24In jener Zeit erzählte Jesus der Menge das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte. 25Während nun die Leute schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und ging wieder weg.
26Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein. 27Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn und sagten: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut?
28Er antwortete: Das hat ein Feind von mir getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen? 29Er entgegnete: Nein, sonst reißt ihr zusammen mit dem Unkraut auch den Weizen aus.
30Lasst beides wachsen bis zur Ernte. Wenn dann die Zeit der Ernte da ist, werde ich den Arbeitern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune. 31Er erzählte ihnen ein weiteres Gleichnis und sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte.
32Es ist das kleinste von allen Samenkörnern; sobald es aber hochgewachsen ist, ist es größer als die anderen Gewächse und wird zu einem Baum, so dass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten. 33Und er erzählte ihnen noch ein Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war.
34Dies alles sagte Jesus der Menschenmenge durch Gleichnisse; er redete nur in Gleichnissen zu ihnen. 35Damit sollte sich erfüllen, was durch den Propheten gesagt worden ist: Ich öffne meinen Mund und rede in Gleichnissen, ich verkünde, was seit der Schöpfung verborgen war.
36Dann verließ er die Menge und ging nach Hause. Und seine Jünger kamen zu ihm und sagten: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker.
37Er antwortete: Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn; 38der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Söhne des Reiches; das Unkraut sind die Söhne des Bösen; 39der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Welt; die Arbeiter bei dieser Ernte sind die Engel.
40Wie nun das Unkraut aufgesammelt und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt sein: 41Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, 42und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.
43Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten. Wer Ohren hat, der höre!

„Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte” (Mt 13, 24)

Ich fühle mich als Beute des Göttlichen Willens – aber nicht gezwungen, sondern freiwillig – und sehne mich sehr danach, dass auch ich etwas erbeute, was mich in Zeit und Ewigkeit glücklich macht.
Daher suche ich in allen meinen Akten das Licht des Göttlichen Willens zu erbeuten, seine Heiligkeit, ja sein Leben selbst und rufe, ja dränge Ihn, um Ihn in meinen Akten zu entzücken, Ihn in sie einzuschließen und sagen zu können: ‘Jeder meiner Akte ist eine Beute und eine Eroberung, die ich mache‘ – ich erbeute und erobere den Göttlichen Willen – zumal Er zuerst den meinen erbeutet hat und ich ohne Willen nicht leben kann. Daher ist es billig und recht, dass ich Ihn erbeute.
In diesem gegenseitigen Beutemachen scheinen Wir die Korrespondenz und das Spiel aufrechtzuhalten, und die Liebe flammt auf beiden Seiten noch stärker auf.’
Als ich darüber nachdachte, schien Jesus wohlgefällig meine Ungereimtheiten anzuhören, und ich sagte mir: ‘Übrigens bin ich ja klein und kaum neugeboren; wenn ich Unsinn daherrede, macht das nicht so viel aus, sondern ist eher ein Grund zum Mitleid mit mir, da die Kleinen leicht Patzer machen.
Oft hat mein teurer Jesus sogar Freude an den Ungereimtheiten, die aus reiner Liebe gesagt werden und nützt die Gelegenheit, um eine kleine Lektion zu erteilen’, wie Er es in der Tat machte, als Er meine kleine Seele besuchte und zu mir sagte:
„Kleine Tochter meines Willens, alles, was zwischen Schöpfer und Geschöpf geschieht, die Akte, die es tut und was es von Gott empfängt, dienen in der Tat dazu, die Korrespondenz fortzuführen.
Sie nützen, um sich besser kennenzulernen, sich mehr zu lieben und das gegenseitige Spiel aufrechtzuerhalten, damit Gott seine Absicht im Geschöpf erreicht, und damit das Geschöpf bekommt, was es von Gott will. So ist jeder Akt ein Spiel, das für die schönsten Eroberungen bereitmacht, und um sich gegenseitig zu erbeuten.
Der Akt ist gleichsam der Rohstoff, das Material für das Spiel und ist wie das Pfand [als Gabe] für den Gewinner. Indem Gott [der Seele Gaben] schenkt, setzt Er sein Pfand ein, und die Seele setzt ihr Pfand ein, indem sie den Akt tut, und dann beginnen sie das Spiel.
Unsere Güte ist so groß, dass Wir Uns [zuweilen] schwach stellen, um die Seele siegen zu lassen; ein andermal machen Wir Uns stark und gewinnen Wir, und zwar damit sie gleichsam im Wettstreit noch mehr Akte tut und noch mehr Pfänder einsetzt und somit [bei dem Spiel] siegen und sich für die Niederlage schadlos halten kann. Wie bliebe sonst die Einheit gewahrt, wenn Wir nichts geben und die Seele Uns nichts geben sollte?
Du siehst daher, dass jeder deiner Akte Uns verpflichtet, noch größere Gnaden zu spenden, [jeder Akt ist] eine Korrespondenz, die du zwischen Himmel und Erde eröffnest, ein Spiel, wo du deinen Schöpfer rufst, bei dir zu verweilen; umso mehr, als jeder Akt, den der Göttliche Wille im Akt der Seele tut, eine göttliche Saat ist, die in der Seele keimt.
Der Akt bereitet das Erdreich, wo mein Wille seinen Samen ausstreut, um ihn zu einer göttlichen Pflanze aufsprießen zu lassen, denn die Pflanze entspricht dem in die Erde gesäten Samen. Ist es ein Blumensame, so entsteht eine Blume, ist es ein Same von Früchten, so sprießt eine Frucht.
Nun streut mein Göttlicher Wille in jeden geschöpflichen Akt eine bestimmte Saat: hier den Samen der Heiligkeit, dort den Samen der Liebe, in anderen den Samen der Güte usw.
Je mehr Akte die Seele in Ihm tut, umso mehr Erde bereitet sie meinem Willen, wo Er seine eigene Saat bereitet, um die Erde mit diesen menschlichen Akten anzufüllen. Wer sich also von meinem Göttlichen Willen beherrschen lässt, ist schön und bemerkenswert.
Alle seine Akte sind – da sie die verschiedenen göttlichen Samen enthalten – eine Nachricht von seinem Schöpfer: dieser Akt spricht von Heiligkeit, jener von Barmherzigkeit, andere von Gerechtigkeit, Weisheit, Schönheit, Liebe.
Mit einem Wort, man sieht eine göttliche Harmonie von solcher Ordnung, dass sie darauf hindeutet, dass der Finger Gottes in der Seele am Werk ist.
Siehst du also, wie wichtig der Akt der Seele ist, damit Wir ein Erdreich vorfinden, wo Wir unseren Göttlichen Samen einschließen? Wohin sollten Wir ihn sonst säen?
Wir haben kein Erdreich, daher muss die Seele diese Erde mit ihren Akten bilden, damit Wir mit unseren Samen unser Göttliches Wesen im Geschöpf aufkeimen lassen können. Wer also unseren Göttlichen Willen tut und in Ihm lebt, kann eine Seele genannt werden, die ihren Schöpfer ‚reproduziert‘, und die Dem in sich Herberge gibt, Der sie erschaffen hat.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 30; 16. November 1931)

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Ich bin immer mit und im Göttlichen Willen beschäftigt. In Ihm gibt es immer etwas zu tun; doch es ist keine ermüdende Arbeit, sondern sie gibt Kraft, lässt das göttliche Leben zunehmen und überflutet [die Seele] mit Freude und Frieden, die innen und außen eine himmlische Atmosphäre spürt. Als ich in den ewigen Wellen des Göttlichen Willens schwamm, besuchte Jesus, mein Höchstes Gut, meine kleine Seele und sagte zu mir:
„Gesegnete Tochter, Ich bin es, der die himmlische Atmosphäre innerhalb und außerhalb der Seele schafft, denn sobald sie in meinen Göttlichen Willen eintritt, stelle Ich Mich als Wache über den Akt auf, den sie dabei ist zu tun.
Die Seele bildet mit ihren Akten das Erdreich, und Ich forme den göttlichen Samen und säe ihn in den Akt der Seele. Ihre Akte dienen daher als Erdreich, und Ich, der himmlische Landwirt, fülle sie mit meinen Samen an und bringe somit die Ernte der in meinem Willen getanen Werke ein.
Siehst du also, wie nützlich die andauernd im Göttlichen Willen getanen Akte sind? Sie geben Mir Arbeit und veranlassen Mich, die Seele nie zu verlassen, da sie Mir stets Arbeit bereitet.
Weder will, noch kann Ich ein so kostbares Erdreich leer lassen, das in meinem Willen geformt und den lebensspendenden Strahlen der göttlichen Sonne ausgesetzt wurde. Deshalb ruft Er dich zur Arbeit in meinem Wollen, und du rufst Mich – o, wie gut ist die Zusammenarbeit in meinem Fiat!
Es ist eine Arbeit, die nicht ermüdet, vielmehr bringt sie Ruhe und die schönsten Eroberungen mit sich.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 30; 14. Juli 1932)

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Dann folgte ich dem Höchsten Fiat in der Schöpfung, und mein Geist verlor sich dabei, seinen kontinuierlichen Akt nachzuvollziehen; und zwar diesen kontinuierlichen Akt den Geschöpfen gegenüber, sowohl durch die geschaffenen Dinge wie auch auf direkte Weise, indem uns dieser Akt gleichsam im Arm trägt, um für uns Bewegung, Atem, Herzschlag und Leben zu sein.
O, wenn die Menschen sehen könnten, was dieser Göttliche Wille für uns tut! Wie sehr würden sie Ihn dann lieben und sich von Ihm beherrschen lassen!
Doch während wir vom Göttlichen Willen nicht getrennt werden können und alles durch Ihn erhalten, und Er mehr als unser eigenes Leben ist, wird Er leider von den Menschen nicht anerkannt.
Sie schauen Ihn nicht an und leben so, als wären sie fern von Ihm. Als ich nun meine Rundgänge in der Schöpfung machte, trat mein geliebter Jesus aus meinem Inneren hervor und sagte:
„Meine Tochter, alle geschaffenen Dinge sagen ‘Liebe’, doch die Sonne hat mit ihrem Licht und ihrer Glut die Vorherrschaft über alles und ist die Aussäerin meiner Liebe. Wenn der Morgen anbricht, beginnt sie mit ihrer Aussaat der Liebe.
Ihr Licht und ihre Wärme erfüllen die Erde. Von Blume zu Blume schreitend, sät sie mit ihrer reinen lichtvollen Berührung die Vielfalt der Farben und Düfte und gießt das Saatgut der Liebe der verschiedenen göttlichen Eigenschaften und der liebenden Wohlgerüche Gottes aus.
Von Pflanze zu Pflanze, von Baum zu Baum wandernd, gießt die Sonne mit ihrem lichtvollen Kuss einigen die Saat der Süßigkeit der göttlichen Liebe ein, einigen unsere mannigfaltigen liebenden Geschmäcker, einigen die Substanz der göttlichen Liebe.
Mit einem Wort: Es gibt keine Pflanze, keine Blume oder Gräslein, das nicht die Saat unserer Liebe empfängt, die ihm die Sonne bringt.
Man kann sagen, dass die Sonne ihren Tag damit verbringt, Liebe auszusäen. Während sie mit ihrem Licht die ganze Erde, die Berge und das Meer bescheint, sät sie überall die Liebe des ewigen Lichtes ihres Schöpfers aus.
Doch weißt du, warum die Sonne diese ständige, ununterbrochene Aussaat unserer Liebe auf so vielfältige Weise auf dem Angesicht der Erde vollzieht? Tut sie es etwa für die Erde, für die Pflanzen? Ach nein! Alles nur für die Geschöpfe. O ja, aus Liebe zu ihnen, und damit sie die Liebe erwidern!
O, wie verwundet und betrübt es Uns, wenn Wir sehen, dass die Menschen die Blumen, Früchte und anderes gebrauchen, ohne anzuerkennen, dass in allem, was sie erhalten, der Same unserer Liebe ist, den Wir durch die Sonne über jedes geschaffene Ding ausgegossen haben. Trotz unserer so großen Liebe verweigern sie Uns ein ‘Ich liebe Dich’.”
Nach diesen Worten verstummte Er. Ich war über den großen Schmerz Jesu betrübt und setzte meine Akte im Göttlichen Fiat fort; dann fügte Jesus hinzu:
„Meine Tochter, die Sonne ist zwar unermüdlich als Aussäerin unserer Liebe auf die Erde tätig. Doch scheint sie, wenn sie sich am Abend zurückzieht, um in anderen Regionen den Tag aufgehen zu lassen, die Erde in Ruhe zu lassen, indem sie die Erde frei lässt, die Saat, die die Sonne gesät hat, aufgehen zu lassen oder auch nicht; dabei behält sie sich vor, [am nächsten Tag] die Aussaat der Liebe neuerlich in Angriff zu nehmen.
Die Sonne meines Göttlichen Willens hingegen verlässt die Seele nie. Wenn sie sich mit ihrem Licht in der Seele spiegelt, und – mehr als die Sonne – auf Göttliche Weise aussät, bildet sie mit ihrem Widerschein in der Seele ihre Sonne.
Darum gibt es für jene, die in meinem Göttlichen Willen leben, weder Nächte, noch Sonnenuntergänge, noch Morgendämmerung, noch Morgenrot, sondern immer den helllichten Tag, weil das Licht meines Willens sich dem Geschöpf als seine eigene Natur schenkt.
Und das, was eigene Natur ist, bleibt als eigener Besitz, zumal die Sonne meines Göttlichen Willens die Quelle des Lichts besitzt und so viele Sonnen bilden kann, wie sie möchte.
Doch obwohl jede Seele, die in meinem Willen lebt, ihre eigene Sonne des Göttlichen Willens besitzt, die sich nie zurückzieht, kann die Sonne meines Fiat stets neues Licht und Wärme, neue Süßigkeit, neuen Wohlgeschmack, neue Schönheit schenken; und die Seele kann stets empfangen.
Es gibt hier keine Pausen wie bei der Sonne am Firmament, denn da diese nicht die Quelle des Lichtes besitzt, kann die Sonne nicht so viele Sonnen bilden, wie oft die Erde sich um sie dreht.
Doch das Licht der Sonne meines Göttlichen Willens, welche die Quelle besitzt, trifft stets auf [die Erde] der Seele auf. Und indem mein Wille die Seele zur ständigen Aktivität in Ihm beruft, teilt Er ihr stets seinen neuen, ununterbrochenen Akt mit.” .“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 28; 12. April 1930)

„Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war“ (Mt 13, 33)

Meine Hingabe ist im Göttlichen Wollen, Das mich wie ein mächtiger Magnet an sich zieht, um mir Schluck für Schluck sein Leben, sein Licht, seine wunderbaren, bewundernswerten und anbetungswürdigen Kenntnisse zu reichen.
So verlor sich mein armer Geist in Ihm, und mein süßer Jesus bewegte sich in meinem Inneren und sagte zu mir: “Meine Tochter, die ersten, die meinen Göttlichen Willen tun und in Ihm leben werden, werden wie der Sauerteig für sein Reich sein.
Die vielen Wahrheiten, die Ich dir über mein Göttliches FIAT offenbarte, werden wie das Mehl für das Brot sein. Das Mehl vermengt sich mit der Hefe und wird durchsäuert – so viel Mehl, wie man dazu gibt.
Doch das Mehl genügt nicht, es braucht auch noch den Sauerteig und das Wasser, um das wahre Brot herzustellen, das die Menschengeschlechter nähren soll.
So ist Mir der Sauerteig der Wenigen nötig, die in meinem Göttlichen Willen leben, wie auch die zahlreichen Wahrheiten über Ihn. Diese werden wie eine Menge [von] Licht für die Bereitstellung aller nötigen Güter nützlich sein, um all jene nähren und glücklich machen zu können, die im Reich meines Göttlichen Willens leben wollen.
Mache dir also keine Sorgen, wenn du allein bist und es nur wenige sind, die zum Teil über meinen Göttlichen Willen Bescheid wissen, solange nur die kleine Portion Sauerteig zusammen mit seinen Kenntnissen gebildet wird.
Das Übrige wird von selbst kommen.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 25; 4. April 1929)

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… Dann erwog ich, wie schwierig mir das Kommen des Reiches des Göttlichen Willens schien, und mein geliebter Jesus fügte hinzu:
„Meine Tochter, wie der Sauerteig die Kraft hat, das Brot zu durchsäuern, so ist mein Wille der Sauerteig in den Akten des Geschöpfs.
Wenn die Seele meinen Göttlichen Willen in ihre Akte ruft, so bleiben sie von Ihm durchsäuert, fermentiert und bilden das Brot des Reiches meines Willens.
Nun reicht die Hefe aber nicht aus, um viel Brot herzustellen, sondern es braucht [auch] eine Menge Mehl sowie jemanden, der Mehl und Hefe vermischt.
Es ist Wasser nötig, das verbindende Element zur Verknetung von Mehl und Hefe, damit der Sauerteig fermentieren kann und das Mehl diese durchsäuernde Kraft empfängt.
Dann braucht man Feuer, um dieses Brot zu backen, damit es eine nährende und verdauliche Speise wird. Braucht man für die Zubereitung nicht mehr Zeit und mehr Akte, als es zu essen?
Das Opfer besteht in seiner Herstellung, gegessen wird es sofort und dabei verkostet man den Geschmack des Opfers. So ist also, meine Tochter, der Sauerteig meines Göttlichen Fiat nicht ausreichend, der nur die Kraft hat, deine Akte zu fermentieren, sie vom menschlichen Willen zu entleeren und in das Brot des Göttlichen Willens umzuwandeln.
Es braucht vielmehr fortgesetzte Akte und Opfer, und zwar für eine lange Zeit, sodass mein Wille mit seiner durchsäuernden Kraft all diese Akte fermentiert, um viel Brot herzustellen und es für die Kinder seines Reiches bereit und in Reserve zu halten.
Wenn alles bereitet ist, müssen Wir nur noch die [nötigen] Ereignisse beschließen, und das ist leichter und wird schneller geschehen, da es in unserer Macht steht, die Zweitursachen zu bewegen, um das zu tun, was Wir wollen.
Tat Ich bei der Erlösung nicht dasselbe? Meine langen dreißig Jahre des verborgenen Lebens waren wie die Hefe, in der alle meine Akte fermentiert wurden, um das große Erlösungswerk zu bilden und zu durchsäuern.
Das kurze öffentliche Leben und meine Passion waren mein durchsäuertes Brot, das mein Göttlicher Wille in meinen Akten bereitete und durchsäuerte.
Dies brach Ich allen als Brot und gab es ihnen zum Essen, damit alle das Brot der Erlösten empfangen und die nötige Kraft erwerben, sich zu retten.
Mache dir daher keine Sorgen, sondern tue deine Pflicht und lasse dir keinen Akt entgehen, dem du nicht die Hefe meines Willens hinzufügst, damit dein Wesen von Ihm fermentiert wird, und Ich werde an alles Übrige denken.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 29; 10. Mai 1931)

„Dies alles sagte Jesus der Menschenmenge durch Gleichnisse; er redete nur in Gleichnissen zu ihnen“ (Mt 13,34)

… Danach folgte ich allen Akten Jesu in der Erlösung, und mein süßer Jesus fügte hinzu: „Meine Tochter, meine Redeweise in der Erlösung war verschieden von jener für das Reich meines Göttlichen Willens.
Beim Erlösungswerk musste sich nämlich meine Sprache unfähigen, schwachen, kranken, tauben, stummen und blinden Personen anpassen – viele waren sogar mit einem Fuß im Grab. Im Gespräch mit ihnen gebrauchte Ich daher Parabeln und Gleichnisse dieser niedrigen Welt, die für sie selbst greifbar waren.
So sprach Ich bald als Arzt und reichte ihnen die Medizin zur Heilung; bald als Vater, der ihre Rückkehr erwartete, obwohl sie widerspenstige Söhne waren; bald als Hirte auf der Suche nach den verlorenen Schafen; oder als Richter, der sie nicht auf dem Weg der Liebe erreichen konnte und sie wenigstens mit Drohungen und Furcht anzuziehen versuchte – und mit vielen anderen Gleichnissen.
Diese meine Sprache zeigt, dass meine Zuhörer Mich nicht kannten, nicht liebten und noch weniger meinen Willen taten, sondern ferne von Mir waren.
So ging Ich mit meinen Gleichnissen auf die Suche und warf das Netz aus, um sie zu fischen und einem jeden die Medizin zur Heilung zu reichen. Doch wie viele entflohen Mir!
Und Ich intensivierte die Suche und die Lehren, um so vielen Blinden das Licht zu spenden, damit sie aus ihrer hartnäckigen Blindheit herauskommen mögen.
Nun siehst du, wie verschieden die Sprache ist, die Ich bei der Mitteilung der Wahrheiten über meinen Göttlichen Willen gebrauchte, die den Kindern seines Reiches dienen sollen.
Meine Redeweise über das FIAT ist wie die eines Vater unter seinen teuren und geliebten Kindern, die alle gesund sind, und von denen jedes mein eigenes Leben in sich besitzt. Kraft meines Willens werden sie meine höchsten Lehren verstehen können.
Daher ging Ich noch weiter und stellte ihnen die schönen Gleichnisse der Sonne, der Himmelskörper und der Himmel vor, und darüber, wie sie auf göttliche Art selbst wirken können, die sich ins Unendliche ausdehnt.
Wenn sie nämlich mein Göttliches FIAT in sich haben, besitzen sie Den selbst in sich, Der Himmel, Sterne und Sonne geschaffen hat.
Dann wird Er sie befähigen, in sich selbst alles nachzubilden, was Er geschaffen hat, und sogar die eigene Art seines Göttlichen Wirkens. So werden diese Seelen die getreuen Nachahmer ihres Schöpfers sein.
Deswegen nahm Ich mir so viel Zeit für die Mitteilung der Wahrheiten über mein FIAT – was Ich in der Erlösung nicht tat: denn dies waren Gleichnisse, die menschliche und endliche Verhaltensweisen enthielten und Mir nicht so viel Stoff boten, um lange darüber zu reden. Andererseits sind die Gleichnisse, die meinen Willen betreffen, von Göttlicher Art, und daher kann man darüber lange sprechen, dass sie unerschöpflich werden.
Wer kann die Weite des Sonnenlichtes messen und ihre intensive Glut? Niemand! Wer kann je den Himmeln eine Grenze setzen und der Vielzahl meiner Göttlichen Werke?
O, wenn du wüsstest, wie viel Weisheit, Liebe, Gnade und Licht, Ich in die Mitteilung meiner Wahrheiten über mein Göttliches FIAT gelegt habe, wärest du trunken von Freude und könntest nicht mehr weiterleben.
Du würdest dich danach sehnen, dass das Werk deines Jesus bekannt werde, damit ein so überfließendes Werk von unschätzbarem Preis verherrlicht werde und seine wohltuenden Wirkungen den anderen Geschöpfen mitteile.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 24; 30. August 1928)

„Ich öffne meinen Mund und rede in Gleichnissen, ich verkünde, was seit der Schöpfung verborgen war“ (Mt 13,35)

… Als ich weiter über den Göttlichen Willen nachdachte, fügte mein guter Jesu hinzu: „Meine gesegnete Tochter, wer meinen Willen als Leben besitzt, fühlt die Göttliche Bewegung in sich.
Gott bewegt sich im Himmel, und die Seele fühlt seine Bewegung und nimmt somit die Werke, Schritte und Worte Gottes wahr. Unsere Bewegung ist Werk, Schritt, Wort – ist alles.
Und da unser Wille eins ist mit jenem [Willen], den die Seele besitzt, fühlt diese in sich dieselbe Bewegung strömen, mit der sich Gott bewegt.
Was mein eigener Wille in Uns selbst tut, das tut Er auch in Seele auf eine Weise, dass sie in sich nicht nur das Leben fühlt, sondern auch den Adel und die Weise ihres Schöpfers. So hat sie kein Bedürfnis, Ihn [um etwas] zu bitten, da sie sich [ja selbst] als Besitzerin empfindet.
Unser Wille kümmert sich so intensiv um die Seele, dass Er ihr seine Liebe gibt, mit der sie Ihn lieben soll, sein Wort, mit dem sie sprechen soll, seine Bewegung, damit sie sich bewege und arbeite.
O, wie leicht errät sie, was Er von ihr wünscht! Für die Seele, die in unserem Willen lebt, gibt es keine Geheimnisse oder Schleier, sondern ihr ist alles enthüllt.
Wir können Uns sozusagen vor ihr nicht verbergen, weil Uns unser eigener Wille schon offenbart. Wer kann sich, seine Geheimnisse und Pläne, vor sich selbst verstecken? Niemand! Vor den anderen kann Er sich verbergen, aber unmöglich vor sich selbst.
So ist unser Wille: Er enthüllt und zeigt der Seele, was Er tut und tun möchte und bereitet ihr die große Überraschung unseres Göttlichen Wesens. Doch wer beschreibt dir, wie weit die Seele gelangen und was sie alles tun kann, wenn sie unseren Willen als Leben besitzt?
Es findet die wahre Umwandlung und Vollendung des Geschöpfs in Gott statt, wobei Gott den aktiven Teil übernimmt und sagt: ‚In diesem Geschöpf gehört alles Mir, und Ich tue alles in ihm’.
Es ist die wahre Göttliche Vermählung, in der Gott seinem geliebten Geschöpf sein eigenes Göttliches Sein überlässt. Wer hingegen im menschlichen Willen lebt, gleicht jemandem, der sich vom Adel seiner Familie degradiert und sich mit einer groben, ungehobelten und schlecht erzogenen Braut vermählt.
Diese lässt ihn nach und nach seine edlen und höflichen Manieren ablegen und grobe, ungehobelte Sitten annehmen, sodass er nicht wiederzuerkennen ist.
Wie groß ist der Abstand zwischen denen, die im Göttlichen Willen und denen, die im menschlichen leben! Die ersten stellen das Himmelreich auf Erden dar, voller Güte, Friede und Gnaden; man könnte sie den adeligen Teil nennen.
Die zweiten bilden das Reich der Revolutionen, Zwietracht und Laster, die weder Frieden haben, noch Frieden geben können.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 32; 22. Oktober 1933)

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… Der gute Jesus verstummte, und ich dachte weiter über seine Worte nach. Ich konnte gleichsam mit Händen greifen, wie alles, was Jesus getan, gesagt und gelitten hatte, Träger des Göttlichen Willens war.
Da nahm Er seine Rede wieder auf und fügte hinzu: „Meine gute Tochter, nicht nur meine Menschheit verhüllte in ganz einzigartiger Weise meine Gottheit und meinen Willen, sondern alle geschaffenen Dinge und die Menschen selbst sind wie Schleier, die unsere Gottheit und unseren anbetungswürdigen Willen verhüllen.
Der Himmel ist ein Schleier, der unsere unermessliche Gottheit, unsere Festigkeit und Unwandelbarkeit verbirgt. Das große Heer der Sterne verbirgt die mannigfaltigen Wirkungen, die unsere Unermesslichkeit, Standhaftigkeit und Unerschütterlichkeit besitzen.
O, wenn der Mensch unter diesem blauen Himmelszelt unsere unverhüllte Gottheit ohne den blauen Schleier sehen könnte, der Uns verbirgt und verhüllt, so wäre seine begrenzte Natur von unserer Majestät überwältigt, und er würde zitternd [vor Ehrfurcht] unter dem ständigen Blick eines so reinen, heiligen, starken und mächtigen Gottes dahinschreiten.
Doch weil Wir den Menschen lieben, verhüllen Wir Uns und stellen ihm im Verborgenen alles zur Verfügung, was er nötig hat.
Die Sonne ist ein Schleier, der unser unzugängliches Licht verbirgt, unsere blendende Majestät, ja Wir müssen sogar ein Wunder wirken, um unser unerschaffenes Licht einzuschränken, damit es dem Menschen keine Furcht einflößt.
Unter dem Schleier dieses von Uns geschaffenen Lichtes nähern Wir uns dem Menschen, küssen und wärmen ihn und breiten diesen Schleier aus Licht sogar unter seinen Schritten aus, zur Rechten, zur Linken, über seinem Kopf.
Wir gehen sogar so weit, dass Wir das Auge des Menschen mit Licht erfüllen, in der Hoffnung, ob vielleicht die zarte Pupille seines Auges Uns erkennen möge! Aber leider vergebens!
Der Mensch nimmt [nur] den Schleier aus Licht, der Uns verbirgt, und Wir bleiben der unbekannte Gott mitten unter den Menschen. Welch ein Schmerz!
So ist der Wind ein Schleier, der unsere Macht verhüllt, die Luft ist ein Schleier, der unser Leben verbirgt, das sich beständig den Geschöpfen schenkt, das Meer ist ein Schleier, der unsere Reinheit, unsere Labung und göttliche Erfrischung verbirgt.
Das Rauschen des Meeres verhüllt unsere beständige Liebe, und wenn Wir merken, dass Wir nicht angehört werden, gehen Wir so weit, dass Wir Stürme mit gewaltigen Wellen erzeugen, damit Wir erkannt und geliebt werden.
Denn in jeder Wohltat, die der Mensch empfängt, ist unser Leben drinnen verborgen, das ihm alle Güter anbietet. Unsere Gottheit liebt den Menschen so sehr, dass Sie so weit geht, sich sogar in der Erde zu verbergen, um sie unter seinen Schritten fest und sicher zu machen, damit er nicht schwanke.
Ja, auch im Gesang der Vögel, in der blühenden Wiese, in den mannigfaltigen Süßigkeiten der Früchte verbirgt sich unsere Gottheit, um ihm unsere Freuden zu reichen und ihn die unschuldigen Wonnen unseres Göttlichen Wesens verkosten zu lassen.
Und wie viel könnte Ich dir noch über die zahlreichen Wunder der Liebe erzählen, die Uns im Menschen verhüllen und verschleiern? Wir verhüllen Uns in seinem Atem, im Herzschlag, in der Bewegung, im Gedächtnis, Intellekt und Willen.
Wir verhüllen Uns in der Pupille seiner Augen, in seinem Wort, in seiner Liebe. Wie schmerzt es Uns doch, weder erkannt noch geliebt zu werden! Wir können sagen, dass Wir in ihm leben.
Wir tragen ihn und lassen Uns von ihm tragen; nichts könnte er ohne Uns tun, und doch leben Wir zusammen und kennen Uns nicht!’ Welch ein Schmerz! Würde er Uns kennen, dann wäre das Leben des Menschen das größte Wunder unserer Liebe und Allmacht.
Aus deren Schleiern heraus würden Wir nichts anderes tun, als ihm unsere Heiligkeit und Liebe zu reichen, ihn mit unserer Schönheit zu bedecken und unsere Wonnen genießen zu lassen.
Doch da er Uns nicht kennt, hält er Uns für einen fernen Gott, der weit weg ist von ihm. Wenn Wir aber nicht erkannt werden, können Wir nichts geben, denn das wäre so, als gäben Wir unsere Güter blinden Personen.
So ist der Mensch gezwungen, unter dem Alptraum seines Elends und seiner Leidenschaften zu leben. Der arme Mensch! Er erkennt Uns nicht, weder unter den Schleiern, die Uns in ihm selbst verbergen, noch unter der Hülle aller geschaffenen Dinge!
Er tut nichts anderes, als vor unserem Leben zu fliehen und vor dem Zweck, für den er geschaffen wurde. Und da Wir seine Undankbarkeit oft nicht mehr ertragen können, verwandeln sich die Güter, die unsere Schleier enthalten, für ihn in Züchtigungen.
Anerkenne daher, dass du nichts anderes bist als ein Schleier, der deinen Schöpfer verbirgt, Den du aufnimmst, und dass Wir dir in all deinen Akten unser göttliches Leben verleihen können.
Erkenne Uns unter der Hülle aller geschaffenen Dinge, damit alle Dinge dir helfen, ein solches Gut zu empfangen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 36; 8. Dezember 1938)