Samstag der 7. Osterwoche (Joh 21,20-25)
20In jener Zeit sprach Jesus zu Simon Petrus: Folge mir! Petrus wandte sich um und sah, wie der Jünger, den Jesus liebte, diesem folgte. Es war der Jünger, der sich bei jenem Mahl an die Brust Jesu gelehnt und ihn gefragt hatte: Herr, wer ist es, der dich verraten wird? 21Als Petrus diesen Jünger sah, fragte er Jesus: Herr, was wird denn mit ihm?
22Jesus antwortete ihm: Wenn ich will, dass er bis zu meinem Kommen bleibt, was geht das dich an? Du aber folge mir nach! 23Da verbreitete sich unter den Brüdern die Meinung: Jener Jünger stirbt nicht. Doch Jesus hatte zu Petrus nicht gesagt: Er stirbt nicht, sondern: Wenn ich will, dass er bis zu meinem Kommen bleibt, was geht das dich an?
24Dieser Jünger ist es, der all das bezeugt und der es aufgeschrieben hat; und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist. 25Es gibt aber noch vieles andere, was Jesus getan hat. Wenn man alles aufschreiben wollte, so könnte, wie ich glaube, die ganze Welt die Bücher nicht fassen, die man schreiben müsste.
„Es gibt aber noch vieles andere, was Jesus getan hat. Wenn man alles aufschreiben wollte, so könnte, wie ich glaube, die ganze Welt die Bücher nicht fassen, die man schreiben müsste“ (Joh 21,25)
… „Meine Liebe möchte sich ergießen und das Übermaß zu erkennen geben, das meine Gottheit in meiner Menschheit zum Wohl der Geschöpfe gewirkt hat; dieses Übermaß übertrifft bei weitem jenes, das meine Menschheit im Äußeren gewirkt hat.
Dies ist also der Grund, warum Ich oft zu dir vom Leben in meinem Willen spreche, das Ich bis jetzt noch keinem geoffenbart habe; sie haben höchstens den Schatten meines Willens erkannt, die Gnade und Süßigkeit, die das Vollbringen meines Willens in sich schließt.
Aber in Ihn einzudringen, seine Unermesslichkeit zu umfangen, sich mit Mir zu vervielfältigen und überall einzudringen – sogar noch während man auf Erden weilt – in den Himmel und in die Herzen, die menschliche Wirkungsweise abzulegen und auf göttliche Art zu wirken, dies ist noch nicht bekannt; deshalb wird es nicht wenigen sonderbar erscheinen.
Und wer seinen Geist nicht für das Licht der Wahrheit öffnet, wird nichts davon verstehen. Aber nach und nach werde Ich Mich durchsetzen, indem Ich bald die eine Wahrheit, bald die andere über dieses Leben in meinem Willen offenbare, sodass sie schließlich verstehen werden.
Nun, der erste Verbindungsring, der das wahre Leben in meinem Willen zusammenfügte, war meine Menschheit. Meine mit der Gottheit vereinte Menschheit schwamm im ewigen Willen und spürte alle Akte der Menschen auf, um sie sich anzueignen und dem Vater seitens der Geschöpfe eine göttliche Ehre zu erweisen und allen Akten der Geschöpfe den Wert, die Liebe und den Kuss des ewigen Willens zu verleihen.
In dieser Sphäre des ewigen Willens sah Ich alle geschöpflichen Akte, die möglich waren und nicht getan wurden, auch die guten Akte, die schlecht verrichtet wurden, und Ich tat die, die nicht getan wurden und stellte jene wieder her, die schlecht getan waren.
Diese nicht verrichteten Akte nun und jene, die nur von Mir getan wurden, sind alle in meinem Willen verspart. Ich warte auf die Geschöpfe, dass sie kommen, um in meinem Willen zu leben und in meinem Willen das wiederholen, was Ich tat.
Deswegen habe Ich dich als zweiten Ring der Verbindung mit meiner Menschheit auserwählt, welcher – indem du in meinem Willen lebst und meine eigenen Akte wiederholst – mit dem meinen zu einem einzigen wird; ansonsten würde meiner Liebe von jener Seite die Möglichkeit, sich zu ergießen, fehlen, sowie die Verherrlichung seitens der Geschöpfe für das, was meine Menschheit in meiner Gottheit gewirkt hat, und es würde die vollkommene Bestimmung der Schöpfung nicht erreicht, die in meinem Willen eingeschlossen und vervollkommnet werden muss.
Es wäre so, als hätte Ich all mein Blut vergossen, soviel gelitten, und niemand hätte es gewusst: wer hätte Mich geliebt, welches Herz wäre darüber erschüttert worden? Keines, und folglich hätte Ich in niemandem die Früchte meines Leidens geerntet und die Glorie der Erlösung erhalten.“
Da unterbrach ich Jesus und sagte: „Meine Liebe, wenn dieses Leben im Göttlichen Willen so großen Nutzen bringt, warum hast Du es nicht schon früher geoffenbart?“
Darauf Er: „Meine Tochter, Ich musste zuerst offenbaren, was meine Menschheit im Äußeren tat und litt, um die Seelen bereiten zu können, das zu erkennen, was meine Gottheit im Inneren wirkte. Das Geschöpf ist unfähig, mein ganzes Wirken zugleich zu verstehen, daher offenbare Ich Mich nach und nach.
Später werden deinem Ring der Verbindung mit Mir die anderen Ringe der Geschöpfe hinzugefügt werden, und Ich werde eine Schar von Seelen besitzen, die in meinem Willen leben und alle Akte der Geschöpfe wiederherstellen werden; und Ich werde die Ehre erhalten, dass so viele versparte Akte, die nur von Mir getan wurden, auch von den Geschöpfen verrichtet werden.
Diese Seelen werden aus allen Schichten kommen: Jungfrauen, Priester, Weltleute, je nach ihrer Aufgabe. Sie werden nicht mehr auf menschliche Weise wirken, sondern in meinen Willen eindringend, werden sich ihre Akte auf ganz göttliche Weise für alle vervielfältigen, und Ich werde seitens der Geschöpfe die göttliche Ehre erhalten für so viele Sakramente, die in bloß menschlicher Weise empfangen und gespendet, für wieder andere, die profaniert, für andere, die von Eigennutz beschmutzt wurden; die Verherrlichung für so viele gute Werke, die Mir mehr zur Unehre als zur Ehre gereichen.
Wie sehr Ich diese Zeit herbeisehne! Und du bete und ersehne sie zusammen mit Mir und trenne deinen Ring der Verbindung nicht von dem meinen, sondern beginne damit, als Erste.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 29. Januar 1919)
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… „Höre, meine Tochter, wieder-Gezeugt in meinem Höchsten Wollen, was Ich aus dir und in dir machen will: was meine Menschheit im Göttlichen Willen tat, das möchte Ich wiederholen, doch will Ich deinen Willen mit dem Meinen vereint, damit er gemeinsam mit Mir das wiederhole, was Ich tat und noch immer tue.
In meinem Willen sind alle Akte vorhanden, die meine Menschheit vollbrachte, seien es äußere oder innere. Von den äußeren Akten weiß man mehr oder weniger, was Ich tat, und wenn das Geschöpf es wünscht, kann es sich mit Mir vereinigen und an dem Gut teilnehmen, das Ich tat; und dies freut Mich, denn Ich sehe mein Gut inmitten der Geschöpfe, kraft der Einheit, die sie mit Mir bilden, gleichsam vervielfältigt; meine Akte werden wie auf die Bank gelegt, und Ich hebe die Zinsen davon ein.
Von den inneren Akten hingegen, die meine Menschheit im Göttlichen Willen aus Liebe für alle tat, weiß man wenig oder nichts, und da das Geschöpf weder die Macht dieses Willens kennt, noch weiß, wie meine Seele in Ihm wirkte, noch was Ich tat, wie könnte es sich mit Mir vereinigen und an diesem Gut Anteil haben?
Die Kenntnis bringt den Wert, die Wirkungen, das Leben dieses Gutes mit sich. Ein Gegenstand ist so nützlich, wie er bekannt ist; oft geschieht es, dass zwei Gegenstände gleich wertvoll sind, doch jemand, der den Wert genauer kennt, erwirbt beim Verkauf mehr, ein anderer, der nicht diese Kenntnis besitzt, gibt ihn für weniger her.
Wie viel bewirkt die Kenntnis! Viele werden reich, weil sie sich bemühen, die Dinge zu erkennen, andere finden sich in denselben Umständen, doch weil sie die Dinge nicht gut kennen, sind sie arm.
Da Ich dich nun zusammen mit Mir auch in meinen inneren Akten haben will, die meine Menschheit in diesem Höchsten Willen tat, ist es gerecht, dass Ich dich die Vorzüge, den Wert, die Wirkungen, die Macht, die Art wissen lasse, die dieser mein Wille enthält, und dem entsprechend, wie Ich sie dir mitteile, eröffne Ich zwischen dir und Mir die Teilnahme an dem, was Ich dich wissen lasse: zu welchem Zweck würde Ich es dir sonst sagen?
Etwa, um dir eine einfache Nachricht zu übermitteln? Nein, nein; wenn Ich etwas bekannt mache, dann deshalb, weil Ich geben will; wie viele Werte und Wirkungen du also kennst, so viele habe Ich dir gegeben.
Du siehst daher das große Gut, das Ich tun möchte, nicht nur an dir, sondern auch an den anderen, denn wie sich diese Kenntnis des Lebens in meinem Willen den Weg bahnen wird, wird Er mehr geliebt werden, und die Liebe wird sie all das Gut absorbieren lassen, welche die Kenntnis wie eine fruchtbare Mutter ihnen geboren hat.
Ich bin nicht der einsame Gott, nein, Ich will das Geschöpf gemeinsam mit Mir, mein Echo muss in dem seinen widerhallen und seines in Meinem und daraus ein einziges bilden; und wenn Ich so viele Jahrhunderte lang gewartet habe, um meinen im Geschöpf wirkenden Willen bekanntzumachen, und den seinen, der in meinem wirkt, ihn beinahe auf meine eigene Ebene erhebend, so deshalb, weil Ich die Geschöpfe vorbereiten und disponieren sollte, von den geringeren zu den größeren Kenntnissen überzugehen; Ich musste wie ein Lehrer handeln, der zuerst die Vokale und Konsonanten lehrt und dann zu den Aufsätzen weitergeht.
Bisher wusste man nichts anderes von meinem Willen als die Vokale und die Konsonanten; es war nötig, dass Ich zu den Aufsätzen fortschreite, und dies wird das Leben meines Willens ausführen.
Den ersten Aufsatz will Ich von dir: Wenn du aufmerksam bist, wirst du es gut machen, sodass du Mir die Ehre eines Essays erweist, den dir dein Jesus gegeben hat, das vornehmste Aufsatzthema, das Thema des Ewigen Wollens, das Mir die größte Ehre einbringen, und der, die Verbindung mit den Geschöpfen bildend, neue Horizonte, neue Himmel und neue Übermaße meiner Liebe bekannt machen wird.
Siehst du, in meinem Höchsten Willen sind alle inneren Akte, die meine Menschheit tat, wie in Erwartung, um als Boten herauszutreten und sich auf den Weg zu machen; diese Akte wurden für die Geschöpfe getan und wollen sich schenken und sich bekannt machen; und da sie sich nicht geben [können], fühlen sie sich wie eingekerkert und bitten und flehen, dass mein Wille sie bekannt macht, um das Gute geben zu können, das sie enthalten…“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 14; 19. Oktober 1922)
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… „Jedes meiner Worte oder Blicke bilden verstärkte Bande zwischen Mir und dem Geschöpf. Jedes Wort stellt eine größere Einheit und engere Nähe dar, und wenn die Seele sich angeblickt fühlt, beginnt die Gnade ihr Werk.
Wenn der Blick oder das Wort sanft, gütig war, sagt sich die Seele: „Wie schön, durchdringend, mild, klangvoll sind sie – wie sollte ich Jesus nicht lieben?” Wenn es sodann ein Blick oder ein Wort waren, majestätisch und strahlend von Licht, sagt die Seele: „Wel-che Majestät, welche Größe, welch durchdringendes Licht!
Wie klein fühle ich mich, wie elend bin ich, welche Finsternis ist in mir angesichts dieses so strahlenden Lichtes!” Wenn Ich dir die Macht, die Gnade, die Schätze schildern wollte, die mein Wort oder Blick mit sich bringen, wie viele Bücher würde Ich dich nieder-schreiben lassen!
Du siehst also, welche Wohltat Ich dir erwiesen habe, als Ich dich so oft angesehen und dich in vertrauter Unterhaltung mit Mir gehalten habe; es waren nicht nur Worte, sondern vollständige Gespräche“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 14; 24. November 1922)
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… „Meine Tochter, mein Leben hier unten war sehr kurz, und den größten Teil davon verbrachte Ich im Verborgenen. Doch obwohl es sehr kurz war, meine Menschheit aber von einem Göttlichen Willen beseelt war, wie viele Wohltaten vollbrachte Ich nicht? Die ganze Kirche hängt von meinem Leben ab, sie trinkt bis zur Sättigung an der Quelle meiner Lehre.
Jedes meiner Worte ist eine Quelle, die alle Christen nährt, jedes meiner Beispiele ist mehr als die Sonne, die erleuchtet und wärmt, befruchtet und die größten Arten von Heiligkeit heranreifen lässt, sodass alle Heiligen, alle Guten, all ihre Leiden und ihr Heroismus im Vergleich zu meinem sehr kurzen Leben, wie kleine Flämmchen angesichts der großen Sonne wären.
Da in Mir der Göttliche Wille regierte, dienten alle Leiden, die Demütigungen, die Verlegenheit, die Widersprüche, die Anklagen, welche Mir die Feinde im Laufe meines Lebens und meiner Passion bereiteten, zu ihrer Schmach und zu ihrer eigenen größeren Verwirrung, denn da in Mir ein Göttlicher Wille war, glich Ich der Sonne: wenn sich die Wolken am unteren Teil der Atmosphäre ausbreiten, scheinen sie der Sonne Schande zu bereiten, indem sie die Erdoberfläche verfinstern und für einen Augenblick das leb-hafte Sonnenlicht verdunkeln.
Doch die Sonne lacht über die Wolken, da deren Leben in der Luft nicht von Dauer und ihre Existenz flüchtig ist. Es reicht ein leichter Wind, um sie zu vertreiben, und die Sonne triumphiert stets mit ihrer Lichtfülle, die die ganze Erde beherrscht und erfüllt.
So war es auch bei Mir: Alles, was meine Feinde mir antaten und auch mein Tod selbst, waren wie viele Wolken, die meine Menschheit bedeckten, doch die Sonne meiner Gottheit konnten sie nicht antasten.
Kaum wehte der Wind der Macht meines Göttlichen Willens, so verschwanden die Wolken, und Ich erstand, mehr als die Sonne, herrlich und triumphierend, und meine Feinde waren noch beschämter als zuvor.
Meine Tochter, in der Seele, in der mein Wille in seiner ganzen Fülle regiert, sind die Minuten des Lebens wie Jahrhunderte, und Jahrhunderte der Fülle an allen Gütern. Wo Er aber nicht regiert, sind die Jahrhunderte des Lebens kaum Minuten an Gütern, die sie enthalten.
Wenn die Seele, in der mein Wille regiert, je Demütigungen, Widersprüche und Leiden erträgt, so sind diese wie Wolken, die der Wind des Göttlichen FIAT mit ihrer Schande über jene entlädt, die es gewagt haben, den Träger meines Ewigen Willens anzutasten.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 21; 16. April 1927)


