6In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. 7Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
8Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns. 9Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater?
10Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. 11Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke!
12Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater. 13Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird. 14Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun.

„In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich“ (Joh 14,6)

Mein armer Geist fühlt sich unter der Herrschaft des FIAT, Das ihn an sich zieht und bewirkt, dass er dem nachfolgt, was der Wille Gottes aus Liebe zum Menschen getan hat. Als ich den Akten der Erlösung folgte, besuchte mein guter Jesus meine kleine Seele und sagte voller Güte zu mir:
„Tochter meines Willens, meine Liebe fühlt das Bedürfnis, sich bei einer Seele, die Mich liebt, Erleichterung zu verschaffen, und ihr meine innersten Geheimnisse anzuvertrauen. Wahre Liebe hat die Eigenschaft, jedes Geheimnis zu entsiegeln, da sie in der geliebten Person das finden möchte, was sie selbst besitzt: ihre Freuden, ihre Leiden, alle ihre Vorrechte. Die Liebe will sich selbst in der geliebten Person finden.
Wisse nun, meine Tochter, dass meine Liebe, als Ich auf die Erde kam, Mir keine Ruhe ließ. Sobald Ich empfangen war, begann Ich viele Wege zu errichten, auf denen die Seelen zu Mir kommen sollten.
Als Ich diese Straßen bildete, breitete Ich sie aus, doch löste Ich sie nicht von Mir, sondern blieb das Zentrum, von dem alle Wege ausgingen. So waren alle Akte, Worte, Gedanken, Schritte – Wege von Licht, von Heiligkeit, Liebe, Tugend, Wege des Heldentums, die Ich bildete, sodass die Seele in jedem Akt, den sie tut, den Weg zu Mir findet.
An die Spitze dieser unzähligen Wege setzte Ich meinen Willen als König, während Ich selbst am Beginn eines jeden Weges die Menschen erwarte, um sie mit offenen Armen aufzunehmen, aber oft warte Ich vergeblich.
Meine Liebe jedoch lässt Mir weder Frieden noch Ruhe, sondern drängt Mich aufzubrechen, um ihnen wenigstens auf halbem Wege entgegenzukommen. Wenn Ich sie finde, umhülle Ich den Akt der Seele auf eine Weise, dass Ich Mich selbst zu ihrem Akt und ihrem Weg mache.
Dann bedecke und verberge Ich sie mit überströmender Liebe in meiner eigenen Liebe, bedecke sie mit meinen eigenen Akten, aber in einem so großen Ausmaß, dass Ich Mich selbst in ihnen finde, und Ich trage sie, um sie in den Armen meines Willens sicher zu bewahren.
Daher besitzt jeder Gedanke der Seele den Weg zu meinen Gedanken, jedes Wort hat den Weg zu meinen Worten, jedes Werk den Weg zu meinen Werken, zu meinen Schritten.
Wenn sie leidet, hat sie den Weg und das Leben meiner Leiden, und wenn sie Mich lieben möchte, den Weg meiner Liebe. Ich habe die Seelen mit so vielen Wegen von Mir umgeben, dass sie Mir nicht auskommen können, und wenn Mir jemand entkommt, gerate Ich in Fieberwahn und fliege, um ihn eilends aufzuspüren und halte erst dann an, wenn Ich ihn finde – dann schließe Ich ihn in meine Wege ein, damit er nicht mehr weggeht.
So war mein Kommen auf die Erde nichts anderes als eine Erleichterung für meine so viele Jahrhunderte lang unterdrückte Liebe.
Durch diese bis zum Übermaß gehende Liebe bildete Ich die neue Schöpfung, ja Ich übertraf sie sogar noch in der Vielfalt der Werke und der Intensität meiner Liebe.
Doch meine Liebe ist noch immer unterdrückt und möchte als Ventil, um sich erleichtern zu können, [den Menschen dafür] meinen Willen als Leben vermachen – die größte Wohltat, die Ich ihnen schenken kann, und um die große Ehre zu erhalten, die Kinder des Göttlichen Willens in unserem Reich zu haben.
Wenn die Seele in unseren Willen eintritt, ist unser Wohlgefallen so groß, dass sie Uns den Raum gibt, in ihr alles zu wiederholen, was Wir in der Schöpfung und Erlösung getan haben.
Unsere Liebe will im Akt, so als würden Wir dies gerade alles schaffen, den ausgebreiteten Himmel sehen, die lichtstrahlende Sonne, Winde, die in der in unserem Willen lebenden Seele, ständig Danksagung und Liebe wehen, sowie Meere, die ‚Liebe, Herrlichkeit und Anbetung für meinen Schöpfer‘ rauschen.
Mein Wille wiederholt im Akt die Herabkunft des Wortes, ja Er wiederholt in der Seele all das, was meine Menschheit getan hat und überbringt es ihr. So sind Wir stets und ununterbrochen im Akt, in der Seele zu wirken, denn da sie in unserem Willen lebt, soll in ihr nichts fehlen.
Unsere eigenen Akte werden unser Thron, unser Gefolge und das Leben der Seele selbst sein. So scheint unsere Liebe zu dieser Seele unglaublich. Wir beobachten sie ganz aufmerksam, ob sie alles einschließt.
Oft wiederholen Wir, da Wir sie so sehr lieben, unseren wirkenden Akt und fügen unseren Meisterwerken, die Wir in ihr vollbracht haben, neue Schönheit und Heiligkeit hinzu.
Es gefällt Uns, ihr stets zu geben, und sie unter den Strömen unserer wirkenden Akte beschäftigt zu lassen, um ihr Gelegenheit zu geben, mehr Liebe zu empfangen und Uns mehr zu lieben.
Lebe daher immer in unserem Willen, und du wirst in Ihm unseren ständigen Liebeserguss wahrnehmen – unseren wirkenden Akt – der nicht nur unsere Werke im Akt wiederholt, sondern Neues hinzufügen wird, das Himmel und Erde in Staunen setzt.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 36; 30. Juni 1938)

„Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater“ (Joh 14,12)

… „Meine Tochter, je größer ein Werk und je größer das Gut ist, das es der Menschheitsfamilie bringen soll, umso mehr heroischer Opfer bedarf es dazu. Wie viele Opfer, Leiden, Schmerzen und selbst den Tod litt nicht Ich, um das Erlösungswerk für die Menschen zu bewerkstelligen!
Da es ein großes Werk war, musste alles groß sein: Schmerz, unerhörte Leiden, infamste Demütigungen, unbesiegbare Liebe, heroische Stärke und unbesiegbare Geduld.
Alles musste groß sein, denn wenn ein Werk groß ist, werden die Geschöpfe von allen Seiten her erfasst, damit sie das Gut in Empfang nehmen können, das ein großes Werk in sich enthält, außer einigen Verstockten oder Bösartigen, die mit Gewalt entfliehen wollen.
Wenn ein Werk jedoch klein ist, werden keine großen Opfer verlangt, und darum können von einem kleinen Werk nicht alle Geschöpfe das Gut daraus empfangen. Da nämlich das Großartige fehlt, werden manche den Weg nicht finden, manchen wird der Boden unter den Füßen fehlen, einigen das Licht, anderen wird die hinreißende Kraft einer geopferten und leidvollen Liebe fehlen.
Kurzum, es werden wenige sein, welche die Wohltat eines kleinen Werkes empfangen können, da [dem Werk] das Leben und die Substanz fehlen, sich dem schenken zu können, der es empfangen will. Nun, meine Tochter, das Werk des Reiches des Göttlichen FIAT ist das größte Werk.
Während dieses und das Werk der Erlösung einander die Hände reichen, übertrifft es wegen der Verherrlichung Gottes und wegen der Schätze und der Heiligkeit, die es den Geschöpfen bringen wird, die Erlösung selbst.
Darum bedarf es großer Opfer, Leiden und Schmerzen ohne Zahl, und unaufhörlicher Gebete. So musste Ich ein Geschöpf erwählen, das freiwillig das lange Opfer so vieler Jahre und vieler verschiedener Leiden akzeptieren sollte.
Ich werde den Kindern meines Reiches vor Augen führen, wie viel dieses Reich meines Willens dich und Mich gekostet hat, damit alle darin eintreten können, und Wir ihnen freie Wege von allen Seiten und auf alle Arten anbieten, um sie zum Eintritt zu bewegen: Wege des Lichtes, Wege der Leiden, Wege aller Kundgebungen und Wahrheiten, die Ich offenbar gemacht habe.
Ich werde ihnen auch die unglaubliche Anstrengung zeigen, die du beim Schreiben aufgewendet hast, sodass nichts fehle, damit sie festen Boden und sichere Wege finden, um sie mit unbesiegbarer Kraft anzuziehen und sie vom Reich des Höchsten FIAT Besitz ergreifen zu lassen.
Wenn die Generationen alle Wahrheiten über den Göttlichen Willen und die großen Güter meines Reiches kennenlernen, und dass jene, die es erfleht hat, so langdauernde Opfer erlitten hat, dann werden meine Kenntnisse zusammen mit deinen Opfern machtvolle Magneten sein.
Sie werden unwiderstehliche Antriebe, unaufhörliche Rufe, durchdringendes Licht, betäubende Stimmen sein, die sie für alles andere taub machen.
Ihnen wird das Gehör nur bleiben, um die lieblichen Lehren des Göttlichen FIAT zu vernehmen und ein Reich anzunehmen, das mit so vielen Opfern erfleht wurde. Um ein großes Werk zu vollenden, gibt es daher viel zu tun und zu leiden.
Alles ist notwendig. Was dir ein unbedeutendes Leiden scheint, kann für andere eine mitleiderregende Stimme sein, die sie anrührt, und sie müssten sich eingestehen, dass sie zu undankbar wären, wollten sie ein solches Gut nicht akzeptieren, das Uns ihretwegen so viel gekostet hat.
Lass Mich daher machen und frei das tun, was Ich will.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 22; 1. Juli 1927)

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… „Nun geht die Seele von der Schöpfung zum Feld meiner Menschheit über. Doch was soll ich dir schließlich, meine Tochter, über die Wunder erzählen, die auf diesem lebendigen Feld geschehen, das nicht nur aus Werken besteht, wie in der Schöpfung, sondern aus menschlichem und göttlichem Leben?
Die in meinem Willen lebenden Seelen nehmen meinen Platz ein, und Ich kann Mich auch nicht weigern, da Ich ja ihnen gehöre. Sie haben ein Recht über Mich, und Ich bin glücklich, dass sie Mich besitzen, weil sie Mich dann noch mehr lieben werden.
Nun wiederholen die Seelen in diesem Feld mein Leben, lieben mit meiner eigenen Liebe, und ihre mit den Meinen verschmolzenen Akte bilden so viele Sonnen, Himmel und Sterne – o, um wie vieles schöner sind diese als jene der Schöpfung – dass sie das Feld meiner Menschheit erfüllen!
O, wie sehr fühle Ich Mich geliebt und verherrlicht, weil diese Sonnen, Himmel und Sterne nicht stumm sind wie jene der Schöpfung, sondern wortreiche Sonnen darstellen, [ausgestattet] mit der Fülle der Vernunft!
Wie gut sprechen sie über meine Liebe! Sie sprechen und lieben Mich, sie sprechen und erzählen Mir die Geschichte der Seelen und jene meiner Liebe und nötigen Mich also, sie zu retten.
Sie sprechen und bedecken sich mit meinen Leiden, um mein Leben zu wiederholen. Ich fühle diese Seelen in meinen Tränen fließen, in meinen Worten, Werken und Schritten und finde in ihnen Erleichterung in meinen Leiden, Stütze, Verteidigung und Zuflucht.
So groß ist meine Liebe zu ihnen, dass ich sie sogar ‚Mein Leben‘ nenne. O wie liebe Ich sie! Ich besitze sie, und sie besitzen Mich. [Diese Seelen] zu besitzen und bis zur Torheit zu lieben, ist ein und dasselbe.
Nun sind diese Seelen, die in meinem Willen leben, disponiert, bereit, alle Leiden meiner Menschheit auf sich zu nehmen. Da Ich nämlich nicht mehr leiden kann, weil Ich glorreich im Himmel bin, erschafft mein Wille mit seinem allmächtigen Hauch die Leiden und Schmerzen und bildet [in den Seelen] meine lebendige Menschheit, die Mir für alles einen Ausgleich leisten.
Sie sind die neuen Erlöserseelen, die ihr Leben hingeben, um die ganze Welt zu retten. So betrachte Ich die Erde vom Himmel aus und finde ebenso viele Jesus, die von derselben Torheit meiner Liebe erfasst sind und ihr Leben um den Preis von Leiden und Tod hingeben, um Mir zu sagen: ‚Ich bin dein getreues Abbild.
Die Leiden bringen mich zum Lächeln, weil ich die Seelen einschließe.‘ O, wie liebe Ich sie! Ich fühle Mich nicht mehr allein, sondern glücklich und siegreich, denn es ist mein größtes Glück und mein Paradies auf Erden, die Gesellschaft [der Seele] zu haben, wenn Wir das gleiche Leben führen, dieselben Leiden ertragen, und wenn sie will, was Ich will.
Du siehst also, wie viele große, wunderbare Dinge mein Göttlicher Wille zu tun vermag, wenn die Seelen nur in Ihm leben: Er bildet für Mich meine eigene lebendige Menschheit und verschafft Mir dieselben Freuden wie in meiner Himmlischen Heimat.
Es soll dir daher am Herzen liegen, immer in meinem Willen zu leben. Mach dir über nichts anderes Gedanken, denn wenn du dies tust, fühle Ich meine Liebe in dir unterbrochen: wenn du wüsstest, wie viel es Mich kostet, auch nur einen Augenblick lang nicht geliebt zu werden!
In diesem Moment nämlich bleibe Ich allein, du unterbrichst meine Glückseligkeit, und in meiner Liebestorheit wiederhole Ich: ‚Wie? Ich liebe sie immerdar, und sie Mich nicht.’ Sei daher aufmerksam, denn Ich will nie allein bleiben.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 34; 26. März 1937)