28In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes: Was meint ihr? Ein Mann hatte zwei Söhne. Er ging zum ersten und sagte: Mein Sohn, geh und arbeite heute im Weinberg! 29Er antwortete: Ja, Herr!, ging aber nicht.
30Da wandte er sich an den zweiten Sohn und sagte zu ihm dasselbe. Dieser antwortete: Ich will nicht. Später aber reute es ihn, und er ging doch. 31Wer von den beiden hat den Willen seines Vaters erfüllt? Sie antworteten: Der zweite. Da sagte Jesus zu ihnen: Amen, das sage ich euch: Zöllner und Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr.
32Denn Johannes ist gekommen, um euch den Weg der Gerechtigkeit zu zeigen, und ihr habt ihm nicht geglaubt; aber die Zöllner und die Dirnen haben ihm geglaubt. Ihr habt es gesehen, und doch habt ihr nicht bereut und ihm nicht geglaubt.

„Er antwortete: Ja, Herr!, ging aber nicht. Da wandte er sich an den zweiten Sohn und sagte zu ihm dasselbe. Dieser antwortete: Ich will nicht. Später aber reute es ihn, und er ging doch“ (Mt 21,29+30)

Heiligste Mutter, deine schönen Unterweisungen entzücken mich, und wie sehr ersehne ich das wirksame Leben des Göttlichen Willens in meiner Seele! Auch ich will von meinem Jesus und von dir, Mutter, untrennbar sein. Um das sicher zu erreichen, musst du meinen Willen in deinem mütterlichen Herzen eingeschlossen lassen und darfst ihn mir niemals geben, wenn du auch siehst, dass es mich viel kosten sollte. Nur so kann ich sicher sein; sonst werden es immer nur Worte sein, ohne dass Taten folgen. Daher empfehle ich mich dir und erhoffe alles von dir. (aus „Die Jungfrau Maria im Reich des Göttlichen Willens“ nach den Schriften der Dienerin Gottes Luisa Piccarreta: 29. Tag)

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… „Meine gesegnete Tochter, das Leben in meinem Willen wird so große Überraschungen und solch vielfältige göttliche Neuheiten in sich bergen, dass es selbst die Engel und Heiligen zum Staunen bringen wird, zumal es in meinem Willen keine [bloßen] Worte, sondern Taten gibt: die Worte, Wünsche und Absichten selbst verwandelt mein Wille in Fakten und vollendete Werke.
Außerhalb meines Willens beschränken sich die Wünsche der Seele auf Worte, Sehnsüchte und Absichten, aber in meinem Willen erwirbt – da Er die schöpferische Kraft besitzt – das, was das Geschöpf will, den Wert von vollendeten Fakten, von Werken voller Leben; umso mehr, da die in unserem Willen lebende Seele schon darüber Bescheid weiß, was Wir tun, und fühlt, was Wir wollen.
Daher folgt sie Uns in den Werken und will das, was Wir wollen. Sie kann auch nicht darauf verzichten, noch sich abseits stellen. Unser Fiat wird für die Seele das größte Bedürfnis, ohne Das sie nicht auskommen kann. Es ist für sie mehr als der Atem, den sie ein- und ausatmen muss, mehr als die Bewegung mit dem äußersten Bedürfnis, sich zu bewegen.
Mit einem Wort, mein Wille ist alles für diese Seele, und ohne Ihn zu leben ist ihr unmöglich. Sei daher aufmerksam und schwinge dich stets in unserem Fiat auf.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 35; 10. April 1938)