14In jener Zeit fassten die Pharisäer den Beschluss, Jesus umzubringen. 15Als Jesus das erfuhr, ging er von dort weg. Viele folgten ihm, und er heilte alle Kranken. 16Aber er verbot ihnen, in der Öffentlichkeit von ihm zu reden. 17Auf diese Weise sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist:
18Seht, das ist mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem ich Gefallen gefunden habe. Ich werde meinen Geist auf ihn legen, und er wird den Völkern das Recht verkünden. 19Er wird nicht zanken und nicht schreien, und man wird seine Stimme nicht auf den Straßen hören.
20Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen, bis er dem Recht zum Sieg verholfen hat. 21Und auf seinen Namen werden die Völker ihre Hoffnung setzen.

„In jener Zeit fassten die Pharisäer den Beschluss, Jesus umzubringen“ (Mt 12,14)

… „Meine Tochter, liebe Mich, liebe Mich. Ich bin geboren, um zu lieben und geliebt zu werden, und damit Ich [zeige, dass Ich] als Gott agiere, ist meine Geburt universell. Ich hätte nicht als Gott gehandelt, wenn Ich nicht auf universelle Art und Weise geboren worden wäre, sodass alle in der Tat sagen können: ‚Das Himmlische Kind wurde für mich geboren, Es gehört mir, und das ist so wahr, dass ich Es schon besitze.‘
Meine Liebe wäre blockiert, wenn Ich nicht in allen wiedergeboren werden hätte können. Meine Macht wäre begrenzt und meine Unermesslichkeit eingeschränkt, wenn meine Wiedergeburt nicht universell wäre, und das ist kein Wunder: da meine Gottheit Himmel und Erde erfüllte, so vervielfältigte und bilokierte Sie – sich in meine kleine Menschheit einschließend – diese Menschheit auf eine Weise, dass Ich in allem und in allen wiedergeboren wurde.
Unsere Handlungsweisen sind göttlich und grenzenlos: alle sollen nämlich das Gute erhalten, das Wir wirken, und alle sollen von unseren Werken erfüllt sein; zumal Ich ja vom Himmel auf die Erde herabstieg und menschliches Fleisch annehmen wollte, um die Glorie des Himmlischen Vaters vollständig zu verherrlichen und für alles Ersatz zu leisten, was der Mensch nicht getan hatte.
Deswegen also wollte meine kleine Menschheit auch in den geschaffenen Dingen wiedergeboren werden, weil der Mensch Uns nicht die Verherrlichung und die Vergeltung für die Liebe dargebracht hatte, mit der Wir Himmel, Sonne und so vieles andere erschaffen hatten.
Meine Menschheit jedoch, die in diesen Dingen neu geboren wurde, erwies meinem Himmlischen Vater die vollkommene Verherrlichung für das ganze Schöpfungswerk.
Mit der Ablehnung meines Göttlichen Willens verlor der Mensch in allem seine Macht. Ich aber kam als sein Retter, Wiederhersteller, Verherrlicher, Verteidiger und bedeckte ihn mit dem Gewand meiner Menschheit, um ihn sicher zu bewahren und in allem vor meinem Himmlischen Vater für ihn geradezustehen.
Meine Liebe war so groß, dass meine Gottheit ihr ein Ventil schaffen wollte und Mich daher veranlasste, in jedem Herzen und in allen Dingen geboren zu werden. So wahr ist dies, dass die geschaffenen Dinge Mich sogar als erste erkannten und lobpriesen, denn da sie meine Geburt in sich wahrnahmen, jubelten sie vor Freude und feierten für Mich ein Fest.
Doch weißt du, wer jene Seelen sind, die Mich festlich feiern, wenn Ich in ihren Herzen geboren werde? Jene, die meinen Göttlichen Willen besitzen!
Diese bemerken sofort meine Geburt in ihren Herzen und feiern Mich unaufhörlich, während Mich die anderen zum Weinen bringen, leiden lassen und mit der Sünde Mich wie mit einem Messer verwunden oder töten.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 31; 25. Dezember 1932)

„Seht, das ist mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem ich Gefallen gefunden habe“ (Mt 12,18)

Als ich an die Passion Unseres Herrn dachte, sagte ich mir: „Wie gerne würde ich in das Innere Jesu Christi eintreten, um alles sehen zu können, was Er tat und was seinem Herzen am meisten gefiel, damit auch ich es tun und seine Leiden lindern kann, indem ich Ihm das aufopfere, was Ihm am meisten wohlgefiel!“ Als ich das sagte, bewegte sich der gebenedeite Jesus in meinem Inneren und sprach zu mir:
„Meine Tochter, Mein Inneres war in diesen Leiden hauptsächlich damit beschäftigt, meinem teuren Vater in allem und für alle Genugtuung zu leisten, und danach ging es um die Erlösung der Seelen.
Die Genugtuung, die der Vater Mir zeigte, als Er Mich so viel aus Liebe zu Ihm leiden sah, war meinem Herzen am wohlgefälligsten, wobei Er alles in sich selbst sammelte, nicht ein Atemzug oder ein Seufzer ging verloren, vielmehr häufte Er alles an, um sich daran erfreuen zu können und Mir sein Wohlgefallen zu zeigen.
Und Ich war darüber so glücklich, dass Mir das Wohlgefallen meines Vaters, wenn Ich auch sonst nichts gehabt hätte, genügte, um Mir Genugtuung für mein Leiden zu verschaffen; seitens der Geschöpfe jedoch ging sehr viel von meiner Passion verloren.
Und das Wohlgefallen des Vaters war so groß, dass Er die Schätze seiner Gottheit in Strömen in meine Menschheit ausgoss. Begleite meine Passion also auf diese Weise, dann wirst du Mir große Freude damit bereiten.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 6; 6. November 1905)

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Ich war betrübt wegen der Entbehrung meines süßen Jesus, und wenn Er kam, wurde ich, während ich ein wenig Leben einatmete, noch bekümmerter, als ich Ihn trauriger als mich selbst erblickte und dass Er nichts davon wissen wollte, sich zu besänftigen, weil die Geschöpfe Ihn nötigen und Ihm weitere Züchtigungen entreißen.
Aber während Er züchtigt, beweint Er das Los des Menschen und verbirgt sich in meinem Herzen, gleichsam um nicht sehen zu müssen, was der Mensch leidet. Es scheint, dass man in diesen traurigen Zeiten eigentlich nicht leben könne, und doch scheint dies erst der Anfang zu sein.
Als ich also besorgt war über mein hartes und trauriges Los, oft genug Seiner beraubt sein zu müssen, kam also mein süßer Jesus, schlang einen Arm um meinen Hals und sprach zu mir:
„Meine Tochter, vermehre nicht meine Leiden indem du dir Sorgen machst, es sind schon zu viele Leiden! Ich erwarte dies nicht von dir, sondern Ich möchte, dass du dir meine Leiden, meine Gebete, Mich selbst ganz zu eigen machst, so dass Ich in dir ein anderes ‚Ich-Selbst‘ finden könne; in diesen Zeiten möchte Ich große Sühneleistungen, und nur wer sich Mich selbst zu eigen macht, kann sie Mir geben.
Und was der Vater in Mir vorfand, d.h. Verherrlichung, Wohlgefallen, Liebe und gänzliche vollkommene Genugtuung zum Wohl aller, das will Ich in jenen Seelen finden – wie in so vielen anderen Jesus – die Mir Gleiches mit Gleichem vergelten, und diese Meinungen sollst du in jeder Passionsstunde, die du verrichtest, wiederholen, bei jeder Handlung, bei allem.
Und wenn Ich nicht meine Genugtuung vorfinde, ach, dann ist für die Welt alles zu Ende! Die Züchtigungen werden in Strömen herabregnen! Ach, meine Tochter! Ach, meine Tochter!“
Darauf verschwand Er. (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 11; 9. Dezember 1916)

„Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen“ (Mt 12,20)

… Ich dachte also weiter über alles nach, was mein süßer Jesus auf Erden getan hatte, und Er fügte hinzu:
„Meine Tochter, als Ich auf die Erde kam, betrachtete Ich alle vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Jahrhunderte, um in meiner Menschheit all das zu vereinen, was von allen Generationen an Gutem und Edlen getan werden konnte, um das Siegel und die Bestätigung des Guten darauf zu legen.
Ich zerstörte nichts von dem, was gut war, sondern wollte vielmehr alles in Mich einschließen, um ihm Göttliches Leben mitzuteilen. Ich fügte noch das Gute hinzu, das fehlte und das Ich verrichtete, um alle Güter der menschlichen Geschöpfe zu vervollständigen, und begab Mich auf den Flügeln der Jahrhunderte zu den Menschen, um jedem von ihnen mein vollständiges Wirken zu schenken.
Auch sammelte Ich alle Übel ein, um sie zu verzehren, und entfachte mit der Gewalt der Schmerzen und Leiden, die Ich erdulden wollte, den Feuerbrand in meiner eigenen Menschheit, um alle Übel darin zu verbrennen.
Dabei wollte Ich jeden Schmerz [dieser Übel] empfinden, damit alles, den Übeln entgegengesetzte Gute wieder auflebe und die Menschengeschlechter zu neuem Leben wiedergeboren würden.
Und wie Ich – um alle möglichen und vorstellbaren Heilmittel für alle Erlösten zu schaffen, und sie dann vorzubereiten, die große Wohltat der Herrschaft meines Willens in ihrer Mitte willkommen zu heißen – alles tat, alles litt, und alles aufzehrte, so sollst auch du tun: um mein Reich für die Geschöpfe vorzubereiten, sollst du alles einschließen, was heilig und gut ist, und auf dem Weg des Leidens alle Übel aufzehren, um das Leben meines Göttlichen Willens unter den Menschen wiedergeboren werden zu lassen.
Du sollst mein Widerhall sein, in welchem Ich das Depot anlegen muss, aus dem das Reich meines FIAT hervorgehen soll. Folge Mir Schritt um Schritt, und du wirst das Leben, den Herzschlag, die Seligkeit dieses Reiches fühlen, das Ich in Mir enthalte und das Ich erscheinen lassen will, damit es unter den Menschen herrsche.
Ich liebe dieses Reich so sehr, dass Ich – während Ich dem höllischen Feind erlaubt habe, in das Paradies einzudringen – nicht zulassen werde, dass er seinen Fuß in das Paradies des Reiches des FIAT setze. Daher ließ Ich zu, dass er sich Mir in der Wüste näherte, um ihn zu schwächen und zu verjagen, damit er nicht wage, hier einzutreten.
Fühlst du nicht selbst, wie deine Gegenwart den Feind in Schrecken setzt und wie er flieht, um dich nicht zu sehen? Es ist die Kraft meines Sieges, die ihn hinabstürzt, und da er sich verwirrt fühlt, ergreift er die Flucht. Alles ist bereit. Es bleibt nur mehr, mein FIAT bekannt zu machen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 23; 9. Februar 1928)