FEST MARIÄ GEBURT (Mt 1, 1-16.18-23)
1Stammbaum Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams: 2Abraham war der Vater von Isaak, Isaak von Jakob, Jakob von Juda und seinen Brüdern. 3Juda war der Vater von Perez und Serach; ihre Mutter war Tamar. Perez war der Vater von Hezron, Hezron von Aram, 4Aram von Amminadab, Amminadab von Nachschon, Nachschon von Salmon. 5Salmon war der Vater von Boas; dessen Mutter war Rahab. Boas war der Vater von Obed; dessen Mutter war Rut. Obed war der Vater von Isai, 6Isai der Vater des Königs David.
David war der Vater von Salomo, dessen Mutter die Frau des Urija war. 7Salomo war der Vater von Rehabeam, Rehabeam von Abija, Abija von Asa, 8Asa von Joschafat, Joschafat von Joram, Joram von Usija. 9Usija war der Vater von Jotam, Jotam von Ahas, Ahas von Hiskija, 10Hiskija von Manasse, Manasse von Amos, Amos von Joschija. 11Joschija war der Vater von Jojachin und seinen Brüdern; das war zur Zeit der Babylonischen Gefangenschaft.
12Nach der Babylonischen Gefangenschaft war Jojachin der Vater von Schealtiel, Schealtiel von Serubbabel, 13Serubbabel von Abihud, Abihud von Eljakim, Eljakim von Azor. 14Azor war der Vater von Zadok, Zadok von Achim, Achim von Eliud, 15Eliud von Eleasar, Eleasar von Mattan, Mattan von Jakob. 16Jakob war der Vater von Josef, dem Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus (der Messias) genannt wird.
18Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. 19Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.
20Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. 21Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.
22Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: 23Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns.
„Mit der Geburt Jesu Christi war es so…“ (Mt 1, 18)
Ich dachte über den Akt nach, als das Ewige Wort vom Himmel herabstieg und im Schoß der Unbefleckten Königin empfangen wurde, und mein stets liebenswürdiger Jesus streckte aus meinem Inneren einen Arm heraus, umschloss meinen Hals und sprach in meinem Inneren:
„Meine geliebte Tochter, wenn die Empfängnis meiner Himmlischen Mutter wunderbar war, und sie im Meer empfangen wurde, das aus den Drei Göttlichen Personen hervorging, fand meine Empfängnis nicht im Meer statt, das aus Uns hervorging, sondern im großen Meer, das in Uns ansässig ist, in unserer Gottheit selbst, die in den jungfräulichen Schoß dieser Jungfrau herniederstieg, und so wurde Ich empfangen.
Man sagt zwar, dass das Wort empfangen wurde, doch mein Himmlischer Vater und der Heilige Geist waren untrennbar von Mir. Es ist wahr, dass Ich der handelnde Teil war, doch sie wirkten mit. Stelle dir zwei Spiegel vor, von denen einer in den anderen denselben Gegenstand reflektiert.
Diese Gegenstände sind drei, und der in der Mitte übernimmt die handelnde, leidende, flehende Rolle, die anderen bleiben mit ihm zusammen, wirken mit ihm mit und sind Beobachter. So könnte man sagen, dass von den zwei Reflektoren einer die Heiligste Dreifaltigkeit war und der andere meine teure Mutter.
Da sie im kurzen Lauf ihres Lebens ständig in meinem Willen lebte, bereitete sie in ihrem jungfräulichen Schoß den kleinen göttlichen Flecken Erdboden, wo Ich, das Ewige Wort, Mich mit menschlichem Fleisch bekleiden sollte, da Ich nie auf einen [bloß] menschlichen Grund herabgestiegen wäre.
Und als sich die Dreifaltigkeit in ihr spiegelte, wurde Ich empfangen. Während also dieselbe Dreifaltigkeit weiter im Himmel blieb, wurde Ich im Schoß dieser edlen Königin empfangen.
Alles andere, wie groß, edel, erhaben, wunderbar es auch sei, auch die Empfängnis der Jungfräulichen Königin selbst, standen dem nach. Es gibt nichts, das mit meiner Empfängnis verglichen werden könnte, weder an Liebe, noch an Größe, noch an Macht.
Hier geht es nicht darum, ein Leben zu bilden, sondern darum, das LEBEN einzuschließen, welches allen Leben gibt, nicht darum, Mich auszudehnen, sondern Mich einzuschränken, um empfangen werden zu können, nicht um zu erhalten, sondern um zu geben; der Eine, der alles erschaffen hat, schloss sich selbst in eine geschaffene und ganz kleine Menschheit ein.
Dies kann nur ein Gott wirken, und zwar ein Gott, der liebt und das Geschöpf um jeden Preis mit seiner Liebe binden möchte, um geliebt zu werden. Doch dies ist noch gar nichts. Weißt du, wo meine ganze Liebe, all meine Macht und Weisheit aufleuchteten?
Kaum hatte die Macht Gottes diese winzige Menschheit gebildet – und sie war so klein, dass sie mit der Größe einer Haselnuss verglichen werden konnte, wobei aber alle Glieder richtig proportioniert ausgebildet waren – und war das Wort in Ihr empfangen, da empfing die Unermesslichkeit meines Willens, die alle vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Geschöpfe in sich schloss, in Ihm das Leben aller Geschöpfe, und wie meine Menschheit heranwuchs, so wuchsen auch diese in Mir heran.
Während Ich also scheinbar alleine war, konnte man mit dem Mikroskop meines Willens alle Geschöpfe sehen, die in Mir empfangen waren. Ich glich jenem kristallklaren Wasser, das klar scheint, doch unter dem Mikroskop unzählige Mikroben sichtbar werden lässt!
Meine Empfängnis war so großartig, dass das große Rad der Ewigkeit erstaunt und wie ekstatisch war beim Anblick so unzähliger Exzesse meiner Liebe und aller Wunder zusammen.
Das gesamte Universum war erschüttert beim Anblick Dessen, Der allem Leben gibt – wie Er sich einschließt, einschränkt, klein macht, und alles in sich einschließt, um was zu tun? Um die Leben aller zu nehmen und alle wiedergeboren werden zu lassen.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 15; 16. Dezember 1922)
„Seht, die Jungfrau…“ (Mt 1,23)
Meine Hingabe im FIAT ist andauernd. Als ich seinen Akten nachfolgte, hielt mein armer Geist bei der Meditation über die Empfängnis der Himmelskönigin an und ihr großes Glück, vom Makel der Ursünde bewahrt zu bleiben. Da bewegte sich mein geliebter Jesus in meinem Inneren und sagte zu mir:
„Meine Tochter, der Same, aus dem die Himmlische Herrin empfangen war, wurde vom menschlichen Stamm genommen, denn auch Sie hatte ihr menschliches Leben wie alle anderen Geschöpfe, und wie auch Ich es hatte.
Aber hier tritt dieser große Unterschied zutage, was keinem anderen Geschöpf gewährt wurde: ehe ihre schöne Seele empfangen wurde, konzentrierte mein allmächtiges FIAT seine Strahlen in diesem menschlichen Keim und vernichtete mit seinem Licht und seiner Glut alles, was an Übel in ihm war und ließ es absterben.
Mein FIAT läuterte ihn von allem, machte ihn rein und heilig und nahm ihn vom Makel der Ursünde aus, und dann wurde in diesem Keim das Unbefleckte Kind empfangen. So wurde das ganze Wunder der Unbefleckten Empfängnis von meinem Göttlichen Willen gewirkt.
Er machte weder einen anderen menschlichen Samen, noch zerstörte Er ihn, sondern Er reinigte ihn und nahm mit seiner Glut und seinem Licht alle Säfte von ihm hinweg, die dieser Keim von der Sünde Adams angezogen hatte. Dann ließ Er den menschlichen Samen in Sie so zurückkehren, wie er aus unseren schöpferischen Händen hervorgegangen ist.
Als daher die kleine Jungfrau Königin empfangen wurde, wurde in Ihr und in den Menschengeschlechtern das Reich meines Göttlichen Willens empfangen. Wenn Wir nämlich überraschende Gnaden bilden und sie einem Geschöpf geben, betrachten Wir in ihm die ganze Menschheit der Menschheitsfamilie, als wäre sie eine einzige.
Du siehst also, als die Jungfrau in diesem Keim empfangen war, der von jedem Makel ausgenommen war – was ganz vom Göttlichen FIAT bewirkt wurde – so wurde in der Menschheit sein Göttliches Reich von neuem empfangen. Als die kleine Unbefleckte Jungfrau geboren wurde, wurde das Recht auf dessen Besitz wiederhergestellt.
Nun, als Ich auf die Erde kam und menschliches Fleisch annahm, bediente Ich Mich des Keimes der Himmelsherrin, und man kann sagen, dass Wir gemeinsam arbeiteten, um von neuem dieses unser Reich in den menschlichen Generationen zu bilden.
So bleibt also nichts anderes, als es kennenzulernen, um es in Besitz zu nehmen. Daher bin Ich dabei, das zu offenbaren, was zu diesem Reich und zu meinem Göttlichen Willen gehört, damit der Mensch seine Wege gehe, unseren Schritten folge und in seinen Besitz eintrete. Mein Göttlicher Wille wird mit seiner Wärme und seinem Licht das Wunder wiederholen, die schlechten Säfte zu entfernen, die der menschliche Keim besitzt.
Um sicher zu sein, wird Er den Keim seines Lichtes und seiner Wärme hineinlegen und sich zum Leben des Keimes machen, und so werden sie den Besitz tauschen: mein Göttlicher Wille wird von dem Keim Besitz nehmen, um in ihm sein Leben des Lichtes, der Glut und Heiligkeit zu bilden, und das Geschöpf wird von neuem Besitz vom Reich meines Göttlichen FIAT ergreifen.
Du siehst also, meine Tochter, alles ist bereit. Man muss es nur noch bekanntmachen. Daher dränge Ich so darauf, dass die Wahrheiten über meinen Göttlichen Willen bekanntwerden: sie sollen in den Menschen das Verlangen nach dem Besitz eines so großen Schatzes erwecken, damit mein Wille von ihrer Sehnsucht angezogen werde.
Dann wird Er seine leuchtenden Strahlen konzentrieren und mit seiner Glut das Wunder vollbringen, das Besitzrecht auf sein Reich des Friedens, der Seligkeit und der Heiligkeit wiederherstellen.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 24; 16. September 1928)
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Mein armer Geist ging im unermesslichen Meer des Göttlichen Fiat auf, wo alles im Akt ist, als gäbe es keine Vergangenheit und keine Zukunft, sondern alles gegenwärtig ist, als geschähe es gerade.
Was immer also meine kleine Seele von den Werken ihres Schöpfers im Göttlichen Willens finden möchte, so findet sie alles so, als täte Er sie gerade. Und als ich über die Geburt meiner himmlischen Mutter nachdachte, um Ihr meine arme Huldigung darzubringen und die ganze Schöpfung zusammenrief, dass sie mit mir die Höchste Königin lobpreise, sagte mein süßer Jesus zu mir:
“Meine Tochter, auch Ich will gemeinsam mit dir und der ganzen Schöpfung die Geburt meiner Erhabenen Mutter besingen. Du musst wissen, dass diese Geburt die Wiedergeburt der ganzen Menschheitsfamilie in sich einschloss, und die ganze Schöpfung sich in der Geburt der Himmelskönigin neu geboren fühlte.
Alles jubelte vor Freude und alle waren sie glücklich, jetzt ihre Königin zu haben, da sie sich bis dorthin wie ein Volk ohne Königin fühlten und in stummem Schweigen auf diesen glücklichen Tag warteten, um ihr Schweigen zu brechen und zu sagen: ‘Herrlichkeit, Liebe, Ehre für Jene, die als unsere Königin in unsere Mitte kommt!
Wir werden nicht mehr schutzlos sein, ohne jemanden, der über uns herrscht, ohne Festfreude, weil nun Jene erschien, die unsere unvergängliche Glorie ausmacht.’
Indem dieses Himmlische Mädchen unseren Göttlichen Willen in ihrer Seele unversehrt bewahrte, ohne je den eigenen zu tun, erwarb Sie alle Rechte des unschuldigen Adam vor ihrem Schöpfer und die Oberherrschaft über die ganze Schöpfung zurück.
Daher fühlten sich alle in Ihr neu geboren, und Wir erblickten im kleinen Herzen dieser Heiligen Jungfrau, alle Samen der menschlichen Generationen. So erwarb die Menschheit durch Sie die verlorenen Rechte zurück, und somit war ihre Geburt die schönste und herrlichste Geburt.
Von ihrer Geburt an schloss Sie alle Generationen wie zwischen zwei Flügel, in ihr mütterliches kleines Herz ein, als Kinder, die in ihrem jungfräulichen Herzen wieder geboren wurden, um sie zu wärmen, zu beschützen, sie großzuziehen und mit dem Blut ihres Mutterherzens zu nähren.
Das ist der Grund, warum diese zärtliche Himmlische Mutter die Geschöpfe so sehr liebt, weil alle in Ihr wieder geboren sind und Sie das Leben ihrer Kinder in ihrem Herzen verspürt. Was kann unser Wille nicht alles tun, wo Er herrscht und sein Leben besitzt?
Er schließt alles und jeden in die Seele ein [, die in Ihm lebt] und bewirkt, dass sie Gutes zu allen bringt. So fühlen alle unter ihrem blauen Mantel den mütterlichen Flügel ihrer Himmlischen Mutter und finden in ihrem Mutterherzen ihr kleines Plätzchen, wo sie Zuflucht finden.
Nun, meine Tochter, wer in meinem Göttlichen Willen lebt, der erneuert seine Wiedergeburt und verdoppelt die Neugeburten für alle menschlichen Generationen. Wenn mein Höchster Wille in einem Herzen lebt und dort die Fülle seines endlosen Lichtes ausbreitet, zentriert Er alles und alle, tut und erneuert alles und schenkt von neuem das, was Er jahrhundertelang durch andere Geschöpfe nicht geben konnte.
So kann man diese Seele [, die in meinem Willen lebt], den Tagesanbruch, die Morgendämmerung nennen, welche die Sonne herbeiruft. Diese Sonne erfüllt die ganze Erde mit Freude, erleuchtet, wärmt und umfängt mit ihren Flügeln aus Licht mehr als eine zärtliche Mutter alles und macht alles fruchtbar.
Sie verleiht mit ihrem lichtvollen Kuss den Blumen die schönsten Farbtöne, den Früchten die erlesenste Süßigkeit und allen Pflanzen die Reifung. O, könnte mein Göttlicher Wille unter den Geschöpfen herrschen, wie viele Wunder würde Er doch in ihrer Mitte wirken!
Sei daher achtsam, da alles, was du in meinem Göttlichen Fiat tust, eine Wiedergeburt in Ihm ist. In Ihm neu geboren zu werden, bedeutet, in der göttlichen Ordnung, im Licht, in der Heiligkeit, in der Liebe und Schönheit neu geboren zu werden.
In jedem Akt meines Willens erfährt der menschliche Wille einen Tod, wobei er allen Übeln stirbt und für alles Gute wiederauflebt.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 26; 8. September 1929)
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… Da heute die [Festfeier der] Geburt der Himmelskönigin ist, hielt ich inne im Gedenken an das große Wunder ihrer Geburt: Himmel und Erde schienen aufmerksam bereitzustehen, um dieses göttliche Wunder anzubeten. Da sprach Jesus, mein höchstes Gut, mit Liebe und unbeschreiblicher Zärtlichkeit zu mir:
„Gebenedeite Tochter meines Willens, die Geburt meiner Himmlischen Mutter schließt alle Wunder und Wundertaten zugleich ein. Doch weißt du, warum?
Sie wurde nicht allein als die Reine, Heilige, Schöne und die Unbefleckte geboren; vielmehr wurde zugleich mit Ihr, dem Himmlischen Kind, in Ihr mein Göttlicher Wille geboren, der schon in Ihr empfangen und in Ihr eingeschlossen war, um sein wirkendes und anwachsendes Leben in dem gnadenvollen Kind heranzubilden.
Mein Wille schloss sich ein, um gemeinsam mit Ihr geboren zu werden, damit Er dieses himmlische Geschöpf gleichsam als sein Organ zu seiner Aktivität und zur Heranbildung seines göttlichen Lebens gebrauche!
Dies war ein Wunder, das nur die Ewige Liebe, die göttliche Weisheit und Macht wirken konnten. Es war nicht nur das Leben, das Ihr geschenkt wurde, oder die Gabe der Freiheit vom Makel der Erbsünde – das wäre für unsere Macht noch nichts gewesen.
Was alle zum Staunen brachte und ihre Aufmerksamkeit erregte, war die Tatsache, dass mein Wille zugleich mit Ihr in der Welt geboren wurde, sodass Himmel und Erde darüber erschüttert waren.
Alle sahen aufmerksam zu und verspürten eine geheimnisvolle Kraft, dieselbe Kraft, die sie beherrschte und die ganze Schöpfung bewahrte. Es war unser Wille selbst, der alles bewegte und sich selbst und die ganze Schöpfung diesem kleinen neugeborenen Kind zu Diensten und zur Verfügung stellte.
So war diese Geburt meines Willens zugleich mit Ihr der Ursprung, der die Konzentration aller anderen Wunder in Ihr herbeirief. Wo mein Fiat regiert, gibt es nichts Gutes, das Er nicht einschließen würde, kein Wunder, das Er nicht vollbringt.
Er will seine Liebe und Macht zur Schau stellen, indem Er sein wirkendes Leben heranbildet und so viele seiner Gaben schenkt, wie weit eine Kreatur sie fassen kann.
Bewundere daher dankbar unser Höchstes Sein, das diesem neugeborenen Kind so viel Liebe erweist, dass Wir unseren ungeborenen Willen in Ihr wiedergeboren werden lassen, der weder Anfang noch Ende noch Begrenzungen hat.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 31; 8. September 1932)
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Mir scheint, ich finde keine Ruhe, wenn ich mich nicht den Armen des Göttlichen Willens hingebe, der mich in sein grenzenloses Meer wirft, wo ich all das finde, was Er aus Liebe zu den Menschen getan hat.
Ich bleibe bald hier, bald dort stehen und bewundere seine vielfältigen Werke, liebe und küsse sie und danke Ihm für solche Herrlichkeit und so viele liebevolle Betriebsamkeit gegen uns armselige Geschöpfe.
Als ich umherging, befand ich mich zu meiner Überraschung vor der Großen Herrin und Königin, unserer Mama, dem schönsten Werk der heiligsten Dreifaltigkeit. Ich hielt inne, um Sie zu betrachten, doch ich habe keine Worte, um wiederzugeben, was ich verstand, und mein liebenswürdiger Jesus sagte mit unbeschreiblicher Freundlichkeit und Liebe zu mir:
„Meine Tochter, wie schön ist doch meine Mutter! Ihre Herrschaft erstreckt sich überallhin, ihre Schönheit entzückt und fesselt alle. Es gibt kein Wesen, das nicht seine Knie beugt, um Sie zu verehren.
Mein Göttlicher Wille hat Sie so für Mich geschaffen, Er machte Sie unzertrennlich von Mir, sodass Ich keinen Akt tat, den die Höchste Königin nicht gemeinsam mit Mir getan hätte.
Die Macht dieses Göttlichen Fiat, das von Mir und von Ihr ausgesprochen wurde, ließ Mich in ihrem jungfräulichen Schoß empfangen werden und gab meiner Menschheit das Leben.
Es war dieses selbe [ausgesprochene] Fiat, und wann immer Ich wirkte, besaß dieses Göttliche Fiat meiner Mutter das Recht, in meinem Göttlichen Fiat das zu tun, was Ich tat. (Erklärung: In der Kraft dieses gleichen, identischen Fiat, das Wir immer gemeinsam aussprechen, nimmt Sie an allen meinen Werken teil und hat das Recht, all das zu tun, was Ich tue)
Wisse nun dies: als Ich das Sakrament der Eucharistie einsetzte, war ihr Göttliches Fiat zusammen mit dem Meinen, und Wir sprachen gemeinsam das Fiat aus, dass Brot und Wein in meinen Leib, mein Blut, meine Seele und Gottheit gewandelt werden sollen.
Ja, wie Ich bei meiner Empfängnis ihr Fiat wünschte, so wollte Ich es auch in diesem feierlichen Akt, der meinem Sakramentalen Leben den Anfang gab! Wie hätte Ich das Herz gehabt, meine Mutter in einem Akt beiseite zu stellen, in dem meine Liebe ein so überschwängliches Übermaß offenbarte, dass es ans Unglaubliche grenzt?
Vielmehr war Sie nicht nur mit Mir, sondern Ich setzte Sie als Königin der Liebe meines Sakramentalen Lebens ein. Sie bot Mir mit der Liebe einer wahren Mutter abermals ihren Schoß und ihre schöne Seele dar, um Mich zu verteidigen und für die schreckliche Undankbarkeit und enormen Sakrilegien Wiedergutmachung zu leisten, die Ich leider in diesem Sakrament der Liebe empfangen würde.
Meine Tochter, dies ist meine Absicht: Ich wünsche, dass mein Wille das Leben des Geschöpfs sei, damit Ich das Geschöpf bei Mir habe, damit es mit meiner Liebe liebt, in meinen Werken wirkt; mit einem Wort, Ich will die Gesellschaft [des Geschöpfes] in meinen Akten, Ich möchte nicht allein sein.
Welchen Sinn hätte es sonst, das Geschöpf in meinen Willen zu rufen, wenn Ich der einsame Gott bleiben und das Geschöpf allein bleiben sollte, ohne dass es an unseren göttlichen Werken teilnimmt?
Und nicht nur bei der Einsetzung des Heiligsten Sakramentes, sondern in allen Akten, die Ich im ganzen Lauf meines Lebens vollbrachte, tat meine Mutter das, was Ich tat – kraft des einen einzigen Willens, von dem Wir beseelt waren: wenn Ich Wunder wirkte, tat Sie das Wunder zusammen mit Mir. Ich fühlte in der Macht meines Willens die Erhabene Herrin des Himmels, wenn Wir gemeinsam die Toten ins Leben zurückriefen.
Wenn Ich litt, litt Sie zugleich mit Mir. Es gab nichts, worin Ich nicht ihre Gesellschaft hatte, ihr und mein Wirken waren miteinander vereint. Diese Untrennbarkeit von ihrem Sohn, die Einheit mit seinem Wirken war die größte Ehre, die mein Fiat Ihr verlieh.
Und die Jungfrau bezeugte Mir [hiermit] die größte Ehre, sodass Ich die vollbrachten Werke in ihrem Mutterherzen hinterlegte, aufbewahrte, und Sie diese in ihrem Herzen [wie in einem Schrein] empfing, voller Eifersucht, [für Mich] sogar den Atem zu behüten.
Diese Einheit der Willen und der Werke entflammte eine solche Liebe zwischen Uns beiden, dass es genügte, die ganze Welt in Flammen zu setzen und sie mit reiner Liebe zu verzehren.“
Jesus verstummte, und ich blieb in den Meeren der Erhabenen Himmelsherrin zurück, doch wer kann schildern, was ich verstand? Da nahm Jesus, mein höchstes Gut, seine Rede wieder auf:
„Meine Tochter, wie schön ist meine Mutter! Ihre Majestät ist bezaubernd, vor ihrer Heiligkeit neigen sich die Himmel, ihre Reichtümer sind grenzenlos und unschätzbar, niemand kann behaupten, Ihr zu gleichen; daher ist Sie Herrin, Mutter und Königin.
Doch weißt du, was ihre Reichtümer sind? Die Seelen! Jede Seele ist mehr wert als eine ganze Welt. Niemand kommt in den Himmel, außer durch Sie und kraft ihrer Mutterschaft und ihrer Leiden. So ist jede Seele ihr Eigentum, und man kann Sie tatsächlich die wahre Herrin nennen.
Schau doch, wie reich Sie ist. Ihre Reichtümer sind ganz besonders: sie sind voller Leben, die sprechen, lieben und der Himmlischen Herrin huldigen. Als Mutter hat Sie unzählige Kinder, als Königin wird Sie ihr Volk des Reiches des Göttlichen Willens haben.
Diese Kinder und dieses Volk werden ihre strahlendste Krone bilden, einige werden als Sonne und andere als Sterne ihr erhabenes Haupt mit solcher Schönheit krönen, dass es den ganzen Himmel entzückt.
So werden die Söhne und Töchter des Reiches meines Göttlichen Willens jene sein, die Sie als Königin ehren, und sich selbst in Sonnen verwandelnd, werden sie ihre schönste Krone bilden.
Daher ersehnt Sie das Kommen dieses Reiches so sehr: denn zusätzlich zu der strahlenden Krone, mit der die Heiligste Dreifaltigkeit Sie gekrönt hat, erwartet Sie die Krone ihres Volkes, das Ihr als Königin huldigen und Ihr das in Sonnen umgewandelte Leben aufopfern wird, als Liebes- und Ehrenbezeugung.
O, wenn man verstünde, was es bedeutet, in meinem Wollen zu leben, wie viele göttliche Geheimnisse würden enthüllt werden, wie viele Entdeckungen würden sie über ihren Schöpfer machen! Ziehe es daher vor, eher zu sterben, als nicht in meinem Willen zu leben.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 33; 8. Juli 1935)


