54Jesus kam in seine Heimatstadt und lehrte die Menschen dort in der Synagoge. Da staunten alle und sagten: Woher hat er diese Weisheit und die Kraft, Wunder zu tun? 55Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria und sind nicht Jakobus, Josef, Simon und Judas seine Brüder?
56Leben nicht alle seine Schwestern unter uns? Woher also hat er das alles? 57Und sie nahmen Anstoß an ihm und lehnten ihn ab. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat und in seiner Familie.
58Und wegen ihres Unglaubens tat er dort nur wenige Wunder.

„Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns?“ (Mt 13,55)

Ich sah weiterhin das heilige Kind, und die Königin Mutter auf der einen Seite und den Heiligen Joseph auf der anderen, die das Göttliche Kind tief anbeteten.
Ganz Aufmerksamkeit für Ihn, schien es mir, dass die ständige Gegenwart des Jesuskindes sie in ständiger Ekstase gefangen hielt; und wenn sie arbeiten konnten, war es ein Wunder, das der Herr in ihnen wirkte; andernfalls wären sie bewegungslos geblieben, unfähig, ihre äußeren Pflichten zu erfüllen.
Auch ich verrichtete meine Anbetung und befand mich dann in mir selbst. (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 4; 26. Dezember 1900)

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… „Meine Tochter, damit die Seele sich selbst vergessen kann, muss sie alles, was sie tut oder ihr notwendig ist, so tun, wie wenn Ich Selbst es in ihr tun wollte.
Wenn sie betet, soll sie sagen: „Es ist Jesus, der beten will“, und Ich bete zusammen mit ihr. Wenn sie arbeiten muss: „Es ist Jesus, der arbeiten will“, „Es ist Jesus, der gehen will“, „Es ist Jesus, der Speise zu sich nehmen will“, „.. der schlafen will, … der aufstehen will, … der sich unterhalten will“, und so sollte es für alles übrige im Leben sein.
Nur so kann die Seele sich selbst vergessen, denn sie wird alles nicht nur tun, weil Ich es will, sondern weil Ich es tun will, gerade darum brauche Ich dies.“
Nun arbeitete ich eines Tages und dachte, wie es sein könnte, dass, während ich an der Arbeit bin, Jesus in mir arbeitet. „Ist es wirklich Er, der diese Arbeit tun will?“
Und Jesus: „Wirklich Ich selbst bin es, meine Finger sind es, die in den deinen arbeiten. Meine Tochter, als Ich auf Erden weilte, ließen sich meine Hände etwa nicht dazu herab, das Holz zu bearbeiten, die Nägel einzuschlagen, und meinem Nährvater Josef bei den Zimmermannsarbeiten zu helfen?
Und während Ich das tat, erschuf Ich mit denselben Händen und Fingern die Seelen, und berief andere zum anderen Leben zurück; Ich vergöttlichte alle menschlichen Handlungen und heiligte sie, indem Ich einer jeden ein göttliches Verdienst verlieh; in die Bewegungen meiner Finger rief Ich der Reihe nach alle Bewegungen deiner Finger, wie auch der anderen, zur Musterung auf, und wenn Ich sah, dass sie diese für Mich taten, oder weil Ich sie in ihnen tun wollte, setzte Ich das Leben von Nazareth in ihnen fort und fühlte Mich von ihrer Seite wie erquickt für die Opfer und Demütigungen meines verborgenen Lebens und verlieh ihnen das Verdienst meines eigenen Lebens.
Tochter, das verborgene Leben, das Ich in Nazareth lebte, wird von den Menschen nicht geschätzt, während Ich ihnen doch nach meiner Passion, keine größere Wohltat erweisen konnte als jene, denn indem Ich Mich zu all diesen geringfügigen und niedrigen Handlungen herabließ, zu jenen Akten, die die Menschen im täglichen Leben praktizieren, wie das Essen, Schlafen, Trinken, Arbeiten, Feuer Anmachen, Kehren, usw. – alles Akte, die jeder Mensch nicht umhin kann, zu tun – formte Ich eine kleine göttliche Münze von unschätzbarem Wert und ließ sie in allen menschlichen Handlungen fließen. Wenn also mein Leiden sie erlöst hat, so versah das verborgene Leben jede menschliche Handlung, auch die unbedeutendste, mit göttlichem Verdienst und unendlichem Wert.
Siehst du, während du arbeitest – arbeitest, weil Ich arbeiten will – gleiten meine Finger in den deinen, und während Ich in dir arbeite, wie viele Seelen bringe Ich im selben Augenblick mit meinen schöpferischen Händen ans Licht dieser Welt, wie viele andere berufe Ich ab, wie viele weitere heilige, korrigiere und züchtige Ich, usw.?
Nun bist du mit Mir zusammen um zu erschaffen, zu berufen, zu verbessern und anderes zu tun; wie du also nicht allein bist, bin auch Ich in meinem Wirken nicht allein: könnte Ich dir eine größere Ehre erweisen?“
Aber wer kann ausdrücken, was Ich verstand? Wer kann schildern, wie groß das Gut ist, das man sich selbst und den anderen bereiten kann, indem man die Dinge tut, weil Jesus sie in uns tun will? Mein Geist verliert sich, und daher mache ich hier Schluss. (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 11; 14. August 1912)

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… „Wer meinen Göttlichen Willen besitzt, hat den Blick dafür, zu erkennen, was zu meinem Willen selbst gehört. Nur der Mensch erkannte Mich nicht, da Er nicht die Sicht und den Spürsinn zu Gott hin besaß.
Ich musste es ihm sagen, um Mich zu erkennen zu geben, und viele glaubten Mir trotz all meiner Worte nicht, denn wer nicht mein Göttliches Wollen besitzt, ist blind und taub und ohne Geruchssinn und kann nicht erkennen, was zu Ihm gehört.
Ihn nicht zu besitzen, ist das größte Unglück für den Menschen, er ist [dann wie] der arme Krüppel, blind, taub und stumm: da er das Licht meines Göttlichen Willens nicht besitzt, bedient er sich derselben geschaffenen Dinge nur, um die Exkremente zu nehmen, die sie ausscheiden, aber lässt in ihrem Inneren das wahre Gut zurück, das sie enthalten.
Welcher Schmerz, die Geschöpfe ohne den Adel des Lebens meines Göttlichen Willens zu sehen!“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 23; 6. Oktober 1927)

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… „Als Ich Wunder wirkte, hatten sie etwas auszusetzen, weil sie Mich für den Sohn des heiligen Josef hielten und meinten, dass der verheißene Messias nicht von einem Handwerker abstammen könne.
So säten sie ständig Zweifel an meiner Göttlichen Person, sodass sie die Sonne meiner Menschheit gleichsam umwölkten. Ich aber erweckte „kleine Winde“, welche diese Wolken auflösen sollten und erschien in noch strahlenderem Licht in ihrer Mitte, um den Zweck meines Kommens auf Erden, nämlich die Erlösung, zu vollenden“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 28; 2. Juni 1930)

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… „So war mein Leben hier unten nichts als ein ständiger Akt heroischer Liebe, der Eroberungen und Triumphen nie eine Grenze setzte, um meine Kinder glücklich zu machen. Dies tat Ich bei allem.
Wenn Ich Mich auf den Weg machte, hätte Ich Mich von einer Stadt zur anderen begeben können, ohne [mühsam] gehen zu müssen. Doch wollte Ich wandern, um in jeden Schritt meine Liebe zu legen – in jeden Schritt, den Ich dahineilte – und Ich machte mich so zum Eroberer und Triumphator über meine Schritte.
O, hätten die Menschen auf Mich geachtet, dann hätten sie in meinen Schritten den ständigen Ruf gehört: ‚Ich eile, ich laufe auf der Suche nach den Menschen, um sie zu lieben und geliebt zu werden’!
Wenn Ich mit dem hl. Joseph arbeitete, um das Lebensnotwendige zu beschaffen, war es die Liebe, die eilte, und Ich errang Eroberungen und Triumphe, da Mir ja ein Fiat genügt hätte, um alles zur Verfügung zu haben.
Die Himmel staunten, dass Ich Mich meiner Hände für ein geringes Einkommen bediente; die Engel verstummten hingerissen, als sie sahen, wie Ich Mich zu den demütigsten Handlungen des Lebens herabließ, doch meine Liebe fand [in ihnen] ihr Ventil; sie füllte meine Akte, floss in ihnen über, und Ich war immer der göttliche Eroberer und Triumphator.
Für Mich war die Nahrung nicht nötig, doch Ich nahm sie zu Mir, um noch mehr Liebe strömen zu lassen und neue Eroberungen und Triumphe zu sammeln.
So verrichtete Ich die demütigsten und niedrigsten Dinge des Lebens, die für Mich nicht notwendig waren; doch Ich tat es, damit sich meine Liebe auf so vielen verschiedenen Wegen verströmen konnte und um neue Eroberungen und Triumphe über meine Menschheit zu erringen und daraus eine Gabe für jene zu machen, die Ich so sehr liebte.
Wer also meine Liebe nicht aufnimmt und Mich nicht liebt, bildet mein härtestes Martyrium und kreuzigt meine Liebe“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 32; 16. April 1933)

„Und wegen ihres Unglaubens tat er dort nur wenige Wunder“ (Mt 13,58)

Onde dopo mi son trovata fuori di me stessa, ed il mio dolce Gesù mi ha portato girando in tutti quei punti dove aveva, stando in terra, operato, patito, pregato e anche pianto. Tutto stava in atto, tutto ciò che aveva fatto, ed il mio amato bene mi ha detto:
“Figlia mia, figlia del mio Voler Supremo, la mia Volontà vuol farti parte di tutto. Tutto ciò che tu vedi, sono tutte le mie opere che feci stando in terra, cui1 la mia Volontà tiene in sé sospese perché le creature non si dispongono a voler riceverle, e parte perché non conoscono ancora ciò che io feci.
Vedi, qui ci sono le mie preghiere che di notte facevo, coperte di lacrime amare e di sospiri ardenti per la salvezza di tutti, stanno tutte in aspettazione per darsi alle creature, per dar loro i frutti che contengono.
Figlia, entra tu in esse, copriti con le mie lacrime, vestiti con le mie preghiere, affinché la mia Volontà compia in te gli effetti che ci sono nelle mie lacrime, preghiere e sospiri.
La mia Volontà tiene come schierate in sé le pene della mia infanzia, tutti i miei atti interni della mia vita nascosta, che sono prodigi di grazia e di santità, tutte le umiliazioni e gloria e pene della mia vita pubblica, le pene più nascoste della mia passione; tutto sta sospeso, il frutto completo non è stato preso dalle creature, e aspetto chi deve vivere nel mio Volere affinché non siano più sospese, ma che si riversino su di loro per dar loro il frutto completo.
Solo chi deve vivere nella mia Volontà non farà stare più sospesi i miei beni, perciò entra in ciascun mio atto e pena, affinché la mia Volontà si compia in te. Tra te e me non voglio cose sospese, né tollero di non poterti dire ciò che voglio, perciò voglio trovare in te la mia stessa Volontà, affinché nulla si potesse opporre a ciò che vuol darti la mia stessa Volontà”.
E mentre ciò Gesù diceva, io passavo da un atto all’altro di Gesù e restavo come trasformata, coperta nei suoi stessi atti, preghiere, lacrime e pene. Ma chi può dire ciò che provavo?
Spero che il benedetto Gesù mi dia la grazia di corrispondere e di compire in me la sua adorabile Volontà, ed in tutti. Amen. (dagli scritti della Serva di Dio Luisa Piccarreta – vol. 18; Ottobre 4, 1925)