Fest der Hll. Cyrill und Methodius, Schutzpatrone Europas (Lk 10,1-9)
1In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. 2Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
3Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. 4Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs!
5Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus! 6Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren.
7Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!
8Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. 9Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.
„Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!“ (Lk 10, 5)
… „Meine Tochter, wer in meinem Willen lebt, wird zum Friedensstifter zwischen Gott und Mensch. All seine Akte, Worte, Schritte, Gebete und kleinen Opfer gleichen vielen Friedensbanden zwischen Himmel und Erde, Waffen des Friedens, mit denen er gegen seinen Schöpfer wie mit Waffen des Friedens und der Liebe kämpft, um Ihn zu entwaffnen, gnädig zu stimmen und die Geißeln in Barmherzigkeit umzuwandeln.
Und wie der menschliche Wille Krieg führte, um seinen Schöpfer zu bekriegen – und nicht nur das, sondern auch die Harmonie, die Ordnung und den Frieden zerbrach, so verwandelt mein in der Seele herrschender Wille mit der Kraft seiner Allmacht die Akte der Seele in Bande der Harmonie, der Ordnung, des Friedens und der Liebe.
So geht aus der Seele gleichsam eine kleine weiße Wolke hervor, die sich erhebt, sich ausbreitet und sogar bis zum göttlichen Thron emporsteigt, und in so viele Stimmen ausbricht, wie sie Akte getan hat, die sprechen: ‘Großer Gott, ich bringe Dir Frieden von der Erde, und Du gib mir deinen Frieden, um ihn als Friedensband zwischen Dir und den Menschengeschlechtern zu bringen.’
Diese kleine Wolke steigt immer wieder auf und nieder und handelt als Friedensstifterin zwischen Himmel und Erde.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 29; 13. Juli 1931)
—————–
… Doch alle Worte Jesu konnten mich nicht gänzlich beruhigen. Bei seiner Rede war der Friede zurückgekehrt, aber danach begann ich wieder, mich zu beunruhigen, als ich die Geschehnisse dieser Tage erwog, die ich hier nicht erwähnen muss.
Etwa zwei Tage nun hatte mein guter Jesus geschwiegen, daher fühlte ich mich am Ende meiner Kraft und äußerst schwach. Mein geliebter Jesus hatte Mitleid mit mir und sagte voller Güte:
„Meine arme Tochter, du fastest, daher fühlst du dich am Ende deiner Kraft. Seit zwei Tagen hast du keine Speise mehr zu dir genommen, denn da du nicht im Frieden warst, konnte Ich dir nicht die Speise meiner Wahrheiten mitteilen.
In der Tat, während sie die Seele nähren, verleihen sie auch dem Körper Kraft. Zudem hättest du Mich in deiner Beunruhigung weder verstanden, noch wärst du disponiert gewesen, eine so vorzügliche Speise aufzunehmen.
Du sollst nämlich wissen, dass der Friede die Pforte ist, durch welche die Wahrheiten eintreten, und er ist der erste Kuss und die Einladung seitens der Seelen, welche die Wahrheiten anhören und sie zu ihnen sprechen lassen möchten.
Wünschst du also, dass Ich dir reichlich Speise gebe, dann kehre zu deinem friedvollen Zustand zurück. Überdies haben in diesen Tagen deiner Unruhe, der Himmel, die Engel und Heiligen gleichsam wegen dir gezittert, weil sie wahrnahmen, wie eine ungesunde Ausstrahlung von dir ausging, die nicht zu ihnen gehörte, daher haben alle gebetet, dass der vollkommene Friede zu dir zurückkehre.
Der Friede ist das Lächeln des Himmels, die Quelle, aus der die himmlischen Freuden entspringen. Zudem ist dein Jesus nie beunruhigt, wie viel sie Mich auch beleidigen mögen. Ich kann wirklich sagen: ‚Mein Thron ist der Friede.’ So will Ich auch dich ganz friedvoll, meine Tochter.
Wir müssen Uns auch in der Handlungsweise angleichen und einander ähnlich werden: Friedvoll bin Ich, friedvoll sollst du sein – sonst kann das Reich meines Willens nicht in dir errichtet werden, da es ein Reich des Friedens ist.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 36; 19. Mai 1938)
„Sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe“ (Lk 10,9)
Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, ließ sich mein süßer Jesus voller Freude und unbeschreiblich glücklich erblicken, und ich sagte zu Ihm: „Was hast Du, Jesus? Bringst Du mir gute Nachrichten, weil du so glücklich bist?“
Und Jesus: „Meine Tochter, weißt du, warum Ich so glücklich bin? Es ist meine ganze Herrlichkeit und Festfeier, wenn Ich dich schreiben sehe. Ich sehe in den geschriebenen Worten meine Herrlichkeit, mein Leben, die Kenntnis über Mich, die sich immer mehr verbreitet, das Licht der Gottheit, die Macht meines Willens, den Erguss meiner Liebe.
Ich sehe sie zu Papier gebracht und nehme in jedem Wort den Duft aller meiner Wohlgerüche wahr. Dann sehe Ich, wie diese geschriebenen Worte eilen und sich mitten unter die Völker begeben, um ihnen neue Kenntnisse zu bringen, meine sich verströmende Liebe, die Geheimnisse meines Willens.
O, wie freue Ich mich darüber, sodass Ich nicht weiß, was Ich dir tun soll, wenn du schreibst! Und da du Neues über das schreibst, was Mich betrifft, erfinde Ich neue Gefälligkeiten, um dir zu vergelten, und schicke Mich an, dir neue Wahrheiten zu sagen, um dir neue Gunst zu erweisen.
Ich habe jene, die über Mich geschrieben haben, stets mehr geliebt und habe ihnen größere Gnaden vorbehalten, denn sie sind die Fortsetzung meines evangelischen Lebens, die Sprachrohre meines Wortes.
Und was Ich nicht in meinem Evangelium gesagt habe, habe Ich mir vorbehalten, denen mitzuteilen, die über Mich schreiben würden. Ich habe damals nicht zu predigen aufgehört, Ich muss immer predigen, solange die Generationen existieren.“
Und ich: „Meine Liebe, die Wahrheiten zu schreiben, die Du mir sagst, ist ein Opfer für mich, doch das Opfer wird dann noch härter, und ich fühle beinahe nicht die Kraft, es zu erbringen, wenn ich verpflichtet werde und sie mich zwingen, die Vertrautheiten zwischen Dir und mir niederzuschreiben, und Dinge, die mich betreffen. Ich weiß nicht, was ich tun würde, um sie nicht zu Papier bringen zu müssen.“
Und Jesus: „Du bleibst immer beiseite; immer ist es von Mir, dass du sprichst: was Ich an dir tue, die Liebe, mit der Ich dich liebe, und wie weit meine Liebe zu den Menschen geht.
Das wird die anderen anspornen, Mich zu lieben, damit auch sie das Gut empfangen können, das Ich dir erweise. Überdies ist dieses Vermengen von dir und Mir beim Schreiben ebenfalls notwendig, sonst würde man sagen: „Wem hat Er das gesagt?
Mit welcher Seele war Er so großzügig, sie zu bevorzugen? Vielleicht mit dem Wind, der Luft?“ Wird nicht berichtet, dass Ich in meinem Leben gegen meine Mutter so großzügig war, dass Ich zu den Aposteln sprach, zu den Menschenmengen, und dass Ich diesen und jenen Kranken heilte?
Deshalb ist alles notwendig; und sei dir sicher, dass bei dem, was du schreibst, immer Ich es bin, den du noch mehr bekannt machst.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 14; 14. Februar 1922)
—————–
… „Dass Ich selbst zum Himmlischen Vater betete: „Es komme, es komme dein Reich, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden”, bedeutete, dass mit meiner Ankunft auf Erden das Reich meines Willens unter den Menschen [noch] nicht errichtet wurde, sonst hätte Ich gesagt: „Mein Vater, unser Reich, das Ich schon auf der Erde aufgerichtet habe, möge bestätigt werden, und unser Wille soll herrschen und regieren”.
Stattdessen sagte Ich: „Es komme”, d.h., dass es kommen muss und die Geschöpfe es mit jener Sicherheit erwarten sollen, mit der sie den zukünftigen Erlöser erwarteten, denn es ist mein Göttlicher Wille, der sich in diesen Worten des Vaterunser gebunden und festgelegt hat, und wenn Er sich bindet, ist das, was Er verheißt, mehr als sicher; umso mehr, als alles von Mir vorbereitet wurde, und nichts anderes mehr nötig war als die Offenbarungen über mein Reich – was Ich jetzt gerade tue.
Glaubst du, dass die vielen Wahrheiten, die Ich dir über mein FIAT kundtue, nur einfache Nachrichten für dich sind? Nein, nein – sondern deshalb, weil Ich möchte, dass alle wissen, dass sein Reich nahe ist und sie seine schönen Vorzüge kennenlernen, damit alle es lieben und sich danach sehnen einzutreten, um in einem so heiligen Reich voller Seligkeit und aller Schätze zu leben.
Was dir also schwierig scheint, ist für die Macht unseres FIAT leicht, da Es alle Schwierigkeiten zu entfernen und alles zu erobern weiß, wie und wann Es will.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 23; 5. Februar 1928)


