Die Akte Jesu und der Heiligsten Jungfrau im Göttlichen Willen.
Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, gab ich mich in die Arme des Heiligsten Willens Gottes hin, und mein süßer Jesus sagte zu mir: „Meine Tochter, in meinem Willen wirst du nicht nur alle Akte finden, die meine Menschheit gewirkt hat, in denen Ich alle Geschöpfe miteinander verflochten habe, sondern du wirst auch alle Akte, die meine teure Mutter getan hat, finden, die, sich mit den Meinen verbindend, einen einzigen Akt bildeten.
Sobald Ich in ihrem Schoß empfangen war, begann sie die Verflechtung mit meinen Akten; und da meine Menschheit kein anderes Leben, keine andere Speise, und keinen anderen Zweck hatte als allein den Willen meines Vaters, der in allem fließend, Mich zum Akt jedes Geschöpfes machte, damit Ich dem Vater die Rechte des Schöpfers seitens der Geschöpfe zurückgebe und Mich selbst den Geschöpfen als Leben gebe – auf dieselbe Art gab sie, als sie ihre Verflechtung mit Mir begann, dem Vater seine Rechte als Schöpfer im Namen aller zurück und schenkte sich selbst allen Geschöpfen. Deshalb empfingen alle Geschöpfe zusammen mit meinen Akten die Akte meiner Mutter als Leben.
Im Himmel nun umfängt sie die ganze Herrlichkeit von allen: seitens eines jeden Geschöpfes verleiht ihr mein Wille eine solche Herrlichkeit, dass es keine Glorie gibt, die sie nicht enthält, oder die nicht von ihr herabsteigt. Und da sie ihre Werke, ihre Liebe, ihre Leiden etc. mit Mir verbunden hat, ist sie jetzt im Himmel mit so viel Herrlichkeit umflossen, als sie in meinem Willen Verflechtungen vollführt hat: deshalb übertrifft sie alles, umschließt alles und fließt in allem.
Das also bedeutet es, in meinem Willen zu leben: nie hätte meine geliebte Mutter solche Herrlichkeit empfangen können, wenn nicht alle ihre Akte in meinem Willen geflossen wären, die sie zur Königin und Krone aller machten. Nun will Ich dich in meinem Willen, damit die Verflechtung nicht in zwei, sondern in dreien sei; mein Wille möchte sich ausdehnen, damit Er in einem Geschöpf alle Geschöpfe zusammen finde.
Du siehst das große Gut, das dir zukommen wird, welche Herrlichkeit du Mir geben und wie viel Gutes du allen tun wirst!” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 14; 15. August 1922)
