Dienstag der 16. Woche im Jahreskreis (Mt 12,46-50)
46In jener Zeit, als Jesus mit den Leuten redete, standen seine Mutter und seine Brüder vor dem Haus und wollten mit ihm sprechen. 47Da sagte jemand zu ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir sprechen.
48Dem, der ihm das gesagt hatte, erwiderte er: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? 49Und er streckte die Hand über seine Jünger aus und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. 50Denn wer den Willen meines himmlischen Vaters erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.
„Denn wer den Willen meines himmlischen Vaters erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter“ (Mt 12,50)
… Danach zeigte sich mein liebenswürdiger Jesus als kleines Kind, das seine Arme um meinen Hals schlang und zu mir sagte: “Meine Mama, meine Mama! Wer meinen Göttlichen Willen tut, wird eine Mutter.
Mein Göttliches FIAT macht diese Seele für mich schön, wandelt sie um und macht sie fruchtbar, sodass mein Wille ihr alle Eigenschaften verleiht, um eine wahre Mutter zu sein. Ich gestalte Mir diese Mutter im Widerschein der Sonne meines Göttlichen Wollens, und rühme Mich und habe so großen Gefallen daran, dass Ich sie so rufe: „Meine Mama, meine Mama.“
Ich erwähle sie nicht nur zu meiner Mutter, sondern rufe noch viele andere Kleine und gebe ihnen meine Mutter zur Mutter.” Bei diesen Worten ließ mich der kleine Jesus viele kleine Jungen und Mädchen um mich herum sehen und sagte zu ihnen: “Das ist meine Mutter und eure Mama.”
Diese kleinen Kinder feierten ein Fest und drückten sich alle zugleich mit Jesus an mich, und Jesus fügte hinzu: “Diese Kleinen, die du siehst, sind keine anderen als die erste Schar der Söhne und Töchter meines Göttlichen Willens. In Ihm werden alle klein sein, weil mein Göttlicher Wille die Eigenschaft hat, sie so frisch und schön zu bewahren, wie sie aus unseren Schöpferhänden hervorgingen.
Und da Er deine Kleinheit zum Leben in Ihm berufen hat, ist es gerecht, dass du als die erste das kleine Mütterchen dieser kleinen Kinder bist.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 25; 14. November 1928)
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… „Meine Tochter, mein Wille, mein Wille! Er ist alles, tut alles, gibt alles. Wer kann je behaupten, dass er nicht alles von Ihm erhalten hat? Wisse, dass die Seele so viel an Heiligkeit besitzt, als sie in der Ordnung, in der Beziehung mit meinem Willen ist.
Je mehr sie mit meinem Willen vereint ist, umso mehr erhebt sie sich zur Einheit mit Gott. Ihr Wert und ihre Verdienste werden von den Verbindungen her gemessen, die sie mit meinem Willen hatte. So ist das ganze Fundament, die Basis, die Substanz, der Ursprung der Güter in der Seele abhängig davon, wie viele Akte meines Willens sie getan hat, wie viel sie von Ihm kennt.
Wenn die Seele also in alle ihre Akte meinen Willen eintreten ließ, kann sie sagen: „Alles ist heilig, alles ist rein und göttlich in mir“, und Wir können ihr alles geben, selbst unser Leben geben Wir in ihre Macht. Wenn sie jedoch nichts von meinem Willen getan hat und nichts weiß, haben Wir ihr nichts zu geben, denn sie verdient nichts, da ihr der Same fehlt, der das Gute hervorbringt, das Uns gehört.
So hat sie keinerlei Recht auf einen Lohn von ihrem Vater im Himmel, wenn sie nicht auf unserem Feld gearbeitet hat, und Wir müssen zu ihr sagen: ‚Ich kenne dich nicht.’ Hat die Seele daher nicht in allem, oder wenigstens zum Teil, irgendetwas von meinem Willen getan, dann ist der Himmel für sie verschlossen, und sie hat keinerlei Recht auf die Himmlische Heimat.
Daher bestehen Wir so sehr darauf, dass man stets unseren Willen erfüllt und dass Er bekannt werde, denn Wir möchten den Himmel mit unseren geliebten Kindern bevölkern.
Und da alles aus Uns hervorgegangen ist, wünschen Wir, dass alles in unseren göttlichen Schoß zurückkehrt…“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 33; 6. Juni 1935)


