Ihr Leben war ganz im Göttlichen Willen.
„Meine Tochter, die Glorie der Himmlischen Mutter ist unübertrefflich. Kein anderer Himmelsbewohner besitzt Meere der Gnade, des Lichtes, Ozeane der Schönheit und Heiligkeit, Meere der Macht, Weisheit und Liebe.
Was noch mehr ist, Sie besitzt diese Meere im grenzenlosen Meer ihres Schöpfers. Die anderen Bewohner des Seligen Vaterlandes besitzen höchstens kleine Flüsschen, andere Tröpfchen, andere wiederum kleine Quellen.
Nur Sie ist einzigartig, da Sie die einzige war, die ihr Leben im Göttlichen FIAT lebte. Nie hatte der menschliche Wille in Ihr einen Platz, ihr Leben war ganz im Göttlichen Willen.
In seiner Kraft konzentrierte Sie alle Geschöpfe in sich, indem Sie sie in ihrem Mutterherzen empfing, und ihren Sohn Jesus ebenso oft vervielfachte, um Ihn jedem Geschöpf zu geben, das Sie in ihrem Jungfräulichen Herzen empfangen hatte. Daher breitet sich ihre Mutterschaft über alle aus, und alle können sich rühmen und sagen: „Die Mutter Jesu ist auch meine Mutter, und diese so süße, liebenswerte, liebende Mutter gibt einem jeden von uns ihren geliebten Sohn als Pfand ihrer Mutterliebe.“
Nur mein Wille konnte Sie befähigen, alle Geschöpfe als ihre Kinder zu empfangen, und ihren Jesus so oft zu vervielfältigen, als Sie Kinder hatte.
Da Sie nun ihre Meere besitzt, tut diese erhabene Mutter im Himmel nichts anderes, als überaus hohe Wellen von Licht, Heiligkeit, Liebe usw., aufzutürmen und sie über dem Thron des Höchsten Wesens zu entladen.
Um sich nun von Ihr nicht an Liebe übertreffen zu lassen, bildet Gott, der sein eigenes, noch ausgedehnteres und tieferes Meer hat, seine eigenen, noch höheren Wellen, aus dem Grund der Meere der Jungfräulichen Königin, und gießt sie über Sie aus.
Die Jungfrau wiederum bereitet weitere Wellen, und Gott bereitet noch mehr: auf diese Weise wird der ganze Himmel von diesen Wellen des Lichtes, der Schönheit, der Liebe usw. überflutet, sodass alle daran teilnehmen und sich daran erfreuen.
Wenn die Seligen sehen, dass sie diese Wellen nicht bilden können, da sie keine Meere besitzen, verstehen sie doch, dass ihre Mutter und Königin all das besitzt, weil Sie ihr Leben und ihre Heiligkeit im Göttlichen Willen bildete.
So wissen die Heiligen am Beispiel (an Hand) der Jungfrau, was Heiligkeit des Göttlichen Willens im Geschöpf bedeutet. Darum sehnen sie sich nach weiteren Seelen, die diese Meere in die Himmlische Heimat mitbringen, um die Bildung weiterer Wellen zu sehen – was sie bezaubert und ihnen noch mehr Freude bringt.
Die Erde kennt die Heiligkeit in meinem Willen noch nicht, daher möchte Ich sie so gerne bekanntmachen; doch im Himmel ist sie gut bekannt, weil hier die Höchste Königin ist, die durch ihren bloßen Anblick die Heiligkeit meines FIAT enthüllt.
So war Sie also in seiner Kraft ein Wunder der Gnade auf Erden für sich selbst und die ganze Menschheitsfamilie, und Sie ist ein Wunder der Glorie in der Himmlischen Heimat, der kein anderes Geschöpf ähnlich genannt werden kann.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 24; 15. August 1928)
