2. Sonntag im Jahreskreis – Familiensonntag – C – (Joh 2,1-11)
1In jener Zeit fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt, und die Mutter Jesu war dabei. 2Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen.
3Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. 4Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. 5Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut!
6Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungsvorschrift der Juden entsprach; jeder fasste ungefähr hundert Liter. 7Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand.
8Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt, und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist. Sie brachten es ihm.
9Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wusste nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es. Da ließ er den Bräutigam rufen 10und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zuviel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten.
11So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn.
„In jener Zeit fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt, und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen“ (Joh 2,1+2)
Jesus, meine Liebe und mein Leben, ich sehe, dass, bevor Du Dein öffentliches Leben beginnst, die Liebe Deines brennenden Herzens Dich bewegt, mit Deiner Mama der Hochzeit von Kana beizuwohnen, und so folge ich Dir mit meinem „Ich liebe Dich“. Ich fühle, dass Dein Herz vor Zärtlichkeit und Schmerz schlägt, da Es sich erinnert, eine andere Hochzeit im Garten von Eden gesegnet zu haben, nämlich jene der unschuldigen Adam und Eva. Es war sogar eine doppelte Hochzeit, der Du damals beigewohnt hast: die Hochzeit zwischen Deinem Göttlichen Willen und die menschliche Hochzeit zwischen Mann und Frau, denen Du als Mitgift die ganze Schöpfung schenktest und vor allem Deinen Göttlichen Willen, der in ihren Herzen und in jedem erschaffenen Ding schlägt.
O mein Jesus, ich will mich in Deine Nähe begeben, um Deinen sanften Blick, Deine klangvolle Stimme, Dein bezauberndes Benehmen mit meinem „Ich liebe Dich, ich bete Dich an, ich preise Dich, ich danke Dir“ zu umhüllen. Um jener Liebe willen, die Dich drängte, den flehentlichen Gebeten der Erhabenen Königin nachzugeben, die Dich bat, das Wasser in Wein zu wandeln, bitte ich Dich, das große Wunder zu vollbringen, den menschlichen Willen in den Göttlichen umzuwandeln, damit dieser wie im Himmel so auf Erden regieren könne.
Heilige Mama, die Du so viel Sorgfalt gezeigt hast, jenen Brautleuten zu Hilfe zu kommen, ich bitte Dich, habe jetzt dieselbe Sorgfalt, um den heiligen Willen Gottes auf Erden regieren zu lassen! Jesus, mein süßes Gut, um Dich zu zwingen, mich zufrieden zu stellen, folge ich Dir, ohne Dich jemals zu verlassen; ich umhülle alle Deine Akte mit meinem „Ich liebe Dich“ und flüstere Dir unaufhörlich ins Ohr: „Gib mir Dein Fiat, das in Deinem Herzen schlägt, gib mir Deinen Willen, der in Deinem Wort spricht, der in Deinen Händen wirkt, der in Deinen Schritten wandert. Ich bitte Dich, erhöre Deine eigene Stimme in der meinen, und gewähre, dass wir in Deinem Fiat leben!“ (aus „Rundgang der Seele im Reich des Göttlichen Willens“ nach den Schriften der Dienerin Gottes Luisa Piccarreta; Sechzehnte Stunde)
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Königin und Mutter, ich sehe, dass du mich wieder erwartest und indem du mir die Hände entgegenstreckst, nimmst du mich auf deine Knie, drückst mich an dein Herz, damit ich das Leben jenes Göttlichen FIAT fühle, das du besitzt. O, wie erfrischend ist seine Wärme und wie durchdringend sein Licht …!
O heilige Mama, wenn du mich so sehr liebst, tauche das winzige Atom meiner Seele in jene Sonne des Göttlichen Willens ein, den du verbirgst, damit auch ich sagen kann: Meinen Willen gibt es nicht mehr, er wird nicht mehr leben können, aber mein Leben wird der Göttliche Wille sein.
Lektion der Himmelskönigin
Liebste Tochter, vertraue deiner Mutter und gib acht auf meine Lehren; sie helfen dir, deinen Willen zu verabscheuen und jenes Göttliche FIAT glühend in dir zu ersehnen, das so sehr wünscht, dein Leben in dir zu bilden.
Meine Tochter, du sollst wissen, dass die Gottheit von mir nach der von Ihr gewollten Prüfung überzeugt war; alle glaubten, dass ich keine Prüfung zu bestehen hatte, und dass es nur das große Wunder, ohne Makel der Erbsünde empfangen worden zu sein, war, das Gott in mir vollbrachte.
O wie sehr täuschen sie sich! Er hingegen verlangte von mir eine Prüfung, die er von niemandem verlangt hat, und er tat dies mit Gerechtigkeit und höchster Weisheit, denn da das Ewige Wort in mich herabsteigen sollte, war es nicht nur geziemend, in mir die Erbsünde nicht vorzufinden, sondern es wäre auch nicht geziemend gewesen, in mir einen wirkenden menschlichen Willen vorzufinden.
Es wäre zu unpassend für Gott gewesen, in ein Geschöpf herniederzusteigen, in dem der menschliche Wille herrschen würde. Daher unterzog er mich dieser Prüfung und verlangte von mir meinen Willen für die Dauer meines ganzen Lebens, um in meiner Seele das Reich des Göttlichen Willens zu bestätigen. Nachdem dies in mir festgesetzt wurde, konnte Gott mit mir machen, was er wollte.
Alles konnte er mir geben, und ich kann sagen, dass er mir nichts verweigern konnte. Kehren wir jetzt zurück zu dem Punkt, wo wir stehen geblieben sind; im Lauf meiner Unterweisungen werde ich dir erzählen, was dieser Göttliche Wille in mir gewirkt hat.
Höre nun, meine Tochter, nach dem Triumph in der Prüfung tat das Göttliche FIAT den sechsten Schritt in meiner Seele und ließ mich alle göttliche Eigenschaften in Besitz nehmen, soviel es einer Kreatur nur möglich und vorstellbar ist. Alles war mein, Himmel und Erde, ja Gott Selbst, dessen Willen ich besaß. Ich fühlte mich als Besitzerin der göttlichen Heiligkeit, Liebe, Schönheit, Macht, Weisheit und göttlichen Güte.
Ich fühlte mich als Königin über alles, und fühlte mich nicht fremd im Hause meines Himmlischen Vaters; ich fühlte lebendig seine Väterlichkeit und das höchste Glück, seine treue Tochter zu sein; ich kann sagen, dass ich auf den väterlichen Knien Gottes heranwuchs, und kannte keine andere Liebe noch andere Wissenschaft als jene, die direkt von meinem Schöpfer kamen. Wer kann es dir sagen, was dieser Göttliche Wille in mir wirkte?
Er erhöhte mich so sehr und schmückte mich so schön, dass selbst die Engel verstummten und nicht wussten, wo sie anfangen sollten, wie von mir zu sprechen. Wisse, meine liebste Tochter, als das Göttliche FIAT mich alles in Besitz nehmen ließ, fühlte ich mich als Besitzerin von allem und über alles.
Mit seiner Allmacht, Unendlichkeit und Weisheit schloss der Göttliche Wille in meiner Seele alle Kreaturen ein, und ich bereitete in meinem mütterlichen Herzen ein Plätzchen für jede von ihnen. Seit meiner Empfängnis trug ich dich in meinem Herzen, o wie sehr liebte ich dich und liebe dich!
Ich liebte dich so sehr, dass ich vor Gott als deine Mutter auftrat; meine Gebete und Seufzer waren für dich, und ich war ganz Mutter für dich, und im Fieber meines Muttereins sagte ich: O wie sehr möchte ich meine Tochter als Besitzerin über alles sehen, so wie ich es bin. Höre deshalb auf deine Mama: Du sollst deinen menschlichen Willen nicht mehr akzeptieren. Wenn du so tust, wird alles zwischen mir und dir gemeinsam sein.
Du wirst eine göttliche Kraft in deiner Macht haben, alle Dinge werden sich in göttliche Heiligkeit, Liebe und Schönheit umwandeln. Und wie mich der Allerhöchste besang „Ganz schön, ganz heilig, ganz rein bist du, o Maria“, so werde ich meiner Liebe freien Lauf lassen und sprechen „schön, rein und heilig ist meine Tochter, weil sie den Göttlichen Willen besitzt“.
Die Seele:
Königin des Himmels, auch ich grüße dich „ganz schön, rein und heilig ist meine himmlische Mama“; ich bitte dich, wenn du in deinem Herzen einen Platz für mich hast, so schließe mich in ihm ein, damit ich sicher sei, nicht mehr meinen Willen zu tun, sondern immer den Göttlichen. Mama und Tochter werden beide glücklich sein.
Tagesaufopferung:
Um mich heute zu ehren, bete dreimal drei „Ehre sei dem Vater“ als Dank an die Allerheiligste Dreifaltigkeit für das Reich des Göttlichen Willens, das in mir fest verankert ist und das mir alles zum Besitz gegeben hat; indem du dir die Worte des Allerhöchsten bei jedem „Ehre sei dem Vater“ zu eigen machst, wirst du mir sagen: „Ganz schön, rein und heilig ist meine Mutter.“
Stoßgebet:
Königin des Himmels, lass den Göttlichen Willen von mir Besitz nehmen. (aus „Die Jungfrau Maria im Reich des Göttlichen Willens“ nach den Schriften der Dienerin Gottes Luisa Piccarreta: 6. Tag)
„Sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr“ (Joh 2,3)
… „Darüber hinaus sollst du wissen, dass unsere Liebe schon im ersten Augenblick des Lebens dieses Himmlischen Geschöpfs so groß war, dass Wir Maria mit all unseren göttlichen Eigenschaften ausstatteten.
So besaß Sie unsere Macht, Weisheit, Liebe, Güte, Licht, Schönheit und alle unsere übrigen göttlichen Eigenschaften als Ausstattung. Wir geben nämlich allen Menschen schon, wenn sie ins Dasein treten, ihre Ausstattung: niemand wird ohne Gaben von seinem Schöpfer geboren.
Da sie sich jedoch von unserem Willen entfernen, kann man sagen, dass sie diese nicht einmal kennen. Diese Heilige Jungfrau hingegen wich nie [von meinem Willen] ab, sondern führte ihr ständiges Leben in den grenzenlosen Meeren unseres Fiat.
So wuchs Sie zusammen mit unseren Eigenschaften heran, und wie Sie ihre Akte in unseren göttlichen Eigenschaften ausführte, so brachte Sie Meere der Macht, der Weisheit, des Lichtes usw. hervor. Wir können sagen, dass Wir Sie, die mit unserer Wissenschaft zusammenlebte, ständig darüber belehrten, wer ihr Schöpfer war.
Sie nahm zu an unserer Erkenntnis und wusste so viel über das Höchste Sein, dass kein Engel oder Heiliger Ihr gleichkam; vielmehr sind alle unwissend vor Ihr, denn keiner wuchs heran und führte sein Leben zusammen mit Uns.
Sie drang in unsere göttlichen Geheimnisse ein, in die vertrautesten Tiefen unseres Göttlichen Seins ohne Anfang und Ende, in unsere Freuden und unvergänglichen Seligkeiten.
Mit unserer Gewalt, die Sie in ihrer Macht hatte, beherrschte und besaß sie Uns, und Wir ließen Sie gewähren, vielmehr genossen Wir ihre Herrschaft. Um Sie noch glücklicher zu machen, schenkten Wir Ihr unsere keuschen Umarmungen, unser liebevolles Lächeln, unsere Herablassung und sprachen zu Ihr: ‚Tu, was du willst.‘
Unser Wille liebt die Menschen so innig und verlangt so sehr danach, dass sie in Ihm leben, dass Er sie, wenn Er dies[es Ziel] erreicht, in einen Abgrund an Gnaden und Liebe versenkt, dass sie trunken werden.
So ist ihre menschliche Begrenztheit genötigt, auszurufen: ‚Genug, ich bin bereits bis zum Äußersten versenkt, dass ich mich von deiner Liebe verzehrt fühle, ich kann nicht mehr ertragen.‘“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 34; 20. Dezember 1936)
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Ich fühlte mich ganz versenkt in den Göttlichen Willen. Mir schien, dass Himmel und Erde das Kommen seines Reiches auf die Erde ersehnen und darum beten, dass einer der Wille aller sei, und Er wie im Himmel so auf Erden regiere. Die Himmelskönigin gesellte sich zu diesem Chor und umhüllte alles mit ihren glühenden Seufzern.
Sie bewegte und vereinte alles mit sich, die Engel, die Heiligen und die gesamte Schöpfung, um mit ihren eigenen Seufzern und mit dem Göttlichen Willen selbst, den Sie besitzt, jenes Fiat zu bitten, in die Herzen herabzusteigen und in ihnen sein Leben zu bilden.
Als ich dies erwog, zeigte sich mein liebenswürdiger Jesus, seufzte tief und voller Liebe, und sein Herz schlug so stark, als wolle es bersten; dann sprach Er zu mir: „Tochter meines Willens, höre Mir zu: meine Liebe überwältigt Mich, Ich kann sie nicht mehr zurückhalten.
Um jeden Preis wünsche Ich die Herrschaft meines Willens auf Erden, wenn Ich auch Himmel und Erde umstürzen müsste. Mit Mir vereint sich meine Himmlische Mutter, die unaufhörlich zu Mir sagt und wiederholt: ‚Sohn, mach schnell, zögere nicht länger. Setze deine Liebesstrategien ein, wirke als der mächtige Gott, der Du bist.
Gib, dass dein Wille alle erfüllt und – vereint mit einer Liebe, der niemand widerstehen kann – mit seiner Macht und Majestät Besitz von allen ergreife und wie im Himmel so auf Erden herrsche.‘
Dies sagt Sie mit so glühenden Seufzern zu Mir, mit feurigen Herzschlägen und ihren liebevollen Kunstgriffen als Mutter, dass Ich nicht widerstehen kann, und Sie fügt sogar noch hinzu: ‚Mein Sohn, Sohn meines Herzens, Du hast Mich zur Königin und Mutter eingesetzt, aber wo ist mein Volk? Meine Kinder, wo sind sie?
Wäre Ich fähig zu leiden, so wäre ich die unglücklichste Königin und Mutter, denn Ich besitze zwar mein Reich, aber kein eigenes Volk, das mit demselben Willen wie ihre Königin leben würde; wenn ich aber keine Kinder habe, wem könnte Ich das große Erbe ihrer Mutter anvertrauen?
Wo finde Ich die Freude und das Glück meiner Mutterschaft? Lass also das Göttliche Fiat herrschen, dann wird deine Mama glücklich sein und ihr Volk und ihre Kinderschar besitzen, die mit Mir zusammen leben werden, mit demselben Willen wie ihre Mutter.’
Glaubst du, dass Ich dieser Rede meiner Mutter, die Sie ständig an Mich richtet und die lieblich mein Herz erfüllt, deren Worte Pfeile und Wunden ständiger Liebe sind, gleichgültig gegenüber bleiben könnte? Ich kann es nicht und will es auch nicht, zumal Sie Mir nie etwas abgeschlagen hat. So fehlt Mir die Kraft, Mich Ihr zu verweigern, und mein göttliches Herz drängt Mich, Sie zufriedenzustellen.
Du aber, vereinige dich mit Uns und seufze und flehe darum, dass mein Wille bekannt werde und zur Herrschaft auf Erden gelange. Um dich noch mehr darin zu bestärken, möchte Ich meine teure Mutter selbst zu dir sprechen lassen.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 34; 10. Februar 1937)
„Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr“ (Jho 2, 3)
… „Meine gesegnete Tochter, wer in meinem Willen lebt, kann überall eintreten und Mir alles geben, sogar meine Himmlische Mutter, als ob Sie ihm gehörte, und [Mich so lieben] wie Sie Mich geliebt hat, und alles, was Ich tat. Diese Seele kann so weit kommen, mein Leben zu verdoppeln und es Mir zu geben, um Mich zu lieben, als ob es ihr gehörte.
Nun sollst du auch folgendes wissen: wie Ich mit der Offenbarung so vieler Wahrheiten über meinen Göttlichen Willen seinen Tag für die Geschöpfe gebildet habe – so bereitet die himmlische Herrin in ähnlicher Weise mit ihrer Liebe, ihren Schmerzen, Gebeten und all ihren Akten, die Sie tat, die, da sie alle in meinem Willen vollbracht waren, Himmel und Erde erfüllen, die ausreichende Mitgift für jene Seelen, die in Ihm leben sollten.
Mit welchem Verlangen wartet und seufzt Sie danach, ihre Kinder auszustatten! Sie sieht sich in solche Reichtümer der Gnade, der Liebe und Heiligkeit versenkt, aber findet ihre Kinder nicht [in ihnen], die Sie ausstatten könnte, da sie nicht in diesem Willen leben, in dem Sie lebte.
Schau doch, meine Tochter, wie in allem, was Sie tat und litt, geschrieben steht: ‚Für meine Kinder.’ Wenn Sie daher liebt, ruft Sie ihre Kinder, die Mitgift (Ausstattung) ihrer Liebe zu empfangen, um sie von Uns als ihre und [zugleich] unsere Kinder anerkennen zu lassen, und damit Wir diese [ihre Kinder] mit jener Liebe lieben, mit der Wir Maria lieben.
Wenn Sie betet, will Sie die Mitgift ihres Gebetes geben, mit einem Wort, Sie möchte ihre Kinder mit ihrer Heiligkeit, ihren Leiden und mit dem Leben ihres Sohnes selbst ausstatten.
Wie bewegend ist es, Sie zu hören und zu sehen, wie Sie in ihrem Mutterherzen ihre Kinder wie in einem Heiligtum bewahrt, und in all ihren Akten und Atemzügen ihre Kinder herbeiruft und zu unserem Höchsten Sein spricht: ‚Alles, was Ich bin und besitze, ist für meine Kinder.
Ach, erhört Mich doch! Ich fühle, wie mein Herz vor Liebe bricht! Habt Mitleid mit einer Mutter, die liebt und ihre Kinder ausstatten will, um sie glücklich zu machen! Meine Seligkeit ist nicht vollständig, Ich verkoste sie nur zur Hälfte, da Ich meine Kinder nicht bei Mir habe, die mein Glück gemeinsam mit Mir genießen könnten.
Beeilt Euch daher, dass der Göttliche Wille bekannt werde, damit sie auch die Schmerzen ihrer Mutter kennenlernen und merken, dass Ich sie ausstatten und glücklich und heilig machen möchte!’
Glaubst du, dass Uns ein so bewegendes Schauspiel kalt lässt, wie Maria so sehr vor Liebe schmachtet, dass Sie Uns mit ihren mütterlichen Zärtlichkeiten und ihren Rechten als Mutter bittet und anfleht? Ach, nein!
Wie oft offenbare Ich [dir] nach diesen ihren Bemühungen weitere überraschende Wahrheiten über mein FIAT, um Ihr Erleichterung zu verschaffen, damit Sie ihre Kinder mit noch großzügigeren Gaben beschenken kann, da diese ihnen nämlich entsprechend ihrer Erkenntnis geschenkt werden.
Tritt darum auch du in meinen Göttlichen Willen ein und bete und flehe vereint mit dieser Himmlischen Mutter, dass unser Wille bekannt werde und in allen Geschöpfen herrsche.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 35; 7. November 1937)
„Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut!“ (Joh 2,5)
… In diesem Augenblick fühlte ich Sie in meiner Nähe, wie Sie mich unter ihrem blauen Mantel verbarg und in ihren mütterlichen Schoß aufnahm. Mit einer Liebe, die ich nicht auszudrücken vermag, sprach Sie zu mir:
„Tochter meines Mutterherzens, das Reich des Göttlichen Willens wird mein Reich sein, Mir hat es die Heiligste Dreifaltigkeit anvertraut. Wie Sie Mir das Ewige Wort anvertraute, als Es vom Himmel auf die Erde herabstieg, so vertraute Sie Mir ihr und mein Reich an.
Daher tue Ich mit meinen glühenden Seufzern und unaufhörlichen Gebeten nichts anderes, als die Heiligste Dreifaltigkeit mit meiner Liebe, mit den Rechten einer Königin und Mutter, die Gott Mir verliehen hat, zu bestürmen, damit dieses Reich, das Gott Mir anvertraut hat, entstehe, sein Leben heranbilde und auf dem Angesicht der Erde triumphiere.
Wisse, dass mein Wunsch so groß ist, dass er Mich verbrennt und Ich Mich fühle, als hätte Ich keine Herrlichkeit – während Ich so viel davon habe, dass sie Himmel und Erde erfüllt – wenn Ich nicht das Reich des Göttlichen Willens mitten unter meinen Söhnen und Töchtern [voll aus]gebildet sehe; jedes dieser Kinder nämlich, die in ihm leben werden, wird Mir so viel Herrlichkeit darbringen, dass meine Herrlichkeit, die Ich besitze, verdoppelt wird.
Wenn ich Mich also [meiner Kinder] beraubt sehe, scheint Mir, als besäße Ich weder die Glorie einer Königin noch die Liebe von meinen Kindern zu ihrer Mutter. So rufe Ich ununterbrochen in meinem Herzen und wiederhole: ‚Meine Kinder, meine Kinder, kommt zu eurer Mutter! Liebt Mich als Mutter, wie Ich euch als Kinder liebe.
Wenn ihr nicht mit demselben Willen lebt, mit dem Ich lebte, könnt ihr Mir weder die Liebe wahrer Kinder erzeigen, noch erkennen, wie weit meine Liebe für euch geht.’ Du musst wissen, dass meine Liebe und meine glühende Sehnsucht nach diesem Reich auf Erden so groß sind, dass Ich vom Himmel herabsteige und die Seelen besuche, um zu sehen, wer mehr vorbereitet ist, im Göttlichen Willen zu leben.
Ich spioniere sie gleichsam aus, und wenn Ich sie disponiert sehe, trete Ich in ihre Herzen ein und bilde mein Leben in ihnen, als Vorbereitung, zur Ehre und Zierde jenes Fiat, das [von den Seelen] Besitz ergreifen und sein Leben in ihnen formen wird.
So werde Ich unzertrennlich von ihnen sein und ihnen mein Leben, meine Liebe, meine Tugenden und Leiden wie eine Mauer unüberwindlicher Stärke zur Verfügung stellen, damit sie in ihrer Mutter alle nötige Hilfe für das Leben in diesem so heiligen Reich finden mögen.
Dann erst wird meine Festfreude vollständig sein, meine Liebe wird sich in meinen Kindern ausruhen, meine Mütterlichkeit wird in ihnen die Kindesliebe finden. Ich werde überraschende Gnaden gewähren und Himmel und Erde in Festfeier versetzen.
Ich werde als Königin handeln und sie mit unerhörten Gnaden überhäufen. Bleibe daher, meine Tochter, mit deiner Mutter vereint, und erflehe und ersehne zusammen mit Mir das Reich des Göttlichen Willens.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 34; 10. Februar 1937)



