1Schon viele haben es unternommen, einen Bericht über all das abzufassen, was sich unter uns ereignet und erfüllt hat. 2Dabei hielten sie sich an die Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren.
3Nun habe auch ich mich entschlossen, allem von Grund auf sorgfältig nachzugehen, um es für dich, hochverehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben. 4So kannst du dich von der Zuverlässigkeit der Lehre überzeugen, in der du unterwiesen wurdest.
14Jesus kehrte, erfüllt von der Kraft des Geistes, nach Galiläa zurück. Und die Kunde von ihm verbreitete sich in der ganzen Gegend. 15Er lehrte in den Synagogen und wurde von allen gepriesen.
16So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen, 17reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt: 18Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt.
Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze 19und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.
20Dann schloss er das Buch, gab es dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. 21Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.

„So kannst du dich von der Zuverlässigkeit der Lehre überzeugen, in der du unterwiesen wurdest“ (Lk 1,4)

… „Meine Tochter, entferne dich nicht von mir, lass mich nicht allein, meine Liebe will Gesellschaft. Siehe, dies ist ein anderes Übermaß meiner Liebe; dass sie nicht allein sein will! Aber weißt du, mit wem sie Gesellschaft haben will? Mit der Kreatur!
Siehst du, im Schoß meiner Mutter sind alle Kreaturen bei mir; ich bin bei ihnen – ganz Liebe, ich will ihnen sagen, wie sehr ich sie liebe, ich will zu ihnen sprechen, um ihnen meine Freuden und meine Leiden mitzuteilen; dass ich in ihre Mitte gekommen bin, um sie glücklich zu machen, sie zu trösten, dass ich mitten unter ihnen wie ein kleines Brüderchen sein will, indem ich jeder von ihnen alle meine Güter gebe, mein Reich, um den Preis meines Todes; ich will mich an ihnen erfreuen.
Ach, welchen Schmerz bereiten sie mir! Der eine flieht vor mir, der andere stellt sich taub, jener zwingt mich, zu schweigen, dieser verachtet mich, der andere verschmäht meine Wohltaten…
Und sie kümmern sich nicht um mein Reich, und vergelten meine Küsse und Zärtlichkeiten, indem sie mich nicht beachten und mich vergessen und sie verwandeln mein Spiel in bitteres Weinen!
O, wie bin ich allein, obwohl inmitten so vieler! O, wie bedrückt mich meine Einsamkeit; ich habe niemanden, mit dem ich sprechen kann, niemanden, um mein Herz auszuschütten, nicht einmal aus Liebe; ich bin immer traurig und schweigsam, denn wenn ich spreche, werde ich nicht angehört…
Ach, meine Tochter, ich bitte dich, ich flehe dich an, lass mich nicht in solcher Einsamkeit, erweise mir die Wohltat, mich sprechen zu lassen, indem du mir Gehör schenkst; leihe dein Ohr meinen Belehrungen, ich bin der Lehrer der Lehrer; wie viele Dinge will ich dich lehren! … Wenn du mir Gehör schenkst, wirst du meine Tränen trocknen und ich werde mich an dir erfreuen; willst du dich nicht an mir erfreuen?“
Und während ich mich ihm hingab und ihn wegen seiner Einsamkeit bemitleidete, fuhr die innere Stimme fort: „Es genügt, es genügt, gehe weiter, das fünfte Übermaß meiner Liebe zu betrachten.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Weihnachtsnovene; vierte Stunde)

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Ich fühlte mich in den Göttlichen Willen versenkt und dachte mir: „Wer weiß, wie viele andere Dinge mein süßer Jesus anderen Seelen über seinen Willen sagen wird! Wenn Er mir, die ich so unwürdig und unfähig bin, so viel darüber erzählt hat, wer weiß wie viel noch Erhabeneres Er den anderen mitteilen wird, die besser sind?”
Da bewegte sich mein liebenswürdiger Jesus in meinem Inneren und sprach zu mir: „Meine Tochter, das ganze Gesetz und die Güter der Erlösung wurden von Mir ins Herz meiner lieben Mutter geschrieben und dort hinterlegt.
Da sie die Erste war, die in meinem Willen lebte und Mich daher vom Himmel herabzog und in ihrem Schoß empfing, war es gerecht, dass sie das ganze Gesetz kannte und die Schatzkammer aller Güter der Erlösung wurde; als Ich in mein öffentliches Leben trat, tat Ich die Erlösung[slehre] den Menschen und den Aposteln kund, wobei Ich keinen Beistrich hinzufügte – und nicht deshalb, weil Ich unfähig dazu wäre.
Die Apostel selbst und die ganze Kirche haben dem, was Ich auf Erden sagte und tat, nichts weiter hinzugefügt. Die Kirche hat kein anderes Evangelium verkündet und kein weiteres Sakrament eingesetzt, sondern richtet ihren Fokus stets auf all das, was Ich tat und sagte. Wer zuerst [zu etwas] berufen wird, muss die Grundlage von all dem Guten empfangen, das Ich an allen Menschengeschlechtern tun will.
Die Kirche hat zwar das Evangelium kommentiert und viel über das geschrieben, was Ich tat und sagte, doch hat sie sich nie von meiner Quelle, vom Ursprung meiner Lehren entfernt.
So wird es auch bei meinem Willen sein: Ich werde in dir das Fundament des ewigen Gesetzes meines Wollens legen, sowie alles Nötige zu seinem Verständnis und die notwendigen Lehren; und wenn die Kirche sich in den Erklärungen und Kommentaren ausbreiten wird, wird sie doch nie vom Ursprung, von der Quelle abweichen, die von Mir eingesetzt ist; wenn jemand davon abgehen wollte, würde er ohne Licht und im Finstern bleiben, und wäre, wenn er erleuchtet werden möchte, genötigt, zur Quelle, d.h. zu meinen Lehren zurückzukehren.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 16; 24. Februar 1924)

„Er lehrte in den Synagogen …“ (Lk 4,15)

… An einem anderen Tag dachte ich mir: „Mein geliebter Jesus hat mir so viele Wahrheiten gesagt, und ich, nehme ich das zu Herzen, was Er mich gelehrt hat? O! Wie selten stelle ich Ihn zufrieden, wie unfähig fühle ich mich zu allem, sodass seine vielen Belehrungen mir zur Verurteilung gereichen werden“. Und mein süßer Jesus regte sich in meinem Inneren und sprach zu mir:
„Meine Tochter, warum betrübst du dich? Die Lehren deines Jesus werden nie dazu dienen, dich zu verdammen; wenn du auch nur ein einziges Mal das tätest, was Ich dich gelehrt habe, ist am Himmel deiner Seele immerdar ein Stern, den du dort anbringst; denn wie Ich über die menschliche Natur einen Himmel ausgebreitet habe, den mein Fiat mit Sternen übersät hat, so habe Ich auf dem Grund der Seele einen Himmel ausgebreitet und das Fiat des Guten, das sie tut – weil alles Gute Frucht meines Willens ist – schmückt diesen Himmel mit Sternen: wenn sie also zehn gute Taten vollbringt, setzt sie dort zehn Sterne hin, wenn tausend gute Taten, tausend Sterne.
Also, denke lieber daran, so viel du kannst, meine Belehrungen zu wiederholen, um den Himmel deiner Seele mit Sternen zu zieren, damit er nicht geringer sei als der Himmel, der über eurem Horizont erglänzt, und jeder Stern wird den Stempel der Lehre deines Jesus tragen. Wie viel Ehre wirst du Mir erweisen!“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 4. Juni 1919)

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Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, ließ sich mein stets liebenswürdiger Jesus in meinen Armen erblicken, als Er gerade die Ruhe pflegte: ich drückte Ihn an mein Herz und sprach zu Ihm: „Meine Liebe, sag mir ein Wort. Warum schweigst Du?“
Er sprach zu mir: „Meine geliebte Tochter, Ich brauche die Ruhe nachdem Ich so viel zu dir gesprochen habe; Ich möchte in dir die ersten Wirkungen meiner Worte finden: du arbeitest, indem du das tust, was Ich dich gelehrt habe, und Ich ruhe aus, und wenn du meine Lehren in die Tat umgesetzt hast, werde Ich zurückkehren und zu dir von noch höheren und erhabeneren Dingen sprechen, damit Ich in dir eine noch angenehmere Ruhe finden könne.
Und überdies, wenn Ich nicht in den Seelen, die in meinem Willen leben, ruhe, in wem könnte Ich hoffen, Rast zu finden? Nur die Seelen, die in meinem Willen leben sind imstande, Mir Ruhe zu verschaffen.
Das Leben in meinem Willen bildet für Mich das Gemach, die in meinem Willen vollbrachten Akte stellen das Bett für Mich dar, die wiederholten Akte, die Ausdauer, mit der sie wiederholt werden, sind die Schlummerlieder, die Musik und das Mittel, um Mir den Schlaf zu bringen.
Aber während Ich schlafe, werde Ich über dich wachen, auf die Weise, dass dein Wille nichts anderes sei als der Erguss des meinen, deine Gedanken der Ausgang der meinen, dein Herz der Erguss meines Herzens, sodass du, obwohl du Mich nicht reden hörst, dich so sehr in Mir verlierst, dass du nichts willst noch denkst noch tust, als das, was Ich will und tue.
Solange du also in meinem Willen lebst, kannst du sicher sein, dass alles, was in dir vorgeht, Ich selbst bin.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 13; 21. Mai 1921)

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… „Meine Tochter, legen wir alles beiseite, sprechen wir vom Reich des Höchsten Willens, das Mir so sehr am Herzen liegt. Siehst du nicht, wie Ich stets dabei bin, auf dem Grund deiner Seele seine Vorzüge niederzuschreiben, seine himmlischen Gesetze, seine Macht, seine göttlichen Wunder, seine bezaubernde Schönheit, seine unendlichen Freuden, die Ordnung und vollkommene Harmonie, die in diesem Reich des Göttlichen FIAT regiert?
Zuerst mache Ich die Vorbereitungen, gestalte in dir alle seine Besitztümer. Dann spreche Ich zu dir, damit du, wenn du in dir seine Besitztümer wahrnimmst, das Sprachrohr meines Willens sein kannst, seine Verkünderin, sein Telegraph und die Trompete, die mit schmetterndem Ton die Aufmerksamkeit der Vorübergehenden ruft, dass sie auf dich hören.
Die Lehren, die Ich dir über das Reich meines Willens erteile, werden wie viele elektrische Leitungen sein, bei denen, wenn die passenden Verbindungen und notwendigen Vorbereitungen hergestellt sind, eine einzige Leitung genügt, um ganzen Städten und Provinzen Licht zu bringen. Die Kraft der Elektrizität verleiht, schneller als der Wind, öffentlichen und privaten Orten Licht.
Die Lehren über meinen Willen werden die Drähte sein, die Kraft der Elektrizität wird das FIAT selbst sein, das mit bezaubernder Schnelligkeit das Licht bringen wird, das vom menschlichen Willen die Nacht und die Finsternis der Leidenschaften hinwegnehmen wird.
O, wie schön wird das Licht meines Willens sein! Bei seinem Anblick werden die Menschen die „Apparate“ in ihren Seelen bereitmachen, um die Drähte (Leitungen) der Lehren anzubringen und sich der Kraft des Lichtes zu erfreuen und sie zu empfangen, welche die Elektrizität meines Höchsten Willens enthält.
Willst du sehen, wie es geschieht? Schau: Ich nehme einen Draht von meinen, mit deiner Seele verbundenen Lehren, und du lässt deine Stimme in der Leitung ertönen. Sag dein: „Ich liebe Dich, ich bete Dich an, ich preise Dich”, sag, was immer du sagen willst und schau aufmerksam zu.”
Ich sagte „Ich liebe Dich”, und dieses „Ich liebe Dich” verwandelte sich in Buchstaben aus Licht, und die elektrische Kraft des Höchsten Willens vervielfältigte es, auf eine Art, dass dieses „Ich liebe Dich” über das ganze Himmelsgewölbe lief.
Es machte sich in der Sonne und in jedem Stern fest, drang in die Himmel ein, konzentrierte sich in jedem Seligen, bildete seine Krone aus Licht zu Füßen des Thrones Gottes und trat bis in den Schoß der Höchsten Majestät ein. Mit einem Wort, wo sich der Göttliche Wille befand, d.h. überall, bildete es sein elektrisches Licht.
Da nahm Jesus seine Rede wieder auf: „Meine Tochter, hast du gesehen, welche Kraft die Elektrizität des Höchsten FIAT besitzt, und wie sie überallhin gelangt? Die Elektrizität der Erde breitet sich höchstens hier unten aus und hat nicht die Kraft, bis zu den Sternen zu reichen, aber die Kraft meiner Elektrizität breitet sich unten und in der Höhe aus, in den Herzen und überall.
Und wenn die Leitungen angebracht sind, wird sie sich bezaubernd schnell ihren Weg mitten unter die Menschen bahnen!“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 19; 4. August 1926)

„Habe auch ich mich entschlossen, allem von Grund auf sorgfältig nachzugehen, um es für dich, hochverehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben“ (Lk 1, 3)

„Meine Tochter, wenn sich die Seele das in Erinnerung ruft, was Ich im Laufe meines Erdenlebens tat und litt, fühle Ich meine Liebe erneuert. Sie schwillt an und fließt über, und das Meer meiner Liebe bildet riesige Wellen, um sich auf doppelte Weise über die Geschöpfe zu ergießen.
Wenn du wüsstest, mit wie viel Liebe Ich darauf warte, dass du deine Rundgänge in meinem Göttlichen Willen in jedem meiner Akte machst; denn in Ihm ist alles, was Ich tat und litt, im Akt, so als täte Ich es gerade wirklich [in diesem Augenblick].
Mit meiner ganzen Liebe erwarte Ich dich und sage: ‘Sieh, Tochter, dies tat Ich für dich, das litt Ich für dich; komm, um die Besitztümer deines Jesus anzuerkennen, die auch die Deinen sind. Mein Herz würde darunter leiden, wenn die kleine Tochter meines Göttlichen Willens nicht alle meine Güter anerkennen würde.‘
Unsere Güter vor einer Seele zu verheimlichen, die in meinem Göttlichen Fiat lebt, würde bedeuten, sie nicht als Tochter anzusehen, oder kein volles Vertrauen zu ihr zu haben. Dies kann aber nicht sein, denn unser Wille identifiziert sie so sehr mit Uns, dass das, was Uns gehört, auch ihr gehört.
So wäre es eher ein Leid für Uns. Wir würden einem überaus reichen Vater mit vielen Besitztümern gleichen, dessen Kinder aber nichts vom Reichtum des Vaters wissen und somit an einem Leben in Armut gewöhnt sind. Sie haben derbe Verhaltensweisen und kümmern sich auch nicht um vornehme Kleidung.
Wäre das nicht ein Schmerz für den Vater, der seinen Söhnen seinen eigenen Besitz verheimlicht hat? Wenn sie aber diese Güter kennenlernen, würden sich ihre Lebensgewohnheiten ändern, sie würden sich ihrem Stand entsprechend kleiden und sich vornehm verhalten.
Wenn das für einen irdischen Vater ein Schmerz wäre, dann noch mehr für deinen Jesus, Der ein himmlischer Vater ist. Wenn Ich dir meine Taten und Leiden bekannt mache, sowie die Güter, die mein Göttlicher Wille besitzt, so wächst meine Liebe zu dir, und deine Liebe zu Mir immer mehr.
Und mein Herz freut sich, unsere kleine Tochter reich an unseren eigenen Gütern zu sehen. Darum sind deine Runden in meinem Göttlichen Willen ein Ventil für meine Liebe. Sie disponieren Mich, dir neue Wahrheiten mitzuteilen und eine weitere kleine Lektion über alles, was zu Uns gehört zu geben.
Dies wiederum disponiert dich zum Anhören und zum Empfang unserer Gaben.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 28; 9. März 1930)

„Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht“ (Lk 4, 18)

… Dann setzte ich meinen Rundgang im Göttlichen FIAT fort und sammelte alle geschaffenen Dinge, wo überall Akte des Göttlichen FIAT herrschen. Den Himmel, die Sonne, das Meer und die ganze Schöpfung miteinander vereinend, brachte ich alles vor die Höchste Majestät, um Sie mit allen ihren Werken zu umgeben und Sie von den Akten ihres eigenen Willens um das Reich des Göttlichen FIAT auf Erden flehen zu lassen.
Da bewegte sich mein liebenswürdiger Jesus in meinem Inneren und sagte zu mir: „Meine Tochter, höre, wie der ganze Himmel den Widerhall auf deine Bitte bildet, und alle, die Engel, die Heiligen, die Erhabene Königin einmütig wiederholen: „FIAT! FIAT! Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden!“
Da es eine Bitte des Himmels und das Reich ist, das allen am Herzen liegt, fühlen sich alle verpflichtet, um das zu bitten, was du willst. Sie fühlen in sich die gleiche Kraft der Gewalt meines Göttlichen Willens selbst, von dem alle beseelt sind, und wiederholen: „Der Wille des Himmels sei eins mit dem der Erde.“
O wie schön ist es, und wie harmonisch hallt es wider, wenn ein Echo von der Erde den ganzen Himmel erfüllt und ein einziges Echo, einen einzigen Willen, eine einzige Bitte bildet!
Alle Seligen fragen einander, ergriffen von Bewunderung: „Wer ist jene, die das ganze Gefolge der Werke Gottes vor die Gottheit bringt und mit der Macht des Göttlichen FIAT, das sie besitzt, uns alle mitreißt und drängt, um ein so heiliges Reich zu bitten?
Niemand hatte je diese Macht, niemand hat bis jetzt das Reich des FIAT mit solcher Macht und Herrschaft erfleht, höchstens haben einige um die Ehre Gottes, andere um die Rettung der Seelen, wie andere um die Wiedergutmachung für so viele Beleidigungen gebetet, alles Dinge, die sich auf die äußeren Werke Gottes beziehen.
Das Reich des Göttlichen Willens zu erflehen, betrifft jedoch seine inneren Werke, die innersten Akte Gottes, es ist die Vernichtung der Sünde, nicht nur die Rettung, sondern die Göttliche Heiligkeit in den Geschöpfen. Es ist die Befreiung von allen geistigen und leiblichen Übeln, es ist die Übertragung der Erde in den Himmel, um den Himmel auf die Erde steigen zu lassen.“
Deshalb ist die Bitte um das Reich meines Göttlichen Willens das Größte, Vollkommenste, Heiligste, und so antworten alle voll Ehrfurcht auf dein Echo, und in der Himmlischen Heimat hallt die schöne Harmonie wider: FIAT VOLUNTAS TUA wie im Himmel so auf Erden.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 23; 23. November 1927)