Gott führt seine Werke gewöhnlich zuerst mit einem Geschöpf auf du und du aus. So machte Er es bei seiner Mutter…

… „Meine Tochter, es ist meine Angewohnheit, meine größten Werke zuerst auf du und du, in der Vertrautheit mit einer einzigen Seele, zu wirken.
Tatsächlich war meine Mutter [nur] eine, und mit Ihr allein führte Ich das ganze Werk und das große Wunder meiner Inkarnation aus.
Niemand drang in unsere Geheimnisse ein, noch drangen sie in das Heiligtum unserer Wohnungen ein, um zu sehen, was zwischen Mir und der Himmlischen Herrin vorging.
Auch hatte Sie in der Welt weder eine hohe Stellung noch Autorität inne, denn Ich nehme bei meiner Auswahl nie auf Würde und höheren Rang Rücksicht, sondern Ich sehe auf das kleine Individuum, in dem Ich meinem Willen ins Angesicht sehen kann, der die größte Würde und Autorität ist.
Obwohl Sie keine Stellung noch Würde noch Überlegenheit in der Welt hier unten hatte, hingen von der Erhabenheit des kleinen jungen Mädchens von Nazareth, das meinen Willen besaß, Himmel und Erde ab.
In ihren Händen lag das Schicksal des Menschengeschlechts, lag das Los meiner ganzen Herrlichkeit, die Ich von der gesamten Schöpfung empfangen sollte.
So genügte es, dass das Geheimnis der Inkarnation in der Einen, meiner Auserwählten, gebildet werde, damit die anderen das Gut der Erlösung empfangen konnten. Eine war meine Menschheit, und aus ihr ging die Generation der Erlösten hervor.
Daher genügt es, in einem Geschöpf das gesamte Gut zu bilden, das benötigt wird, um die Generation aus diesem Gut hervortreten zu lassen, wie ein Same genügt, um die Generation dieses Samens abertausendmal vervielfältigen zu können.
Darum liegt die ganze Macht, die Kraft, die Fähigkeit, die für eine schöpferische Kraft erforderlich ist, in der Bildung des ersten Samens.
Ist der erste gebildet, ist er wie die Hefe, um weitere Generationen zu bilden. So genügt Mir eine einzige Seele, damit Ich in ihr, wenn sie Mir die absolute Freiheit gibt, das Gut einschließe, das Ich will, und in ihr die Sonne des Höchsten FIAT bilde.
Diese Sonne wird mit ihren Strahlen auf die Oberfläche der Erde treffen und die Generation der Söhne und Töchter meines Willens heranbilden.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 20; 22. Dezember 1926)