33. SONNTAG IM JAHRESKREIS – B – (Mk 13,24-32)
24In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: In jenen Tagen, nach der großen Not, wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird nicht mehr scheinen; 25die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
26Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen. 27Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.
28Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. 29Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Ende vor der Tür steht.
30Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft. 31Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.
32Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater.
„Nach der großen Not…“ (Mk 13, 24)
… Die Hoffnung hingegen verleiht der Seele Stärke und Festigkeit, wie diese hohen Berge, die auch nicht im Geringsten bewegt werden können.
Mir scheint, dass eine Seele, die von Hoffnung erfüllt ist, mit gewissen überaus hohen Bergen verglichen werden kann, die trotz allem Ungewitter in der Luft keinerlei Schaden erleiden; weder Schnee noch Winde noch Hitze dringt in jene Berge ein; welcher Gegenstand auch auf ihren Gipfel gebracht wird, man kann sicher sein, ihn dort zu finden, wohin er gebracht worden ist, sogar nach hundert Jahren.
Genauso ist die Seele, die mit Hoffnung bekleidet ist: nichts kann ihr schaden, weder Drangsale noch Armut noch die verschiedenen Wechselfälle des Lebens.
Sie ist einen Augenblick bestürzt, und sagt zu sich selbst „Ich kann alles tun, alles ertragen, alles erleiden – hoffend auf Jesus, welcher der Gegenstand all meiner Hoffnung ist.“
Die Hoffnung macht die Seele beinahe allmächtig, unbesiegbar und verleiht ihr die Beharrlichkeit bis zum Ende, sodass sie erst dann zu hoffen und zu beharren aufhört, wenn sie das Himmelreich in Besitz genommen hat.
Dann legt sie die Hoffnung nieder und stürzt sich in den unermesslichen Ozean der Göttlichen Liebe… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 1)
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… Der Glaube belebt, er heiligt, er vergeistigt den Menschen und lässt ihn die Augen fest auf das Höchste Wesen gerichtet halten, solcherart, dass er nichts von den Dingen hier unten erfährt, und wenn er sie erfährt, dann erfährt er sie in Gott.
O, die Seligkeit einer Seele, die vom Glauben lebt! Ihr Flug richtet sich stets zum Himmel. In allem, was ihr widerfährt, betrachtet sie sich in Gott, und zwar so: in Trübsalen erhebt sie der Glaube zu Gott und sie betrübt sich nicht, noch weniger beklagt sie sich, da sie weiß, dass sie nicht hier ihre Freuden finden soll, sondern im Himmel.
Und wenn Freude, Reichtümer und Annehmlichkeiten sie umgeben, dann erhebt sie der Glaube zu Gott, und sie sagt sich: „O, wie viel zufriedener und reicher werde ich im Himmel sein!“
So fühlt sie sich durch diese irdischen Dinge belästigt, sie verachtet sie und legt sie unter ihre Füße. Mir scheint eine Seele, die vom Glauben lebt, ähnlich wie eine Person zu sein, die Millionen an Geld besitzt und auch ganze Königreiche, und jemand anderer will ihr einen Cent anbieten.
Was würde sie sagen? Würde sie ihn nicht verschmähen und dem anderen ins Gesicht schleudern? Ich füge hinzu: und wenn dieser Cent ganz schmutzig wäre, wie die irdischen Dinge es sind? Mehr noch: wenn dieser Cent nur eine Leihgabe wäre?
Diese Person würde sagen: „Ich genieße und besitze unermessliche Reichtümer, und du wagst mir diesen elenden Cent anzubieten, so schmutzig, und nur für kurze Zeit?“ Ich glaube, sie würde rasch ihren Blick von ihm abwenden und die Gabe nicht annehmen.
So macht es die Seele, die vom Glauben lebt, in Anbetracht der irdischen Dinge…“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 2; 28. Februar 1899)
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Ich fühlte mich wegen der Beraubung meines süßen Jesus in Bitterkeit, und während ich seine Rückkehr ersehnte, trat Er aus meinem Inneren heraus, aber so betrübt, dass es Mitleid erregte. Ich fragte Ihn: „Sag mir doch, was hast Du, dass Du so betrübt bist!” Und Jesus:
„Ach, meine Tochter, es müssen schwere Dinge kommen, damit ein Reich oder ein Haus neu geordnet werden kann. Es kommt zuerst eine allgemeine Erschütterung, und viele Dinge gehen zugrunde, manche verlieren, andere gewinnen, mit einem Wort: es kommt zu einem Chaos und größeren Erschütterungen, und vieles leidet bei der Neuordnung und Erneuerung, wenn dem Reich oder Haus eine neue Form gegeben wird.
Mehr Leid und mehr Mühe sind nötig, wenn man abreißen muss, um aufzubauen, als wenn man nur aufbauen müsste. So wird es auch beim Wiederaufbau des Reiches meines Willens sein.
Wie viel muss erneuert werden! Alles muss umgestürzt, Menschen müssen getötet und vernichtet werden. Erde, Meer, Luft, Wind, Wasser und Feuer müssen in Verwirrung gebracht werden, damit sich alle an die Arbeit machen, um das Angesicht der Erde erneuern zu können, und die Ordnung des neuen Reiches meines Göttlichen Willens mitten unter die Menschen getragen werden kann.
Daher werden viele ernste Dinge geschehen, und Ich fühle Mich betrübt, wenn Ich das Chaos sehe. Aber wenn Ich weiter schaue und die Ordnung und mein neu errichtetes Reich erblicke, verwandelt sich meine tiefe Traurigkeit in eine so große Freude, dass du sie nicht begreifen kannst. Das ist der Grund, warum du Mich einmal traurig und einmal in der Freude meines himmlischen Vaterlandes siehst.”
Ich fühlte mich traurig wegen dieses Umsturzes, den Jesus mir beschrieben hatte; die ernsten Dinge waren erschreckend, man hörte von Unruhen, Revolutionen und Kriegen in vielen Teilen. O, wie stöhnte mein armes Herz! Um mich aufzurichten, nahm mich Jesus in seine Arme, drückte mich fest an sein Heiligstes Herz und sprach zu mir:
„Meine Tochter, schauen Wir weiter in die Ferne, um Uns zu trösten. Ich möchte, dass alle Dinge wieder in den Zustand wie am Beginn der Schöpfung zurückkehren, die nichts anderes als ein Erguss der Liebe war; und er dauert immer noch an, denn was Wir einmal tun, das tun Wir immer und es wird nie unterbrochen.
Wir werden nie müde, einen Akt zu wiederholen: was Wir einmal tun, lieben Wir immer zu tun. Dies ist das göttliche Wirken: einen Akt zu tun, der Jahrhunderte und Jahrhunderte, und sogar die ganze Ewigkeit lang andauert. So strömt unser Erguss der Liebe und unser Hauch ständig aus unserem göttlichen Schoß und haucht geschwind auf die Menschengeschlechter.
So weht unser Liebeserguss in der ganzen Schöpfung, erfüllt Himmel und Erde, Sonne und Meer, Wind und Wasser und strömt den Geschöpfen entgegen.
Wäre es nicht so, würde der Himmel zusammenschrumpfen, die Sterne würden sich verirren, die Sonne würde an Licht verlieren, das Wasser würde fehlen und die Erde weder Pflanzen noch Früchte hervorbringen; denn da ihnen das Leben unserer Liebe fehlte, die in allen Dingen weht, würden sie sich von unserer Quelle zurückziehen, von der sie ausgegangen sind. Und wenn unser Hauch fehlte, würde es mit den Menschengeschlechtern zu Ende gehen, denn sie sind nichts anderes als Funken, die unser Atem aussendet, um die heranwachsende Generation fruchtbar zu machen.
Nun nehmen sich die Geschöpfe das Materielle von den geschaffenen Dingen und lassen das Leben der Liebe zurück, das über allem schwebend, wie suspendiert bleibt, ohne sich schenken zu können. Es ist, wie wenn man in eine blühende Wiese geht, oder in einen Garten voller Bäume, die mit kostbaren Früchten beladen sind.
Wenn man nur die Blume betrachtet und sie nicht pflückt, wird man den Geschmack und lebendigen Duft der Blume nicht erfahren. Wenn man die Frucht ansieht und sie nicht vom Baum nimmt, um sie zu essen, wird man das Leben der Frucht weder genießen noch empfangen.
So ist es mit der ganzen Schöpfung: der Mensch betrachtet sie, doch empfängt er nicht das Leben der Liebe, das Gott in alle geschaffenen Dinge gelegt hat, weil er nicht seinen Willen hineinlegt, noch sein Herz öffnet, um diesen ständigen Erguss der Liebe seines Schöpfers zu empfangen.
Dennoch hört unser Erguss der Liebe nicht auf, unser regenerierender Hauch ist ständig aktiv und in Bewegung. Wir erwarten das Reich unseres Göttlichen FIAT, damit diese unsere Liebe zu den Menschen herabschwebe und jenes göttliche Leben von Uns schenke, das die Geschöpfe empfangen und daraus ihren Erguss der Liebe formen werden, um ihn Dem zu geben, von Dem sie das Leben erhalten.
Daher, meine Tochter, ist die ganze Schöpfung über dir konzentriert. Ich betrachte dich vom gestirnten Himmel aus und sende dir diesen Erguss der Liebe, betrachte dich von der Sonne aus, und dich anhauchend, sende Ich dir mein göttliches Leben.
Ich betrachte dich vom Meer aus und in seinen schäumenden und stürmischen Wellen sende Ich dir meine Liebe, die darin enthalten ist und entlade sie über dir wie ein tosendes Meer.
Ich betrachte dich vom Wind aus und gieße meine erobernde, reinigende und wärmende Liebe in dich aus, betrachte dich von den Bergen her und sende dir den Erguss meiner festen und unbeweglichen Liebe.
Es gibt keinen Punkt oder kein geschaffenes Ding, wo Ich dich nicht sehe, um Liebe in dich auszugießen. Da mein Wille in dir ist, ziehst du Mich überall an, dich zu betrachten, denn Er erweitert deine Fassungskraft, damit du diesen meinen Erguss der Liebe ständig empfängst.
Wo mein Göttlicher Wille regiert, kann Ich alles geben, alles konzentrieren, und es entsteht der Wettstreit zwischen Schöpfer und Geschöpf, Ich im Geben und es im Empfangen. Ich gebe dem, der Mir gibt, und wer Mir gibt, dem gebe Ich auf überraschendste Weise.
Deshalb wünsche Ich dich stets in meinem Willen, damit Wir ständig miteinander wetteifern, du mit Mir und Ich mit dir.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 21; 24. April 1927)
… „Und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden“ (Mk 13,25)
Die Beraubungen meines süßen Jesus werden immer länger. O wie lässt Er mich nach seiner Rückkehr schmachten! Wie scheinen die Stunden und Tage Jahrhunderte zu sein ohne Ihn, doch Jahrhunderte der Nacht, nicht des Tages! Nun, während ich voll Sehnsucht auf seine Rückkehr wartete, trat Er wie ein aufflammender Blitz aus meinem Inneren hervor, drückte mich an sich und sagte zu mir:
„Meine Tochter, der Mensch wurde von Gott mit drei Kräften erschaffen, mit Gedächtnis, Verstand und Willen, und zwar damit er in Verbindung mit den Göttlichen Personen der Heiligsten Dreifaltigkeit bleiben könne. Diese waren wie Wege, um zu Gott aufzusteigen, wie Türen, um einzutreten, wie Zimmer, um [darin] seinen ständigen Aufenthalt zu bilden, das Geschöpf zu Gott hin, Gott zum Geschöpf.
Diese sind die königlichen Wege für den einen wie den anderen, die goldenen Pforten, welche Gott auf dem Grund der Seele niederlegte, damit die Höchste Herrschaft der Göttlichen Majestät eintreten könne, das sichere und unerschütterliche Gemach, wo Gott seinen himmlischen Aufenthalt nehmen solle.
Nun, um sein Reich im Inneren der Seele bilden zu können, möchte mein Wille diese drei Kräfte, die dem Geschöpf gegeben sind, um es zur Ähnlichkeit mit seinem Schöpfer zu erheben, in der Ordnung des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes vorfinden.
Mein Wille würde seine Besitztümer nicht verlassen, wenn diese drei Kräfte der Seele in der Ordnung Gottes wären, und Er würde glücklich und wie natürlich herrschen, denn indem sie in der Ordnung Gottes blieben, würden diese drei Kräfte die Ordnung in sich selbst und außerhalb von sich selbst bewahren; das Reich des Willens Gottes und jenes des Geschöpfes wären kein geteiltes Reich, sondern ein einziges, und somit wären ihre Herrschaft und ihre Regierung eine einzige.
Umso mehr, als mein Wille nicht regieren kann, wo keine Ordnung und Harmonie herrschen – diese untrennbaren Eigenschaften und unerlässlichen Merkmale der Göttlichen Personen. Und die Seele kann nie geordnet sein und mit ihrem Schöpfer harmonieren, wenn sie nicht ihre drei Kräfte geöffnet hält, um von Gott seine geordneten Eigenschaften und harmonischen Wesensmerkmale zu empfangen, sodass mein Wille, wenn Er die göttlichen Harmonien und die höchste Ordnung des göttlichen und menschlichen Reiches vorfindet, daraus ein einziges bildet und darin mit seiner vollen Herrschaft regiert.
Ach, meine Tochter, welche Unordnung herrscht in den drei Kräften der menschlichen Seele! Man kann sagen, dass sie Uns die „Tür vor der Nase“ zugeschlagen und die Wege versperrt haben, um unseren Schritt zu hindern und die Kommunikation mit Uns zu unterbrechen, während es das größte Geschenk war, das Wir ihnen machten, als Wir sie schufen.
Diese drei Kräfte sollten dazu dienen, Den zu verstehen, der die Menschen erschaffen hat, damit die Seele zur Ähnlichkeit mit Ihm heranwachse, und – indem ihr Wille in den ihres Schöpfers eingeschmolzen ist, Ihm das Recht gebe, Ihn herrschen zu lassen.
Deshalb kann der Höchste Wille nicht in der Seele herrschen, wenn diese drei Kräfte – Verstand, Gedächtnis und Wille – sich nicht vereinen, um zu der Bestimmung zurückzukehren, für den Gott sie [im Menschen] erschaffen hat.
Bete daher, dass diese drei Kräfte zur Ordnung und Harmonie ihres Schöpfers zurückkehren, damit mein Höchster Wille [in ihnen] in vollem Triumph herrschen kann.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 19. 12. August 1926)
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Ich fühlte mich unter dem furchtbaren Alpdruck seiner Entbehrung. Ich war bedrückt, ich schmachtete und fühlte mich so schlecht, dass ich nicht mehr konnte.
Nachdem mein anbetungswürdiger Jesus mich unter einer so schmerzvollen Kelter gut ausgepresst hatte, hatte Er Mitleid mit meiner äußersten Betrübnis, nahm mich fest in seine Arme und sagte zu mir:
„Arme Tochter, wie schlecht geht es dir! Mut, Ich möchte nicht, dass du an dieses äußerste Extrem kommst; du betrübst dich zu sehr, wo du dich doch trösten solltest.
Dein Inneres spricht ständig vor der Göttlichen Majestät und ist ein fortwährender Akt. Dein unaufhörliches Bitten um mein Reich des Göttlichen FIAT bringt vor Gott die Sicherheit des Sieges mit sich.
So hast du entweder [schon] gesiegt, oder bist dabei zu siegen. Ein fortwährendes Tun und Sprechen erwirbt die Natur einer siegreichen Macht vor Gott.
Gott verliert gleichsam die Widerstandskraft, und die Seele erlangt siegreiche Kraft. Es findet ein Austausch statt: Gott wird entwaffnet, und die Seele wird mit göttlichen Waffen ausgerüstet, doch dem Höchsten Wesen ist es nicht gegeben, zu widerstehen.
Scheint dir dieses ständige Bitten um das Reich meines ewigen Willens unbedeutend? Dass du Runden durch die ganze Schöpfung machst, so wie in allen Akten, die Ich in der Erlösung tat, in den Meeren der Akte der Liebe und des Leidens der Höchsten Himmelskönigin, damit mein Reich komme?
Du bittest um nichts für dich, kreist immer wieder und bittest immer wieder, dass mein Göttlicher Wille bekannt werde, herrsche und regiere. Hier tritt kein Schatten von etwas Menschlichem ein, noch Eigennutz.
Dieses Gebet ist der heiligste und göttlichste Akt, es ist das Gebet des Himmels, nicht der Erde, denn es ist das reinste, schönste, unbesiegbare, das nur das Interesse der göttlichen Herrlichkeit einschließt.
Bis jetzt hat Mich niemand mit solchem Nachdruck gebeten. Meine Mama bat Mich so eindringlich um die Erlösung und war darin siegreich, doch um das Reich meines Willens hat bisher niemand so nachdrücklich gebetet, dass er einen Gott besiegen hätte können.
Deshalb besagt dein Nachdruck viel, selbst der Aufruhr der ganzen Natur sagt viel aus. In diesen Zeiten verkünden alle aus dem Gleichgewicht geratende Elemente etwas Gutes, und das ist für die Neuordnung meines Reiches notwendig.
Es ist das Größte, deshalb bedarf es der Umwälzungen, um die Erde zu reinigen. Ich wünsche also nicht, dass du dich zu sehr betrübst, sondern vielmehr deinen ständigen Flug fortsetzt, und deinen Nachdruck, damit du die vollständige Kraft erwirbst, das Reich des Höchsten FIAT zu gewinnen.“ … (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 22; 12. August 1927)
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Ich dachte über den Göttlichen Willen nach, und dabei kamen mir so viele Gedanken in den Sinn! Nachdem der Herr mich aus meinem Leib herausgetragen hatte, zeigte Er, mein stets liebenswürdiger Jesus, mir die vielen Züchtigungen, mit denen Er die Generationen schlagen will, und erschüttert fragte ich mich:
„Wie soll das Reich des Göttlichen FIAT kommen können, wenn die Erde von Übeln übervoll ist, und die Göttliche Gerechtigkeit alle Elemente bewaffnet, um den Menschen, und das, was ihm dient, zu vernichten? Überdies kam dieses Reich nicht, als Jesus mit seiner sichtbaren Gegenwart auf die Erde kam – wie wird es jetzt kommen können? Wie die Dinge stehen, scheint das schwierig.“
Da sagte mein süßer Jesus, Der sich in meinem Inneren bewegte, zu mir:
„Meine Tochter, alles, was du gesehen hast, wird dazu dienen, die Menschheitsfamilie zu reinigen und vorzubereiten. Die Erschütterungen werden zur Neuordnung dienen, und die Zerstörungen zum Aufbau schönerer Dinge.
Wenn ein einstürzendes Gebäude nicht abgerissen wird, kann man das neue, schönere nicht über denselben Ruinen errichten. Ich werde alles auf die Vollendung meines Göttlichen Willens hin ordnen. Zudem hatte, als Ich auf die Erde kam, unsere Gottheit nicht das Kommen des Reiches meines Willens beschlossen, sondern jenes der Erlösung.
Trotz der menschlichen Undankbarkeit wurde es verwirklicht, aber hat noch nicht seinen ganzen Weg zurückgelegt: viele Gebiete und Völker leben [noch] so, als wäre Ich nicht gekommen. Daher muss es [zuerst] seinen Weg gehen und überall hingelangen, denn die Erlösung ist die vorbereitende Straße für das Reich meines Willens, das Heer, das vorangeht, um die Völker zu bilden, welche die Herrschaft, das Leben, den König meines Göttlichen Willens aufnehmen sollen.
Was also damals noch nicht beschlossen worden ist, das setzen Wir heute fest für die Verwirklichung des Reiches unseres FIAT, und wenn Wir etwas festsetzen, ist [damit] alles getan. In Uns genügt der Ratschluss, das zu verwirklichen, was Wir wollen. Darum ist das, was dir schwierig erscheint, für unsere Macht leicht.
Sie wird jenen heftigen Winden nach langen, wolkenverhangenen Regentagen gleichen: Die Macht des Windes zerstreut die Wolken, vertreibt den Regen und lässt das heitere Wetter und die Sonne zurückkehren, damit sie die Erde umfängt.
So wird unsere Macht mehr als ein ungestümer Wind die dichte Finsternis des menschlichen Willens vertreiben und die Sonne meines Ewigen Willens wieder scheinen lassen, damit sie die Geschöpfe umfängt. Alle Wahrheiten über Ihn, die Ich dir mitteile, sind nichts anderes als die Bestätigung dessen, was Wir beschlossen haben.
Wenn zudem die Gottheit nicht das Reich meines Göttlichen FIAT und die Zeit seiner nahen Erfüllung beschlossen hätte, dann hätte kein Grund, noch eine Notwendigkeit, noch ein Zweck bestanden, dich auszuwählen. Es hätte keinen Zweck gegeben, dich so lange Jahre geopfert zu halten, dir als seiner kleinen Tochter, seine Kenntnisse, seine wunderbaren Wahrheiten, und seine geheimen und verborgenen Schmerzen anzuvertrauen.
Und nicht nur das, sondern die Gottheit hat dich ganz väterlich und mütterlich behandelt, damit Sie in dich den Samen der Göttlichen Nachkommenschaft lege, und du dich um ihre Interessen mehr sorgst, als wären es deine eigenen.
Das zeigt, wie real das ist, was Wir beschlossen haben: so real, dass Ich sogar das [konkrete] Subjekt auswählte und Mich entschied, die Mittel zu gebrauchen und die Unterweisungen zu geben, um zur Menschheitsfamilie hinab zu steigen und in ihrer Mitte das zu errichten, was im Himmel [schon] festgesetzt worden ist.
Wäre das Reich meines Willens nicht beschlossen worden, so hätte Ich dir nicht so viel mitgeteilt, noch dich auf ganz besondere Art für einen solchen Zweck auserwählt.
Mein Wort wäre ohne Leben und ohne Frucht gewesen, wenn dies so wäre; es wäre ohne schöpferische und befruchtende Kraft – was nicht sein kann. Mein Wort besitzt die schöpferische Kraft und die Kraft, sich mit seiner Fruchtbarkeit sein [eigenes] Gefolge von endlosen Leben zu verschaffen.
So geschah es in der Erlösung. Da es von Uns im Himmel beschlossen worden war, wurde eine Jungfrau erschaffen, die die Mutter des Ewigen Wortes sein sollte. Wäre dies nicht festgesetzt worden, so hätte kein Grund, noch eine Notwendigkeit bestanden, diese ganz einzigartige und besondere Jungfrau zu erschaffen und auszuwählen.
Es hätte auch keinen Anlass für so viele Mitteilungen an die Propheten gegeben, die das Leben des WORTES in Seiner Menschheit so lebendig im Detail darlegten und seine Leiden beschrieben, als hätten sie Ihn vor Augen gehabt. Wenn es also unserer Göttlichen Güte gefällt, auszuwählen und sich mitzuteilen, ist es ein sicheres Zeichen und der Beginn der Entfaltung ihrer Werke, die Sie beschlossen hat.
Sei daher aufmerksam und lasse alles deinen Jesus machen, denn Mir fehlen weder die Macht noch die Mittel für das, was Ich will, und das zu verwirklichen, was Ich beschlossen habe.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 24; 30. April 1928)
„Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen“ (Mk 13, 26)
Diesen Morgen kam mein anbetungswürdiger Jesus glorreich, mit seinen Wunden strahlender als die Sonne und mit einem Kreuz in der Hand. Inzwischen sah ich auch ein Rad mit vier Unterteilungen, die hervorstanden, während ein anderer Teil der Unterteilungen das Licht zu meiden schien und in der Dunkelheit blieb.
In dieser Dunkelheit blieben die Menschen wie von Gott verlassen, und es gab blutige Kriege gegen die Kirche und gegen sie selbst. Ach, es schien, dass sich die vom gebenedeiten Jesus in der Vergangenheit vorhergesagten Ereignisse raschen Schrittes nähern!
Als nun Unser Herr dies alles sah, war Er von Mitleid bewegt und näherte sich dem dunklen Teil, dann warf Er das Kreuz, das Er in seiner Hand hatte, darüber und sprach mit klangvoller Stimme: „Glorie sei dem Kreuz!“ Und es schien, dass das Kreuz alles Licht zurückrief und die Völker erschüttert wurden und um Hilfe und Beistand flehten. Jesus wiederholte:
„All die Herrlichkeit und der Triumph werden des Kreuzes sein, andernfalls würden die Heilmittel die Übel noch schlimmer machen, daher das Kreuz, das Kreuz!“ Wer kann sagen, wie betrübt ich zurückblieb, und bekümmert darüber, was geschehen würde? (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 4; 15. September 1901)

