24In jener Zeit begann Jesus in der Synagoge in Nazaret darzulegen: Amen, das sage ich euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt. 25Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elija, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam. 26Aber zu keiner von ihnen wurde Elija gesandt, nur zu einer Witwe in Sarepta bei Sidon.
27Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman. 28Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut.
29Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen. 30Er aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging weg.

„Amen, das sage ich euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt“ (Lk 4,24)

… „Meine Tochter, über das hinaus, was du über das Versenken in meinen Willen gesagt hast, bedarf es noch eines weiteren Rufes, nämlich, sich in die Ordnung der Gnade zu versenken, in all das, was der Heiligmacher, der Hl. Geist, an denen getan hat und tun wird, die geheiligt werden sollen, umso mehr, da, wenn die Schöpfung dem Vater zugeschrieben wird – während Wir, die Drei Göttlichen Personen, stets eins im Wirken sind – und die Erlösung dem Sohn, so wird das FIAT VOLUNTAS TUA dem Heiligen Geist zugeschrieben werden; und es ist genau in jenem FIAT VOLUNTAS TUA, wo der Heilige Geist mit seinen Werken prunken wird.
Du tust dies, wenn du vor die Höchste Majestät kommst und sprichst: ‚Ich komme, um in Liebe all das zu vergelten, was der Heiligmacher an den Geheiligten tut, ich komme, um in die Ordnung der Gnade einzutreten, um Euch die Herrlichkeit und die Erwiderung der Liebe darzubringen, wie wenn alle heilig geworden wären, und um jeden Widerstand und die mangelnde Entsprechung eurer Gnade gegenüber wiedergutzumachen.’
Suche, so viel an dir liegt und du kannst, in unserem Willen die Akte der Gnade des Heiligmacher-Geistes auf, um dir seinen Schmerz zu eigen zu machen, sein verborgenes Stöhnen, seine sehnsuchtsvollen Seufzer am Grunde der Herzen, da Er sich so schlecht aufgenommen sieht.
Da der erste Akt, den Er tut, jener ist, unseren Willen als einen vollständigen Akt ihrer Heiligung zu bringen, stöhnt Er mit unaussprechlichen Seufzern, wenn Er sich zurückgewiesen sieht.
Du aber sage in deiner kindlichen Einfachheit zu Ihm: ‚Heiligmacher Geist, beeile Dich, ich flehe Dich an, ich bitte Dich, mach allen deinen Willen bekannt, damit sie Ihn erkennen und somit lieben und deinen ersten Akt ihrer vollständigen Heiligung aufnehmen, welcher dein Heiliger Wille ist!’
Meine Tochter, Wir, die Drei Göttlichen Personen sind untrennbar und zugleich verschieden – und auf diese Weise wollen Wir den Menschengeschlechtern unsere Werke für sie kundtun; denn obwohl Wir untereinander vereint sind, will jeder von Uns seine Liebe und sein Wirken für die Geschöpfe auf besondere Weise offenbaren.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 17; 17. Mai 1925)

„Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen“ (Lk 4,29)

Ein vollendeter Akt des Göttlichen Willen ist alles. Jesus lässt sein Leben in der Seele zunehmen, die im Willen Gottes lebt. In der Seele, die in ihrem menschlichen Willen lebt, befindet sich Gott in einem schrecklichen Zustand. Wann immer die Seele in den Willen Gottes eintritt, erneuert Gott seine Werke.
Ich höre das Meer des Göttlichen Willens stets inner- und außerhalb von mir rauschen, und sehr oft überflutet Er mich so heftig mit seinen riesigen Wellen, dass ich Ihn mehr als das eigene Leben wahrnehme.
O Göttlicher Wille, wie sehr liebst Du mich, dass Du Dich stets und unaufhörlich schenken willst, um dein Leben in meiner armen Seele zu bilden! Deine Liebe ist so groß, dass sie mich sogar mit Licht, Liebe und Seufzern belagert, um sein Ziel zu erreichen! Da überraschte mich mein stets liebenswürdiger Jesus und sprach:
„Meine gesegnete Tochter, in unserem vollendeten Willen ist die ganze Herrlichkeit eingeschlossen, welche die Seele Uns darbringen kann, die Liebe, mit der Wir sie lieben, und die Liebe, mit der sie Uns lieben soll. So können Wir sagen, dass Wir in einem vollendeten Akt unseres Willens alles getan, alles gegeben haben, sogar Uns selbst, und alles empfangen haben. Wenn nämlich die Seele in Ihm lebt, geben Wir [ihr] alles, und sie nimmt alles und kann Uns alles geben.
Wenn die Seele hingegen nicht in unserem Willen lebt, wenn unser Wille nicht erfüllt wird, können Wir nicht alles geben. Die Seele ist unfähig, unsere Liebe aufzunehmen und hat auch nicht die Fassungskraft für die große Liebe, mit der Wir geliebt werden wollen.
Uns befriedigt es aber nicht, unsere Gaben nur in kleinen Portionen zu verschenken, so als wären Wir arm, und Wir geben unsere Dinge nicht gerne nur zur Hälfte. Geben zu können und nicht zu geben ist ein ständiger Schmerz für Uns, und unsere zurückgedrängte Liebe lässt Uns in Fieberwahn geraten.
Siehe, daher wünschen Wir, dass die Seele in unserem Göttlichen Willen lebt: Wir möchten alles geben, immer und unaufhörlich. Unser Göttliches Sein erschöpft sich nie. Je mehr Wir geben, desto mehr können Wir geben, und Geben ist für Uns eine Erleichterung und ein Glück, ein Ausdruck unserer Liebe und die Mitteilung unseres Lebens, das Wir besitzen.
Meine Liebe ist so groß, dass Ich in der Seele bleibe, um selbst in ihr zu wachsen. Nun, da Ich wachsen muss, wache Ich ständig über die Seele, damit das, was sie tut, dazu dient, mein Leben in ihr bekannt zu machen und wachsen zu lassen. Ich verfüge über ihre Akte und ihre Liebe, um meine Glieder zu bilden, mein Herz, die Speise, die Mich nährt, sowie auch die Kleidung, die Mich bedeckt und wärmt.
Ich bin immer bereit, ihre Bewegung mit der Meinen zu vereinen, ihren Atem mit dem Meinen, um ihre Bewegung in der Meinen zu finden und ihren Atem gleichsam als den Meinen. Ich lasse Mir von dem, was die Seele tut, denkt, spricht, arbeitet und leidet, nichts entgehen, denn es muss Mir dienen und mein Leben wachsen lassen.
Daher bin Ich stets in Bereitschaft und ruhe nie; wie glücklich und froh bin Ich darüber, immer mit meiner Arbeit beschäftigt zu sein, in der Seele zu wachsen! Ich habe das Geschöpf ganz und gar nicht dafür erschaffen, dass es einsam bleibe. Es war mein Werk, und daher musste Ich meine Arbeit in ihm entfalten, um ein Werk zu schaffen, das Meiner würdig ist.
Wenn die Seele aber nicht in meinem Willen lebt, finde Ich nicht den Rohstoff für die Gestaltung und Zunahme meines Lebens in ihr vor. Wir leben wie voneinander entfernt, wie isoliert, und die Einsamkeit betrübt Mich, das Schweigen lastet auf Mir. Nicht in der Lage, mein Werk auszuführen, verschmachte Ich vor Liebe und fühle Mich wie ein Gott, den seine Geschöpfe unglücklich gemacht haben.
Sei daher aufmerksam, meine Tochter. Lebe stets in meinem Willen und stelle Mir deine Akte zur Verfügung, damit Ich wirken kann und nicht wie ein Gott in dir bin, der nichts tun kann, noch etwas zu tun versteht, während Ich doch das größte Werk vollbringen muss, nämlich mein Leben in dir heranzubilden und zunehmen zu lassen. Dies wird so schön sein, dass es den süßen Zauber des ganzen Himmlischen Hofes bildet.
In der Seele hingegen, die nicht in unserem Willen lebt, ist unser Zustand schrecklich. Unser Leben wird vom menschlichen Willen gleichsam erdrosselt, gebrochen, zerteilt. Seine Akte taugen nicht dazu, unser Leben heranzubilden und wachsen zu lassen, sondern sie zersplittern es auf eine Weise, dass man hier einen Fuß von Uns sieht, da eine Hand, dort ein Auge.
Wir haben Mitleid mit Uns selbst, wenn Wir Uns so stranguliert erblicken! In der Tat, allein unser Wille ist Einheit, und wo Er regiert, formt Er aus so vielen Akten einen einzigen, um ein einziges Leben zu bilden. Der menschliche Wille hingegen bringt nur fragmentierte Akte hervor, die unfähig sind, sich miteinander zu vereinigen und unser göttliches Leben in ihnen in Stücke schneiden.
Es gibt nichts Schrecklicheres – und diese Szene würde sogar die Steine zum Weinen bringen – als in der Seele, die den eigenen Willen tut, die qualvolle Art und Weise anzusehen, wie sie unser Leben in sich selbst einschränkt. Ihre unwürdigen Akte, die sich vom Ursprung ihrer Erschaffung entfernen und ihrem Schöpfer unähnlich sind, stellen das Messer dar, um unser göttliches Leben zu zerstückeln.
Wie betrübt Uns das! Wie wird unser Schöpfungswerk entstellt, entehrt und der Zweck unserer Schöpfung zunichtegemacht! Ach, wenn Wir leidensfähig wären, würde der menschliche Wille den Ozean unserer Freuden und unermesslichen Wonnen bitter machen!“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 36; 11. September 1938)

„Er aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging weg“ (Lk 4,30)

Ich bin weiterhin in meinem leidvollen Zustand. Mein süßer Jesus kam nur kurz, und während Er mich fest an sich zog, sagte Er zu mir: „Meine Tochter, Ich wiederhole es dir, betrachte nicht die Erde. Lassen wir sie nur machen.
Wollen sie Krieg führen, lassen wir sie nur. Und wenn sie dessen müde geworden sind, dann werde auch Ich meinen Krieg führen. Ihre Müdigkeit im Bösen, ihre Ernüchterungen, ihre Enttäuschungen, die erlittenen Verluste werden sie dazu disponieren, meinen Krieg anzunehmen.
Mein Krieg wird ein Krieg der Liebe sein. Mein Wille wird vom Himmel in ihre Mitte herabsteigen. Alle deine Akte und die Akte der anderen, die in meinem Willen getan wurden, werden den Geschöpfen den Krieg erklären, aber keinen blutigen Krieg.
Sie werden mit den Waffen der Liebe kämpfen und ihnen Geschenke, Gnaden und Frieden bringen, ihnen so überraschende Dinge geben, dass sie den undankbaren Menschen zum Staunen bringen werden.
Dieser mein Wille, die Miliz vom Himmel, wird den Menschen mit göttlichen Waffen verwirren, ihn überwältigen, ihm das Licht verleihen, damit er sehen könne, aber nicht das Böse, sondern die Gaben und Reichtümer, mit denen Ich ihn bereichern will.
Die in meinem Willen getanen Akte tragen die schöpferische Macht in sich, und sie werden die neue Errettung des Menschen sein, und während sie vom Himmel herabsteigen, werden sie alle Güter auf die Erde bringen; sie werden die neue Ära herbeiführen und den Triumph über die menschliche Bosheit.
Vervielfältige deshalb deine Akte in meinem Willen, um die Waffen, die Gaben und die Gnaden zu bilden, um in die Mitte der Geschöpfe herabsteigen zu können und sie in Liebe zu bekriegen.“
Dann fügte Er mit betrübterem Ton hinzu: „Meine Tochter, Mir wird es ergehen wie einem armen Vater, dessen böse Kinder ihn nicht nur beleidigen, sondern ihn auch töten wollen.
Und wenn sie es nicht tun, dann nur deshalb, weil sie dazu nicht in der Lage sind. Nun, da diese Kinder ihren eigenen Vater töten wollen, ist es kein Wunder, dass sie sich gegenseitig töten, dass eins gegen das andere ist, dass sie sich gegenseitig arm machen und schließlich an den Rand des Verderbens gelangen; und was noch schlimmer ist, dass sie sich nicht einmal daran erinnern, dass sie einen eigenen Vater haben.
Was tut nun dieser Vater, der von den eigenen Söhnen in die Verbannung geschickt worden ist? Während sich diese bekämpfen, sich verwunden, vor Hunger fast umkommen, müht sich der Vater im Schweiße ab, neue Schätze, Gaben und Heilmittel für seine Kinder zu erwerben.
Wenn er sie also beinahe verloren sieht, so begibt er sich mitten unter sie, um sie reicher zu machen. Er reicht ihnen die Heilmittel für ihre Wunden und bringt Friede und Glück zu allen. Dann werden diese Kinder, überwältigt von so viel Liebe, sich mit dem Vater durch das Band dauerhaften Friedens verbinden, und sie werden ihn lieben.
So wird es auch Mir ergehen. Daher wünsche Ich dich in meinem Willen als treue Tochter meines Willens und gemeinsam mit Mir an der Arbeit, um die neuen Reichtümer zu erwerben, die den Geschöpfen gegeben werden sollen.
Sei Mir treu und beschäftige dich mit nichts anderem.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 26. April 1921)