüfungen zu erzählen und verwechselt die Tugend des Leidens mit Mir; und sehr oft gehen diese Arten von Heiligkeit zugrunde.
Aber die Heiligkeit des Lebens in meinem Willen ist frei von persönlichen Interessen und Zeitverlust, es besteht keine Gefahr, dass die Seelen Mich mit der Tugend verwechseln, da Ich selbst das Leben in meinem Willen bin.
Dies war die Heiligkeit meiner Menschheit auf Erden, und deswegen tat Ich alles und für alle, ohne Schatten des Eigennutzes. Gerade der Eigennutz nimmt den Stempel der göttlichen Heiligkeit weg, daher kann diese Seele nie eine Sonne sein, höchstens, wie schön sie auch sei, ein Stern.
Deswegen will Ich die Heiligkeit des Lebens in meinem Willen; in diesen so traurigen Zeiten braucht die Menschheit diese Sonnen, die sie erwärmen, erleuchten und fruchtbar machen; die Selbstlosigkeit dieser irdischen Engel, die ganz für das Wohl der anderen da sind, ohne Schatten des Eigenen, wird in den Herzen der anderen den Weg auftun, meine Gnade zu empfangen.
Und außerdem gibt es wenige Kirchen, viele werden zerstört werden, oft finde Ich keine Priester, die Mich konsekrieren, ein anderes Mal lassen sie zu, dass unwürdige Seelen Mich empfangen und würdige Seelen Mich nicht empfangen; wieder andere können Mich nicht empfangen; so ist meine Liebe gleichsam behindert.
Deswegen will Ich die Heiligkeit des Lebens in meinem Willen bilden, für diese werde Ich keine Priester brauchen, die Mich konsekrieren, noch Kirchen, noch Tabernakel, noch Hostien, sondern sie werden alles zugleich sein, Priester, Kirchen, Tabernakel, Hostien.
Meine Liebe wird freier sein: jedes Mal, wenn Ich Mich konsekrieren will, werde Ich es in jedem Augenblick tun können, bei Tag und bei Nacht, an welchem Ort sie sich auch immer befinden. O, meine Liebe wird sich vollständig ergießen können!
Ach, meine Tochter, die gegenwärtige Generation verdiente es, ganz vernichtet zu werden, und wenn Ich zulasse, dass einige wenige übrigbleiben, so deshalb, um jene Sonnen der Heiligkeit des Lebens in meinem Willen zu bilden, die nach meinem Beispiel Mir für alles eine Entschädigung leisten werden, was Mir die vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Generationen schulden.
Dann wird Mir die Erde wahre Glorie erweisen, und mein „Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden“ wird seine Erfüllung und Erhörung finden.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 27. November 1917)

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… „Meine Liebe, ich diene zu nichts, noch bin ich zu etwas nütze; wäre es nicht besser, sich meiner zu entledigen und mich ins himmlische Jerusalem zu schicken?“ Jesus erwiderte voller Güte: „Tochter, Mir dient alles, auch die kleinen Steine, der Schutt, um bauen zu können.
So ist es auch mit dir: alles, was deinen Körper bildet, ist wie Schutt, aber von der lebensspendenden (vitalen) Flüssigkeit des ewigen FIAT belebt, wird alles kostbar und von unschätzbarem Wert, sodass Ich auf diesen kostbaren Trümmern die stärksten und uneinnehmbarsten Städte errichten kann.
Du musst wissen, als der Mensch mit dem Tun des eigenen Willens sich aus dem Göttlichen zurückzog, da geschah es ihm, wie wenn ein starkes Erdbeben eine Stadt trifft: Seine starken Stöße öffnen die Schlünde der Erde, und hier verschlingt es die Häuser, dort wieder zertrümmert es sie.
Die Kraft der Erdstöße öffnet die am sichersten verschlossenen Schmuckkästen und legt Juwelen, Geld, kostbare Dinge frei, sodass Plünderer eindringen und rauben können, was sie wollen.
So bleibt von der armen Stadt nur ein Haufen Steine, Überreste, Schutt und Trümmer übrig. Wenn nun ein König diese Stadt von neuem aufbauen will, bedient er sich derselben Haufen von Steinen, Trümmern und Schutt.
Da er sie ganz neu macht, baut er sie in modernem Stil und verleiht ihr eine solche Pracht an Kunst und Schönheit, dass ihr keine anderen Städte gleichen, und deshalb macht er sie zur Hauptstadt des Reiches.
Meine Tochter, mehr als ein Erdbeben war für den Menschen der menschliche Wille, und dieses Erdbeben dauert noch an, einmal stärker, einmal weniger stark, sodass es die kostbarsten Dinge hervorbringt, die Gott auf den Grund des Menschen gelegt hat. So zerschmettert ihn dieses Erdbeben des eigenen Willens ganz und gar.
Der Schlüssel des Höchsten FIAT, der die Menschen beschützt und ganz in Sicherheit bewahrt hatte, existiert nicht mehr für sie.
Da sie also weder Türen noch Schlüssel, sondern baufällige Mauern haben, machen die Plünderer ihrer Leidenschaften Beute, und sie bleiben allen Übeln ausgesetzt und oft zersplittert in Scherben und Schutt, so dass man nur mit Mühe erkennen kann, dass es von ihrem Schöpfer errichtete Städte waren.
Da Ich jetzt von neuem das Reich meines Willens mitten unter den Menschen aufbauen möchte, will Ich Mich deiner Trümmer und deines Schutts bedienen. Indem Ich sie mit der vitalen Flüssigkeit meines schöpferischen Willens erfülle, werde Ich die Hauptstadt des Reiches des Höchsten FIAT errichten.
Auf diese Weise kannst du Mir also dienen, bist du nicht froh darüber?“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 20; 23. Januar 1927)

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… „Ach, meine gute Tochter, der menschliche Wille! Er führt Krieg gegen Gott und gegen sich selbst. Die Waffen, die er gegen seinen Schöpfer einsetzt, verwunden ihn selbst, und seine Seele wird vor Gott wie ein zerfetzter Leib.
Mit jedem weiteren Akt des menschlichen Willens wird der Abstand vom Schöpfer, von seiner Heiligkeit, Kraft und Macht, seiner Liebe und Unwandelbarkeit größer.
Ohne meinen Göttlichen Willen wird die Seele wie eine belagerte Stadt, welche die Feinde verhungern lassen und in allen ihren Gliedern martern; mit jenem Unterschied, dass die Henker, die ihr die Glieder ausreißen, keine Feinde, sondern der eigene Wille sind, der sich selbst zum eigenen Feind macht.
Würdest du doch meinen Schmerz kennen, wenn Ich die Seelen in Stücke zerfetzt sehe! Jeder Akt ihres eigenen Willens trennt die Seele mehr von Gott und entfernt sie weiter von der Schönheit ihrer Erschaffung.
Er lässt die Seele von ihrem Ursprung abweichen, die wahre und reine Liebe erkalten und bereitet ihr entweder eine vorzeitige Hölle, wenn der Wille in schwere Sünde fällt, oder ein Fegefeuer bei lässlicher Sünde.
Der menschliche Wille ist wie der Wundbrand für den Leib, der das Fleisch in Stücke zerfallen lässt und die menschliche Schönheit entstellt. Arm sind die Seelen ohne meinen Göttlichen Willen, da nur Er allein die einigende Eigenschaft besitzt, die alles miteinander vereint – die Gedanken, Wünsche, Affekte, die Liebe und den Willen des Menschen, und seiner Seele die schöne einheitliche Form verleiht.
Ohne meinen Willen jedoch will der Gedanke dies, der Wille jenes, das Verlangen das, die Liebe wieder anderes, sodass sie untereinander im Streit liegen, sich verwirren und spalten. Ach, ohne meinen Willen herrscht weder Friede noch Einigkeit!
Es fehlt einer, der die getrennten Teile wieder zementiert und vereinigt und die Seele gegen alle auftretenden Übel stark macht. Daher weint dein Jesus bitterlich über das Unglück dieser Menschen – mehr als über den Untergang Jerusalems, das gestürzt wurde, weil es seinen Messias nicht anerkennen wollte und Ihn tötete.
So wird auch mein Wille verkannt, während Er doch in ihrer Mitte und in ihnen ist; sie machen aus ihren Seelen kleine verwüstete Städte und nötigen Mich, meine Drohung zu wiederholen, dass für sie ‚kein Stein auf dem anderen bleiben wird‘ (Lk 19, 42-44); ohne meinen Willen sind sie nämlich wie Zitadellen ohne König, und haben somit weder einen Beschützer, noch einen Verteidiger, noch jemand, der ihnen die notwendige Nahrung reicht, um Gutes zu tun und nicht ins Böse verstrickt zu werden. Ich beweine ihr Los und bete, dass sie meinen Willen erkennen, Ihn lieben und Ihn herrschen lassen; und du bete gemeinsam mit Mir.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 31; 5. März 1933)

„Wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch dadurch nicht erschrecken!“ (Lk 21, 9)

… „Die Nationen werden sich weiterhin durch Krieg und Revolution bekämpfen, untereinander und gegen meine Kirche. Sie haben ein Feuer in ihrer Mitte, das sie verzehrt und ihnen keinen Frieden gibt und keinen Frieden von ihnen ausgehen lässt.
Es ist das Feuer der Sünde und des Vorgehens ohne Gott, das ihnen keinen Frieden gibt.
Sie werden nie Frieden schließen können, wenn sie Gott nicht als Ordnung und Band der Einheit und des Friedens in ihre Mitte rufen. Ich aber lasse sie gewähren und werde sie am eigenen Leib verspüren lassen, was es bedeutet, ohne Gott zu handeln. Doch das verhindert nicht, dass das Reich meines Höchsten Fiat kommt.
Das ist alles Menschenwerk, sind Dinge von der niedrigen Welt, die mein Wille – wann Er es wünscht – zerschlägt und zerstreut und aus dem Unwetter den heitersten Himmel und die strahlendste Sonne aufgehen lässt.
Das Reich meines Göttlichen Willens hingegen ist von den Höhen des Himmels, es wurde inmitten der Göttlichen Personen gebildet und beschlossen, niemand kann es Uns antasten oder zerstreuen.
Zuerst handeln Wir unseren Willen mit einem einzigen Geschöpf ab und formen in ihm das erste Reich, dann mit wenigen, und danach werden Wir dieses Reich kraft unserer Allmacht überall hin ausbreiten.
Sei gewiss und sorge dich nicht, dass die Übel schlimmer werden. Unsere Macht, unsere erobernde Liebe, die stets siegt, unser Wille, der alles vermag und mit unbesiegbarer Geduld sogar Jahrhunderte warten kann – der aber das, was Er tun will, tun wird – wiegt schwerer als alles Böse der Menschen.
Vor seiner unbesiegbaren Macht und seinem unendlichen Wert werden alle ihre Übel wie Wassertropfen und Bedeutungslosigkeiten sein, die dem Triumph unserer Liebe und der größeren Ehre unseres vollbrachten Willens dienen.
Wenn Uns dann die große Ehre zuteilwird, dass dieses Reich in einer einzigen Seele errichtet ist, wird diese wie die Sonne sein, deren Licht alle zu Recht genießen und besitzen dürfen. Mehr als die Sonne, wird sie allen Seelen das Recht auf den Besitz eines so heiligen Reiches verleihen.
Wir werden mit unendlicher Weisheit weder Gnaden, noch Licht, Hilfen und überraschende Mittel zurückhalten, damit sie das Reich meines Willens unter ihnen zur Herrschaft bringen. Lass Mich daher handeln. Wenn Jesus es dir verheißen hat, genügt das, und es ist so, als wäre es schon geschehen.
Alles Böse und alle Geschöpfe zusammen haben weder Macht noch Recht über unseren Willen und können auch keinen einzigen Akt unseres, durch Dekrete unserer Weisheit gewollten Willens verhindern.”… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 30; 3. Januar 1932)

„Dann sagte er zu ihnen: Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere. Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen, und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen“ (Lk 21,10+11)

Ich betete gerade die Wunden meines geliebten Jesus an und schloss mit dem Credo ab, wobei ich die Meinung machte, in die Unermesslichkeit des Göttlichen Willens einzutreten, wo alle Akte der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Geschöpfe zu finden sind, und selbst jene Akte, die das Geschöpf machen sollte und aus Nachlässigkeit oder Böswilligkeit nicht getan hat, und sprach:
„Mein Jesus, meine Liebe, ich trete in deinen Willen ein und mache die Meinung, mit diesem Credo alle Akte des Glaubens nochmals zu tun und zu sühnen, die die Geschöpfe nicht geleistet haben, allen Unglauben, alle Anbetung, die Gott als dem Schöpfer geschuldet wird.“
Als ich dies und anderes sagte, fühlte ich, wie sich mein Verstand im Göttlichen Willen und in einem Licht, das meinen Geist umhüllte, verlor; in diesem Licht erblickte ich meinen süßen Jesus und dieses Licht sprach und sprach … aber wer kann alles erzählen?
Ich werde es verworren aussprechen; außerdem empfinde ich solchen Widerwillen. Wenn der Gehorsam nicht so streng, sondern gnädiger wäre, würde er mich nicht zu gewissen Opfern verpflichten.
Aber Du, mein Leben, gib mir Kraft und lasse diese arme Unwissende nicht auf sich allein gestellt. Mir schien es nun, als spräche Er: „Meine geliebte Tochter, Ich will dich die Ordnung meiner Vorsehung wissen lassen. Alle zweitausend Jahre habe Ich die Welt erneuert.
Im ersten Abschnitt habe Ich sie durch die Sintflut erneuert; in den zweiten zweitausend Jahren erneuerte Ich sie durch mein Kommen auf die Erde, in dem Ich meine Menschheit offenbarte, aus der, wie aus so vielen Ritzen, meine Gottheit hindurchstrahlte.
Und in dieser folgenden Periode von zweitausend Jahren haben die Guten und die Heiligen selbst von den Früchten meiner Menschheit gelebt, haben sich jedoch meiner Gottheit nur gleichsam tröpfchenweise erfreut.
Nun sind wir gleichsam am Ende der dritten Periode von zweitausend Jahren, und es wird eine dritte Erneuerung geben. Dies ist der Grund für die allgemeine Verwirrung. Sie ist nichts anderes als die Vorbereitung für diese dritte Erneuerung.
Und wenn Ich bei der zweiten geoffenbart habe, was meine Menschheit tat und litt, und nur ganz wenig darüber, was meine Gottheit wirkte, so werde Ich jetzt in dieser dritten Erneuerung, nachdem die Erde gereinigt und die gegenwärtige Generation zum großen Teil vernichtet wird, mit den Geschöpfen noch viel großzügiger sein und die Erneuerung dadurch vollenden, dass Ich offenbaren werde, was meine Gottheit in meiner Menschheit getan hat, wie mein Göttlicher Wille in Verbindung mit meinem menschlichen Willen gewirkt hat, wie alles in Mir vereint blieb, wie Ich alles tat und wiederherstellte, und wie auch die Gedanken jeder Seele von Mir wiederhergestellt und mit meinem Göttlichen Willen besiegelt wurden.
Meine Liebe möchte sich ergießen und das Übermaß zu erkennen geben, das meine Gottheit in meiner Menschheit zum Wohl der Geschöpfe gewirkt hat; dieses Übermaß übertrifft bei weitem jenes, das meine Menschheit im Äußeren gewirkt hat.
Dies ist also der Grund, warum Ich oft zu dir vom Leben in meinem Willen spreche, das Ich bis jetzt noch keinem geoffenbart habe; sie haben höchstens den Schatten meines Willens erkannt, die Gnade und Süßigkeit, die das Vollbringen meines Willens in sich schließt.
Aber in Ihn einzudringen, seine Unermesslichkeit zu umfangen, sich mit Mir zu vervielfältigen und überall einzudringen – sogar noch während man auf Erden weilt – in den Himmel und in die Herzen, die menschliche Wirkungsweise abzulegen und auf göttliche Art zu wirken, dies ist noch nicht bekannt; deshalb wird es nicht wenigen sonderbar erscheinen.
Und wer seinen Geist nicht für das Licht der Wahrheit öffnet, wird nichts davon verstehen. Aber nach und nach werde Ich Mich durchsetzen, indem Ich bald die eine Wahrheit, bald die andere über dieses Leben in meinem Willen offenbare, sodass sie schließlich verstehen werden.
Nun, der erste Verbindungsring, der das wahre Leben in meinem Willen zusammenfügte, war meine Menschheit. Meine mit der Gottheit vereinte Menschheit schwamm im ewigen Willen und spürte alle Akte der Menschen auf, um sie sich anzueignen und dem Vater seitens der Geschöpfe eine göttliche Ehre zu erweisen und allen Akten der Geschöpfe den Wert, die Liebe und den Kuss des ewigen Willens zu verleihen.
In dieser Sphäre des ewigen Willens sah Ich alle geschöpflichen Akte, die möglich waren und nicht getan wurden, auch die guten Akte, die schlecht verrichtet wurden, und Ich tat die, die nicht getan wurden und stellte jene wieder her, die schlecht getan waren.
Diese nicht verrichteten Akte nun und jene, die nur von Mir getan wurden, sind alle in meinem Willen verspart. Ich warte auf die Geschöpfe, dass sie kommen, um in meinem Willen zu leben und in meinem Willen das wiederholen, was Ich tat.
Deswegen habe Ich dich als zweiten Ring der Verbindung mit meiner Menschheit auserwählt, welcher – indem du in meinem Willen lebst und meine eigenen Akte wiederholst – mit dem meinen zu einem einzigen wird; ansonsten würde meiner Liebe von jener Seite die Möglichkeit, sich zu ergießen, fehlen, sowie die Verherrlichung seitens der Geschöpfe für das, was meine Menschheit in meiner Gottheit gewirkt hat, und es würde die vollkommene Bestimmung der Schöpfung nicht erreicht, die in meinem Willen eingeschlossen und vervollkommnet werden muss.
Es wäre so, als hätte Ich all mein Blut vergossen, soviel gelitten, und niemand hätte es gewusst: wer hätte Mich geliebt, welches Herz wäre darüber erschüttert worden? Keines, und folglich hätte Ich in niemandem die Früchte meines Leidens geerntet und die Glorie der Erlösung erhalten.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 29. Januar 1919)