1In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich! 2Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?
3Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. 4Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr.
5Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen? 6Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.

„Glaubt an Gott, und glaubt an mich!“ (Joh 14, 1)

Diesen Morgen fühlte ich mich wegen des Verlustes meines anbetungswürdigen Jesus ganz mutlos und in Bitterkeit. Während ich in diesem Zustand war, ließ Jesus seine überaus liebliche Stimme hören und sagte zu mir:
„Meine Tochter, alles hat seinen Ursprung im Glauben. Wer stark im Glauben ist, ist stark im Leiden. Der Glaube lässt Gott an jedem Ort finden, er lässt Ihn in jeder Handlung sichtbar werden, berührt Ihn in jeder Bewegung; und jede neue Gelegenheit, die sich zeigt, ist eine neue Göttliche Offenbarung, die man empfängt.
Bleibe daher stark im Glauben, denn wenn du in ihm, unter allen Zuständen und Umständen feststehst, wird dir der Glaube die Kraft verleihen und dich stets mit Gott vereint halten.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 6; 20. März 1904)

„Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin“ (Joh 14,2+3)

… „Nun schau mich an, Vater, unter dem Hagel der Geißelhiebe ganz wund geschlagen. Allein das genügt mir nicht.
Ich möchte unzählige Wunden an meinem Körper haben, um meiner Menschheit im Himmel genügend Wohnungen für alle Seelen zu bereiten, auf dass sie in mir ihr Heil finden und ich sie so in den Himmel der Gottheit gelangen lassen kann.
Mein Vater, jeder Geißelschlag möge vor dir jede einzelne Art von Sünden sühnen. In dem Maße, wie die Hiebe mich treffen, sollen sie jene von Schuld befreien, die Schuld auf sich laden.
Die Schläge mögen auch die Herzen der Menschen treffen, ihnen von meiner Liebe erzählen, um sie schließlich zu nötigen, sich mir zu ergeben.“ (aus „Die Stundenuhr der Passion Jesu Christi“ nach den Schriften der Dienerin Gottes Luisa Piccarreta; Stunde 6 bis 7 Uhr: Jesus abermals vor Kaiphas und wird dann zu Pilatus geführt)

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[Jesus] ließ sich voller Wunden sehen, doch diese Wunden bildeten viele kleine Zellen, in die Jesus die Seelen rief, um sie dort einzuschließen und in Sicherheit zu bringen. Dann sagte ich zu Ihm: „Meine Liebe, und wo ist meine kleine Zelle, damit Du mich dort einschließt und ich nie mehr herausgehe?“
Und Jesus: „Meine Tochter, für dich gibt es keine kleinen Zellen in meinem Leib, denn wer in meinem Wollen lebt, kann nicht in einer meiner Wohnungen, sondern muss im Herzschlag meines Herzens leben.
Der Herzschlag ist die Mitte und das Leben des menschlichen Körpers, wenn der Herzschlag aufhört, endet das Leben, der Herzschlag hält den Blutkreislauf, die Wärme, die Atmung aufrecht, daher die Kraft, die Aktivität der Glieder; wenn der Herzschlag nicht regelmäßig ist, sind alle menschlichen Fähigkeiten in Unordnung, auch der Intellekt selbst verliert die Lebhaftigkeit, den Scharfsinn, die Fülle des Lichtes des Verstandes; denn bei der Erschaffung des Menschen setzte Ich einen besonderen Klang in sein Herz, an den Ich die ewige Harmonie band, auf eine Weise, dass alles im Geschöpf Harmonie ist, wenn der Herzschlag gesund ist.
Nun, mein Wille ist wie der Herzschlag im Geschöpf, wenn Er schlägt, sind die Heiligkeit, die Tugenden in Harmonie, Er bringt Himmel und Erde miteinander in Einklang, seine Harmonie breitet sich bis zur Heiligsten Dreifaltigkeit aus.
Siehe, deshalb ist für dich mein Herzschlag hier, der sich wie eine kleine Zelle anbietet, um dich in sich einzuschließen, damit du – mit einem einzigen Herzschlag – Himmel und Erde in Einklang bringst, in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft kreist, und du dich in allem befindest – du in Mir kreisend, und Ich in dir.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 14; 15. Juni 1922)

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… „Meine Tochter, wie schön ist die Schöpfung – wie verherrlicht sie Uns und preist sie die Macht unseres Fiat! Sie ist nichts als ein einziger Akt unseres Göttlichen Willens.
Und wenn man auch viele unterschiedliche Dinge sehen kann, so sind diese nichts anderes als die Wirkungen seines einzigen unaufhörlichen Aktes, der seinen ständigen wirkenden Akt enthält.
Da unser Akt von Natur aus, als seinen ganz eigenen Besitz – Licht, Unermesslichkeit, Herrschaft und eine Vielzahl unzähliger Wirkungen innehat, ist es kein Wunder, dass, als unser Fiat seinen einzigen Akt bildete, somit der unermessliche Himmel, die strahlendste Sonne, die Weiten des Meeres, der gebieterische Wind, die schönen Blumen und Lebewesen jeder Art aus Ihm hervortraten.
Und außerdem so große Macht, dass Er die ganze Schöpfung, als wäre sie ein leichter Hauch oder eine kleine Feder, ohne jede Stütze aufgehängt lässt, bloß in Seine schöpferische Kraft eingeschlossen. O Macht meines Fiat, wie unübertrefflich und unerreichbar bist Du!
Nun, du musst wissen, dass nur in der Seele, in der mein Göttlicher Wille regiert – da Er ja auch in der ganzen Schöpfung herrscht – die Akte der Seele sich mit dem einzigen Akt vereinen, den mein Wille in der Schöpfung tut.
So soll die Seele den Schatz aller Güter empfangen, die in Ihm getan worden sind. Dieses große Gefüge des Universums wurde nämlich als Geschenk für das Geschöpf gemacht – aber für jenes, das unseren Göttlichen Willen herrschen lassen würde. Es ist recht, dass Wir von unserem festgesetzten Zweck nicht abrücken, und das Geschöpf unsere Gabe anerkennt und empfängt.
Doch wie soll es empfangen, wenn es nicht in unserem Haus, d.h., in unserem Göttlichen Willen lebt? Es würde ihm die Fassungskraft fehlen, um diese [Gabe] zu aufzunehmen, und der Raum, sie zu fassen.
Deshalb kann nur einer, der meinen Göttlichen Willen besitzt, sie empfangen. Mein Wille erfreut sich an seinem einzigen Akt. Und als wäre Er gerade dabei, aus Liebe zum Geschöpf zu erschaffen, lässt Er das Geschöpf seinen kontinuierlichen Akt der Erschaffung des Himmels, der Sonne und alles anderen fühlen und spricht zu ihm: ‘Siehst du, wie sehr Ich dich liebe?
Nur für dich setzte Ich die Erschaffung aller Dinge fort. Um von dir die Vergeltung dafür zu empfangen, bediene Ich Mich deiner Akte, als Material, um den Himmel auszubreiten, als Material des Lichts, um die Sonne zu bilden, usw. Je mehr Akte du in meinem Fiat tust, umso mehr Materie stellst du Mir bereit, womit Ich noch schönere Dinge in dir gestalten kann.’
Unterbrich daher nie deinen Flug in meinem Willen, und Ich werde die Gelegenheit ergreifen, immer in dir tätig zu sein.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 27; 18. Oktober 1929)