XII. Station: Jesus stirbt am Kreuz

Wir beten Dich an Herr Jesus Christus und preisen Dich,
denn durch Dein Heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Es war schon um die sechste Stunde, als eine Finsternis über das ganze Land hereinbrach – bis zur neunten Stunde. Die Sonne verdunkelte sich. Der Vorhang im Tempel riss mitten entzwei. Und Jesus rief mit lauter Stimme: Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. Mit diesen Worten hauchte er den Geist aus. (Lukas 23, 44-46)

Jesus, am Kreuz hauchst Du den Heiligen Geist aus. Du gibst alles. Aus Deiner Seitenwunde geht der neue Mensch hervor. Ich. In sieben Tagen wurde alles was wurde. In sieben Tagen hast Du alles neu erschaffen. Mich. Du hast es vollbracht. Es ist vollbracht, Jesus. Das ganz unscheinbare, einfache Leben Deines geliebten Geschöpfes, des Menschen, willst Du gross machen: Mein Schauen, mein Denken, mein Gehen, meine Bewegung, alles willst Du vergöttlichen. Das ist das Ziel, die Wiederherstellung und Neuanschaffung des Menschen. Du hast es besiegelt mit Deinem Tod am Kreuz. Mein Leben soll Licht sein im Licht, dass in mir aufstrahlt und mich überstrahlt. Eins sein ist weitaus mehr, als sich der Mensch vorstellen kann. Da ist nur noch Einer, obwohl ich dabei mein Personsein nicht verliere. 

VaterUnser… Gegrüsset seist du… Ehre sei dem Vater…