36In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. 37Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. 38Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
1Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.
2Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes, 3Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus, 4Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn später verraten hat.
5Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden, und betretet keine Stadt der Samariter, 6Geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.
7Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. 8Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.

“In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben” (Mt 9,36)

Es scheint, dass der gebenedeite Herr mich in der Geduld üben will; Er hat kein Mitleid, weder für meine Tränen noch für einen überaus kummervollen Zustand.
Ohne Ihn sehe ich mich in das größte Elend versenkt; ich glaube, dass es keine niederträchtigere Seele als die meine gibt.
Sogar wenn ich mit Jesus zusammen bin, sehe ich mich schlechter denn je, doch da ich mit Ihm bin, der alle Güter besitzt, findet meine Seele das Heilmittel für alle Übel.
Doch wenn ich Ihn nicht habe, ist alles für mich vorbei, und es gibt kein Heilmittel mehr für meine großen Armseligkeiten; und was noch mehr ist, ich bin erdrückt von dem Gedanken, dass mein Zustand nicht länger sein Wille ist, und nicht in seinem Willen, scheine ich außerhalb der Mitte zu sein, und oft denke ich darüber nach, wie ich aus meinem Zustand heraustreten könnte.
Nun, als ich mich in dieser Verfügung befand, nahm ich Ihn hinter meinen Schultern wahr, und Er sagte zu mir: „Du bist müde, nicht wahr?“
Und ich: „Ja, Herr, ich fühle mich ziemlich müde.“
Und Er fuhr fort: „Ach, meine Tochter, gehe nicht aus meinem Willen heraus, denn wenn du aus meinem Willen heraustrittst, wirst du die Kenntnis von Mir verlieren, und wenn du Mich nicht kennst, wirst du die Erkenntnis deiner selbst verlieren.
Denn nur in den Spiegelungen des Lichts kann man mit Klarheit unterscheiden, ob hier Gold oder Schlamm ist; wenn alles Dunkelheit ist, können die Gegenstände leicht verwechselt werden.
Nun, das Licht ist mein Wille, der dir die Kenntnis von Mir vermittelt, und im Widerschein dieses Lichtes wirst du erkennen, wer du bist; und wenn du deine Schwachheit und dein reines Nichts siehst, klammerst du dich an meine Arme und lebst, mit meinem Willen vereint, mit Mir im Himmel.
Doch wenn du aus meinem Willen heraustreten willst, würdest du zuerst die wahre Demut verlieren und sodann würdest du auf der Erde leben und wärest gezwungen, die irdische Last zu fühlen, zu stöhnen und zu seufzen wie all die anderen Unglücklichen, die außerhalb meines Willens leben.“
Nach diesen Worten zog Er sich zurück, ohne sich überhaupt sehen zu lassen. Wer kann sagen, wie das meine Seele marterte? (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 4; 11. November 1900)

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Als ich in meinem gewohnten Zustand war, befand ich mich außerhalb meiner selbst. Ich fand meinen stets liebenswürdigen Jesus, ganz triefend von Blut, mit einer schrecklichen Dornenkrone.
Mit Mühe schaute Er mich durch die Dornen hindurch an und sagte zu mir: „Meine Tochter, die Welt ist aus dem Gleichgewicht geraten, weil sie den Gedanken an meine Passion verloren hat.
In den Finsternissen hat sie das Licht meiner Passion nicht gefunden, das sie erleuchten würde, und, indem sie ihr meine Liebe vor Augen führt und wie viele Leiden Mich die Seelen kosten, sich umwenden hätte lassen, um Den zu lieben, der sie wahrhaft geliebt hat; und das Licht meiner Passion hätte sie geleitet und vor allen Gefahren gewarnt.
In der Schwäche hat sie nicht die Kraft meiner Passion gefunden, die sie stützte; in der Ungeduld hat sie nicht den Spiegel meiner Geduld gefunden, die ihr Ruhe, Ergebung eingeflößt hätte, weswegen sie, sich angesichts meiner Geduld schämend, sich verpflichtet hätte, sich selbst zu beherrschen.
In den Leiden hat sie nicht den Trost der Leiden eines Gottes gefunden, der, ihren Leiden beistehend, ihr Liebe zum Leiden eingeflößt hätte; in der Sünde hat sie nicht meine Heiligkeit gefunden, die sich ihr gegenübergestellt und Hass auf die Schuld eingeflößt hätte.
Ach, in allem hat der Mensch seinen Pflichten zuwidergehandelt, weil er sich in allem von Dem entfernt hat, der ihm helfen konnte, daher hat die Welt das Gleichgewicht verloren.
Er hat wie ein Kind gehandelt, das die Mutter nicht mehr kennen wollte, wie ein Schüler, der seinen Lehrer nicht akzeptierte und nicht mehr auf dessen Lehren hören noch seine Lektionen lernen wollte. Was wird aus diesem Kind und aus diesem Schüler werden? Sie werden der Schmerz für sich selbst, und der Schrecken und das Leid der Gesellschaft sein. So ist der Mensch geworden: Schrecken und Schmerz, aber Schmerz ohne Erbarmen.
Ach, der Mensch wird immer schlimmer, und Ich weine um ihn mit blutigen Tränen!“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 11; 2. Februar 1917)

„Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden“ (Mt 9,38)

… „Meine Liebe, wenn dieses Leben im Göttlichen Willen so großen Nutzen bringt, warum hast Du es nicht schon früher geoffenbart?“
Darauf Er: „Meine Tochter, Ich musste zuerst offenbaren, was meine Menschheit im Äußeren tat und litt, um die Seelen bereiten zu können, das zu erkennen, was meine Gottheit im Inneren wirkte. Das Geschöpf ist unfähig, mein ganzes Wirken zugleich zu verstehen, daher offenbare Ich Mich nach und nach.
Später werden deinem Ring der Verbindung mit Mir die anderen Ringe der Geschöpfe hinzugefügt werden, und Ich werde eine Schar von Seelen besitzen, die in meinem Willen leben und alle Akte der Geschöpfe wiederherstellen werden; und Ich werde die Ehre erhalten, dass so viele versparte Akte, die nur von Mir getan wurden, auch von den Geschöpfen verrichtet werden.
Diese Seelen werden aus allen Schichten kommen: Jungfrauen, Priester, Weltleute, je nach ihrer Aufgabe.
Sie werden nicht mehr auf menschliche Weise wirken, sondern in meinen Willen eindringend, werden sich ihre Akte auf ganz göttliche Weise für alle vervielfältigen, und Ich werde seitens der Geschöpfe die göttliche Ehre erhalten für so viele Sakramente, die in bloß menschlicher Weise empfangen und gespendet, für wieder andere, die profaniert, für andere, die von Eigennutz beschmutzt wurden; die Verherrlichung für so viele gute Werke, die Mir mehr zur Unehre als zur Ehre gereichen.
Wie sehr Ich diese Zeit herbeisehne! Und du bete und ersehne sie zusammen mit Mir und trenne deinen Ring der Verbindung nicht von dem meinen, sondern beginne damit, als Erste.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 29. Januar 1919)

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Später dann frage ich mich: „Wozu werden diese Schriften über den Göttlichen Willen dienen?“ Da bewegte sich Jesus, mein Höchstes und einziges Gut, in meinem Inneren und sagte zu mir:
„Meine Tochter, alle meine Werke reichen einander die Hand, und dies ist das Kennzeichen, dass es meine Werke sind: dass sich nämlich ein Werk nicht dem anderen entgegenstellt, sondern sie untereinander so verbunden sind, dass sie sich gegenseitig unterstützen.
Das ist so wahr, dass Ich, als Ich mein auserwähltes Volk formen sollte, aus und in dem der zukünftige Messias geboren werden sollte, Ich aus demselben Volk das Priestertum bildete, welches das Volk lehrte und auf die große Wohltat der Erlösung vorbereitete.
Ich gab ihnen Gesetze, Mitteilungen und Inspirationen, aus denen die heiligen Schriften entstanden, die Bibel genannt werden, und alle waren bestrebt, sie zu studieren.
Als Ich nun auf die Erde kam, vernichtete Ich keineswegs die heiligen Schriften, sondern befürwortete sie. Und mein Evangelium, das Ich verkündigte, lief ihnen in keiner Sache zuwider, sondern sie stützten sich gegenseitig auf wunderbare Art.
Mit der Bildung der neu aufkeimenden Kirche gründete Ich zugleich das neue Priestertum. Diese neue Kirche und das neue Priestertum wichen weder von den heiligen Schriften, noch vom Evangelium ab.
Alle [Priester] sind auf sie ausgerichtet, um die Völker zu lehren. Wenn aber einer nicht aus dieser heilsamen Quelle schöpfen möchte, von dem kann man sagen, dass er nicht Mir angehört, denn sie sind die Grundlage meiner Kirche und das Leben selbst, mit dem die Völker gebildet werden.
Was Ich jetzt über meinen Göttlichen Willen offenbare und was du niederschreibst, kann „Evangelium des Reiches des Göttlichen Willens“ genannt werden.
Nichts davon ist im Widerspruch mit den heiligen Schriften oder dem Evangelium, das Ich auf Erden verkündete, vielmehr untermauert es das eine wie das andere.
Daher erlaube Ich den Priestern und berufe sie, dass sie kommen und dieses ganz himmlische Evangelium vom Reich meines Göttlichen Willens lesen, um ihnen, wie einst zu den Aposteln, zu sagen: „Verkündigt es in der ganzen Welt“, denn Ich bediene Mich bei meinen Werken des Priestertums.
Wie Ich vor meiner Ankunft auf Erden die Priesterschaft zur Vorbereitung des Volkes hatte und das Priestertum meiner Kirche habe, um mein Kommen und all das, was Ich tat und sagte, zu bekräftigen, so werde Ich auch die Priesterschaft des Reiches meines Willens haben.
Du siehst also, wozu das Viele nützen wird, das Ich dir mitgeteilt habe, die vielen überraschenden Wahrheiten, die Verheißungen so vieler Güter, die Ich den Kindern des FIAT VOLUNTAS TUA geben soll: all dies wird das Evangelium, das Fundament, die unerschöpfliche Quelle sein, aus der alle das himmlische Leben, die irdische Glückseligkeit und die Wiederherstellung ihrer Erschaffung schöpfen werden.
O, wie glücklich werden jene sein, die mit Verlangen in großen Zügen an diesen Quellen meiner Wahrheiten trinken werden, da diese die Kraft haben, das Leben des Himmels zu bringen und jegliche Unglückseligkeit zu verbannen.”
Als ich das hörte, dachte ich an die große Streitfrage bezüglich der Schriften über den Göttlichen Willen, die sich in Messina befanden. Der ehrwürdige Pater Di Francia – gesegneten Andenkens – hatte sie dorthin gebracht.
Ich und andere meiner Vorgesetzten wollen sie absolut hier haben, doch die Oberen in Messina wollen sie dort behalten, wie es ihnen der ehrwürdige Pater vor seinem Tod rigoros anempfohlen hatte, und sie veröffentlichen, wann es Gott gefällt.
So bewirkt dies nichts anderes als erregte Briefe von beiden Seiten, diese, um sie zurückzuhalten und wir, um sie zurückzubekommen. Ich war ganz bekümmert, überdrüssig und müde und fragte mich: „Wie konnte der gute Jesus all das erlauben?
Wer weiß, ob das nicht auch Ihm missfällt?“ Da bewegte Er sich in meinem Inneren und sprach zu mir: „Meine Tochter, du bist besorgt, Ich aber gar nicht.
Es missfällt Mir auch nicht, sondern Ich freue mich sehr über das Interesse der Priester an diesen Schriften, die das Reich meines Willens bilden werden.
Es bedeutet, dass sie dieses große Gut schätzen, und jeder würde gerne einen so großen Schatz bei sich haben, um sie den anderen als erster mitzuteilen.
Während die Streitfrage andauert, wer gewinnen soll, nähern sie sich gegenseitig an, um über die Vorgangsweise zu beraten, und Ich freue mich, dass auch andere meiner Diener diesen so großen Schatz kennenlernen, damit sie das Reich meines Göttlichen Willens bekanntmachen. Ich benütze diese Auseinandersetzung zur Heranbildung der ersten Priester des zukünftigen Reiches meines FIAT.
Meine Tochter, es ist sehr notwendig, dass die ersten Priester herangebildet werden. Sie werden Mir nützlich sein, wie Mir die Apostel beim Aufbau meiner Kirche dienten.
Und jene, die sich dieser Schriften annehmen, um sie zu veröffentlichen, sie herauszugeben und drucken zu lassen, um sie bekanntzumachen, werden die neuen Evangelisten des Reiches meines Höchsten Willens sein.
Wie jene, die sich in meinem Evangelium am meisten einen Namen gemacht haben, die vier Evangelisten sind, die es zu ihrer großen Ehre und zu meinem Ruhm aufgeschrieben haben, so wird es auch mit jenen sein, die sich damit befassen, die Wahrheiten über meinen Willen niederzuschreiben, um sie zu veröffentlichen: als neue Evangelisten werden sie im Reich meines Willens einen ruhmvolleren Namen haben, zu ihrer höchsten Ehre und zu meiner großen Glorie, wenn Ich sehe, dass die Ordnung des Geschöpfs in meinen Schoß und das Leben des Himmels auf die Erde zurückkehrt, was die einzige Bestimmung der Schöpfung ist.
Deshalb erweitere Ich unter diesen Umständen den Kreis und fische als Fischer jene heraus, die Mir für ein so heiliges Reich dienen sollen. Lass Mich daher handeln und mache dir keine Gedanken darüber.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 23; 18. Januar 1928)

„Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben“ (Mt 10,8)

… „Meine Tochter, die größten Werke, die unser Höchstes Wesen wirkte, tat Es alle unentgeltlich, ohne dabei zu berücksichtigen, ob die Geschöpfe sie verdienen oder Uns um diese Werke bitten würden. Würden Wir darauf achten, so hätte man Uns die Arme binden müssen, damit Wir keine Werke mehr tun.
Und wenn Uns die undankbaren Geschöpfe dafür nicht verherrlichen, hätten Wir nicht einmal den Ruhm, dass Uns die eigenen Werke verherrlichen und preisen.
Nein, nein! Ein einziges Werk von Uns verherrlicht Uns mehr als alle Werke aller Menschengeschlechter zusammen. Ein vollendeter Akt unseres Willens füllt Himmel und Erde.
Er stellt mit seiner regenerierenden und mitteilenden Eigenschaft und Macht so viel Herrlichkeit für Uns wieder her, dass sie nie ein Ende hat, und welche die Geschöpfe kaum in kleinen Tropfen begreifen können.
In der Tat, welches Verdienst hatte der Mensch, dass Wir den Himmel, die Sonne und alles Übrige schufen? Er existierte noch nicht einmal und konnte Uns nichts sagen.
So war die Schöpfung ein großes, ganz unentgeltliches Werk Gottes von wunderbarer Pracht. Und glaubst du, dass der Menschen die Erlösung verdient hat? Keinesfalls.
Auch sie war ein ganz freies Werk von Uns, und wenn er zu Uns darum betete, so deshalb, weil Wir ihm die Verheißung des zukünftigen Erlösers gegeben hatten, und nicht er, sondern Wir als erste davon sprachen.
Die Fleischwerdung des WORTES war unser ganz freier Ratschluss, der sich dann erfüllte, als die Sünde und der Undank des Menschen auf der Erde grassierten und sie überfluteten.
Wenn die Menschen scheinbar etwas vollbrachten, waren dies kaum Tröpfchen, die nicht ausreichten, ein so großes unglaubliches Werk zu verdienen: dass sich nämlich ein Gott dem Menschen ähnlich macht, um ihn zu retten – und der Ihn dann so schwer beleidigte.
Nun wird [auch] das große Werk der Bekanntmachung meines Willens, damit Er unter den Menschen zur Herrschaft komme, ein ganz kostenloses Werk von Uns sein.
Man täuscht sich, wenn man glaubt, dass es auf das Verdienst und den Anteil der Geschöpfe ankommt. Ach ja, diesen Anteil wird es geben – so wie die kleinen Tropfen [seitens] der Juden, als Ich zur Erlösung kam.
Doch das Geschöpf bleibt immer Geschöpf. Daher werden Wir unsererseits ganz umsonst tätig sein und das Geschöpf mit Licht, Gnade und Liebe überhäufen.
Wir werden es auf eine Weise überwältigen, dass es eine nie gefühlte Kraft, eine nie erfahrene Liebe empfindet und unser vibrierendes Leben noch lebhafter in seiner Seele spürt, sodass ihm die Herrschaft unseres Willens süß scheinen wird.
Dieses unser Leben existiert immer noch in der Seele des Menschen, das Wir ihm am Beginn der Schöpfung schenkten – aber es ist jetzt so unterdrückt und verborgen, als wäre es nicht vorhanden.
Es gleicht dem Feuer unter der Asche, die es zudeckt und gleichsam zusammendrückt und somit verhindert, dass man seine angenehme lebendige Wärme verspürt. Doch wenn z.B. ein starker Wind aufkommt, fliegt die Asche vom Feuer weg, und man sieht und spürt das lebendige Feuer.
So wird der kräftige Wind des Lichtes meines Fiat das Böse und die Leidenschaften vertreiben, welche wie die Asche das göttliche Leben in den Menschen verbergen; wenn sie es dann lebendig fühlen, werden sie sich schämen, dass sie unseren Willen nicht herrschen lassen.
Meine Tochter, die Zeit wird alles weisen, und wer nicht glaubt, wird beschämt werden.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 32; 26. März 1933)