15In jener Zeit erschien Jesus den Elf und sprach zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! 16Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.
17Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; 18wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden.
19Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. 20Sie aber zogen aus und predigten überall. Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen ließ.

„In jener Zeit erschien Jesus den Elf und sprach zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“ (Mk 16,15)

… So fühlte ich mich ganz ins Höchste FIAT versenkt, dass ich mich wie ein mit seinem Licht getränkter Schwamm fühlte. Alle geschaffenen Dinge schienen mir den Kuss des Göttlichen Willens zu bringen, und in diesem Kuss empfand ich die Lippen meines Schöpfers, Der sie mir aufdrückte.
Mir schien, dass das FIAT die Drei Göttlichen Personen zugleich mit sich brachte. Während nun mein Geist im Licht des FIAT aufging, trat mein süßer Jesus aus meinem Inneren heraus und sagte zu mir: „Meine Tochter, wenn mein Wille sein Reich auf Erden hat und die Seelen in Ihm leben werden, wird der Glaube keinen Schatten und keine Rätsel mehr haben, sondern alles wird Klarheit und Sicherheit sein.
Das Licht meines Willens wird in den geschaffenen Dingen selbst die klare Vision ihres Schöpfers bringen, und die Seelen werden Ihn in allem, was Ich aus Liebe zu ihnen gemacht habe, mit Händen greifen können.
Gegenwärtig ist der menschliche Wille ein Schatten für den Glauben, die Leidenschaften sind wie Wolken, welche sein klares Licht verdunkeln, und dem Glauben geschieht es wie der Sonne: obwohl die Sonne scheint, verdunkeln die dichten Wolken, die sich in den unteren Luftschichten bilden, ihr Licht, und es scheint so finster, als wäre es Nacht. Wer die Sonne nie gesehen hat, der könnte meinen, dass sie nicht da sei.
Doch wenn ein heftiger Wind die Wolken zerstreut, und die Menschen ihr strahlendes Licht sozusagen greifen können – wer würde da noch zu behaupten wagen, die Sonne existiere nicht! In diesen Umständen befindet sich der Glaube, da mein Wille nicht regiert. Die Menschen sind fast wie Blinde, die den anderen Glauben schenken müssen, dass es einen Gott gibt.
Wenn aber mein Göttliches FIAT regiert, wird sein Licht sie die Existenz ihres Schöpfers mit Händen greifen lassen, und so wird es nicht mehr notwendig sein, dass die anderen es ihnen sagen. So wird es keine Schatten und Wolken mehr geben.”
Als Er das sagte, ließ Jesus eine Welle von Freude und Licht aus seinem Herzen hervorströmen, die den Geschöpfen noch mehr Leben schenken wird und fügte mit nachdrücklicher Liebe hinzu:
„Wie ersehne Ich das Reich meines Willens! Es wird den Übeln der Geschöpfe und unserem Kummer ein Ende setzen. Himmel und Erde werden einander zulächeln, unsere und ihre Feste werden wieder die Ordnung des Ursprungs der Schöpfung besitzen.
Wir werden einen Schleier über alles legen, damit die Feste nie mehr unterbrochen werden.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 24; 29. Juni 1928)

„Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet… Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen…“ (Mk 16,16+17)

Nun, zum Glauben zurückkehrend, sagte Jesus: „Um zu empfangen, muss man glauben. Wie für das Haupt ohne das Augenlicht alles Finsternis und Verwirrung ist, sodass man beim Gehen einmal an dieser, dann an jener Stelle stolpern, und schließlich ganz fallen würde, so geht es der Seele ohne Glauben – sie tut nichts anderes als von Abgrund zu Abgrund zu stürzen.
Aber der Glaube dient der Seele als Sehvermögen, und wie das Licht, welches sie zum ewigen Leben führt. Nun, wovon wird dieses Licht des Glaubens genährt? Von der Hoffnung.
Und was ist die Substanz dieses Lichtes des Glaubens und dieser Nahrung der Hoffnung? Es ist die Liebe. Alle diese drei Tugenden sind so ineinander verflochten, dass keine ohne die andere bestehen kann.
Tatsächlich, was würde dem Menschen der Glaube an die unermesslichen Reichtümer des Glaubens nützen, wenn er sie nicht für sich selbst erhoffen würde? Er würde sie wohl ansehen, aber mit einem gleichgültigen Blick, weil er weiß, dass sie nicht ihm gehören.
Aber die Hoffnung verleiht dem Licht des Glaubens Flügel, und in der Hoffnung auf die Verdienste Jesu Christi betrachtet sie diese Schätze als die ihren, und beginnt sie zu lieben“. (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 1)

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„… Nach vollbrachter Erlösung nun musste Ich den Menschen in den Gütern der Erlösung festigen, und dafür wählte Ich die Apostel aus als Bestärker der Früchte der Erlösung, die mit den Sakramenten den verlorenen Menschen aufsuchen und ihn in Sicherheit bringen sollten. Deshalb ist die Erlösung Rettung, es bedeutet, den Menschen vor jedem Abgrund zu retten.
Aus diesem Grund habe Ich dir ein anderes Mal gesagt, dass es etwas Größeres als selbst die Erlösung ist, die Seele in meinem Willen leben zu lassen: Denn sich zu retten, indem man ein mittelmäßiges Leben führt, bald fällt und bald wieder aufsteht, ist nicht so schwierig, und dies hat meine Erlösung erfleht, denn Ich wollte den Menschen um jeden Preis retten.
Dies habe Ich meinen Aposteln als Schatzwaltern der Erlösungsfrüchte anvertraut. Da Ich also noch das Geringere tun musste, bewahrte Ich das Größere für später auf, und behielt Mir andere Epochen vor zur Vollendung meiner hohen Pläne.
Nun, das Leben in meinem Willen ist nicht nur Rettung, sondern es ist Heiligkeit, die sich über alle anderen Arten von Heiligkeit erheben muss, welche den Stempel der Heiligkeit ihres Schöpfers tragen muss.
Deshalb mussten zuerst die geringeren Heiligkeiten einander folgen, wie ein Gefolge, Träger, Boten und Vorbereiter dieser Heiligkeit, die ganz göttlich ist.
Und wie Ich bei der Erlösung meine unvergleichliche Mutter als Verbindungsglied mit Mir erwählte, von dem alle Früchte der Erlösung herabsteigen sollten, so wählte Ich dich als Verbindungsring, aus dem die Heiligkeit des Lebens in meinem Willen ihren Anfang nehmen sollte.
Und da sie aus meinem Willen hervorgegangen ist, um Mir die vollständige Glorie des Zweckes zu bringen, für den der Mensch erschaffen wurde, muss er auf demselben Weg meines Willens zurückkehren, um zu seinem Schöpfer heimzukehren. Was wunderst du dich also? Das sind seit Ewigkeit festgesetzte Dinge, und niemand wird es zuwege bringen, dass Ich davon abrücke.
Und da diese Angelegenheit groß ist – es geht um die Errichtung meines Reiches in der Seele auch auf Erden – ging Ich vor wie ein König, der ein Reich in Besitz nehmen soll: Er geht nicht als Erster hin, sondern lässt zuerst seinen Königspalast vorbereiten, dann schickt er seine Soldaten, um das Reich zu bereiten und die Völker als seine Untertanen zu disponieren. Dann folgen die Ehrengarden und die Minister, und der Letzte ist der König: das ist ehrenvoll für einen König.
So tat Ich es: Ich ließ meinen Palast bereiten, welcher die Kirche ist; die Soldaten waren die Heiligen, um Mich bei den Völkern bekannt zu machen; dann folgten die Heiligen, die Wunder säten, als meine vertrautesten Minister; und nun komme Ich als König, um zu herrschen, deshalb musste Ich eine Seele auswählen, wo Ich meine erste Wohnstätte errichten sollte, und dieses Reich meines Willens gründen.
Lass Mich deshalb herrschen und gib Mir volle Freiheit.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 13; 3. Dezember 1921)

„Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes“ (Mk 16, 19)

… „Meine gesegnete Tochter, es gibt kein Merkmal in meinem Leben, das nicht das Reich meines Göttlichen Willens symbolisieren würde. An diesem Tag meiner Himmelfahrt fühlte Ich Mich als Sieger und Triumphator.
Meine Leiden waren schon zu Ende. Vielmehr ließ Ich meine bereits erduldeten Leiden mitten unter meinen Kindern zurück, die Ich auf Erden zurückließ, als Hilfe, Stärkung und Unterstützung und als Zuflucht, wo sie sich in ihren [eigenen] Leiden verbergen sollten, um aus den Meinen den Heroismus für ihre Opfer zu schöpfen.
Ich kann sagen, dass Ich meine Leiden, meine Beispiele und selbst mein Leben wie eine Saat hinterließ, die heranreifen und wachsen und das Reich meines Göttlichen Willens daraus hervorgehen lassen sollte.
So ging Ich fort und blieb [zugleich]: Ich blieb kraft meiner Leiden, Ich blieb in ihren Herzen, um geliebt zu werden; nachdem nämlich meine Heiligste Menschheit in den Himmel aufgestiegen war, fühlte Ich das Band mit der Menschheitsfamilie noch enger, daher hätte Ich Mich nicht damit abgefunden, nicht die Liebe meiner Kinder und Brüder zu erhalten, die Ich auf Erden zurückließ.
Ich blieb im Heiligsten Sakrament, um Mich ihnen ständig zu schenken und damit sie sich Mir schenken und die Ruhe, Erleichterung und das Heilmittel für alle ihre Bedürfnisse fänden. Unsere Werke sind keiner Veränderlichkeit unterworfen, was Wir einmal tun, das wiederholen Wir immer.
Darüber hinaus hatte Ich an diesem Tag meiner Himmelfahrt doppelte Kronen: die Krone, den Kranz meiner Kinder, die Ich mit Mir in das Himmlische Vaterland mitnahm, und den Kranz meiner Kinder, die Ich auf Erden zurückließ. Diese symbolisierten die Wenigen, die den Anfang des Reiches meines Willens bilden werden.
Alle, die Mich zum Himmel aufsteigen sahen, empfingen so viele Gnaden, dass sie ihr Leben für die Verkündigung des Reiches der Erlösung hingaben. Sie legten die Fundamente für die Gründung meiner Kirche, damit diese in ihrem mütterlichen Schoß alle Menschengeschlechter versammle.
So werden die ersten Söhne des Reiches meines Willens wenige sein, doch von so großen und zahlreichen Gnaden erfüllt, dass sie ihr Leben hingeben werden, um alle zum Leben in diesem so heiligen Reich aufzurufen.
Eine lichte Wolke erfüllte Mich, die meinen Jüngern den Anblick meiner Gegenwart entzog, die wie Statuen in der Betrachtung meiner Person dastanden, da meine Schönheit sie so bezauberte und ihre Augen entzückt fesselte, dass sie ihre Blicke nicht zur Erde senken konnten. Es war sogar ein Engel nötig, um sie aufzurütteln, damit sie in das Zönakulum zurückkehren.
Auch das ist ein Symbol für das Reich meines Willens. So gewaltig und stark wird das Licht sein, das seine ersten Kinder erfüllen wird, welche die Schönheit, den Zauber, den Frieden meines Göttlichen Fiat bringen, dass die Seelen leicht bereit sein werden, ein so großes Gut kennenlernen und lieben zu wollen.
Nun war in der Mitte der Jünger meine Mama, die Mir bei meinem Weggang in den Himmel beistand: Das ist das schönste Symbol. So ist Sie die Königin meiner Kirche, steht ihr bei, beschützt und verteidigt sie.
Sie wird auch unter den Kindern meines Willens thronen und stets die treibende Kraft, das Leben, die Führung, das vollkommene Vorbild und die Lehrmeisterin des Reiches des Göttlichen Fiat sein, das Ihr so sehr am Herzen liegt.
Es ist ihre Sehnsucht, ihr brennender Wunsch, das Schmachten ihrer Mutterliebe, weil Sie ihre Kinder auf Erden in dem Reich sehen will, wo Sie lebte. Sie ist nicht zufrieden damit, ihre Kinder bloß im Himmel im Reich des Göttlichen Willens zu haben, sondern Sie wünscht sie auch auf Erden.
Sie spürt, dass die Ihr von Gott als Mutter und Königin übergebene Aufgabe noch nicht vollendet und ihre Mission noch nicht zu Ende ist, solange der Göttliche Wille nicht auf Erden unter den Menschen herrscht.
Sie wünscht ihre Kinder, die Ihr ähnlich sind und das Erbe ihrer Mutter besitzen. Deshalb hat die große Herrin ein stets wachsames Auge und ist voller herzlicher Liebe, um jenen zu helfen, die sie einigermaßen disponiert sieht, vom Göttlichen Willen leben zu wollen.
In den Schwierigkeiten denke daher daran, dass Sie dich umgibt, dich unterstützt, dich stärkt und deinen Willen in ihre Mutterhände nimmt, damit er das Leben des Höchsten Fiat empfängt.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 34; 20. Mai 1936)