Montag der 28. Woche im Jahreskreis (Lk 11,29-32)
29In jener Zeit, als immer mehr Menschen zu Jesus kamen, sagte er: Diese Generation ist böse. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Jona. 30Denn wie Jona für die Einwohner von Ninive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn für diese Generation sein.
31Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen die Männer dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo.
32Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona.
„Diese Generation ist böse. Sie fordert ein Zeichen“ (Lk 11, 29)
… „Von der Wüste ging Ich zum öffentlichen Leben über, wo nur wenige daran glaubten, dass Ich der Messias war, besonders unter den Gelehrten war es fast niemand.
Ich wollte meine Macht gebrauchen und Wunder wirken, um Mir mein Volk zu bilden, damit sie [wenigstens] der Macht meiner Wunder glauben sollten, wenn sie schon meinen Worten nicht glaubten.
Mit Göttlicher und liebevoller Besorgtheit wollte Ich Mich um jeden Preis als ihr Erlöser bekanntgeben, denn wenn sie Mich nicht kannten, konnten sie die Wohltat der Erlösung nicht empfangen. So musste Ich Mich bekannt machen, damit mein Kommen auf die Erde für sie nicht nutzlos war.
O, wie gut symbolisiert mein öffentliches Leben den Triumph des Reiches meines Fiat in der Menschheit, das Ich mit überraschenden Wahrheiten bekannt machen und zu diesem Zweck Zeichen und Wunder wirken werde.
In der Macht meines Willens werde Ich die in der Gnade Toten zum Leben zurückrufen und das Wunder der Auferstehung des Lazarus wiederholen.
Obwohl die Menschen im Bösen verderbt und zu einem stinkenden Leichnam wie Lazarus geworden sind, wird mein Fiat sie zum Leben zurückrufen, dem Gestank der Sünde ein Ende setzen und sie im Guten wiedererstehen lassen. Kurzum, Ich werde meine ganze Göttliche Betriebsamkeit anwenden, damit mein Wille unter den Völkern herrsche.
Du siehst also, in jedem meiner Worte, das Ich sprach, und in jedem Wunder, das Ich wirkte, rief Ich meinen Willen, dass Er in ihrer Mitte regiere, und Ich rief die Völker zum Leben in Ihm…“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 34; 31. Mai 1936)
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Mein armer Geist war mit den großen Wundern und Wundertaten beschäftigt, welche der Göttliche Wille zu tun vermag, wenn Er im Geschöpf regiert, und ich dachte mir: ‚Welch glückliches Los, in Ihm zu leben! Ein größeres Glück kann es weder im Himmel noch auf Erden geben.
Doch wie kann der Wille Gottes je zur Herrschaft auf Erden gelangen, wenn es so viele Übel und Sünden gibt, dass es Schauder erregt?
Nur eine göttliche Macht kann das mit einem ihrer größten Wunder bewerkstelligen, sonst wird das Reich des Göttlichen Willens im Himmel bleiben, aber nicht auf die Erde kommen.’
Als ich dies erwog, besuchte mein teurer Jesus, mein süßes Leben, meine arme Seele und sagte mit unaussprechlicher Güte zu mir:
„Meine gute Tochter, es wurde im Rat der Heiligsten Dreifaltigkeit beschlossen, dass mein Göttlicher Wille sein Reich auf Erden haben wird – und wie viele Wunder dafür auch nötig sind, Wir werden sie wirken und nichts zurückhalten, um das Gewünschte zu erlangen.
Doch beim Wirken gebrauchen Wir stets die einfachsten, aber doch so mächtige Handlungsweisen, dass Wir Himmel und Erde und alle Geschöpfe in dem Akt, den Wir wollen, überwältigen.
Du musst wissen, dass es bei der Schöpfung nur unseres allmächtigen Atems bedurfte, um dem Menschen das Leben einzugießen: aber wie viele Wunder waren in diesem Hauch [enthalten]!
Wir erschufen die Seele und statteten sie mit den drei Kräften aus – wahres Abbild unserer anbetungswürdigen Dreifaltigkeit. Mit der Seele hatte der Mensch den Herzschlag, die Atmung und den Blutkreislauf, die Bewegung, die Wärme, das Wort, das Sehvermögen.
Was war von unserer Seite nötig, um all diese Wunder im Menschen zu wirken? Der einfachste unserer Akte, bewaffnet mit unserer Macht, d.h. unser Atem, unser Anhauch.
Und aus dem Lauf unserer Liebe, die ihn nicht zurückhalten konnte, lief er zum Menschen hin und machte aus ihm schließlich das größte Wunder des ganzen Schöpfungswerkes.
Nun, meine Tochter, sind die drei Kräfte des Menschen, da er nicht in unserem Göttlichen Willen lebt, verfinstert worden: unser anbetungswürdiges Bild wurde in ihm auf eine Weise entstellt, dass er den primären Herzschlag der Liebe Gottes in seinem [Herzschlag] und den göttlichen Atem in seinem menschlichen Atem einbüßte.
Das heißt nicht, dass er ihn verloren hat, aber er nimmt Ihn nicht wahr. So spürt er weder den Kreislauf des göttlichen Lebens, noch die Bewegung des Guten, noch die Wärme der höchsten Liebe, noch das Wort Gottes in seinem Wort, noch hat er die Klarsicht, um seinen Schöpfer anschauen zu können.
Alles wurde verdunkelt, geschwächt und vielleicht sogar entstellt. Nun, was braucht es [von unserer Seite], um diesen Menschen wiederherzustellen? Wir werden ihn erneut mit noch stärkerer und wachsender Liebe – in den Tiefen seiner Seele – anhauchen.
Wir werden noch stärker in den Mittelpunkt seines rebellischen Willens hauchen, und zwar so intensiv, dass Wir die Übel von ihm abschütteln werden, die ihn gefesselt halten.
Seine Leidenschaften werden von der Macht unseres Atems niedergeschmettert und eingeschüchtert sein und sich von unserem göttlichen Feuer verbrannt fühlen.
Der menschliche Wille wird das pulsierende Leben seines Schöpfers fühlen und Ihn wie einen Schleier in sich verbergen. So wird der Mensch wieder der Träger seines Schöpfers sein.
O, wie glücklich wird er sein! Mit unserem Hauch werden Wir ihn wiederherstellen und wieder heilen. Wir werden wie eine ganz zärtliche Mutter handeln, die sich mit ihrem Atem und ihrem Hauch über ihren verkrüppelten Sohn beugt und erst dann mit der Beatmung aufhört, wenn sie seine Gesundheit wiederhergestellt und ihn so schön gemacht hat, wie sie ihn haben wollte.
Die Macht unseres Hauches wird nicht von ihm ablassen. Wir werden erst aufhören, ihn anzuhauchen, wenn Wir ihn so schön, wie Wir ihn haben wollen, in unsere Vaterarme zurückkehren sehen.
Dann werden Wir spüren, dass der Sohn unsere Vatergüte und große Liebe erkannt hat. Siehst du also, was es braucht, damit unser Wille auf Erden zur Herrschaft gelange? Die Kraft unseres allmächtigen Hauches! Mit ihm werden Wir unser Leben im Menschen erneuern.
Alle Wahrheiten, die Ich mitgeteilt habe, die großen Wunder des Lebens in meinem Wollen, werden die schönsten und größten Besitztümer sein, die Wir ihm zum Geschenk geben.
Auch das ist ein sicheres Zeichen, dass sein Reich auf die Erde kommen wird, denn wenn Ich spreche, schaffe Ich zuerst die Fakten und dann rede Ich. Mein Wort ist die Bestätigung der Gabe und der Wunder, die Ich tun will.
Wozu sollte Ich meine göttlichen Besitztümer darstellen und bekannt machen, wenn nicht sein Reich auf die Erde kommen sollte?“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 35; 21. Dezember 1937)
„Ein Zeichen…“ (Lk 11,30)
Ich schreibe nur, um zu gehorchen, ansonsten wäre ich nicht nütze, auch nur ein einziges Wort zu schreiben; und nur die Furcht, dass ich meinen süßen Jesus betrüben könnte, wenn ich es nicht täte, gibt mir Eifer und Kraft.
Nun fährt Er fort, über sein Heiligstes Wollen zu sprechen, und bei seinem Kommen sagte Er zu mir: „Meine Tochter, die Heiligkeit in meinem Wollen ist noch nicht bekannt, dies ist der Grund für die Verwunderung auf ihrer Seite, denn wenn ein Ding bekannt ist, hört das Staunen auf.
Alle Arten von Heiligkeit werden symbolisiert durch etwas, was in der Schöpfung verstreut ist: Es gibt die Heiligkeit, die durch die Berge symbolisiert wird, andere von Bäumen, von Pflanzen, von kleinen Blumen, von Sternen, und viele andere Gleichnisse.
All diese Heiligkeiten haben ihr begrenztes und individuelles Gute, haben ihren Ursprung wie auch das Ende, sie können nicht alles umfassen und allen Gutes tun, wie dies ein Baum und eine Blume nicht kann.
Nun, es ist die Sonne, die die Heiligkeit meines Wollens symbolisiert. Die Sonne war immer und wird immer sein, und obwohl sie einen Anfang darin hatte, die Welt zu erleuchten, ist sie Licht, das aus meinem ewigen Licht hervorging, sodass man sagen kann, dass sie keinen Anfang hat.
Die Sonne tut allen Gutes, breitet sich mit ihrem Licht über alle aus und macht bei niemandem eine Ausnahme. Mit ihrer Majestät und ihrer Herrschaft regiert sie über alles und gibt allem Leben, auch der kleinsten Blume, doch still, ohne Lärm und fast unbeachtet.
O, wenn eine Pflanze etwas Geringes täte, einen Schatten dessen, was die Sonne tut, wenn sie einer anderen Pflanze Wärme gäbe, würden alle „Wunder!” rufen, alle wollten sie sehen und würden mit Staunen darüber sprechen.
Die Sonne, die allem Leben und Wärme gibt, und die das ständige Wunder ist, von ihr spricht niemand, niemand wundert sich, und das kommt daher, weil der Mensch die Augen stets am Boden und bei den irdischen Dingen hat, nie in der Höhe und bei den himmlischen Dingen.
Nun, die Heiligkeit in meinem Wollen, die von der Sonne symbolisiert wird, wird aus dem Mittelpunkt meiner Heiligkeit hervorgehen. Sie wird ein Strahl sein, geboren aus meiner Heiligkeit, die keinen Anfang hat.
So existierten diese Seelen in meiner Heiligkeit, existieren und werden existieren; sie waren gemeinsam mit Mir in dem Guten, das Ich tat. Sie sind nie aus dem Strahl hinausgetreten, in dem Ich sie zum Licht geboren hatte.
Da sie sich nie von meinem Willen getrennt haben, erfreute Ich Mich mit ihnen und tue es noch immer. Meine Einheit mit ihnen ist andauernd; Ich sehe sie über allem schweben.
Die menschlichen Stützen existieren nicht für sie, so wie sich die Sonne an keinem Punkt anlehnt: sie lebt wie isoliert in der Höhe, doch mit ihrem Licht schließt sie alles in sich ein.
So sind diese Seelen: Sie leben in der Höhe wie die Sonne, doch ihr Licht steigt in den tiefsten Grund hinab, dehnt sich über alle aus. Ich käme Mir vor, als würde Ich sie betrügen, wenn Ich sie zur Seite stellte und sie nicht das tun ließe, was Ich tue; deshalb gibt es keine Wohltat, die nicht von ihnen herabsteigt.
In dieser Heiligkeit sehe Ich meine Schatten, meine Abbilder über die ganze Erde hinweg fliegen, in der Luft, am Himmel.
Und deshalb liebe Ich die Welt und werde sie lieben, denn Ich warte darauf, dass meine Heiligkeit das Echo auf der Erde habe, dass meine Strahlen zum Licht heraustreten und Mir die vollständige Herrlichkeit geben, indem sie Mir die Liebe und Ehre wiederherstellen, die die anderen Mir nicht erwiesen haben.
Doch wie die Sonne werden sie die Unbeachtetsten sein, ohne irgendeinen Lärm. Und wenn jemand sie ansehen will, wird meine Eifersucht so groß sein, dass er Gefahr laufen wird, zu erblinden und gezwungen sein wird, den Blick zu senken, um die Sicht wiederzuerlangen.
Siehst du, wie schön die Heiligkeit in meinem Willen ist? Es ist die Heiligkeit, die sich deinem Schöpfer am meisten nähert, deshalb wird sie die Vorherrschaft über alle anderen Arten von Heiligkeit haben, sie wird in sich all die anderen Heiligkeiten zusammen einschließen und das Leben all der anderen Heiligkeiten sein.
Welche Gnade für dich, sie zu kennen! Die Erste zu sein, wie ein Sonnenstrahl, der aus der Mitte meiner Heiligkeit hervorgeht, ohne sich jemals zu trennen! Eine größere Gnade könnte Ich dir nicht geben, ein außergewöhnlicheres Wunder könnte Ich nicht an dir wirken.
Sei aufmerksam, meine Tochter, mein Strahl, denn jedes Mal, wenn du in mein Wollen eintrittst und wirkst, ist es so, als ob die Sonne auf Glasscheiben trifft: so viele Sonnen bilden sich im Glas. So wiederholst du daher mein Leben viele Male, vervielfältigst es und gibst meiner Liebe neues Leben.”
Dann dachte ich mir: „In diesem heiligen Willen kann man keine Wunder oder außergewöhnliche Dinge sehen, auf die die Geschöpfe so aus sind, und um die halbe Welt reisen würden, um eines davon zu haben.
Im Gegenteil, alles geschieht zwischen der Seele und Gott, und wenn die Geschöpfe Gutes empfangen, wissen sie nicht, woher es gekommen ist. Diese Seelen, die im Göttlichen Willen leben, sind wahrhaft wie die Sonne, auf die niemand hinweist, während sie allen Leben und Wärme gibt.”
Nun, während ich darüber nachdachte, kehrte mein Jesus zurück und fügte mit einer imposanten Erscheinung hinzu: „Welche Wunder, welche Wunder! Ist es etwa nicht das größte Wunder, meinen Willen zu tun?
Mein Wille ist ewig und es ist ein ewiges Wunder, das nie aufhört, es ist ein Wunder eines jeden Augenblicks, dass der menschliche Wille eine ständige Verbindung mit dem Göttlichen Willen hat.
Das Auferwecken der Toten, den Blinden die Sehkraft zu geben und anderes sind keine ewigen Dinge, sie sind der Vergänglichkeit unterworfen, daher können sie sich Schatten der Wunder nennen, flüchtige Wunder, verglichen mit dem großen und dauernden Wunder, in meinem Willen zu leben.
Du schenke solchen Wundern keine Aufmerksamkeit; Ich weiß, wann sie angebracht und nötig sind.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 13; 12. November 1921)
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… „Meine Tochter, die ganze Welt ist drunter und drüber, und alle erwarten Veränderungen, Frieden und Neues. Die Menschen kommen bei Konferenzen zusammen und wundern sich, dass sie zu keinen Entschlüssen und ernsthaften Entscheidungen imstande sind, sodass kein wahrer Friede geschaffen wird und sich alles in Worten auflöst, ohne Ergebnis.
Sie hoffen, dass weitere Konferenzen zu seriösen Entscheidungen führen können, aber sie warten vergebens. Und inzwischen sind alle in dieser Erwartung in Angst: einige bereiten neue Kriege vor, einige erhoffen neue Eroberungen.
Doch dadurch verarmen die Völker und werden ihrer Lebensgrundlage beraubt, und während sie warten, der gegenwärtigen traurigen Ära müde, die sie dunkel und blutig einhüllt, warten und hoffen sie auf eine neue Ära des Friedens und des Lichtes.
Die Welt befindet sich genau an demselben Punkt, wie zu der Zeit, als Ich auf die Erde kommen sollte: alle waren in Erwartung eines großen Ereignisses, einer neuen Ära, wie es tatsächlich geschah. So ist es auch jetzt, wo das große Ereignis, die neue Ära kommen soll, in welcher der Wille Gottes auf Erden wie im Himmel geschehen soll.
Alle sind in Erwartung einer neuen Ära, überdrüssig der jetzigen, ohne zu wissen, was dieses Neue, diese Veränderung sein mag, wie sie es auch nicht wussten, als Ich auf die Erde kam.
Diese Erwartung ist ein sicheres Zeichen, dass die Stunde nahe ist, doch das sicherste Zeichen ist, dass Ich jetzt offenbare, was Ich tun will, und dass Ich Mich an eine Seele wende – wie Ich Mich an meine Mutter wandte, als Ich vom Himmel auf die Erde herabstieg – und dieser Seele meinen Willen und die Güter und Wirkungen mitteile, die Er enthält, um die ganze Menschheit damit zu beschenken.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 15; 14. Juli 1923)

