Mittwoch der 5. Woche im Jahreskreis (Mk 7,14-23)
14In jener Zeit rief Jesus die Leute zu sich und sagte: Hört mir alle zu und begreift, was ich sage: 15Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.
16Er verließ die Menge und ging in ein Haus. 17Da fragten ihn seine Jünger nach dem Sinn dieses rätselhaften Wortes. 18Er antwortete ihnen: Begreift auch ihr nicht? Seht ihr nicht ein, dass das, was von außen in den Menschen hineinkommt, ihn nicht unrein machen kann?
19Denn es gelangt ja nicht in sein Herz, sondern in den Magen und wird wieder ausgeschieden. Damit erklärte Jesus alle Speisen für rein. 20Weiter sagte er: Was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.
21Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, 22Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft. 23All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.
„Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein“ (Mk 7,15)
… „Meine Tochter, die Seele muss sich ständig selbst bezähmen. Denn die Seele ist wie ein Schwamm, und wenn sie sich selbst zusammendrückt, wird sie mit Gott getränkt, und wenn sie von Gott durchdrungen ist, fühlt sie das Leben Gottes in sich und somit die Liebe zur Tugend und zu heiligen Neigungen. Sie fühlt sich selbst von Gott eingenommen und in Ihn umgewandelt.
Wenn sie sich aber nicht zusammendrückt, bleibt sie von sich selbst durchtränkt und verspürt somit alle Wirkungen, welche die verdorbene Natur enthält, und alle Laster erheben ihr Haupt: Stolz, Neid, Ungehorsam, Unreinheit usw., usw.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 7; 15. Mai 1906)
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Ich dachte an die Unbefleckte Empfängnis meiner Königin und Mutter; nachdem ich kommuniziert hatte, zeigte sich mein stets liebenswürdiger Jesus wie in einem ganz hell erleuchteten Zimmer, und in diesem Licht konnte man alles sehen, was Er im Laufe seines ganzen Lebens getan hatte: es war die geordnete Aufstellung seiner Verdienste, seiner Werke, Leiden, Wunden, seines Blutes – alles, was das Leben eines Gottmenschen in sich barg; Er war gleichsam gerade dabei, einer Ihm überaus teuren Seele [mit seinen Verdiensten] zuvorzukommen, um sie auch vom geringsten Schatten des Bösen zu bewahren.
Ich war über so viel Aufmerksamkeit Jesu erstaunt, und Er sprach zu mir: „Meiner kleinen Neugeborenen will Ich die Unbefleckte Empfängnis der ohne Sünde empfangenen Jungfrau bekanntmachen.
Zuerst sollst du wissen, dass meine Gottheit ein einziger Akt ist: alle Akte konzentrieren sich in einem einzigen. Dies bedeutet, Gott zu sein, es ist das größte Wunder unseres Dreieinigen Göttlichen Wesens: keiner Abfolge von Akten unterworfen zu sein.
Und wenn es der Seele scheint, dass Wir bald dieses tun und bald etwas anderes, bedeutet es vielmehr, das bekannt zu machen, was in diesem einzigen Akt [für Uns schon immer] vorhanden ist.
Da nämlich das Geschöpf unfähig ist, alles zugleich zu erkennen, lassen Wir ihm [unsere Wahrheit] nach und nach erkennen.
Nun, alles, was Ich, das Ewige Wort, in meiner angenommenen Menschheit tun sollte, bildete einen einzigen Akt mit jenem einzigen Akt, den meine Gottheit enthält.
Bevor also dieses edle Geschöpf empfangen wurde, existierte alles schon, was das Ewige Wort auf Erden tun sollte.
So stellten sich in dem Akt, als diese Jungfrau empfangen wurde, all meine Verdienste, meine Leiden, mein Blut und alles, was das Leben eines Gottmenschen enthielt, um ihre Empfängnis auf, und sie wurde in den endlosen Abgründen meiner Verdienste, meines göttlichen Blutes und im unermesslichen Meer meiner Leiden empfangen.
Durch diese blieb sie unbefleckt, schön und rein; meine unschätzbaren Verdienste versperrten dem Feind den Weg, und er konnte ihr in keinster Weise schaden.
Es ist gerecht, dass Jene, die den Sohn eines Gottes empfangen sollte, zuerst selbst in den Werken dieses Gottes empfangen werde, um dann dieses Wort empfangen zu können, das zur Erlösung des Menschengeschlechtes kommen sollte. So wurde sie zuerst in Mir empfangen, und Ich wurde dann in Ihr empfangen.
Es galt nur mehr, den richtigen Zeitpunkt abzuwarten, dies den Menschen bekanntzumachen, doch in der Gottheit war es gleichsam schon geschehen. Deshalb war es jenes hervorragende Geschöpf, welches am reichlichsten die Früchte der Erlösung erntete, oder vielmehr deren vollständige Frucht empfing; da sie in dieser [Erlösung] empfangen war, liebte, schätzte und bewahrte sie wie ihr Eigentum alles, was der Sohn Gottes auf Erden wirkte.
O, die Schönheit dieser zarten Kleinen! Sie war ein Wunder der Gnade, eine Großtat unserer Gottheit; sie wuchs als unsere Tochter auf, war unsere Zierde, unsere Freude, unsere Ehre und Herrlichkeit.”
Als mein süßer Jesus dies sagte, dachte ich in meinem Geist: „Es ist wahr, dass die Königin Mutter in den endlosen Verdiensten meines Jesus empfangen wurde, doch ihr Blut und ihr Leib wurden im Schoß der heiligen Anna empfangen, die nicht von dem Makel der Erbsünde ausgenommen war.
Wie kann es daher sein, dass sie nichts von den vielen Übeln ererbt hat, die wir alle von der Sünde unseres ersten Vaters Adam geerbt haben?
Und Jesus: „Meine Tochter, du hast noch nicht verstanden, dass alles Böse im Willen liegt. Es war der Wille, der den Menschen, d.h. seine Natur überwältigte, nicht die Natur den Willen des Menschen.
So blieb die Natur auf ihrem Platz, wie sie von Mir geschaffen worden war – darin änderte sich nichts.
Es war sein Wille, der sich änderte und sich gegen nichts geringeres als den Göttlichen Willen stellte, und dieser rebellische Wille überwältigte seine Natur, schwächte und verseuchte sie und machte sie zur Sklavin der niedrigsten Leidenschaften.
Es war, als würde ein Behälter voller Düfte oder Kostbarkeiten ausgeleert und mit Moder oder unedlem Zeug angefüllt: ändert sich etwa das Gefäß?
Geändert hat sich das, was man hineingetan hat, doch der Behälter ist stets derselbe, und er wird höchstens, je nach seinem Inhalt, mehr oder weniger schätzenswert. So war der Mensch.
Die Tatsache, dass nun meine Mama in einem Geschöpf aus dem Menschengeschlecht empfangen wurde, fügte ihr keinerlei Schaden zu, da ihre Seele gegen jede Sünde immun war.
Zwischen ihrem Willen und dem ihres Gottes gab es keine Trennung, die göttlichen Ströme fanden weder ein Hindernis noch einen Widerstand, um sich über sie zu ergießen, und in jedem Augenblick strömten stets neue Gnaden auf sie herab.
Mit diesem Willen und dieser ganz heiligen, ganz reinen, ganz schönen Seele blieb also das Gefäß ihres Leibes, den sie von ihrer Mutter bekam, duftend, wiederhergestellt, geordnet und vergöttlicht, sodass sie auch von allen natürlichen Krankheiten frei war, von denen die menschliche Natur befallen war.
O, ja! Gerade sie war es, die den Keim des ‚FIAT VOLUNTAS TUA wie im Himmel so auf Erden‘ empfing, der sie adelte und in ihrem Ursprung wiederherstellte, wie der Mensch von Uns erschaffen wurde, ehe er sündigte, ja sie übertraf ihn noch.
Sie wurde immer noch schöner durch die ständigen Ströme dieses FIAT, das allein die Eigenschaft besitzt, Abbilder herzustellen, die Dem ganz ähnlich sind, der sie erschaffen hat. Und kraft dieses Göttlichen Willens, der in ihr wirkte, kann man sagen, dass sie durch die Gnade das ist, was Gott von Natur aus ist.
Unser Wille kann alles tun und überall hingelangen, wenn die Seele Ihm Handlungsfreiheit gibt und unser Werk nicht mit ihrem menschlichen Willen unterbricht.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 16; 8. Dezember 1923)
„Was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken“ (Mk 7, 20+21)
Als ich meine Meditation während des Tages hielt, ließ sich Jesus weiterhin in meiner Nähe sehen und sagte zu mir:
„Meine Person ist von allen Werken, welche die Seelen verrichten, wie von einem Gewand umgeben; und je nach der Reinheit der Absicht und Intensität der Liebe, die sie dabei haben, geben sie Mir mehr Glanz, und Ich werde ihnen mehr Glorie schenken, sodass Ich am Tag des Gerichtes sie der ganzen Welt zeigen werde, um alle wissen zu lassen, wie meine Kinder Mich geliebt und geehrt haben, und wie Ich sie ehre.“
Dann nahm Er eine betrübtere Haltung an und fügte hinzu: „Meine Tochter, was wird mit so vielen, auch guten, Werken geschehen, die ohne reine Absicht getan wurden, aus Gewohnheit und Eigennutz?
Welche Beschämung wird am Tag des Gerichtes nicht auf sie fallen, so viele Werke zu sehen, die gut sind in sich, doch verdorben durch ihre Absicht, so dass dieselben Handlungen, anstatt ihnen Ehre zu verleihen, wie es für viele andere der Fall sein wird, ihnen zur Beschämung gereichen werden? Tatsächlich achte Ich nicht auf die Größe der Werke, sondern auf die Absicht, mit der sie getan wurden. Hier liegt meine ganze Aufmerksamkeit.“
Jesus blieb eine kurze Zeit still, und ich dachte über die Worte nach, die Er zu mir gesprochen hatte, ich meditierte in meinem Geist besonders über die Reinheit der Absicht und über die Tatsache, dass, wenn man den Geschöpfen Gutes tut, diese [für die Seele gleichsam] verschwinden müssen, und die Seele das Geschöpf mit dem Herrn Selbst gleichsetzen müsse, als ob die Geschöpfe nicht existierten.
Dann fuhr Jesus fort: „Und doch ist es so. Sieh, mein Herz ist so groß, doch die Tür ist sehr eng. Niemand kann den Leerraum in diesem Herzen füllen, als Seelen, die losgeschält sind, nackt und einfach.
Denn da, wie du siehst, die Tür klein ist, hindert jedes Hindernis, sogar das kleinste – z.B. ein Schatten von Anhänglichkeit, eine unaufrichtige Absicht, ein Werk ohne den Zweck, Mir zu gefallen – sie daran, einzutreten und sich in meinem Herzen zu erfreuen.
Viel Liebe zum Nächsten tritt in mein Herz ein, aber sie muss so mit Meiner vereint sein, dass sie eine einzige Liebe bildet, solcherart, dass eine von der anderen nicht unterschieden werden kann.
Doch jene andere Nächstenliebe, die nicht in Liebe zu Mir umgewandelt ist, sehe Ich nicht als etwas an, das zu Mir gehört.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 2; 7. Mai 1899)
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Als Jesus für eine kurze Zeit gekommen war, sagte Er zu mir:
„Meine Tochter, alle menschlichen Handlungen, auch die heiligen, die ohne eine besondere Absicht für Mich getan werden, kommen voller Finsternis aus der Seele hervor.
Wenn sie aber mit einer aufrichtigen und besonderen Absicht getan werden, Mir zu gefallen, kommen sie voll Licht heraus, da die Absicht die Handlung läutert.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 7; 21. Juli 1906)



