37In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig. 38Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.
39Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. 40Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.
41Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. 42Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist – amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.

„Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig“ (Mt 10, 37)

Danach dachte ich an den Kummer, als meine schmerzhafte, im Herzen durchbohrte Mutter sich von Jesus trennte und ihn tot im Grab zurückließ, und ich dachte mir: „Wie ist es möglich, dass Sie so viel Kraft hatte, Ihn zu verlassen?
Es stimmt zwar, dass Er tot war, doch war es immerhin der Leib Jesu. Wieso wurde Sie nicht eher von ihrer Mutterliebe verzehrt, als dass Sie einen einzigen Schritt weg von jenem verstorbenen Leib tun konnte?
Welcher Heroismus, welche Stärke!“ Da bewegte sich mein süßer Jesus in meinem Inneren und sagte zu mir: „Meine Tochter, willst du wissen, wieso meine Mutter die Kraft hatte, Mich zu verlassen?
Das ganze Geheimnis der Kraft lag in meinem Willen, der in Ihr herrschte. Sie lebte im Göttlichen, nicht im menschlichen Willen, darum besaß Sie unermessliche Kraft.
Wisse vielmehr, als meine durchbohrte Mutter Mich im Grab zurückließ, hielt mein Wille Sie in zwei unermesslichen Meeren versenkt: das eine war das des Schmerzes, und das andere, ausgedehntere, das der Freude und Seligkeiten.
Während das des Schmerzes Ihr alle Martyrien bereitete, verlieh Ihr das der Freuden, alle Wonnen, und ihre einzigartige, schöne Seele folgte Mir in die Vorhölle und wohnte dem Fest bei, das Mir alle Patriarchen, Propheten, ihr Vater, ihre Mutter und unser lieber heiliger Joseph bereiteten.
Die Vorhölle wurde durch meine Anwesenheit zum Paradies, und Ich konnte nicht anders als Jene, die in meinen Leiden unzertrennlich von Mir war, an diesem ersten Fest der Geschöpfe teilhaben zu lassen.
Ihre Freude war so groß, dass sie die Kraft hatte, sich von meinem Leib zu trennen, sich zurückzuziehen und die Vollendung meiner Auferstehung als Vollendung der Erlösung zu erwarten.
Die Freude stützte sie im Schmerz, und der Schmerz stützte sie in der Freude. Wer meinen Willen besitzt, dem kann es weder an Kraft noch an Macht noch an Freude fehlen, sondern er hat alles zu seiner Verfügung. Erfährst du das nicht an dir selbst, wenn du Meiner beraubt bist, und du dich verzehrt fühlst?
Das Licht des Göttlichen FIAT bildet in dir sein Meer der Glückseligkeit und gibt dir das Leben.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 21; 16. April 1927)

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… Anbetungswürdiger Jesus! Während ich Anteil genommen habe an den Schmerzen deines Abschiedes und den Schmerzen deiner geprüften Mutter, sehe ich, dass du dich entscheidest, dahin zu gehen, wohin der Wille des Vaters dich ruft. Und doch verbindet Sohn und Mutter eine Liebe, die euch unzertrennlich macht.
So lässt du dich, mein Jesus, im Herzen deiner Mutter zurück, und deine gütige Mutter lässt sich in dir zurück. Indem ihr euch gegenseitig segnet, umarmst du, Jesus, deine Mutter zum letzten Mal, flößt ihr Starkmut ein in dem herben Leide, das auf sie wartet, gibst ihr den letzten Abschiedsgruß und gehst davon.
Aber dein bleiches Antlitz, deine bebenden Lippen, deine von Schmerz überwältigte Stimme, als wolltest du beim Abschied in Tränen ausbrechen, sagt mir, wie sehr du deine Mutter liebst und wie schwer du leidest, da du sie verlassen musst.
Um jedoch den Willen des Vaters zu erfüllen, unterwerft ihr euch, in Liebe vereint, diesem höchsten Willen. Ihr leistet damit Sühne für jene, die sich nicht um den Willen Gottes kümmern wegen zu großer Anhänglichkeit an Verwandte und Freunde, oder weil sie die erlaubten und heiligen Zuneigungen nicht besiegen können, wenn es sein muss.
Sie entsprechen somit nicht jenem Grade der Heiligkeit, zu dem Gott sie beruft. Jesus, welchen Schmerz bereiten dir jene Seelen, die von ihrem Herzen deine Liebe zurückweisen, um sich zufriedenzugeben mit der Liebe der Geschöpfe! (aus „Die Stundenuhr der Passion Jesu Christi“; Stunde von 18 bis 19 Uhr: Jesus trennt sich von seiner Mutter und macht sich auf den Weg zum Abendmahlsaal)

„Wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen“ (Mt 10, 39)

… „Meine Tochter, warum fürchtest du dich? Willst du nicht, dass Ich mit dir spiele? Du wirst nichts anderes von dir hergeben als das kleine Flämmchen deines Willens, das Ich selbst dir schenkte, als Ich dich erschuf.
So wird das ganze Wagnis meiner Güter auf meiner Seite sein. Willst du nicht die Nachbildung meiner Mutter sein? Komm deshalb gemeinsam mit Mir vor den Thron Gottes, und du wirst dort das Flämmchen des Willens der Himmelskönigin zu Füßen der Höchsten Majestät finden, das Sie ins göttliche Spiel einbrachte.
In der Tat, um zu spielen, bedarf es immer einer Sache von sich selbst, sonst hat jener, der siegt, nichts zu verlieren, und wer verliert, hat nichts, das er aufgeben müsste. Und da Ich in dem Spiel mit meiner Mama gewonnen habe, verlor Sie das Flämmchen ihres Willens: doch welch glücklicher Verlust!
Da Sie ihr kleines Flämmchen verlor, das Sie als ständige Ehrerbietung zu Füßen ihres Schöpfers zurückließ, gestaltete Sie ihr Leben im großen Feuer Gottes, wuchs im Ozean der göttlichen Güter und konnte so den ersehnten Erlöser erlangen.
Nun bist du an der Reihe, das Flämmchen deines kleinen Willens neben jenes meiner unzertrennlichen Mutter zu legen, damit auch du dich im göttlichen Feuer formst, in den Widerspiegelungen deines Schöpfers wächst und vor der Höchsten Majestät die Gnade findest, das ersehnte FIAT erlangen zu können.
Diese zwei Flämmchen, die kein eigenes Leben hatten, wird man die ganze Ewigkeit zu Füßen des Höchsten Thrones sehen: eines erlangte die Erlösung und das andere die Erfüllung meines Willens, was der einzige Zweck der Schöpfung, der Erlösung und meiner Revanche in meinem gewagten Spiel der Erschaffung des Menschen war.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 19; 9. März 1926)

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… „Meine Tochter, wer in meinem Willen lebt, hat in sich selbst diesen herrschenden und regierenden Göttlichen Willen. Die Seele besitzt Ihn, hat Ihn in ihrer Gewalt, und indem sie meinen Willen besitzt, hat sie seine Kraft, seine Heiligkeit, sein Licht, seine Güter in ihrer Gewalt.
Der Göttliche Wille besitzt die Seele. Indem Er sie in seiner Macht hat, sind die menschlichen Schwächen, Leidenschaften und Armseligkeiten und der menschliche Wille unter der unbeweglichen Macht und Heiligkeit des Höchsten Willens und spüren somit angesichts dieser Macht ihr Leben schwinden.
So fühlt sich die Schwäche von der unwiderstehlichen Kraft des Göttlichen FIAT besiegt, die Finsternis von seinem Licht, die Armseligkeit von seinen unendlichen Reichtümern, die Leidenschaften von seinen Tugenden, der menschliche Wille vom Göttlichen.
Welch ein Unterschied zwischen dem, der in meinem Willen lebt und dem, der nur meinen Willen tut! Die erste Seele besitzt Ihn und hat Ihn zu ihrer Verfügung, die zweite untersteht Ihm und empfängt Ihn gemäß ihrer Disposition.
Zwischen dem Besitz und dem Empfang [meines Willens] besteht eine Entfernung wie zwischen Himmel und Erde, ein Abstand wie zwischen einem, der unermesslichen Reichtum besitzt und dem, der Tag für Tag das absolut [lebens]notwendige bekommt.
Wer also meinen Willen tut, aber nicht in Ihm lebt, ist gezwungen, die Schwächen, die Leidenschaften und alle Lumpen und Armseligkeiten zu empfinden, welche die Aussteuer des menschlichen Willens sind.
Dies war der Zustand Adams, ehe er sich aus dem Göttlichen Willen zurückzog. Er war ihm von seinem Schöpfer als die größte Gabe verliehen worden, denn Er enthält alle Güter zusammen.
Adam besaß Ihn, beherrschte Ihn und machte sich zum Regenten über diesen Göttlichen Willen, denn Gott selbst hatte ihm das Recht gegeben, Herr über Ihn zu sein.
Daher war er Herr der Stärke, des Lichtes, der Heiligkeit, der Glückseligkeit dieses Ewigen FIAT. Als er sich aber aus Ihm zurückzog, verlor er den Besitz und die Herrschaft und erniedrigte sich dazu, die Wirkungen meines Willens gemäß seiner Disposition zu empfangen, aber nicht [mehr] als Eigentum zu besitzen.
Wer sich in der Lage befindet, [etwas] erhalten zu müssen, der ist immer arm, und nie reich, denn der Reiche besitzt, er empfängt nicht und kann anderen von seinen Gütern geben.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 21; 8. Mai 1927) – Band 21; 8. Mai 1927)

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Ich bin in den Armen des Göttlichen Willens, jedoch unter der Kelter der Beraubungen meines liebsten Jesus. Ohne Ihn sind die Stunden wie Jahrhunderte und die Tage endlos.
Wie sehr vermisse ich seine sanfte und liebenswürdige Gegenwart und empfinde die ganze Härte meiner langen Verbannung!
Doch während ich stöhne und seufze, lässt das Göttliche Fiat sein Licht über meinen Schmerz fließen, besänftigt ihn und lässt mich in den ewigen Wellen seiner Akte strömen, damit ich meine Akte mit den Seinen vereinige und einen einzigen daraus mache.
Das Fiat scheint mir nicht einmal die Zeit zu lassen, mich über die Beraubung Dessen zu betrüben, Der mich so sehr liebt, und Den ich liebe. Sein Licht setzt sich überall durch, stellt alles in den Schatten und absorbiert alles, möchte alles für Sich und lässt nicht zu, dass man sogar über die heiligsten Dinge, wie der Beraubung Jesu, Zeit verliert.
Doch als ich im Meer des Kummers schwamm, besuchte Jesus, mein teures Leben, meine kleine Seele, flüchtig wie ein Blitz, und sagte zu mir:
„Mut, gute Tochter! Lass dich vom Licht meines Göttlichen Willens leiten, der Kummer, Leiden, ja selbst meine Beraubung in unverlierbaren Frieden und göttliche Eroberungen für dich zu verwandeln weiß.
Die Natur seines Lichtes stellt alles in den Schatten, stärkt und festigt alles. Wohin sein Licht gelangt, dort verliert der Schmerz seine Macht. Mein Wille ist Leben und verwandelt den Schmerz in Eroberungen und Freuden, da die Kraft seines Lichtes alles übertrifft. Wo Er seinen Platz einnimmt, verliert alles andere das Leben.
Und wenn die Seele vor dem Licht meines Willens [noch] andere Wirkungen und Wünsche empfindet, heißt dies, dass weder sein Licht in seiner Fülle in der Seele ist, noch Er auf absolute Weise in ihr herrscht.
Sein Reich ist ein absolutes, kein [situations]bedingtes Reich, daher steht Ihm das höchste Recht zu, alles zu absorbieren, alles andere das Leben verlieren zu lassen und alles in den Göttlichen Willen umzuwandeln.
Wisse dies: immer, wenn die Seele ihre Akte in meinem Willen tut, strömt ein wohltuender Tau auf sie herab, der sie in göttlicher Frische bewahrt und alles, was nicht zu Ihm gehört, wie mit Opium ‚ruhigstellt‘.
O, wie schön ist es, die Seele immer frisch in ihren Akten, in ihrer Liebe, ihrem Schmerz zu sehen, wie sie darauf wartet, seinen Tau aufzunehmen, um daraus das Opium zu gewinnen, das den Schmerz in süße Eroberungen des Göttlichen Willens umwandelt.
Die Frische macht sowohl Personen wie auch Gegenstände liebenswert und anziehend – Altes gefällt niemandem. Deshalb liebe Ich die Seelen so, die in meinem Göttlichen Willen leben, weil Ich in ihnen unsere göttliche Frische und lieblichen Düfte wahrnehme – mit einem Wort, unsere Dinge.
Und Ich, dein Jesus schließe dieses geliebte Geschöpf in mein Göttliches Herz ein und gestalte und ziehe es ganz nach meinem Willen heran.
So wird diese edle Schar der Söhne und Töchter meines Willens in meinem Heiligsten Herzen wie ebenso viele kleine Könige und Königinnen als Söhne und Töchter des großen Königs herangebildet werden.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 31; 7. August 1932)

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Mein kleiner Geist war erfüllt von den schönen Lehren meines liebenswürdigen Jesus. Ich war aber besorgt und wollte gleichsam Zweifel und Ängste in mir hochkommen lassen; ich weiß zwar, dass Jesus die Seele nach seinem Willen dorthin gelangen lassen kann, wo und wie Er will.
Für Ihn gibt es weder Gesetze, noch kann Ihm jemand Gesetze diktieren, noch berücksichtigt Er menschliche Sichtweisen. Vielmehr handelt Er stets auf neue Weise, um sie zu beschämen.
Es kann auch niemand einen Schritt der Macht seiner Liebe vorangehen, wer immer es auch sein mag, wie viele Zweifel und Schwierigkeiten sie auch vorbringen und machen können; im Gegenteil, Er macht sich einen Spaß mit ihnen, belässt sie in ihrem Geschwätz und schafft in der erwählten Seele [vollendete] Fakten.
Doch trotz alledem erinnert mich meine Gebrechlichkeit an meine leidvollen Umstände, und ich fragte mich erschüttert: ‘Wer weiß, wie viele Zweifel sie an dieser Sprechweise Jesu finden werden!’, und ich war ganz betrübt und bedrückt.
Jesus jedoch, der über meine arme Seele wacht, wiederholte seinen kurzen Besuch und sprach voller Güte zu mir: „Gesegnete Tochter, sorge dich um nichts. Mein Wille hat die Kraft, alles absterben zu lassen, was nicht zu Ihm gehört, und selbst die Schwächen und Armseligkeiten des Menschen in lebendiges Licht zu verwandeln.
Alle meine Worte an dich sind nicht Menschenwerk, sondern Kraft und Macht meines Willens, der alles vermag. Mein Wille ist wie die Sonne, die bei ihrem Aufgang die Finsternis vertreibt und verschwinden lässt und allen Dingen ihr lebendiges Licht schenkt, wenn sie die Erde erfüllt.
So ist mein Wille: sobald sich die Seele von der Macht seines Lichtes umkleiden lässt, verschwindet die Finsternis, alle ihre Übel sterben ab und werden in lebendiges Lichts verwandelt.
Wer dies nicht versteht, ist quasi ein Analphabet und begreift daher weder, was mein Wille ist, noch was Er tun kann, noch wohin die Seele gelangen kann, die in Ihm lebt und sich von seinem Licht erfüllen lässt.
Lass sie also reden; Ich werde Taten setzen, und sie werden bei Worten bleiben. Wenn sie Ihn nicht gründlich studiert haben, wie sollten sie Ihn verstehen?
Sie mögen gebildet und in anderem gelehrt sein, doch was meinen Willen betrifft, werden sie stets Unwissende bleiben. Lassen Wir sie daher links liegen und machen Wir keine Worte, sondern schaffen Wir wahre Fakten.
Du musst wissen, dass die Werke, Akte, die Anbetung und Gottesliebe einer Seele, die in meinem Göttlichen Willen wirkt, im Bereich der Ewigkeit vollbracht und gebildet werden.
Mein Wille ist nämlich ewig, und alles, was in Ihm getan wird, entfernt sich nicht aus diesem Bereich der Ewigkeit, sondern bleibt für immer in Werken, Anbetungen, göttlicher und ewiger Liebe bestätigt. Sie können als Werke des Geschöpfes, das in Gott übertragen wurde, bezeichnet werden, in denen Gott Selbst am Werk war.
Das [bloß oder ungeordnet] Menschliche dringt weder in den Göttlichen Willen noch in die Ewigkeit ein; und wenn es eindringt, muss es sein Leben verlieren, um das Leben und die Werke von Gott Selbst zurück zu erwerben.
Wir, die Dreifaltigkeit, betrachten also die Seele, die in unserem Willen lebt, nicht in der Zeit, sondern in der Ewigkeit. Und zu unserer Zierde und Ehre müssen ihre Akte unsere Akte sein, und ihre Liebe muss unsere Liebe sein.
Die Seele verherrlicht Uns jedes Mal, wenn sie in unseren Willen eintritt und Uns zu wirken erlaubt, sodass Wir unsere Liebe in sie eingießen können, und damit sie Uns mit unserer eigenen Liebe leben kann.
Alles muss Uns zu eigen sein, und all ihre Akte müssen mit dem Bild ihres Schöpfers geprägt sein. Wer hingegen außerhalb meines Willens agiert, der wirkt, liebt und betet in der Zeit an und wird gleichsam als temporär angesehen.
Alle in der Zeit getanen Akte sind Werke ohne Bestätigung, die erst das Gericht abwarten müssen, wo sie bestätigt oder verurteilt oder im Feuer des Reinigungsortes geläutert werden.
Außerdem werden sie als geschöpfliche Werke angesehen, denen die Fülle der Heiligkeit, der Liebe und des unendlichen Wertes fehlen kann.
Das genaue Gegenteil gilt für die in unserem Willen lebende und wirkende Seele: da [ihre Akte] unsere Akte sind, enthält alles die Fülle der Heiligkeit, der Liebe, der Schönheit, des Lichtes und des unendlichen Wertes.
Würden alle diesen riesigen Unterschied zwischen beiden begreifen – o, wie aufmerksam wären sie dann, in unserem Willen zu leben, um vom menschlichen Akt entleert und mit dem wirkenden Akt eines Göttlichen Willens angefüllt zu werden!
Gib daher acht und tue nichts, das nicht vom Licht meines Willens durchzogen und leer gemacht wurde, und du wirst Mich zu meinem größten Wohlgefallen als Gott, der Ich bin, ans Werk gehen und wirken lassen.
Darum erwarte Ich dich stets in meinem Willen, damit Ich dir entgegeneile und meine Arme entgegenstrecke, sodass Er in dir wirke, und damit Ich meinen Mund auftue und eine liebliche Unterhaltung mit dir führe und dir die verborgenen Geheimnisse meines Höchsten Fiat mitteile.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 31; 6. November 1932)

„Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf” (Mt 10, 40)

Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, kam mein stets und ganz liebenswürdiger Jesus und sprach zu mir: „Meine Tochter, alles was du für Mich tust, sei es auch nur ein Atemzug, tritt in Mich ein als Pfand deiner Liebe zu Mir.
Und Ich gebe dir dafür meine Pfänder der Liebe. So kann die Seele sagen: ‘Ich lebe von den Pfändern, die mir mein geliebter Jesus gibt.’ Dann fügte Er hinzu:
„Meine geliebte Tochter, da du von meinem Leben lebst, kann man sagen, dass dein Leben aufgehört hat, du lebst nicht mehr. Da nicht mehr du, sondern Ich lebe, empfange Ich alles, was dir getan wird, Angenehmes und Unangenehmes, als ob es direkt Mir getan würde, und du kannst dies aus der Tatsache heraus verstehen, dass du bei dem, was man dir tut – ob Angenehmes oder Unangenehmes, nichts empfindest.
Das bedeutet, dass da jemand anderer sein muss, der diese Freude oder diese Unannehmlichkeiten empfindet. Und wer sonst könnte das fühlen, wenn nicht Ich, der Ich in dir lebe und dich so sehr liebt?“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 11; 18. Februar 1912)

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… „Meine Tochter, opfere alles, was du in deinen Armen, deinen Beinen und in deinem Herzen leidest, zusammen mit den Leiden meiner Glieder auf, und bete zugleich fünf ‚Ehre sei dem Vater’.
Opfere es der Göttlichen Gerechtigkeit auf, um für die schlechten Werke, Schritte und Wünsche der Herzen Genugtuung zu leisten, die von den Geschöpfen dauernd begangen werden.
Vereinige sodann deine von den Dornen verursachten Leiden und die Schmerzen deiner Schultern [mit meinen Leiden], bete drei ‚Ehre sei dem Vater’ und opfere dies zur Genugtuung für die drei Kräfte des Menschen auf, die so sehr entstellt sind, dass Ich mein Abbild in ihnen nicht mehr erkennen kann. Versuche, deinen Willen immer mit Mir vereint zu halten und in der ständigen Gesinnung, Mich zu lieben.
Lasse dein Gedächtnis die Glocke sein, die ständig in dir läutet und dich an das erinnert, was Ich für dich getan und gelitten, und wie viele Gnaden Ich deiner Seele geschenkt habe, um Mir zu danken und dich erkenntlich zu zeigen, denn die Dankbarkeit ist der Schlüssel, der die Göttlichen Schatzkammern öffnet. Lasse deinen Intellekt an nichts anderes denken und sich nur mit Gott beschäftigen.
Wenn du das tust, werde Ich mein Abbild wieder in dir finden und die Genugtuung daraus schöpfen, die Ich von den anderen Geschöpfen nicht empfangen kann. Dies sollst du andauernd tun, denn da die Beleidigungen fortdauern, muss auch die Genugtuung kontinuierlich sein.“
Dann fügte ich hinzu: „Ach, Herr, wie schlecht bin ich geworden, sogar naschhaft bin ich geworden!“
Er entgegnete: „Meine Tochter, fürchte dich nicht. Wenn eine Seele alles für Mich tut, dann ist alles, was sie nimmt, sogar die Stärkungen selbst, wie etwas, das Ich für meinen leidenden Körper entgegennehme.
Und jene, die sie ihr (der Seele) geben, betrachte Ich so, als würden sie Mir selbst diese Erleichterung geben. Wenn sie Mir diese Erholung nicht gäben, würde Ich leiden.
Doch um für dich jeden Zweifel zu zerstreuen, wirst du jedes Mal, wenn sie dir eine Stärkung geben und du die Notwendigkeit fühlst, sie zu nehmen, es nicht nur für Mich tun, sondern wirst hinzufügen: „Herr, ich möchte deinem leidenden Leib in meinem Leib eine Erleichterung gewähren.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 5; 6. Juni 1903)