Samstag der 7. Woche im Jahreskreis (Mk 10,13-16)
13In jener Zeit brachte man Kinder zu Jesus, damit er ihnen die Hände auflegte. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab. 14Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes.
15Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. 16Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.
„Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes“ (Mk 10,14)
Ich bin immer in den Armen des Göttlichen Willens, Der mich zärtlicher als eine Mutter fest in seinen Armen hält und mit seinem Licht umgibt, um Mir sein himmlisches Leben einzugießen.
Er scheint ganz aufmerksam zu sein, die große Ehre einer Tochter zu haben, die ganz im Göttlichen Willen ist, die weder andere Speise eingenommen hat, noch andere Wissenschaft, noch ein anderes Gesetz noch Geschmack noch Vergnügen kennt, als allein seinen Willen.
Um mich daher beschäftigt zu halten und mich allem [anderen] zu entfremden, bereitet Er mir viele Überraschungen und erzählt mir viele schöne Dinge, eines schöner als das andere; aber stets Dinge, die zu Ihm gehören, sodass mein armer Geist wie hingerissen und in seine Licht-Arme versenkt bleibt.
Obwohl Er seine Akte aus Sich hervorbrachte, hält Er sie aber alle immer noch in sich konzentriert – sodass man beim Blick in das Innere seines Willens nur einen einzigen Akt findet, nach außen hin aber unzählige Werke und Akte sieht.
Daher nahm ich in Ihm den Anfang meiner Existenz wahr, als wäre ich gerade dabei, ins Dasein zu treten. Ich war überrascht, und mein geliebter Jesus kam auf einen Sprung bei mir vorbei und sagte zu mir:
„Meine Tochter, geboren und wiedergeboren in meinem Willen, wann immer du dich mit vollem Bewusstsein seinen Licht-Armen hingibst und darin bleibst, wirst du in Ihm wiedergeboren, wobei von diesen Wiedergeburten eine schöner und bemerkenswerter als die andere ist.
Daher nannte Ich dich so oft die kleine Neugeborene meines Willens, denn während du gerade neu geboren wirst, wirst du schon wieder neu geboren, da mein Wille in einer Seele, die mit Ihm lebt, nicht untätig bleiben kann; vielmehr möchte Er in der Seele ständig wiedergeboren werden, indem Er sie ständig in Sich absorbiert, sodass mein Fiat in ihr wiedergeboren wird und sie in meinem Willen wiedergeboren wird.
Durch diese beiderseitigen Wiedergeburten wird das Leben ausgetauscht, und diese Wiedergeburten und gegenseitiger Lebensaustausch sind der größte Liebesbeweis und der vollkommenste Akt, damit einer zum anderen sagen kann: ‘Siehe, ich liebe dich so sehr, dass ich dir nicht Akte, sondern ständiges Leben gebe.’
Daher, meine Tochter, setzt mein Wille diese glückliche Seele, die in meinem Göttlichen Willen lebt, in den primären Akt ihrer Erschaffung. Sie spürt ihren Anfang in Gott und empfindet die schöpferische, lebensspendende und bewahrende Kraft seines allmächtigen Hauches, sodass die Seele, wenn sie sich zurückzöge, in ihr Nichts zurückkehrt, von dem sie hervorging. Daher verspürt sie ganz lebhaft ihre ständige Wiedergeburt in den Armen ihres Schöpfers.
Da (indem) sich die Seele in ihrem Ursprung fühlt, gibt sie Gott wieder den ersten Akt des Lebens zurück, den sie von Ihm empfangen hat, welcher der heiligste, feierlichste und schönste Akt ist – der Akt von Gott selbst.”… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 30; 24. Februar 1932)
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Ich bin in den Armen des Göttlichen Wollens, obwohl unter dem Alpdruck härtester Leiden, dass es den ganzen Himmel bewegt, der mir zu Hilfe eilt, um mir in einem so leidvollen Zustand Kraft zu geben. ‚Mein Jesus, hilf mir, verlass mich nicht, ich fühle mich unterliegen. Wie hart ist mein Zustand!’
Doch während ich so betete, drückte mich mein guter Jesus zärtlicher als eine Mutter an sich, vereinte seine Tränen mit den meinen, und sprach voller Güte zu mir: „Meine arme Tochter, deine Leiden sind die Meinen, und Ich leide gemeinsam mit dir. Hab daher Mut, gib dich Mir hin, und du wirst Kraft in deinen Leiden finden.
Wer sich Mir hingibt, wächst heran wie ein Kind, das von seiner Mama aufgezogen wird, die es wickelt, damit seine Glieder gestärkt werden, es mit ihrer Milch nährt, in ihren Armen hält, küsst und liebkost. Wenn das Kind weint, dann vermengen sich ihre Tränen mit jenen ihres Babys. So ist die Mama das Leben ihres Kindes.
O, wenn das Kleine nicht seine Mama hätte, wie arm würde es heranwachsen, ohne dass ihn jemand mit Milch ernährt, ohne Windeln, ohne Wärme. Es würde kränklich und schwach aufwachsen und nur ein Wunder könnte es am Leben halten!
So hat die meinen Armen hingegebene Seele ihren Jesus, der für sie mehr tut als eine Mutter. Ich füttere sie mit der Milch meiner Gnaden, umwickle sie mit dem Licht meines Willens, damit sie gestärkt und im Guten gefestigt wird.
Ich halte sie fest an meine Brust gedrückt, damit sie nichts anderes fühlt als meine Liebe und meine feurigen Herzschläge. Ich wiege sie in meinen Armen, und wenn sie weint, weine Ich mit ihr, auf eine Weise, dass sie mein Leben mehr fühlt als das eigene.
Sie wächst zusammen mit Mir und Ich mache mit ihr, was Ich will. Wer jedoch nicht hingegeben in Mir lebt, lebt aus sich selbst, einsam, ohne Milch, ohne jemanden, der sich um sein Dasein kümmert.
Wer in der Hingabe an Mich lebt, findet seine Zuflucht in seinen Leiden und das Versteck, wo er sich verbergen kann, damit ihn niemand antaste. Wenn jemand diese Seele angreifen wollte, werde Ich sie zu verteidigen wissen, denn jemanden anzugreifen, der Mich liebt, wäre [für Mich] noch schwerwiegender, als wenn sie Mich selbst antasten. Ich verberge diese Seele in Mir und verwirre jene, die den treffen möchten, der Mich liebt. Ich liebe die Mir hingegebene Seele so sehr, dass Ich aus ihr das größte Wunder mache, und der ganze Himmel darüber staunt, und so auch jene beschämt werden, die sie zu treffen glaubten, um diese Seele (gemeint ist Luisa) zu verwirren und zu demütigen.
Wollen Wir den vielen Leiden, die Wir erdulden, nicht auch noch dieses, das schmerzlichste, hinzufügen, wenn du nämlich nicht Mir hingegeben leben würdest und Ich nicht in dir. Meine Tochter, lassen Wir sie reden und handeln, wenn sie nur unsere Einheit nicht antasten. Weder kann jemand in unsere Geheimnisse, noch in die Abgründe meiner Liebe eindringen, noch Mich an dem hindern, was Ich mit meinem Geschöpf tun will. Leben Wir mit einem einzigen Willen, dann wird zwischen dir und Mir alles in Ordnung sein.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 36; 19. Oktober 1938)
„Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen” (Mk 10, 15)
…Ich betrachtete das Mysterium der Kindheit Jesu und sagte mir: „Mein Kindchen, wie vielen Leiden wolltest Du Dich unterwerfen? Es reichte Dir nicht, als Erwachsener zu kommen, nein, Du wolltest als Kind erscheinen und die Windeln, das Schweigen, die Unbeweglichkeit deiner kleinen Menschheit, der Füße und Hände erleiden. Und wozu dies alles?“
Als ich so sprach, bewegte Er sich in meinem Inneren und antwortete mir: „Meine Tochter, meine Werke sind vollkommen. Ich wollte als kleines Kind kommen, um alle Opfer und alle geringfügigen Handlungen der Kindheit zu vergöttlichen.
Solange also die Kinder keine Sünden begehen, wird alles in meiner Kindheit aufgenommen und von Mir vergöttlicht. Wenn dann die Sünde beginnt, beginnt die Trennung des Geschöpfes von Mir, eine Trennung, die für Mich schmerzlich und für sie traurig ist.“
Und ich: „Wie ist dies möglich, da die Kinder keinen Vernunftgebrauch besitzen und nicht verdienstvoll handeln können?“
Er erwiderte: „Erstens, weil Ich das Verdienst aus Gnade verleihe, zweitens, weil es nicht willentlich geschieht, dass sie nicht verdienen wollen, sondern weil der von Mir so verfügte Zustand der Kindheit dies mit sich bringt.
Außerdem wird ein Gärtner, der eine Pflanze gepflanzt hat, nicht nur geehrt, sondern er pflückt auch deren Frucht, obwohl die Pflanze keine Vernunft hat; dasselbe gilt für einen Künstler, der eine Statue herstellt und für vieles andere.
Die Sünde allein ist es, die alles zerstört und das Geschöpf von Mir trennt; aber alles andere, auch die trivialste Handlung, geht von Mir aus zum Geschöpf und kehrt zu Mir zurück, versehen mit dem Stempel der Ehre [seitens] meiner Schöpfung.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 8; 30. Dezember 1908)

