17In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. 18Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.
19Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.

„Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen“ (Mt 5,17)

… „Meine Tochter, das erste Fiat wurde bei der Schöpfung ausgesprochen, ohne Beteiligung irgendeines Geschöpfes. Das zweite Fiat wurde in der Erlösung ausgesprochen und Ich wollte das Mitwirken des Geschöpfs, so erwählte Ich meine Mutter für die Ausführung des zweiten Fiat.
Nun, als Vollendung will Ich das dritte Fiat aussprechen, und Ich will es durch dich aussprechen. Ich habe dich zur Erfüllung des dritten Fiat erwählt. Dieses dritte Fiat wird die Herrlichkeit und Ehre des Fiat der Schöpfung vollenden, und wird die Bestätigung und Entfaltung der Früchte des Fiat der Erlösung darstellen.
Diese drei Fiat versinnbildlichen die heiligste Dreifaltigkeit auf Erden, und das Gebet „Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden“ wird verwirklicht werden. Diese drei Fiat werden unzertrennlich sein, das eine wird das Leben des anderen bilden, sie werden eins und dreieinig sein, aber untereinander verschieden.
Nachdem aus dem Schoß meiner Schöpferkraft die ersten zwei Fiat entsprungen sind, will es meine Liebe, und meine Ehre erfordert es, dass das dritte Fiat nun hervorgeht, da meine Liebe Es nicht mehr in Mir zurückhalten kann.
Und dies wird das Werk, das von Mir ausgegangen ist, vervollständigen, sonst wären das Werk der Schöpfung und Erlösung unvollendet.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 24. Januar 1921)

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… „Meine Tochter, mein Wille ist alles und enthält alles, und zudem ist Er Anfang, Mitte und Ziel des Menschen. Deshalb gab Ich ihm bei der Erschaffung keine Gesetze, noch setzte Ich Sakramente ein, sondern gab dem Menschen nur meinen Willen, denn dieser war, da der Mensch am Anfang meines Willens stand, mehr als ausreichend, damit er alle Mittel zur Erlangung einer nicht [bloß] geringen Heiligkeit, sondern der Erhabenheit einer göttlichen Heiligkeit, vorfinde, und sich so im Hafen seiner Bestimmung finde.
Dies bedeutet, dass der Mensch nichts als nur meinen Willen benötigen sollte, um in Ihm auf überraschende, wunderbare und mühelose Weise alles zu seiner zeitlichen und ewigen Seligkeit und Heiligkeit zu finden.
Wenn Ich ihm nach vielen Jahrhunderten nach seiner Erschaffung ein Gesetz gab, so deshalb, weil der Mensch seinen Ursprung verloren, und somit die Mittel und das Ziel aus den Augen verloren hatte.
So war das Gesetz nicht Anfang, sondern ein Mittel. Da Ich aber sah, dass der Mensch trotz meines ganzen Gesetzes verloren war, setzte Ich bei meinem Kommen auf die Erde die Sakramente als stärkere und mächtigere Mittel zu seiner Rettung ein.
Doch wie viel Missbrauch und wie viele Profanierung! Wie viele gebrauchen das Gesetz und die Sakramente selbst, um noch mehr zu sündigen und in die Hölle zu stürzen, während es doch allein mein Wille ist – welcher der Anfang, die Mitte und das Ziel ist – mit dem sich die Seele in Sicherheit bringt und zu göttlicher Heiligkeit aufsteigt und auf vollständige Weise das Ziel erreicht, wofür sie geschaffen wurde, und es [in meinem Willen] nicht den Schatten einer Gefahr gibt, dass sie Mich beleidige.
So ist der sicherste Weg allein mein Wille, und selbst die Sakramente können, wenn sie nicht in der Ordnung meines Willens empfangen werden, als Mittel der Verdammung und des Verderbens dienen.
Deshalb bestehe Ich so sehr auf meinem Willen, denn wenn die Seele im Prinzip meines Willens steht, werden die Mittel vorteilhaft sein, und sie wird die in ihnen enthaltenen Früchte empfangen; ohne Ihn jedoch können selbst die Sakramente Gift sein, die sie in den ewigen Tod führen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 17; 10. Juni 1924)

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… „Wisse dies: Ich sollte dich auf ganz besondere Weise rufen, in meinem Göttlichen Willen zu leben, damit du selbst Ihn kennenlernst und anderen die Heiligkeit des Lebens in Ihm bekannt machst, damit Er auf Erden herrschen möge.
Darum musste Ich in dir die gesamte menschliche Heiligkeit zentrieren, um sie in dir zu vollenden und mit der wahren Heiligkeit des Lebens in meinem Willen den Anfang zu machen.
Die Heiligkeit in der menschlichen Ordnung sollte der Fußschemel sein, der Thron der Heiligkeit in der Ordnung meines Göttlichen Willens. Daher sagte Ich dir dies, seit damals, als Ich dich zum Stand des Sühneopfers berief und zu allem, was du in jenem Zeitabschnitt erlittest, und ersuchte dich um deine Einwilligung.
Nachdem du eingewilligt hattest, versetzte Ich dich in diesen Leidenszustand. Von dir wollte Ich freiwilliges, und kein erzwungenes Leiden, denn es war dein Wille, den Ich sterben lassen und über deinem Willen – gleichsam über einem erloschenen Flämmchen, das große Feuer der Sonne meines Fiat entzünden wollte.
Das freiwillige Leiden ist etwas Großes vor unserer Höchsten Majestät. Darum konnte unser Wille über dem Tod deines in Leiden gleichsam ertränkten Willens, die Herrschaft führen und dich zum Empfang des noch größeren Schatzes seiner Wahrheiten disponieren.
War es nicht mein ganz freiwilliges Leiden – niemand konnte Mich dazu zwingen – welches das große Gut der Erlösung bewirkte? So war alles, was du damals littest, nichts anderes als die Vervollständigung der Ordnung der Heiligkeit [in] menschlicher Art.
Daher sagte Ich dir fast nichts über die Heiligkeit des Lebens in meinem Göttlichen Willen, Ich wollte nämlich die eine [Heiligkeit] abschließen, um die andere zu beginnen.
Und als Ich sah, dass du Mir – selbst um den Preis deines Lebens – nichts von dem, was Ich wünschte, verweigert hast, und dein Wille dabei seinen Weg verlor und sich im ständigen Akt des Sterbens befand, da ging mein Wille seinen Weg und erlangte sein Leben in dir zurück.
Im Maß, wie mein Wille sein Leben in dir zurückgewann, offenbarte Er sich und erzählte dir seine lange Geschichte, seinen Kummer, und wie sehr Er sich nach seiner Herrschaft unter den Völkern sehnt.
Mein Wort ist Leben, und als Ich, zärtlicher als ein Vater, dir über mein Fiat erzählte, formte Ich sein Leben in dir, denn ohne dass du sein Leben in dir hättest, hättest du nie begreifen können, was Ich dir über Ihn erzählte.

Denn nur das, dessen Verständnis und Verteidigung einem am Herzen liegt, das ist es, was das Leben bildet. Was nicht das Leben des Menschen bildet, tritt in die zweit- und nicht in die erstrangige Ordnung ein, und man empfindet nicht die wahre Liebe, die man zum eigenen Leben haben kann.
So konnte Ich dem Leben meines Fiat selbst, das in dir gebildet worden war, alle seine Wahrheiten anvertrauen, um ebenso viele weitere Leben meines Fiat in den Seelen bilden zu können.
Zudem sollte Ich an dir [dasselbe] tun, was Ich an Mir tat: als Ich auf die Erde kam, beobachtete Ich alle Gesetze und unterwarf Mich auf vollkommene Weise allen Opfern des alten Gesetzes wie kein anderer sie je bis dahin eingehalten hatte.
Nachdem Ich alles in Mir vollendete, indem Ich in meiner Menschheit alle Gesetze und Heiligkeiten des alten Bundes vollbracht hatte, schaffte Ich sie ab und machte den Anfang des neuen Gesetzes der Gnade und der neuen Heiligkeit, die Ich auf die Erde brachte.
So handelte Ich auch an dir: Ich konzentrierte in dir die Leiden, Opfer und Kämpfe der gegenwärtigen Heiligkeit, um sie zu vollenden und so die neue Heiligkeit des Lebens in meinem Willen, d.h. das „Fiat Voluntas Tua wie im Himmel so auf Erden“, wieder beginnen zu können. Wo sind nun diese Widersprüche, von denen du sprichst?
Wenn die Seele in meinen Willen eintritt, um darin ein immerwährendes Leben zu führen, kann sich der Feind ihr nicht nähern und wird vom Licht meines Fiat geblendet. Er kann auch nicht sehen, was das glückliche Geschöpf in diesem Göttlichen Licht tut.
Das Licht schirmt sich gegen alles ab, beherrscht alle und ist unantastbar. Es lässt sich weder beleidigen noch beleidigt es. Wenn jemand es berühren oder in seine Hände nehmen will, entweicht es mit bezaubernder Geschwindigkeit und besprüht diese Person fast scherzend mit Licht.
Das Licht berührt alles, umfängt alle, um allen Gutes zu tun, lässt sich aber von keinem berühren. So ist auch mein Göttlicher Wille. Er schließt die Seele in sein Licht ein und löscht mit seiner Herrschaft gleichsam alle Übel aus.
Für die Seele, die vom Licht lebt, verwandelt sich alles in Licht, Heiligkeit und immerwährenden Frieden. So verschwinden die Übel und lösen sich auf. Beunruhigungen, Versuchungen, Leidenschaften und Sünden „brechen sich alle den Fuß“ und können nicht mehr gehen.
Sei also aufmerksam und lass dein Leben in meinem Fiat kontinuierlich sein.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 26; 9. Mai 1929)

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Ich bin in den Armen meines anbetungswürdigen Göttlichen Wollens, wenn auch versenkt in den Schmerz der Beraubung meines gebenedeiten Jesus; die Stunden sind wie Jahrhunderte ohne Ihn. Welche Pein, welch ununterbrochener Tod, ohne Mitleid und Erbarmen! Er bestraft mich gerechterweise, weil ich zu undankbar war und zu wenig entsprochen habe.
Doch ach, meine Liebe, verbirg meine Armseligkeiten in deinen Wunden, bedecke mich mit deinem Blut! Meine Leiden vereinige ich mit den Deinen, damit sie gemeinsam um Mitleid und Vergebung für dieses arme Geschöpf rufen, doch ohne Dich kann ich nicht mehr.
Während ich meinen Schmerz ergoss, beehrte mich mein guter Jesus, der wegen meines langen Martyriums zum Mitleid bewegt war, mit einem Besuch, flüchtig wie ein Blitz, der entschwindet, und sagte zu mir:
„Mut, meine gesegnete Tochter, beunruhige dich nicht. Mein Wille gibt alles in deine Macht, sodass du sagen kannst: ‚Alles gehört mir.‘ Meine Leiden, meine Wunden, mein Blut, alles ist dein, so brauchst du sie nicht von Mir zu erbitten, sondern [nur] zu ergreifen, um dich ihrer für deine Bedürfnisse zu bedienen.
Das ist so wahr, dass die Seele, in der mein Göttlicher Wille regiert, keine Gesetze braucht, sondern in sich selbst die Natur in göttliches Gesetz umgewandelt fühlt. Wie sie in ihrer Natur die Kraft der Atmung und des Herzschlags spürt, so fühlt sie die Kraft des Gesetzes als das Wesentliche ihres Lebens.
Da mein Gesetz ein Gesetz der Liebe, Heiligkeit und Ordnung ist, fühlt sie in sich selbst die Natur der Liebe, Heiligkeit und Ordnung. Wo mein Wille regiert, ist seine Liebe so groß, dass er die Güter, die Er der Seele geben will, in Natur umwandelt, damit sie deren Besitzerin sein kann.
Niemand kann sie der Seele nehmen, und Ich selbst mache Mich zum Behüter der Gaben, die Ich dieser Seele als Natur gewährt habe.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 33; 14. Mai 1935)