Gedenktag des Hl. Barnabas, Apostel (Mt 10,7-13)
7In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. 8Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.
9Steckt nicht Gold, Silber und Kupfermünzen in euren Gürtel. 10Nehmt keine Vorratstasche mit auf den Weg, kein zweites Hemd, keine Schuhe, keinen Wanderstab; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Unterhalt.
11Wenn ihr in eine Stadt oder in ein Dorf kommt, erkundigt euch, wer es wert ist, euch aufzunehmen; bei ihm bleibt, bis ihr den Ort wieder verlasst. 12Wenn ihr in ein Haus kommt, dann wünscht ihm Frieden. 13Wenn das Haus es wert ist, soll der Friede, den ihr ihm wünscht, bei ihm einkehren. Ist das Haus es aber nicht wert, dann soll der Friede zu euch zurückkehren.
„Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe“ (Mt 10,7)
… „Meine Tochter, als Adam sündigte, gab Gott ihm die Verheißung des zukünftigen Erlösers. Jahrhunderte vergingen, doch die Verheißung nahm nicht ab, und die Generationen empfingen die Wohltat der Erlösung.
Da Ich nun, vom Himmel auf die Erde herabgestiegen, das Reich meiner Erlösung gegründet hatte, gab Ich, bevor Ich von der Erde schied, um zum Himmel aufzusteigen, im „Vater-Unser-Gebet“ eine andere, noch feierlichere Verheißung über das Reich meines Willens auf Erden.
Um ihr noch mehr Wert zu verleihen und sie eher zu erlangen, machte Ich diese formelle Verheißung in der feierlichen Form meines Gebetes, worin Ich den Vater bat, dass Er sein Reich kommen lasse, und der Göttliche Wille wie im Himmel so auf Erden geschehe.
Ich stellte Mich an die Spitze dieses Gebetes, im Wissen, dass dies sein Wille war, und Er Mir nichts verweigern würde, wenn es von Mir erbeten wurde, zumal Ich mit seinem eigenen Willen betete und um etwas bat, das von meinem Vater Selbst gewollt war.
Nachdem Ich dieses Gebet vor meinem Himmlischen Vater formuliert hatte und sicher war, dass Mir das Reich meines Göttlichen Willens auf Erden gewährt würde, lehrte Ich es meine Apostel, damit sie es die ganze Welt lehren sollten, sodass man von allen nur den einen Ruf vernehmen möge: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.”
Eine sicherere und feierlichere Verheißung hätte Ich nicht geben können. Die Jahrhunderte sind für Uns nur ein Punkt, und unsere Worte sind Akte und vollbrachte Taten.
Dass Ich selbst zum Himmlischen Vater betete: „Es komme, es komme dein Reich, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden”, bedeutete, dass mit meiner Ankunft auf Erden das Reich meines Willens unter den Menschen [noch] nicht errichtet wurde, sonst hätte Ich gesagt:
„Mein Vater, unser Reich, das Ich schon auf der Erde aufgerichtet habe, möge bestätigt werden, und unser Wille soll herrschen und regieren”.
Stattdessen sagte Ich: „Es komme”, d.h., dass es kommen muss und die Geschöpfe es mit jener Sicherheit erwarten sollen, mit der sie den zukünftigen Erlöser erwartet haben, denn es ist mein Göttlicher Wille, der sich in diesen Worten des Vaterunser gebunden und festgelegt hat; und wenn Er sich bindet, ist das, was Er verheißt, mehr als sicher.
Umso mehr, da alles von Mir vorbereitet wurde, und nichts anderes mehr nötig war als die Offenbarungen über mein Reich – was Ich jetzt gerade tue. Glaubst du, dass die vielen Wahrheiten, die Ich dir über mein FIAT kundtue, nur einfache Nachrichten für dich sind?
Nein, nein – sondern Ich möchte, dass alle wissen, dass sein Reich nahe ist und sie seine schönen Vorzüge kennenlernen, damit alle es lieben und sich danach sehnen einzutreten, um in einem so heiligen Reich voller Seligkeit und aller Schätze zu leben.
Was dir also schwierig scheint, ist für die Macht unseres FIAT leicht, da Es alle Schwierigkeiten zu entfernen und alles zu erobern weiß, wie und wann Es will.”… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 23; 5. Februar 1928)
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… „Meine Tochter, mein Göttlicher Wille eilt stets als erster Akt des Lebens zur Seele, um sie glücklich zu machen, zu umarmen und von der Last aller menschlichen Akte leer zu machen; alles nämlich, was in der Seele nicht mein Wille ist, ist hart, schwer und bedrückend. Mein Wille macht die Seele an allem [ungeordnet] Menschlichem leer und macht mit seinem Hauch alles leicht.
Daher ist das Zeichen, ob die Seele in meinem Göttlichen Willen lebt, dies, wenn sie die Glückseligkeit in sich fühlt. Tatsächlich ist mein Wille von Natur aus glücklich und kann der Seele, die in Ihm lebt, keinerlei Traurigkeit weitergeben, da Er sie nicht besitzt, und auch sein Wesen weder ändern will noch kann.
So fühlt jeder, der in meinem Fiat lebt, dessen beseligende Eigenschaft in sich und empfindet in allem, was er tut, eine Spur der Seligkeit, die jeden Akt, jedes Leid und Opfer leicht macht.
Diese Seligkeit bewirkt, dass die Seele von allen Übeln befreit und mit unbesiegbarer Stärke erfüllt wird, sodass sie in aller Wahrheit sagen kann: ‘Ich kann alles tun und überall hingelangen, da ich mich in den Göttlichen Willen umgewandelt fühle, der Schwachheiten, Armseligkeiten und Leidenschaften von mir verbannt und meinen eigenen Wille beseligt hat.
Dieser möchte jetzt seine göttliche Glückseligkeit in großen Zügen trinken und nichts mehr von einem Leben außerhalb des Göttlichen Willens wissen.’ Die Traurigkeit, Bitterkeit, Schwächen und Leidenschaften dringen nicht in meinen Willen ein, sondern bleiben draußen, seine balsamische Luft versüßt und stärkt alles.
Je tiefer die Seele in meinem Willen lebt und je öfter sie ihre Akte in Ihm wiederholt, umso mehr Grade an Glückseligkeit, Heiligkeit, Stärke und Göttlicher Schönheit erwirbt sie. Sogar in den geschaffenen Dingen fühlt die Seele die Seligkeit, die diese Dinge ihr von ihrem Schöpfer her vermitteln.
Mein Göttlicher Wille will die in Ihm lebende Seele die Natur seiner Glückseligkeit empfinden lassen; daher beglückt Er sie im Licht der Sonne, in der Luft, die sie einatmet, im Wasser, das sie trinkt, in der Speise, die sie zu sich nimmt, in der Blume, die sie erfreut – kurzum, mein Wille lässt die Seele spüren, dass Er ihr nichts als Glück zu geben vermag.
So ist der Himmel nicht fern von der Seele, sondern in ihr, weil er sie in Allem glücklich sehen will.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 28; 2. Mai 1930)
„Wenn das Haus es wert ist, soll der Friede, den ihr ihm wünscht, bei ihm einkehren“ (Mt 10,13)
Ich war weiterhin in meinem gewöhnlichen Zustand und dachte mir: „Warum fordert der Herr absolut, dass kein Hauch der Beunruhigung in mich eindringe, und ich unter allen Umständen stets im Frieden bleibe?
Es scheint, dass der Herr in der Seele „schnuppert“, und wenn sie keinen Frieden besitzt, dann scheint ihm nichts zu gefallen – und wären es die größten Werke, heroische Tugenden, grausame Leiden, und Er ist angeekelt und unzufrieden mit der Seele.“
In diesem Augenblick ließ Er sich vernehmen und antwortete mit würdevoller und imposanter Stimme auf mein ‚Warum?‘: „Weil der Friede eine Göttliche Tugend ist und die anderen Tugenden menschlich sind; so können sich alle anderen Tugenden, wenn sie nicht vom Frieden gekrönt werden, nicht Tugenden nennen, sondern Laster.
Daher also liegt Mir der Friede so sehr am Herzen, da er das sicherste Zeichen ist, dass die Seele für Mich leidet und arbeitet, und weil er das Vermächtnis des ewigen Friedens ist, das Ich meinen Kindern schenke, des Friedens, den sie mit Mir im Himmel genießen werden.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 9; 29. Juli 1909)


