Mittwoch der 12. Woche im Jahreskreis (Mt 7,15-20)
15In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe. 16An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Erntet man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen?
17Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte. 18Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum keine guten.
19Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. 20An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen.
„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“ (Mt 7, 16)
… „Meine Tochter, fürchte dich nicht. Meine Art zu Handeln ist immer rein und heilig, egal was es ist, auch wenn es den Menschen seltsam erscheint.
Die ganze Heiligkeit liegt nämlich nicht im äußeren Akt des Tuns, sondern kommt von der Quelle der inneren Heiligkeit, aus der sie hervorgeht, und von den Früchten, die meine Handlungsweise hervorbringt.
Wenn die Früchte heilig sind, warum wollt ihr meine Handlungsweise richten? So gefiel es Mir und daher tat Ich es. An den Früchten erkennt man, ob der Baum gut, mittelmäßig oder schlecht ist. Zu meinem höchsten Missfallen haben sie statt der Früchte die Rinde des Baumes beurteilt und vielleicht nicht einmal die Substanz und das Leben des Baumes selbst.
Die Ärmsten, was können sie schon begreifen, wenn sie auf die Rinde meiner Vorgehensweisen schauen, ohne die Früchte miteinzubeziehen, die der Baum getragen hat?
Sie werden noch mehr in der Dunkelheit bleiben und können sich der Ungnade der Pharisäer schuldig machen, die auf das Äußere meiner Werke und Worte und nicht auf die Substanz der Früchte meines Lebens geblickt haben und somit blind geblieben sind und Mich schließlich getötet haben.
So fällen sie ein Urteil, ohne vom Urheber und Geber des Lichtes Hilfe zu erflehen und jene [Seele] zu Rate zu ziehen, die sie mit solcher Leichtigkeit beurteilen!“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 28; 9. Juli 1930)
„Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte“ (Mt 7, 17)
… „Meine Tochter, der primäre Zweck meines Kommens auf die Erde war genau dieser, dass der Mensch in den Schoß meines Willens zurückkehre, wie er daraus hervorging, als er erschaffen wurde; doch um dies zu bewerkstelligen, musste Ich mittels meiner Menschheit die Wurzel, den Stamm, die Zweige, die Blätter und die Blüten bilden, aus denen die himmlischen Früchte meines Willens hervorgehen sollten. Niemand besitzt eine Frucht ohne den Baum.
Dieser Baum wurde mit meinem Blut bewässert, mit meinen Leiden, Seufzern und Tränen kultiviert. Die Sonne, die über ihm erstrahlte, war einzig die Sonne meines Willens, daher wird es hier mit Sicherheit die Früchte meines Willens geben, doch um die Früchte zu ersehnen, muss man wissen, wie kostbar sie sind, das Gut kennen, das sie bringen, und die Reichtümer, die sie hervorbringen.
Deshalb die vielen Mitteilungen, die Ich dir in meinem Willen gemacht habe, denn die Kenntnis wird den Wunsch wecken, sie zu essen; und wenn die Menschen verkostet haben, was es bedeutet, zu leben, um allein meinen Willen zu tun, werden sie, wenn nicht alle, so doch zum Teil auf den Weg meines Willens zurückkehren; die beiden Willen werden sich den immerwährenden Kuss geben, es wird kein Streit mehr sein zwischen dem menschlichen Willen und dem des Schöpfers, und meine Erlösung wird zu den vielen Früchten, die sie getragen hat, auch die Frucht des „FIAT VOLUNTAS TUA wie im Himmel so auf Erden“ bringen.
Sei daher du die Erste, welche diese Frucht nimmt, und wolle keine andere Speise noch ein anderes Leben, als allein meinen Willen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 18; 28. Januar 1926)
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… Danach fragte ich mich: ‘Welchen Nutzen und welches Gut wird dieser mein Lauf und dieses wiederholte Kreisen in den Akten des Göttlichen Willens bringen?’ Und Jesus, der König des Himmels, fügte hinzu:
„Meine Tochter, du musst wissen, dass jeder geschöpfliche Akt den Wert des Zweckes enthält, mit dem die Seele ihren Akt beseelt. Die Absicht ist wie der Same, der unter der Erde begraben und zugleich mit der Erde zu Staub wird – aber nicht um zu sterben, sondern um wieder zu erstehen und das Pflänzchen hervorzubringen, das voller Zweige, Blüten und Früchte ist, die zu diesem Samen gehören.
Der Same ist nicht zu sehen, er bleibt in seinem Setzling verborgen, doch an den Früchten erkennt man, ob der Same gut oder schlecht ist. So ist die Absicht, sie ist der Same des Lichts und bleibt sozusagen wie begraben und zu Staub geworden im Akt der Seele.
Ist die Absicht heilig, dann werden alle aus dieser Absicht kommenden Akte, heilige Akte sein, da es einen primären Zweck, einen ersten Samen gibt, der die Abfolge von Akten der ersten Absicht beseelt und ihnen Leben gibt. Diese Akte bilden das Leben der Absicht, und in ihnen kann man Blüten und Früchte wahrer Heiligkeit sehen.
Solange die Seele nicht mit ganz bewusstem Willen die primäre Absicht widerruft, vernichtet, kann sie sicher sein, dass ihre Akte in der ersten Absicht eingeschlossen sind.
Dein Lauf in meinem Göttlichen Willen wird nun die Absicht deines Wunsches nach dem Kommen seines Reiches haben, und daher werden all deine Akte in meinem Fiat konzentriert.
Sie verwandeln sich in Samen des Lichts und werden alle zu Akten meines Willens, die beredt mit geheimen und göttlichen Stimmen um dieses so heilige Reich unter den Menschengeschlechtern flehen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 30; 6. März 1932)


