Dienstag der 28. Woche im Jahreskreis (Lk 11,37-41)
37In jener Zeit lud ein Pharisäer Jesus zum Essen ein. Jesus ging zu ihm und setzte sich zu Tisch. 38Als der Pharisäer sah, dass er sich vor dem Essen nicht die Hände wusch, war er verwundert.
39Da sagte der Herr zu ihm: O ihr Pharisäer! Ihr haltet zwar Becher und Teller außen sauber, innen aber seid ihr voll Raubgier und Bosheit. 40Ihr Unverständigen! Hat nicht der, der das Äußere schuf, auch das Innere geschaffen?
41Gebt lieber, was in den Schüsseln ist, den Armen, dann ist für euch alles rein.
„Da sagte der Herr zu ihm: O ihr Pharisäer! Ihr haltet zwar Becher und Teller außen sauber, innen aber seid ihr voll Raubgier und Bosheit“ (Lk 11,39)
… „Meine Tochter, wenn man eine Speise von ihrer Substanz trennen könnte und jemand diese isst, wäre sie ohne Nutzen oder vielmehr würde sie seinen Magen aufblähen.
So sind die Werke ohne inneren Geist und ohne gute Meinung: der göttlichen Substanz entleert, sind sie ohne Nutzen, und dienen nur dazu, die Person aufzublähen, daher empfängt sie aus ihnen mehr Schaden als Gutes.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 7; 18. November 1906)
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An diesem Morgen kam der gebenedeite Jesus kurz und sagte zu mir: „Meine Tochter, die rechte Absicht (gute Meinung) ist Licht für die Seele; sie verwandelt sie in Licht und lässt sie auf Göttliche Weise wirken.
Die Seele ist nichts anderes als ein dunkler Raum, und die gute Meinung ist wie die Sonne, die in den Raum eindringt und ihn erleuchtet; mit jenem Unterschied, dass die Sonne die Mauern nicht in Licht verwandelt, während das aufrechte Wirken alles in Licht umwandelt.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 9; 8. März 1910)
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Ich befand mich in meinem gewohnten Zustand, und dachte gerade an die Leiden meines anbetungswürdigen Jesus, besonders an jene, die die Gottheit seine Heiligste Menschheit leiden ließ.
Währenddessen fühlte ich mich in das Herz meines Jesus hineingezogen und nahm an den Qualen seines Heiligsten Herzens Teil, die die Gottheit Ihn im Verlauf seines Lebens auf Erden erleiden ließ.
Diese Leiden sind ganz verschieden von jenen, die der geliebte Jesus im Lauf seiner Passion durch die Hand der Juden erlitt; es sind Leiden, die fast nicht beschrieben werden können; über das wenige, woran ich Teil hatte, kann ich sagen, dass ich einen heftigen, bitteren Schmerz empfand, begleitet von einem Riss des Herzens selbst, dass ich wirklich zu sterben meinte.
Dann gab Jesus mir gleichsam durch ein Wunder seiner Liebe das Leben wieder. Nachdem ich das gelitten hatte, sagte Jesus dann zu mir: „Tochter meiner Leiden, wisse, dass die Leiden, die Mir die Juden zufügten, Schatten waren im Vergleich zu jenen, die Mir die Gottheit zufügte; und dies war gerecht, um völlige Genugtuung zu erlangen.
Indem der Mensch sündigte, beleidigte er die Höchste Majestät nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich, und er verunstaltet in seinem Inneren den göttlichen Teil, der ihm bei seiner Erschaffung eingeflößt worden war, sodass sich die Sünde zuerst im Inneren des Menschen bildet und dann nach außen dringt. Ja sehr oft ist es der kleinste Teil, der nach außen dringt, aber das meiste bleibt im Inneren.
Die Geschöpfe nun waren nicht fähig, in mein Inneres einzudringen und zu bewirken, dass Ich durch Leiden der Ehre des Vaters genugtat, die sie Ihm durch so viele Beleidigungen in ihrem Inneren verweigert hatten; umso mehr als diese Beleidigungen den edelsten Teil des Geschöpfes verletzten, nämlich den Intellekt, das Gedächtnis und den Willen, wo das göttliche Abbild eingeprägt ist; wer sollte also diese Aufgabe übernehmen, wenn das Geschöpf dazu unfähig war?
So war es daher gleichsam notwendig, dass die Gottheit selbst diese Verpflichtung auf sich nahm und an Mir als liebevoller Henker handelte, und zwar umso fordernder, je liebevoller er war, um volle Genugtuung für alle Sünden zu erlangen, die im Inneren des Menschen begangen werden.
Die Gottheit wollte das vollständige Werk und die volle Genugtuung [für die Sünden] der Geschöpfe, sowohl im Inneren als auch im Äußeren, sodass Ich bei der Passion, die Mir die Juden bereiteten, die äußere Verherrlichung des Vaters zufriedenstellte, die die Geschöpfe Ihm geraubt hatten; bei der Passion, die Mir die Gottheit im ganzen Verlauf meines Lebens zufügte, leistete Ich dem Vater Genugtuung für alle Sünden im Inneren des Menschen; von daher kannst du verstehen, dass die Leiden, die Ich durch die Hände der Gottheit erlitt, bei weitem die Leiden übertrafen, die Mir die Geschöpfe zufügten.
Ja man kann sie fast nicht miteinander vergleichen, und sie sind für den menschlichen Geist weniger zugänglich. Wie ein großer Unterschied besteht zwischen dem Inneren und dem Äußeren des Menschen, so ist der Unterschied noch viel größer zwischen den Leiden, die Mir die Gottheit, und jenen, die Mir die Geschöpfe am Ende meines Lebens zufügten.
Die Ersteren waren grausame Risse, übermenschliche Schmerzen, fähig, Mir den Tod zu bringen, und wiederholte Tod in den innersten Teilen sowohl der Seele als auch des Leibes; auch nicht eine Faser wurde verschont.
In den zweiten Leiden gab es bittere Schmerzen, aber keine Risse, die Mir bei jedem Schmerz den Tod verursacht hätten, doch die Gottheit hatte die Macht und das Wollen, dies zu tun.
Ach, wie viel kostet Mich der Mensch, aber der undankbare Mensch kümmert sich nicht um Mich und versucht nicht zu verstehen, wie sehr Ich ihn geliebt und für ihn gelitten habe, sodass er noch nicht einmal alles begriffen hat, was Ich in meiner Passion erlitt, die Mir die Geschöpfe zufügten. Und wenn sie das Wenige nicht verstehen, wie können sie das Mehr begreifen, das Ich für sie gelitten habe?
Daher zögere Ich, die unzähligen und unerhörten Schmerzen, die Mir die Gottheit ihretwegen zufügte, zu offenbaren; aber meine Liebe möchte einen Erguss und eine Vergeltung der Liebe, daher rufe Ich dich in die Unermesslichkeit und Erhabenheit meines Willens, wo alle diese Leiden im Akt sind.
Und du nimmst nicht nur daran teil, sondern ehrst sie im Namen der ganzen Menschheitsfamilie und erwiderst die Liebe, und gemeinsam mit Mir ersetzt du all das, wozu die Geschöpfe verpflichtet sind.
Aber zu meinem größten Schmerz und zu ihrem größten Schaden kümmern sie sich überhaupt nicht darum.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 8. Mai 1919)
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… „Meine gute Tochter, meine Eifersucht für die in meinem Willen lebende Seele ist so groß, dass Ich weder einen Gedanken noch eine Schwäche oder etwas anderes dulde, das nicht in Ihm das Leben habe.
Du sollst nun wissen, dass es, um zum Leben in meinem Willen zu gelangen, einer Entscheidung von Seiten Gottes und eines festen Entschlusses von Seiten der Seele bedarf, in Ihm zu leben.
Nun, der standhafte Entschluss der Seele wird von einer göttlichen Kraft, von einem neuen Leben beseelt, das sie gegen alle Übel und Wechselfälle des Lebens unanfechtbar macht.
Diese Entscheidung ist keinen Änderungen unterworfen, denn wenn Wir etwas beschließen, dann fassen Wir unsere Beschlüsse nicht mit kindischen, unreifen Seelen, die ihre Entschlüsse nicht ernst nehmen, sondern mit solchen, von denen Wir wissen, dass sie standhalten können und zu Opfern fähig sind.
Daher stellen Wir [gemäß unserem Beschluss] der Seele die Gnade zur Verfügung, damit sie [bei ihrem getroffenen Entschluss] nicht wankend werde.
Es kann sein, dass die Seele das Elend, die Übel und Schwächen spürt, aber dies besagt nichts; denn angesichts der Macht und Heiligkeit meines Willens schwinden diese dahin, fühlen Todespeinen und entfliehen, zumal diese Armseligkeiten nicht dem menschlichen Willen entstammen, denn dieser steht fest und verabgründet in meinem Willen, deswegen kann er nichts anderes wollen, als was Ich will.
Sehr oft bedient sich mein Wille dieser Armseligkeiten, um daraus die schönsten Eroberungen zu machen und sein Leben über sie auszubreiten, sein Reich zu gestalten, um dort seine Herrschaft auszudehnen und die Schwächen in Siege und Triumphe umzuwandeln. In der Tat, für die Seele, die in Ihm lebt, muss alles dem Göttlichen Willen dienen als die schönste Liebe, welche die Seele Dem schenkt, der ihr Leben ausmacht.
Es ist so ähnlich, wie Steine, Ziegel und Schutt demjenigen nützen, der sich eine schöne Behausung errichten will. Nun sollst du dies wissen: bevor die Seele zum Leben in unseren Willen eintritt, reinigen Wir alles, bedecken und verbergen alles in unserer Liebe, sodass Wir in dieser Seele nichts anderes sehen sollen als Liebe.
Wenn unsere Liebe alles, auch die Armseligkeiten, verborgen hat, dann nimmt die Seele den Platz in unserem Willen ein. Ja, mehr noch, wann immer die Seele ihre Akte tut, wird sie zuerst geläutert, und dann umhüllt sie mein Wille und macht daraus, was Er will.
Meine Tochter, in meinem Willen gibt es weder Urteile noch Richter, weil die Heiligkeit, Ordnung, Reinheit und Zweckmäßigkeit unserer Handlungsweise so überaus groß ist, dass die Menschen ihr Haupt beugen und das anbeten müssen, was Wir tun.
Verliere daher weder den Frieden, noch beschäftige dich mit den Armseligkeiten und Wechselfällen, sondern belasse sie in der Gewalt meines Willens, damit Er seine Wunder der Liebe daraus mache.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 35; 2. Januar 1938)
„Gebt lieber, was in den Schüsseln ist, den Armen, dann ist für euch alles rein“ (Lk 11,41)
… Ich erinnere mich nicht sicher, aber es scheint mir, dass Er mir sagte, dass das erste, was nötig war, um das Innere meines Herzens zu reinigen, die Vernichtung meiner selbst war – das ist die Demut. Und Er fuhr fort:
(27) „Sieh, damit Ich Meine Gnaden in dein Herz eingießen kann, möchte Ich, dass du verstehst, dass du aus dir selbst nichts vermagst. Ich hüte Mich wohl vor jenen Seelen, die sich selber zuschreiben, was sie tun und dabei einen so großen Raub an meinen Gnaden begehen wollen.
Mit jenen hingegen, die sich selbst kennen, bin Ich großzügig und gieße meine Gnaden in Sturzbächen über sie aus, da Ich genau weiß, dass sie sich nichts selber zuschreiben; sie sind Mir dankbar dafür, geben Mir dafür die gebührende Ehre und leben in der ständigen Furcht, dass Ich ihnen das wegnehmen kann, was Ich ihnen verliehen habe, wenn sie Mir nicht entsprechen, weil sie wissen, dass es nicht ihre Sache ist.
Das Gegenteil ist der Fall in den Herzen, die vor Stolz stinken. Ich kann nicht einmal in ihre Herzen eintreten, denn sie sind so von sich eingenommen, dass es keinen Platz gibt, an dem Ich Mich niederlassen könnte. Diese Elenden geben sich keinerlei Rechenschaft über meine Gnaden und sie schreiten von einer Niederlage zur anderen fort, bis zu ihrem Untergang.
Deshalb möchte Ich, dass du an diesem Tag ununterbrochene Akte der Demut übst; Ich wünsche dich wie ein Kind, das in Windeln gewickelt ist, das weder einen Fuß bewegen kann, um einen Schritt zu gehen, noch die Hand zur Arbeit bewegen kann, aber alles von seiner Mutter erwartet.
Auf diese Art wirst du Mir ganz nahe bleiben, wie ein Kind und wirst Mich stets bitten, dir beizustehen und zu helfen; bekenne Mir immer deine Nichtigkeit, indem du überhaupt alles von Mir erwartest.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 1; (26) (27))

