15In jener Zeit erschien Jesus den Elf und sprach zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! 16Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.
17Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; 18wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden.
19Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. 20Sie aber zogen aus und predigten überall. Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen ließ.

„Sie werden in neuen Sprachen reden“ (Mk 16,17)

Ich kehre ständig in den Göttlichen Willen zurück, in dessen unermesslich großem Meer ich schwimme; wollte ich all seine Akte umfangen, wären auch Jahr-hunderte noch zu kurz, um sie alle zu umfassen.
Daher sieht es für meine Kleinheit so aus, als kehre ich zurück, während ich [in Wirklichkeit in seinem Meer] bin. Als ich so im FIAT aufging, sprach mein guter Jesus, der das liebende Bedürfnis verspürt, mir mitzuteilen, wohin eine in seinem Willen lebende Seele gelangen kann, zu mir:
„Meine gesegnete Tochter, meine Liebe findet erst dann Frieden, und ihre Sehnsucht und ihr Fieberwahn kommen erst dann zur Ruhe, wenn Ich über meinen Göttlichen Willen spreche.
In den Worten und Wahrheiten, die Ich über Ihn offenbare, findet Er eine sanfte Ruhe, weil Er sieht, dass seine Liebe in den Seelen seinen Platz einnimmt, um wiedergeliebt zu werden – dann kann mein Wille sein Leben heranbilden.
Ich muss seine Vorzüge und Schätze offenbaren, um die Menschen anzulocken, zu betören und hinzureißen, in Ihm zu leben, sonst würden sie sich nicht bewegen.
Nun musst du wissen, dass jede Wahrheit, die Ich verkünde, und jeder in meinem Willen getane Akt, der von der von Mir offenbarten Kenntnis begleitet wird, ein göttlicher Same ist, den die Seele erwirbt.
Dieser Same wird neue göttliche Wissenschaft hervorbringen, und dann wird die Seele so beredt in der Sprache ihres Schöpfers reden können! Jede Wahrheit wird eine neue himmlische Sprache sein, welche vom Zuhörer verstanden wird, der diese göttliche Saat aufnehmen will.
Dieser Same wird ein neues Leben der Heiligkeit hervorbringen, neue Liebe, neue Güte, neue Freude und neue Glückseligkeit. Diese Samen meiner Wahrheiten werden so viele neue göttliche Besitztümer sein, welche die Seele erwirbt. Die Herrlichkeit, die Wir durch das Wirken der Seele in unserem Willen empfangen, ist so groß, dass Wir sie allen Seligen mitteilen.
Wisse dies: je mehr göttliche Samen die Seele kraft der Kenntnisse über mein Fiat erwirbt, desto mehr weitere Grade an Gotteserkenntnis und Glorie teilen Wir ihr mit, wenn sie nach dem Tod in unsere himmlische Heimat eingeht.
Jeder hier auf Erden erworbenen Kenntnis wird die doppelte Kenntnis unseres Höchsten Wesens in unserer Himmelswohnung entsprechen, und jedem göttlichen Samen, den sie empfangen hat, ein Grad der Glorie, der Freude, des Glücks. So wird die Wonne, Freude und Glorie der Seligen proportional zu dem sein, wie gut sie Uns gekannt haben.
Nehmen wir z.B. als Vergleich einen Menschen, der nicht verschiedene Sprachen studiert hat. Wenn er nun andere reden hört, wird er nichts verstehen, und außerdem könnte man ihn auch nicht als Sprachlehrer anstellen, damit er sich ein höheres Einkommen verdienen kann.
Er muss sich damit abfinden, das Wenige zu lehren, das er weiß und damit, wenig zu verdienen. In einer ähnlichen Situation sind die Menschen. Wenn sie Uns auf Erden nicht [er]kennen, machen sie in ihren Seelen nicht genug Platz, um all unsere Freuden und Wonnen aufzunehmen, und selbst wenn Wir sie ihnen geben wollten, gäbe es keinen passenden Platz für sie, und die Seelen würden nichts begreifen.
So wird die Glorie der Seligen der Anzahl ihrer Willensakte in unserem Göttlichen Willen entsprechen, und ihre Glorie und Freude wird umso größer sein, je mehr Kenntnisse sie erworben haben.
Eine zusätzliche Kenntnis wird die Seligen so hoch aufsteigen lassen, dass der ganze Himmlische Hof staunen wird, denn mit jeder weiteren Kenntnis erwirbt die Seele ein neues göttliches Leben, das Schätze und unendliche Freuden besitzt.
Scheint es dir unbedeutend, dass die Seele so viele unserer göttlichen Leben als Eigentum besitzt? Was können Wir ihr nicht alles an Freude, Seligkeit und Liebe als Vergeltung für diese unsere neuen göttlichen Leben schenken, die sie als ihr Eigentum besitzt!
So sehnen Wir Uns nach unseren Kindern, die in unserem Willen leben werden, und die Uns auf Erden bekannt machen, denn unser Wille wird sie wie ein Lehrer über die neuen Wissenschaften ihres Schöpfers unterweisen und sie den erworbenen Wissenschaften entsprechend, schön, weise, heilig, edel machen.
Wir erwarten sie in unserem Himmlischen Hof, um sie mit unseren neuen Freuden, Schönheiten und Wonnen zu überfluten, die Wir bis jetzt nicht schenken konnten. Im Himmel sind alle Seligen wie eine Familie untereinander verbunden, die sich mit vollkommener Liebe lieben.
Daher werden sie alle an der Herrlichkeit und Freude dieser [in unserem Willen lebenden Kinder] teilnehmen, nicht als direkte Glorie und Freude, sondern auf indirekte Weise, aufgrund des Bandes der Einheit der Liebe untereinander.
So wartet unser Höchstes Wesen voll Verlangen auf die Kinder unseres Willens, um auf Erden bekannt zu werden und dann aus der Tiefe unseres göttlichen Schoßes neue endlose Freuden und Seligkeiten darzutun.
Wer nämlich in Ihm lebt, hat in seinen Akten Unendlichkeit und nie versiegende Freuden erworben.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 36; 12. Juni 1938)

„Wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden“ (Mk 16,18)

… „Was ich dir empfehle, ist der Geist ständigen Gebetes. Die ununterbrochene Bemühung der Seele, sich mit Mir zu unterhalten, sei es mit ihrem Herzen, mit ihrem Geist, mit ihrem Mund, oder sogar mit einer einfachen Intention, macht sie in meinen Augen so schön, dass die Noten ihres Herzens mit den Noten meines Herzens harmonieren. Ich fühle mich so angezogen, Mich mit dieser Seele zu unterhalten, dass Ich ihr nicht nur die ad extra Werke meiner Menschheit kundtue, sondern Ich werde ihr etwas von den ad intra Werken, welche die Gottheit in meiner Menschheit tat, offenbaren.
Nicht nur das, sondern die Schönheit, die der Geist ständigen Gebetes sie erlangen lässt, ist so groß, dass der Teufel wie vom Blitz geschlagen ist und frustriert in den Schlingen bleibt, mit denen er dieser Seele zu schaden sucht.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 4; 28. Juli 1902)

„Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen“ (Mk 16, 19)

… Dann meditierte ich über die Himmelfahrt Unseres Herrn, als Er herrlich und triumphierend in den Himmel stieg, mit seiner Menschheit, die nicht mehr gedemütigt und den Leiden unterworfen war.
Sie trug nicht mehr die Abzeichen des gefallenen Adam, sondern war unantastbar für jegliches Leid, mit den Zeichen des neuen, unschuldigen Adam und all den schönsten Vorrechten der Schöpfung, mit Licht bekleidet und unsterblich.
Als ich dies erwog, bewegte sich mein süßester Jesus in meinem Inneren und sagte mir: “Meine Tochter, meine Menschheit machte in Sich selbst und über Sich selbst alle Übel der abgefallenen Menschheit wieder gut, sodass sie sogar starb, damit sie wieder vom Tod auferstehen könne, dem sie unterworfen war.
Das ist der Grund, warum Ich das Reich meines Göttlichen Willens nicht auf der Erde zurückließ, weil nämlich die glorreiche und unsterbliche Menschheit des unschuldigen Adams fehlte, [die nötig wäre,] um Es erflehen und das große Geschenk meines Fiat empfangen zu können.
So musste meine Menschheit zuerst die gefallene Menschheit wiederherstellen und ihr alle Heilmittel reichen, um sie wieder aufzurichten, um dann zu sterben und mit den Eigenschaften des unschuldigen Adam wieder aufzuerstehen. Dann erst könnte Ich dem Menschen das geben, was er verloren hat.
Nicht nur das, sondern Ich wollte auch mit meiner Menschheit in den Himmel auffahren, so schön und mit Licht bekleidet, wie sie aus unseren Schöpferhänden hervorgegangen ist, um zum Vater im Himmel sagen zu können: ‘Mein Vater, sieh Mich an, wie meine Menschheit wiederhergestellt ist und wie gewiss das Reich unseres Willens in ihr ist.
Ich bin das Haupt aller, und Der, der Dich bittet, hat alle Rechte, zu bitten und zu geben, was Ich besitze.’ Meine Tochter, um das Reich unseres Willens unter den Völkern wieder zu erflehen, bedurfte es einer unschuldigen Menschheit, ausgestattet mit allen Eigenschaften, wie sie aus unseren Schöpferhänden hervorging. Bis dahin fehlte sie, und Ich erkaufte sie mit meinem Tod.
Ich fuhr in den Himmel auf, um zusätzlich zu meiner ersten Aufgabe noch meine zweite Aufgabe zu erfüllen, nämlich das Reich meines Göttlichen Willens auf Erden zu erflehen und zu schenken.
Seit etwa zweitausend Jahren betet diese meine Menschheit nun darum. Und unsere Göttliche Majestät, die eine erneute, aber noch stärkere Liebe in Sich fühlte als die Liebe der Schöpfung, die Wir bei der Erschaffung des Menschen wahrnahmen, und bezaubert und fasziniert von der Schönheit meiner Menschheit, hat sich von neuem nach außen ergossen.
Daher tut unsere Göttliche Majestät die Himmel auf und ergießt das Licht der vielen Wahrheiten über mein Fiat wie Regen in Strömen auf die Seelen. Dieser Regen soll den menschlichen Willen beleben und heilen, damit Wir in diesem Transformationsprozess die Wurzel meines Willens in die Herzen pflanzen und sein Reich auf Erden errichten können.
Damit nun mein Reich auf die Erde kommen kann, musste Ich es zuerst bekannt machen, Ich musste ihnen unser Verlangen nach der Ankunft unseres Reiches und seiner Herrschaft kundtun.
Und als ein älterer Bruder der Menschheitsfamilie bin Ich dabei, vor der Gottheit im Himmel alle praktischen Vorkehrungen dafür zu treffen, der Menschheit ein so großes Geschenk zu machen.
Deshalb musste Ich also in meiner verherrlichten Menschheit in den Himmel auffahren, damit Ich dadurch für meine Brüder und Kinder die Wiederherstellung des Reiches meines Fiat auf Erden erwerben konnte.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 26; 12. Mai 1929)

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Ich dachte über die glorreiche Himmelfahrt meines süßen Jesus nach und den Schmerz der Apostel über die Beraubung eines solchen Gutes; da bewegte sich mein süßer Jesus in meinem Inneren und sagte zu mir: „Meine Tochter, der größte Schmerz aller Apostel in ihrem ganzen Leben war, ihres Meisters beraubt zu bleiben.
Als sie Mich zum Himmel aufsteigen sahen, wurden ihre Herzen von der Pein meiner Beraubung verzehrt, und dieser Schmerz war noch viel schärfer und durchdringender, da es kein menschlicher Schmerz war – sie hatte ja keine materielle Sache verloren – sondern ein göttlicher Schmerz: es war ein Gott, der von ihnen ging.
Obwohl Ich meine Menschheit hatte, war sie, als sie auferstand, vergeistigt und verherrlicht, daher war ihr ganzer Schmerz in ihren Seelen, der ihr gesamtes Wesen durchdrang, und sie sich ganz vom Schmerz verzehrt fühlten, dass es ihr schrecklichstes und leidvollstes Martyrium darstellte.
Doch all dies war notwendig für sie; man könnte sagen, dass sie bisher nichts anderes als zarte Kinder in den Tugenden und der Kenntnis der göttlichen Dinge und meiner eigenen Person waren. Ich war in ihrer Mitte und sie kannten Mich nicht, noch liebten sie Mich wahrhaft.
Doch als sie Mich zum Himmel aufsteigen sahen, zerriss der Schmerz über meinen Verlust den Schleier, und sie erkannten Mich mit solcher Sicherheit als den wahren Sohn Gottes, dass der intensive Schmerz, Mich nicht mehr in ihrer Mitte sehen zu können, in ihnen die Festigkeit im Guten und die Stärke hervorbrachte, alles aus Liebe zu Dem zu erleiden, Den sie verloren hatten; der Schmerz gebar das Licht der Göttlichen Wissenschaft, nahm ihnen die Windeln der Kindheit weg und machte unerschrockene Männer aus ihnen, die nicht mehr ängstlich, sondern mutig waren.
Der Schmerz verwandelte sie und bildete den wahren Charakter als Apostel aus. Was sie mit meiner Gegenwart nicht erreichen konnten, erlangten sie durch den Schmerz meiner Beraubung.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 16; 29. Mai 1924)

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Ich setzte meine gewohnte Hingabe an mein anbetungswürdiges Höchstes FIAT fort, und seufzte sehnsüchtig nach Jesus, meinem Höchstes Gut. In diesem grenzenlosen Licht des ewigen Willens, in dem man keine Grenzen sieht – weder wo sie beginnen, noch wo sie aufhören – war ich ganz Auge, um Den zu erblicken, den ich so sehr ersehne. Um meine Ruhelosigkeit zu besänftigen, trat Jesus aus meinem Inneren hervor, und als ich Ihn sah, sprach ich zu Ihm:
„Meine Liebe, wie sehr lässt Du mich um deine Rückkehr abmühen und sie ersehnen! Du wartest geradezu darauf, wann ich nicht mehr kann; wie klar sieht man, dass Du mich nicht mehr so gernhast wie früher.
Und doch hast Du mir gesagt, dass Du mich immer mehr lieben und nie ohne mich sein würdest. Und nun lässt Du mich, vielleicht auch einen ganzen Tag lang, in der Gewalt des Schmerzes und unter der Kelter deiner Beraubungen, verlassen und ganz allein.
Jesus unterbrach meine Rede und sprach zu mir: „Meine Tochter, Mut, lasse dich nicht niederdrücken! Ich verlasse dich nicht; das ist so wahr, dass Ich immer aus deinem Inneren heraustrete, um Mich mit dir zu unterhalten.
Wenn du Mich nicht immer siehst, so deshalb, um dich frei zu lassen, diesem einen Akt meines Willens zu folgen, der alle Akte zusammen enthält. Siehst du nicht, dass das Licht meines Höchsten Willens aus deinem Herzen strömt, aus dem Mund, aus den Augen, den Händen, den Füßen, aus deinem ganzen Wesen?
Da Er Mich in dir in den Schatten stellt, siehst du Mich nicht immer, denn da mein Wille grenzenlos ist, hat Er die Kraft, Mich in den Schatten zu stellen. Und Ich genieße es, von meinem Höchsten Willen ausgeblendet zu werden und schaue aus deinem Inneren selbst heraus deinem Flug und deinen Akten im Göttlichen FIAT zu.
Wenn Ich Mich immer sehen ließe, würdest du, um dich mit Mir zu unterhalten und meine süße und anbetungswürdige Gegenwart zu genießen, dich mit meiner Menschheit beschäftigen und deiner Liebe zu Mir freien Lauf lassen, wie Ich zu dir.
Dann brächtest du es nicht übers Herz, Mich zu verlassen, um dem Flug meines Willens in der Schöpfung und jenen Akten selbst zu folgen, die meine Menschheit bei der Erlösung wirkte.
Damit du also stets die Mission erfüllst, die dir anvertraut ist, um dich freier zu machen, bleibe Ich in dir gleichsam verborgen, um deinen eigenen Akten im ewigen FIAT zu folgen.
Erinnerst du dich nicht, dass sogar meinen eigenen Aposteln gesagt wurde, dass sie sich von meiner Menschheit trennen sollten, die sie sehr liebten und ohne die sie nicht sein konnten?
Dies ist so wahr, dass sie sich nicht von Mir entfernten, solange Ich auf Erden lebte, um in die ganze Welt zu gehen, um das Evangelium zu predigen und mein Kommen auf die Erde bekannt zu machen.
Doch nach meinem Weggang in den Himmel hatten sie, erfüllt vom Geist Gottes, diese Kraft, ihr Gebiet zu verlassen, um die Güter der Erlösung zu verkünden und auch das Leben aus Liebe zu Mir hinzugeben.
So wäre meine Menschheit ein Hindernis für die Sendung meiner Apostel gewesen. Ich sage nicht, dass dies bei dir der Fall ist, denn zwischen dir und Mir gibt es nicht dieses Hemmnis, denn ein Hindernis gibt es dann, wenn man zwei Wesen trennen kann.
Doch wenn diese zwei so sehr miteinander vereint sind, dass eines im anderen lebt, hört das Hindernis auf, denn wo der eine hingeht, befindet sich auch der andere. Da sie also zusammen sind, braucht es keine Anstrengungen, um dorthin zu gehen, wo es nötig ist, denn die geliebte Person ist in der anderen, um ihr überallhin zu folgen.
Aber Ich sage nur, dass es oft zu den Verdunkelungen kommt wegen des starken Lichtes meines Willens, Der dich und meine eigene Menschheit in dir beherrscht, Uns ausblendet und Uns seinen Akten folgen lässt.
Das heißt nicht, dass Ich dich nicht so liebe wie früher und ohne dich sein kann, überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil, mein Wille in dir schenkt dir die ewige und vollständige Liebe deines Jesus, und indem Er sich mit seinem Licht zur Mauer um Mich herum macht, erlaubt Er nicht, dass Ich Mich auch nur für einen Augenblick von dir entferne.
Weißt du, wer die Entfernung zwischen Gott und die Seele setzt? Der menschliche Wille! Jeder Akt von ihm ist ein Schritt der Distanz zwischen Schöpfer und Geschöpf. Je mehr der menschliche Wille wirkt, umso mehr entfernt sich der Mensch von Dem, Der ihn erschaffen hat, verliert Ihn aus dem Blick, steigt von seinem Ursprung herab und zerreißt jedes Band mit der himmlischen Familie.
Stelle dir einen Sonnenstrahl vor, der sich aus dem Mittelpunkt seiner Sphäre entfernen könnte. Wenn er sich von der Sonne wegbewegt, fühlt er, wie er das Licht verliert. Und wenn er sich so weit entfernt, dass er die Sonne ganz aus dem Blick verliert, verliert dieser Strahl sein gesamtes Licht und verwandelt sich in Finsternis.
Dieser in Finsternis verwandelte Strahl fühlt in sich eine Bewegung, ein Leben, doch ist er nicht mehr fähig, Licht zu spenden, weil er keines besitzt. So ist seine Bewegung, sein Leben, nur imstande, dichte Finsternis zu verbreiten.
So sind die Geschöpfe: Lichtstrahlen, hervorgegangen aus der Sphäre der Sonne der Gottheit. Wenn sie sich von meinem Willen entfernen, werden sie leer an Licht, denn meinem Willen war es gegeben, das Licht in diesen Strahlen zu bewahren, und daher verwandeln sie sich in Finsternis.
O, wenn alle wüssten, was es bedeutet, nicht meinen Willen zu tun! Wie aufmerksam wären sie, nicht das Gift des menschlichen Willens in sich eindringen zu lassen, den Zerstörer eines jeden Gutes!“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 20; 3. Dezember 1926)

„Sie aber zogen aus und predigten überall“ (Mk 16, 20)

… „Hätten die Apostel nicht davon sprechen wollen, was Ich bei meinem Kommen auf die Erde sagte und tat, und verschlossen und stumm weder einen Schritt getan noch ein Opfer gebracht, noch das Leben hingegeben, um das große Gut meines Kommens auf die Erde bekannt zu machen, so hätten sie meine Erlösung gleich am Anfang sterben lassen.
Und die Generationen hätten weder das Evangelium, noch die Sakramente, noch alle Schätze besessen, die die Erlösung bewirkte und bewirken wird. Als Ich die Apostel um Mich berief, war es mein Ziel in meinen letzten Lebensjahren hier unten, dass sie das verkünden sollten, was Ich getan und gesagt hatte.
Hätten die Apostel geschwiegen, so wären sie für den Untergang so vieler Seelen, welche die Wohltat der Erlösung nicht gekannt hätten, verantwortlich gewesen, und schuldig an dem vielen Guten, das die Menschen nicht getan hätten!
Doch weil sie nicht still blieben und ihr Leben einsetzten, können sie, nach Mir, Urheber und Ursache für die Rettung so vieler Seelen genannt werden und all des Guten, das in meiner Kirche gewirkt wurde, indem sie als die ersten Verkünder ihre unerschütterlichen Säulen bilden.
Es ist unsere Göttliche Angewohnheit, dass Wir zuerst unseren ersten Akt in unseren Werken tun, und alles Nötige verfügen. Dann vertrauen Wir sie den Geschöpfen an, indem Wir ihnen ausreichende Gnaden zur Fortführung dessen, was Wir getan haben, gewähren.
So verbreiten sich unsere Werke je nach dem Einsatz und dem guten Willen der Menschen.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 25; 22. März 1929)