15In jener Zeit erschien Jesus den Elf und sprach zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! 16Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.
17Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; 18wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden.

„Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“ (Mk16, 15)

Mein armer Geist dachte viel über den Göttlichen Willen nach, besonders wie sein Reich kommen und sich ausbreiten könne und vieles andere, das ich nicht niederschreiben muss.
Da sagte mein geliebter Jesus, der sich in meinem Inneren bewegte, zu mir:
„Meine Tochter, wenn Rom das Vorrecht meiner Kirche hat, verdankt es das der Stadt Jerusalem, weil der Beginn der Erlösung genau in Jerusalem war. In diesem Heimatland erwählte Ich aus der kleinen Stadt von Nazareth meine Jungfräuliche Mutter.
Ich Selbst wurde im Städtchen von Betlehem geboren, und alle meiner Apostel stammten aus dieser Heimat. Obwohl diese Mich undankbarerweise nicht anerkennen wollte und die Güter meiner Erlösung zurückwies, kann man nicht leugnen, dass der Ursprung, der Anfang, die ersten Personen, welche in den Genuss der Erlösung kamen, aus diesem Land waren.
Die ersten Verkünder des Evangeliums, jene, die den Katholizismus in Rom begründeten, waren meine Apostel, alle aus Jerusalem, d.h. aus meiner Heimat.
Nun wird es hier einen Austausch geben: wenn Jerusalem [der Stadt] Rom das Leben der [wahren] Religion und damit der Erlösung vermittelte, so wird Rom [der Stadt] Jerusalem das Reich des Göttlichen Willens bringen.
Dies ist so wahr, dass ebenso, wie Ich für die Erlösung eine Jungfrau aus der kleinen Stadt Nazareth erwählte, Ich eine andere Jungfrau aus einer kleinen Stadt Italiens auswählte, die zu Rom gehört, der die Sendung des Reiches des Göttlichen FIAT anvertraut wurde.
Da dies nun in Rom bekannt werden muss, wie mein Kommen auf die Erde in Jerusalem bekannt war, wird Rom die große Ehre haben, Jerusalem für das große Geschenk, d.h. für die Erlösung, zu vergelten, welche es von dieser Stadt empfangen hat, indem Rom [der Stadt] Jerusalem das Reich meines Willens bekanntmacht.
Dann wird Jerusalem seine Undankbarkeit bereuen und das Leben der Religion [zur Gänze] annehmen, das sie Rom [damals] gebracht hatte; und [Jerusalem selbst] wird von Rom das Leben und das große Geschenk des Reiches meines Göttlichen Willens dankbar annehmen.
Aber nicht nur Jerusalem, sondern alle anderen Nationen werden von Rom das große Geschenk des Reiches meines FIAT empfangen, seine ersten Verkündiger, sein Evangelium, das in Fülle von Friede und Glückseligkeit spricht und von der Wiederherstellung der Erschaffung des Menschen.
Nicht nur meine Mitteilungen werden Heiligkeit, Freuden, Frieden und Glück bringen, sondern die ganze Schöpfung wird im Wettstreit mit ihnen, aus allem Geschaffenem die Glückseligkeiten hervortreten lassen, die es enthält und sie über die Geschöpfe ausgießen.
Als Wir nämlich den Menschen erschufen, legten Wir in sein Wesen alle Keime der Glückseligkeit, die jedes geschaffene Ding besaß.
Wir bereiteten dabei das Innere des Menschen wie ein Stück Erdreich, das alle Keime der Glückseligkeiten enthielt, und zwar so, dass er in sich selbst alle Geschmacksrichtungen hat, um in sich selbst alle Wonnen der geschaffenen Dinge verkosten und empfangen zu können.
Besäße der Mensch diese Samen nicht, so würde ihm der Geschmacks- und der Geruchssinn fehlen, um sich an dem zu freuen, was Gott aus Sich Selbst heraus, in die ganze Schöpfung gelegt hat.
Nun bewirkte der Mensch durch den Sündenfall, dass all diese Samen der Glückseligkeiten, die Gott bei seiner Erschaffung in ihn eingegossen hatte, krank wurden. Daher verlor er den Geschmackssinn, um alle in der Schöpfung enthaltenen Wonnen genießen zu können.
Es ging ihm wie einem armen Kranken, der nicht jeden Wohlgeschmack, den die Speisen enthalten, genießen kann, sondern sie im Gegenteil als Belastung empfindet.
Die Speise selbst verwandelt sich in Belastung für ihn und alles ekelt ihn an. Er isst nur, um nicht zu sterben, nicht weil ihm die Speise schmeckt.
Ein Gesunder hingegen empfindet den Geschmack, die Stärke und Wärme, da sein Magen die Kraft hat, das Gute zu assimilieren, das in den Speisen enthalten ist, und sie schmecken ihm.
So war es auch beim Menschen: durch die Sünde machte er die Samen und sogar die Kraft selbst, durch die er sich all der Glückseligkeit, die in der Schöpfung enthalten ist, erfreuen hätte können, krank und schwach. Und oft verwandeln sie sich [für ihn] in Schmerz.
Nun, mit der Rückkehr des Menschen in mein Göttliches FIAT werden die Samen gesund werden, und er wird die Kraft bekommen, alle Wonnen, die in der Ordnung der Schöpfung vorhanden sind, zu assimilieren und zu genießen.
So wird ein Wettstreit des Glücks für ihn beginnen: alles wird ihm zulächeln, und der Mensch wird wieder glücklich sein – wie Gott ihn erschaffen hatte.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 24; 3. Oktober 1928)

„In jener Zeit erschien Jesus den Elf und sprach zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden“ (Mk 16,15+16)

Ich sprach mit meinem Beichtvater, und er sagte, dass es schwierig sei, gerettet zu werden, da Jesus Christus selbst gesagt hat: ‚Die Tür ist eng, ihr müsst auch bemühen, hier einzutreten.‘
Nachdem ich die Kommunion empfangen hatte, sprach Jesus zu mir: „Wie arm bin Ich doch, für wie kleinlich halten sie Mich! Sag zum Beichtvater: ‚Von ihrer Knausrigkeit her schließen sie auf Meine.
Sie halten Mich nicht für jenes große, unermessliche, unbegrenzte, mächtige Wesen, unendlich in all meinen Vollkommenheiten, das große Menschenmassen durch enge Stellen hindurchgehen lassen kann, mehr als durch die Weite selbst‘.“
Während Er dies sagte, schien ich eine ganz enge Straße zu sehen, die zu einer engen kleinen Tür führte, die aber randvoll von Leuten war, die untereinander wetteiferten, wer schneller voran kam, um dort einzutreten.
Und Jesus fügte hinzu: „Siehst du, meine Tochter, welch große Menschenmenge sich hier vorwärts drängt, und wie sich untereinander wetteifern, wer zuerst ankommt.
In einem Wettbewerb liegt viel Gewinn, denn wäre der Weg breit, dann würde sich niemand beeilen, im Wissen, dass es genug Platz für sie gibt, zu gehen, wann immer es ihnen gefällt; aber während sie sich Zeit lassen, kann der Tod kommen, und wenn sie nicht unterwegs auf der engen Straße sind, wären sie auf der Schwelle zum breiten Tor der Hölle! O, wie nützlich ist diese Enge!
Auch bei euch [Menschen] ist es so: wenn ein Fest oder ein Gottesdienst veranstaltet wird und man weiß, dass es nur wenig Platz gibt, dann beeilen sich viele, und es sind mehr Zuschauer, die dieses Fest oder diese Liturgie genießen; aber wenn bekannt ist, dass es viel Platz gibt, beeilt sich niemand und es sind nur wenige Zuseher, denn da sie wissen, dass es Platz für alle gibt, lassen sie sich Zeit: der eine kommt mittendrin an, der andere zum Schluss und wieder ein anderer dann, wenn alles vorbei ist und kann nichts mehr genießen.
So wäre es gewesen, wenn der Weg zum Heil breit wäre; wenige würden sich beeilen, und das Fest im Himmel wäre nur für wenige gewesen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 9; 16. März 1910)

„Durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen“ (Mk 16, 17)

Diesen Morgen fühlte ich eine Angst in mir, dass es nicht Jesus sein könnte, sondern der Dämon, der mich täuschen wollte. Jesus kam, und als Er mich in dieser Furcht sah, sprach Er zu mir:
„Demut ist die Sicherheit[swache] für die himmlischen Gunsterweise. Demut kleidet die Seele in solche Sicherheit, dass die Tricks des Widersachers nicht in sie eindringen können.
Demut bringt alle himmlischen Gnaden in Sicherheit, sodass Ich dort, wo Ich Demut sehe, alle Arten von himmlischen Gnaden rückhaltlos fließen lasse.
Lasse dich deswegen also nicht beunruhigen, sondern schau vielmehr mit einem einfachen Auge immer in dein Inneres, um zu sehen, ob du mit der schönen Demut bekleidet bist, und sorge dich um nichts anderes.“
Dann zeigte Er mir viele geweihte Personen des religiösen Lebens und unter ihnen Priester – auch solche, die ein heiliges Leben führten. Aber so gut sie waren, es mangelte ihnen am Geist der Einfachheit, an die vielen Gnaden zu glauben und die vielen Wege, welche der Herr [im Umgang] mit den Seelen benützt. Jesus sagte zu mir:
„Ich teile Mich sowohl den Demütigen als auch den Einfachen mit, denn sie glauben sofort an meine Gnaden und schätzen sie sehr, wenn sie auch ungebildet und arm seien.
Aber bei diesen anderen, die du siehst, bin Ich sehr zurückhaltend, denn der erste Schritt, der eine Seele Mir näherbringt, ist der Glaube; so geschieht es, dass diese mit all ihrer Wissenschaft, Lehre, ja sogar Heiligkeit, nie einen Strahl des himmlischen Lichtes erfahren, das bedeutet, sie gehen den natürlichen Weg weiter und kommen nie so weit, nicht einmal im Geringsten, das Übernatürliche zu berühren.
Das ist auch der Grund, weshalb im Laufe meines sterblichen Lebens auch nicht ein Gelehrter, ein Priester oder ein Mächtiger unter meinen Jüngern war, sondern lauter Ungebildete und solche aus niedrigen Verhältnissen – denn diese waren demütiger und einfacher, und auch mehr disponiert, um große Opfer für Mich zu bringen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 2; 19. Mai 1899)

„Sie werden in neuen Sprachen reden“ (Mk 16,17)

Ich kehre ständig in den Göttlichen Willen zurück, in dessen unermesslich großem Meer ich schwimme; wollte ich all seine Akte umfangen, wären auch Jahrhunderte noch zu kurz, um sie alle zu umfassen.
Daher sieht es für meine Kleinheit so aus, als kehre ich zurück, während ich [in Wirklichkeit in seinem Meer] bin. Als ich so im FIAT aufging, sprach mein guter Jesus, der das liebende Bedürfnis verspürt, mir mitzuteilen, wohin eine in seinem Willen lebende Seele gelangen kann, zu mir:
„Meine gesegnete Tochter, meine Liebe findet erst dann Frieden, und ihre Sehnsucht und ihr Fieberwahn kommen erst dann zur Ruhe, wenn Ich über meinen Göttlichen Willen spreche.
In den Worten und Wahrheiten, die Ich über Ihn offenbare, findet Er eine sanfte Ruhe, weil Er sieht, dass seine Liebe in den Seelen seinen Platz einnimmt, um wiedergeliebt zu werden – dann kann mein Wille sein Leben heranbilden.
Ich muss seine Vorzüge und Schätze offenbaren, um die Menschen anzulocken, zu betören und hinzureißen, in Ihm zu leben, sonst würden sie sich nicht bewegen.
Nun musst du wissen, dass jede Wahrheit, die Ich verkünde, und jeder in meinem Willen getane Akt, der von der von Mir offenbarten Kenntnis begleitet wird, ein göttlicher Same ist, den die Seele erwirbt.
Dieser Same wird neue göttliche Wissenschaft hervorbringen, und dann wird die Seele so beredt in der Sprache ihres Schöpfers reden können! Jede Wahrheit wird eine neue himmlische Sprache sein, welche vom Zuhörer verstanden wird, der diese göttliche Saat aufnehmen will. Dieser Same wird ein neues Leben der Heiligkeit hervorbringen, neue Liebe, neue Güte, neue Freude und neue Glückseligkeit.
Diese Samen meiner Wahrheiten werden so viele neue göttliche Besitztümer sein, welche die Seele erwirbt. Die Herrlichkeit, die Wir durch das Wirken der Seele in unserem Willen empfangen, ist so groß, dass Wir sie allen Seligen mitteilen.
Wisse dies: je mehr göttliche Samen die Seele kraft der Kenntnisse über mein Fiat erwirbt, desto mehr weitere Grade an Gotteserkenntnis und Glorie teilen Wir ihr mit, wenn sie nach dem Tod in unsere himmlische Heimat eingeht.
Jeder hier auf Erden erworbenen Kenntnis wird die doppelte Kenntnis unseres Höchsten Wesens in unserer Himmelswohnung entsprechen, und jedem göttlichen Samen, den sie empfangen hat, ein Grad der Glorie, der Freude, des Glücks.
So wird die Wonne, Freude und Glorie der Seligen proportional zu dem sein, wie gut sie Uns gekannt haben. Nehmen wir z.B. als Vergleich einen Menschen, der nicht verschiedene Sprachen studiert hat.
Wenn er nun andere reden hört, wird er nichts verstehen, und außerdem könnte man ihn auch nicht als Sprachlehrer anstellen, damit er sich ein höheres Einkommen verdienen kann. Er muss sich damit abfinden, das Wenige zu lehren, das er weiß und damit, wenig zu verdienen.
In einer ähnlichen Situation sind die Menschen. Wenn sie Uns auf Erden nicht [er]kennen, machen sie in ihren Seelen nicht genug Platz, um all unsere Freuden und Wonnen aufzunehmen, und selbst wenn Wir sie ihnen geben wollten, gäbe es keinen passenden Platz für sie, und die Seelen würden nichts begreifen.
So wird die Glorie der Seligen der Anzahl ihrer Willensakte in unserem Göttlichen Willen entsprechen, und ihre Glorie und Freude wird umso größer sein, je mehr Kenntnisse sie erworben haben.
Eine zusätzliche Kenntnis wird die Seligen so hoch aufsteigen lassen, dass der ganze Himmlische Hof staunen wird, denn mit jeder weiteren Kenntnis erwirbt die Seele ein neues göttliches Leben, das Schätze und unendliche Freuden besitzt.
Scheint es dir unbedeutend, dass die Seele so viele unserer göttlichen Leben als Eigentum besitzt? Was können Wir ihr nicht alles an Freude, Seligkeit und Liebe als Vergeltung für diese unsere neuen göttlichen Leben schenken, die sie als ihr Eigentum besitzt!
So sehnen Wir Uns nach unseren Kindern, die in unserem Willen leben werden, und die Uns auf Erden bekannt machen, denn unser Wille wird sie wie ein Lehrer über die neuen Wissenschaften ihres Schöpfers unterweisen und sie den erworbenen Wissenschaften entsprechend, schön, weise, heilig, edel machen.
Wir erwarten sie in unserem Himmlischen Hof, um sie mit unseren neuen Freuden, Schönheiten und Wonnen zu überfluten, die Wir bis jetzt nicht schenken konnten. Im Himmel sind alle Seligen wie eine Familie untereinander verbunden, die sich mit vollkommener Liebe lieben.
Daher werden sie alle an der Herrlichkeit und Freude dieser [in unserem Willen lebenden Kinder] teilnehmen, nicht als direkte Glorie und Freude, sondern auf indirekte Weise, aufgrund des Bandes der Einheit der Liebe untereinander.
So wartet unser Höchstes Wesen voll Verlangen auf die Kinder unseres Willens, um auf Erden bekannt zu werden und dann aus der Tiefe unseres göttlichen Schoßes neue endlose Freuden und Seligkeiten darzutun.
Wer nämlich in Ihm lebt, hat in seinen Akten Unendlichkeit und nie versiegende Freuden erworben.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 36; 12. Juni 1938)