Samstag der 27. Woche im Jahreskreis (Lk 11,27-28)
27In jener Zeit, als Jesus zum Volk redete, rief eine Frau aus der Menge ihm zu: Selig die Frau, deren Leib dich getragen und deren Brust dich genährt hat. 28Er aber erwiderte: Selig sind vielmehr die, die das Wort Gottes hören und es befolgen.
„Selig die Frau, deren Leib dich getragen und deren Brust dich genährt hat“ (Lk 11,27)
Ich meditierte gerade darüber, wie die Königin Mutter dem Jesuskind ihre Milch reichte und sagte mir: „Was mag wohl zwischen der Heiligten Mutter und dem kleinen Jesus dabei vorgegangen sein?“ In dem Augenblick fühlte ich, wie Er sich in meinem Inneren bewegte und hörte Ihn sagen:
„Meine Tochter, als Ich die Milch von der Brust meiner süßesten Mutter trank, saugte Ich zusammen mit der Milch die Liebe ihres Herzens ein, und es war mehr Liebe als Milch die Ich trank; und in jenen Schlucken hörte Ich sie gleichsam sprechen: „Ich liebe Dich, ich liebe Dich, o Sohn“, und Ich antwortete ihr: „Ich liebe dich, Ich liebe dich, o Mama“.
Und darin war Ich nicht allein, sondern meinem „Ich liebe dich“, folgten der Vater, der Hl. Geist und die ganze Schöpfung – die Engel, die Heiligen, die Sterne, die Sonne, die Wassertropfen, die Pflanzen, die Blumen, die Sandkörner, alle Elemente und wiederholten: „Wir lieben dich, wir lieben dich, o Mutter unseres Gottes, in der Liebe unseres Schöpfers“.
Meine Mutter sah dies alles und wurde davon überflutet. Sie konnte kein Fleckchen finden, wo sie nicht sagen hörte, dass Ich sie liebte; ihre Liebe blieb zurück und gleichsam allein und wiederholte: ‚Ich liebe Dich, ich liebe Dich.‘
Doch sie konnte Mir nie gleichkommen, da die geschöpfliche Liebe ihre Grenzen und ihre Zeit hat, während meine Liebe ungeschaffen, unbegrenzt und ewig ist. Und dies geschieht bei jeder Seele, die Mir sagt: ‚Ich liebe Dich‘, dann wiederhole auch Ich ihr: ‚Ich liebe dich‘, und zusammen mit Mir ist die ganze Schöpfung, um sie in meiner Liebe zu lieben.
O, wenn die Seelen verstünden, welche Schätze und welche Ehre sie erwerben würden, wenn sie bloß sagen: ‚Ich liebe Dich‘! Dies allein würde ausreichen, dass ein Gott an ihrer Seite ihnen zu Ehren erwidert: ‚Auch Ich liebe dich‘.“(aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 8; 27. Dezember 1908)
——————
… „Tochter meines Willens, die Akte meiner Himmlischen Mutter waren so wertvoll, weil sie aus dem unermesslichen Schoß meines Göttlichen Willens hervorgingen, dessen Reich und Leben Sie besaß.
Es gab keine Bewegung, Akt, Atem noch Herzschlag von Ihr, die nicht voll des Höchsten Willens waren, sodass sie schließlich nach außen überflossen. Ihre liebenden Küsse entsprangen aus seiner
Quelle, ihre keuschen Umarmungen, mit denen Sie meine kindliche Menschheit umfing, enthielten seine Unermesslichkeit. Als Ich ihre reinste Milch aus ihrer jungfräulichen Brust trank, mit der Sie Mich nährte, saugte Ich an der unermesslichen Brust meines Fiat.
So bezog Ich in dieser Milch aus dem unermesslichen Abgrund meines Göttlichen Willens dessen unendliche Freuden und unaussprechliche Süßigkeit, die Nahrung, die Substanz und das Wachstum meiner kindlichen Menschheit. Daher nahm Ich in ihren Küssen den ewigen Kuss meines Willens wahr, der den Akt, den Er tut, unaufhörlich tut.
In ihren Umarmungen fühlte Ich, wie Mich die Unermesslichkeit Gottes umfing; und mit ihrer Milch nährte Sie Mich auf göttliche und menschliche Weise und schenkte Mir erneut meine himmlischen Wonnen und die Freuden meines Göttlichen Willens, der Sie ganz erfüllte.
Hätte die Höchste Königin nicht einen Göttlichen Willen in ihrer Macht gehabt, so hätten Mich ihre Küsse, ihre Liebe, ihre Umarmungen und ihre Milch nicht befriedigen können – höchstens meine Menschheit hätte sich damit begnügt.
Doch meine Gottheit, Ich, das Wort des Vaters, der Ich die Unendlichkeit und Unermesslichkeit in meiner Macht hatte, wünschte unendliche Küsse, unermessliche Umarmungen, eine Milch voll göttlicher Freuden und Süßigkeiten.
Nur so war Ich zufrieden, da meine Mutter, die meinen Göttlichen Willen besaß, Mir Küsse, Umarmungen, Liebe und alle ihre Akte geben konnte, die etwas vom Unendlichen an sich hatten.
Nun, du musst wissen, dass alle Akte, die in meinem Göttlichen Willen getan werden, nicht von Ihm getrennt werden können. Der Akt und mein Wille bilden sozusagen einen einzigen Gegenstand.
Mein Wille kann Licht, und der Akt kann Wärme genannt werden, die man nicht trennen kann. So werden alle, die mein Fiat als Leben besitzen, alle Akte der Himmlischen Mutter in ihrer Macht haben.
Sie wiederum hatte alle Akte dieser Seelen in ihrer Macht, sodass Ich Mich in ihren Küssen und Umarmungen von all jenen geküsst und umarmt fühlte, die in meinem Willen leben sollen. Und in diesen, [die in meinem Willen leben sollen], fühle Ich Mich wieder von meiner Mutter geküsst und umarmt.
In meinem Willen ist alles gemeinsam und in vollkommener Übereinstimmung. Jeder menschliche Akt steigt aus seinem Schoß herab, und mein Wille lässt ihn in seiner Macht wieder zum Mittelpunkt, von dem er ausgegangen ist, hinaufsteigen.
Sei deshalb aufmerksam und lasse dir nichts entgehen, das nicht in meinen Göttlichen Willen eintritt, wenn du Mir alles geben und alles empfangen willst.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 28; 18. Oktober 1930)
——————
Dann nahm ich meinen Rundgang im Göttlichen Willen wieder auf, und mein süßer Jesus versetzte meinen kleinen Willen hinein in den Schöpfungsakt seines Willens: Mein Gott, wie viele Überraschungen! Mein geringer Intellekt verliert sich und vermag nichts zu sagen. Da sprach mein stets liebenswürdiger Jesus bei einem kurzen Besuch voller Güte zu mir:
„Meine gute Tochter, unser Fiat stellte bei der Schöpfung unsere wirkende, mächtige und weise Liebe auf eine Art zur Schau, dass alle geschaffenen Dinge durchtränkt sind mit unserer Liebe, Macht, Weisheit und unaussprechlichen Schönheit.
Wir können sie die Verwalter unseres Höchsten Seins nennen. Als Wir aber die Erhabene Königin erschufen, gingen Wir noch weiter.
Unsere Liebe begnügte sich nicht damit, ihre Pracht zu entfalten, sondern wollte sich die Haltung, den Ausdruck des Erbarmens, der Zärtlichkeit und solch tiefen und innigen Mitgefühls geben, als wollte sie sich in Tränen aus Liebe zu den Menschen verwandeln.
Siehe, wie daher unser Fiat sich aussprach, um Sie [Maria] zu erschaffen und Ihr das Leben zu verleihen, da schuf Es [zugleich] das Verzeihen, die Barmherzigkeit und Versöhnung zwischen Uns und dem Menschengeschlecht.
Wir hinterlegten dies in diesem himmlischen und heiligen Geschöpf als Verwalterin zwischen unseren und ihren Kindern. So besitzt die Höchste Herrin also Meere des Verzeihens, der Barmherzigkeit, des Erbarmens und tränenvolle Meere unserer Liebe.
In diese kann Sie alle Generationen einhüllen, die in diesen von Uns in Ihr geschaffenen Meeren wiederhergestellt werden, den Meeren des Verzeihens, der Barmherzigkeit und eines so zärtlichen Mitleids, dass es die härtesten Herzen erweicht.
Meine Tochter, mit Recht verwahrten Wir alles in dieser Himmlischen Mutter, denn da Sie das Reich unseres Willens besitzen sollte, wurde Ihr alles anvertraut.
Sie allein hat genügend Platz, um die von Uns erschaffenen Meere besitzen zu können. Mit seiner schöpferischen und erhaltenden Macht bewahrt unser Wille das unversehrt, was Er erschafft, und nimmt nie ab, obwohl Wir immer geben.
Wo aber nicht unser Wille ist, da können Wir weder geben, noch anvertrauen, noch hinterlegen. Wir finden keinen Platz, unsere Liebe wird an so vielen schönen Werken gehindert, die Wir in den Geschöpfen tun wollen.
Nur in dieser Erhabenen Herrin fand unsere Liebe kein Hindernis, daher konnte sie sich so prächtig entfalten und wirkte so viele Wunder, dass Wir Ihr sogar die göttliche Fruchtbarkeit verliehen, damit Sie Mutter ihres Schöpfers werde.“
Darauf stellte mir mein geliebter Jesus alle Akte vor Augen, die Er gemeinsam mit seiner Himmlischen Mutter tat: während Sie arbeiteten, bildeten die Liebesmeere von Beiden einen einzigen Ozean, der seine Wogen bis zum Himmel erhob und alles einhüllte.
Jesus sprach: „Diese Wellen reichten sogar bis zu unserer Gottheit. Sie ergossen einen ergiebigen Regen der Liebe über unser Göttliches Wesen, und Wir brachten die Liebe aller mit, die Erfrischung und den Balsam, wodurch die Gottheit besänftigt wurde und die Gerechtigkeit in Liebesüberschwang für die Geschöpfe verwandelte.
Man kann sagen, dass unsere Liebe die Menschheitsfamilie mit neuer Liebe wiederherstellte und Gott sie mit doppelter Liebe liebte, aber wo? In der Königin und in ihrem lieben Sohn.
Jetzt vernimm eine weitere Überraschung: Als Ich als kleiner Säugling die Milch meiner Mutter trank, saugte Ich die Seelen ein, weil Sie sie bei sich verwahrt hielt.
Als Sie Mir ihre Milch reichte, hinterlegte Sie in Mir alle Seelen mit dem Wunsch, dass Ich sie liebe, allen einen Kuss gebe und aus ihnen ihren und meinen Sieg mache.
Nicht nur dies, sondern Sie ließ Mich zugleich mit ihrer Milch ihre Mütterlichkeit und Zärtlichkeit einsaugen und drängte sich Mir mit ihrer Liebe auf, dass Ich die Seelen mit mütterlicher und väterlicher Liebe liebe.
Ich empfing nun in Mir ihre Mütterlichkeit und unbeschreibliche Zärtlichkeit, und so liebte Ich die Seelen mit einer göttlichen Liebe, die [zugleich] mütterlich und väterlich war.
Nachdem Sie sie alle in Mir verwahrt hatte, legte Ich sie mit einem Kunstkniff meiner Liebe, mit einem Atemzug, mit einem sanften Blick von neuem in ihrem mütterlichen Herzen nieder.
Als Vergeltung schenkte Ich Ihr meine väterliche und meine göttliche Liebe, die unaufhörlich, beständig, unverrückbar ist und sich nie ändert – denn die menschliche Liebe ändert sich leicht.
Ich wollte aber, dass meine unzertrennliche Mutter dieselben Vorzüge meiner Liebe besitze und die Seelen so liebe, wie ein Gott sie zu lieben vermag. So fand in jedem Akt, den Wir taten, vom kleinsten bis zum größten, ein Austausch der Hinterlegung von Seelen statt, die Wir machten, Ich in Ihr und Sie in Mir.
Ja, Ich kann sogar sagen, dass Wir diese Hinterlegung der Seelen verdoppelten, da Ich das, was Ich von meiner teuren Mutter empfing, mit höchster Eifersucht als größtes Geschenk von ihrer Seite, in meinem göttlichen Herzen behütete.
Und wenn Sie mein Geschenk empfing, bewahrte Sie es so eifersüchtig, dass Sie ihre ganze Mütterlichkeit einsetzte, um das große Geschenk zu behüten, das ihr Sohn Ihr machte.
In diesem Austausch an Hinterlegungen nun, die Wir tätigten, nahm unsere Liebe immer mehr zu und liebte alle Geschöpfe mit neuer Liebe.
Wir machten Pläne, wie Wir sie noch mehr lieben und sie alle mittels der Liebe besiegen könnten und setzten unser Leben aufs Spiel, um sie in Sicherheit zu bringen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 35; 14. Februar 1938)
„Selig sind vielmehr die, die das Wort Gottes hören und es befolgen“ (Lk 11, 28)
Ich war weiterhin in meinem gewohnten Zustand, da dachte ich bei mir: „Ich fühle mich als die schlechteste von allen, und doch sagt mir mein süßer Jesus, dass seine Pläne mit mir groß sind und dass sein Werk, das Er in mir wirkt, so wichtig ist, dass Er es nicht einmal den Engeln anvertrauen will, sondern Er selbst dessen Beschützer, Handelnde und Zuschauer sein will. Doch, was Großes tue ich schon? Nichts; mein äußeres Leben ist so gewöhnlich, dass ich Dinge tue, die weniger als die der anderen sind.“
Doch während ich dies dachte, sagte mein stets liebenswürdiger Jesus, indem Er meinen Gedanken unterbrach, zu mir:
„Meine Tochter, man sieht, dass du ohne deinen Jesus nur Unsinn denken und sagen kannst. Auch meine liebe Mutter tat nichts Außergewöhnliches in ihrem äußeren Leben, im Gegenteil, scheinbar tat sie weniger als manche andere. Sie ließ sich zu den gewöhnlichsten Handlungen des Lebens herab: sie spann, nähte, kehrte, machte Feuer, wer hätte je gedacht, dass sie die Mutter eines Gottes war? Ihre äußeren Taten deuteten überhaupt nicht darauf hin.
Und als sie Mich in ihrem Schoß trug, das Ewige Wort in sich schloss, rief jede ihrer Bewegungen, jede menschliche Handlung, die Anbetung seitens der ganzen Schöpfung hervor.
Von Ihr ging das Leben und die Bewahrung aller Geschöpfe aus: die Sonne hing über Ihr und erwartete die Bewahrung ihres Lichtes und ihrer Wärme, die Erde die Entwicklung des pflanzlichen Lebens, alles drehte sich um sie. Himmel und Erde warteten auf ihre Winke, und doch, wer sah etwas? Niemand.
Ihre ganze Größe, Macht und Heiligkeit, die unermesslichen Meere des Guten, die von ihr ausgingen, waren in ihrem Inneren. Jeder ihrer Herzschläge, Atemzüge, Gedanken und Worte ergossen sich in ihren Schöpfer.
Zwischen ihr und Gott flossen ununterbrochene Ströme, die sie empfing und weitergab, nichts trat aus ihr hervor, das ihren Schöpfer nicht verwundet hätte und wodurch sie nicht von Ihm verwundet worden wäre.
Diese Ströme ließen sie wachsen, erhoben sie, ließen sie alles überragen; doch niemand sah etwas, nur Ich, ihr Gott und Sohn war allem gewahr. Zwischen Mir und meiner Mutter flossen so viele Ströme, dass ihr Herzschlag in dem Meinigen floss, und der Meine in dem ihren, sodass sie von meinem ewigen Herzschlag lebte und Ich von ihrem mütterlichen Herzschlag.
So waren unsere Leben miteinander verwoben, und das war genau das, was sie in meinen Augen als meine Mutter auszeichnete. Die äußeren Handlungen befriedigen Mich nicht, noch gefallen sie Mir, wenn sie nicht aus einem Inneren hervorgehen, dessen Leben von Mir gebildet wird.
Nun, was wunderst du dich, dass dein äußeres Leben ganz gewöhnlich ist? Ich bedecke meine größten Werke mit den gewöhnlichsten Dingen, damit niemand auf sie hinzeigen kann und Ich somit mehr Handlungsfreiheit habe.
Und wenn Ich alles vollendet habe, bereite Ich Überraschungen und zeige sie allen, womit Ich alle in Staunen versetze. Doch es ist sicher, dass das Werk, das Ich in dir wirke, groß ist. Kommt es dir trivial vor, dass Ich alle deine Akte im Strom meines Willens fließen lasse, und der Strom meines Willens in deinen Akten fließt?
Und dass, während diese Ströme fließen, sie einen einzigen Akt mit allen Akten der Geschöpfe bilden und einen Göttlichen Willen über alle von ihnen laufen lassen, der sich zum Handelnden eines jeden ihrer Akte macht und sie alle durch einen göttlichen Akt, eine göttliche Liebe, Wiedergutmachung, eine göttliche und ewige Verherrlichung ersetzt?
Und dass der Strom eines menschlichen Willens in ständiger Beziehung mit einem Göttlichen Willen ist, und dass einer sich in den anderen ausgießt? Meine Tochter, was Ich dir rate, ist, dass du aufmerksam bist und mir treu folgst.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 14; 16. März 1922)
——————
… „So folgte ich weiterhin den Akten des Göttlichen Willens, und als ich an dem Punkt anlangte, als Er die Höchste Königin aus dem Nichts rief, hielt ich an, um Sie zu betrachten – ganz schön und majestätisch.
Ihre Rechte als Königin erstreckten sich überallhin; Himmel und Erde beugten ihre Knie, um Sie als Herrscherin über alle und alles anzuerkennen. Und ich verehrte und liebte die Erhabene Herrin aus dem Grunde meines Herzens und wollte als die Kleine, die ich bin, einen Sprung auf ihre mütterlichen Knie machen und Ihr sagen:
‘Heilige Mama, ganz schön bist Du, und Du bist so, weil Du im Göttlichen Willen gelebt hast. O Du, die Du Ihn besitzt – bitte Ihn doch, dass Er auf die Erde herabsteige und unter deinen Kindern zur Herrschaft gelange!’ Als ich das tat, fügte mein angebeteter Jesus hinzu:
„Meine Tochter, wäre auch meine Mutter nicht meine Mutter gewesen, so hätte Sie allein deshalb, weil Sie den Göttlichen Willen vollkommen tat und kein anderes Leben kannte und in seiner Fülle lebte, kraft ihres ständigen Lebens in meinem Fiat alle Göttlichen Vorrechte besessen.
Sie wäre auch dann die Königin und die Schönste von allen Geschöpfen gewesen. Wo nämlich mein Göttliches Fiat regiert, will Es alles geben und hält nichts zurück.
Vielmehr liebt Es das Geschöpf so sehr, dass Es von seinen liebenden Kunstgriffen Gebrauch macht und sich im Geschöpf verbirgt und in ihm klein macht und sich von ihm liebend gern gleichsam „zusammenschlagen“ lässt.
Hat nicht die Himmlische Herrin in der Tat meinen Göttlichen Willen außer Gefecht gesetzt, als Sie soweit kam, dass Ich in Ihr empfangen wurde und Mich in ihrem Schoß verbarg?
O, wenn alle wüssten, wozu mein Göttlicher Wille fähig ist und was Er tun kann, dann würden sie alle Opfer bringen, um allein von meinem Willen zu leben!“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 27; 12. Oktober 1929)
——————
… „Glaubst du, dass ich nicht bei den so zahlreichen Lektionen anwesend war und zuhörte, die mein geliebter Sohn dir über seinen Göttlichen Willen gab? Ich war dabei und hörte jedes Wort, das Er dir sagte.
In jedem Wort dankte ich meinem Sohn und fühlte mich doppelt verherrlicht, dass Er von dem Reich sprach, das Ich bereits besaß, welches mein ganzes Glück und der Grund für das große Geschenk meines Sohnes war.
Als Ich Ihn sprechen hörte, sah Ich, wie das Glück meiner Kinder mit dem meinen verbunden (auf das meine aufgepfropft) wurde. O, wie freute Ich mich! Alle Lehren, die Er dir gegeben hat und noch mehr, alles ist bereits in mein Herz eingeschrieben.
Als Ich sah, wie Jesus sie dir wiederholte, genoss Ich in jeder Lehre ein weiteres Paradies. Und wann immer du unaufmerksam und vergesslich warst, bat Ich um Vergebung für dich und ersuchte Ihn, seine Lehren zu wiederholen.
Um mich zufriedenzustellen, wiederholte Er, da Er seiner Mama nichts verweigern kann, dir seine schönen Lehren. Meine Tochter, Ich bin immer mit Jesus, manchmal jedoch verberge Ich Mich in Ihm, und Er scheint alles ohne Mich zu tun. Ich bin aber in seinem Inneren, wirke mit und bin über das informiert, was Er tut.
Ein andermal verbirgt Er Sich in seiner Mama und lässt Mich alleine handeln, doch wirkt Er immer zugleich mit. Dann wiederum enthüllen Wir Uns beide gemeinsam, und die Seelen sehen die Mutter und den Sohn, die sie so sehr lieben, und zwar je nachdem, wie die Umstände und ihr Wohl es erfordern.
Oft können Wir Uns aus Liebe nicht zurückhalten und handeln im Übermaß an ihnen. Doch sei dir sicher, dass dort, wo mein Sohn ist, Ich bin, und dort, wo Ich bin, mein Sohn ist.
Es ist dies ein Auftrag, der mir vom Höchsten Sein gegeben wurde, dessen Ich Mich nicht entledigen kann noch will; umso mehr, als dies die Freuden meiner Mutterschaft sind, die Früchte meiner Schmerzen, die Herrlichkeit des Reiches, das Ich besitze, der Wille und das Wohlgefallen der Heiligsten Dreifaltigkeit.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 34; 28. Mai 1937)

