Donnerstag der 28. Woche im Jahreskreis (Lk 11,47-54)
47In jener Zeit sprach Jesus: Weh euch! Ihr errichtet Denkmäler für die Propheten, die von euren Vätern umgebracht wurden. 48Damit bestätigt und billigt ihr, was eure Väter getan haben. Sie haben die Propheten umgebracht, ihr errichtet ihnen Bauten.
49Deshalb hat auch die Weisheit Gottes gesagt: Ich werde Propheten und Apostel zu ihnen senden, und sie werden einige von ihnen töten und andere verfolgen, 50damit das Blut aller Propheten, das seit der Erschaffung der Welt vergossen worden ist, an dieser Generation gerächt wird, 51vom Blut Abels bis zum Blut des Zacharias, der im Vorhof zwischen Altar und Tempel umgebracht wurde. Ja, das sage ich euch: An dieser Generation wird es gerächt werden.
52Weh euch Gesetzeslehrern! Ihr habt den Schlüssel der Tür zur Erkenntnis weggenommen. Ihr selbst seid nicht hineingegangen, und die, die hineingehen wollten, habt ihr daran gehindert.
53Als Jesus das Haus verlassen hatte, begannen die Schriftgelehrten und die Pharisäer, ihn mit vielerlei Fragen hartnäckig zu bedrängen; 54sie versuchten, ihm eine Falle zu stellen, damit er sich in seinen eigenen Worten verfange.
„Ich werde Propheten und Apostel zu ihnen senden, und sie werden einige von ihnen töten und andere verfolgen“ (Lk 11,49)
Ich fühlte mich aufs höchste betrübt und beweinte im Gebet mein hartes Los, Dessen beraubt zu sein, Der mein ganzes Leben war. Mein Zustand ist nicht wieder gut zu machen, niemand erbarmt sich meiner, alles ist Gerechtigkeit. Wer sollte zudem Mitleid mit mir haben, wenn Er, die Quelle des Mitleids, es mir verweigert?
Nun, als ich weinte und betete, fühlte ich, wie Jesus meine Hände in die Seinen nahm, und Er hob mich in die Höhe und sprach: „Kommet alle, ein so großes Schauspiel zu sehen, das man weder im Himmel noch auf Erden je erlebt hat: eine Seele, die aus reiner Liebe zu Mir ständig stirbt.”
Bei diesen Worten Jesu öffneten sich die Himmel, und die ganze himmlische Hierarchie sah mich an; auch ich betrachtete mich und sah meine arme Seele verwelkt und sterbend, wie eine Blume, die sich gerade über ihren Stiel beugt.
Doch während ich starb, verlieh mir eine geheime Kraft Leben. Ach, vielleicht ist es die strafende Gerechtigkeit Gottes, die mich gerechterweise bestraft! Mein Gott, mein Jesus! Hab Erbarmen mit mir, habe Mitleid mit einer armen Sterbenden!
Mich trifft das härteste Los unter allen armen Sterblichen: zu sterben, ohne sterben zu können! Mein süßer Jesus hielt mich fast die ganze Nacht in seinen Armen, um mir Kraft zu geben und mir in meiner Agonie beizustehen.
Ich meinte, Er hätte schließlich Mitleid mit mir und nehme mich mit sich – doch vergebens! Nachdem Er mich etwas aufgemuntert hatte, verließ Er mich mit den Worten: „Meine Tochter, mein Wille erleidet ständige Tode seitens der Geschöpfe.
Er ist Leben, und als Leben möchte Er lebendiges Licht spenden, doch der Mensch weist dieses Licht zurück – und dieses Licht stirbt tatsächlich für den Menschen, da es nicht aufgenommen wird, und mein Wille empfindet den Schmerz des Todes, den der Mensch diesem Licht bereitet hat.
Mein Wille möchte die Eigenschaften und Vorzüge bekanntmachen, die Er enthält, und der Mensch lehnt diese Kenntnis ab, zugleich mit den Eigenschaften und Vorzügen, die Er enthält – so stirbt mein Wille für den Menschen bezüglich dieser Kenntnis und jener Vorzüge und Eigenschaften, die mein Wille enthält; und mein Wille fühlt die Pein des Todes, den der Mensch den Vorzügen und Eigenschaften meines Willens bereitet hat.
So ähnlich ist es auch, wenn Er Liebe geben will und nicht aufgenommen wird: dann verspürt Er den Tod, welcher der Liebe versetzt wird. Wenn Er Heiligkeit oder Gnade schenken will, fühlt Er, wie Ihm der Mensch den Tod bezüglich der Heiligkeit und Gnade gibt, die Er schenken möchte.
So erleidet Er einen andauernden Tod für das Gute, das Er geben will. Spürst nicht zudem auch du in dir den ständigen Tod, den mein Wille erleidet?
Da du in Ihm lebst, bist du wie natürlich gezwungen, diese Tode mit zu erleiden, die mein Wille leidet, und in einem Zustand ständiger Agonie zu leben.”
Als ich dies hörte, sagte ich: „Jesus, meine Liebe, mir scheint dies nicht so zu sein; es ist deine Beraubung, die mich tötet und mir das Leben nimmt, ohne mich sterben zu lassen.”
Und Jesus: „Meine Beraubung von der einen Seite, mein Wille von der anderen, der dich in sich absorbiert hält und somit an seinen Leiden teilhaben lässt.
Meine Tochter, wenn man wahrhaft in meinem Willen lebt, so gibt es kein einziges Leid, das mein Wille vom Menschen empfängt und das Er nicht mit der Seele teilt, die in Ihm lebt.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 17; 1. Dezember 1924)
„Als Jesus das Haus verlassen hatte, begannen die Schriftgelehrten und die Pharisäer, ihn mit vielerlei Fragen hartnäckig zu bedrängen; sie versuchten, ihm eine Falle zu stellen, damit er sich in seinen eigenen Worten verfange“ (Lk 11,53+54)
An diesem Morgen ließ sich der gebenedeite Jesus als ganz kleines Kind sehen, doch so reizend und schön, dass Er mich mit süßem Zauber hinriss. Er machte sich besonders liebenswert, als Er dann mit seinen winzig kleinen Händen kleine Nägel nahm und mich mit einer Meisterhaftigkeit annagelte, die nur meines stets liebenswürdigen Jesus würdig war.
Dann erfüllte Er mich mit Küssen und Liebe, und so tat ich mit Ihm. Später dann schien ich mich in der Grotte meines neugeborenen Jesus zu befinden, und mein kleiner Jesus sagte zu mir:
„Meine geliebte Tochter, wer kam, Mich in meiner Geburtsgrotte zu besuchen? Nur Hirten waren die ersten Besucher, die einzigen, die dauernd kamen und gingen und Mir ihre Gaben und Kleinigkeiten darbrachten.
Sie waren die Ersten, welche um mein Kommen in die Welt wussten und folglich auch die ersten Bevorzugten, die mit meiner Gnade erfüllt wurden.
Daher erwähle Ich stets arme, unwissende, verachtete Menschen und mache Wunder der Gnade aus ihnen, da sie stets die disponiertesten sind, Mir am leichtesten Gehör schenken und Mir ohne viele Schwierigkeiten und Haarspaltereien glauben, was im Gegensatz dazu bei den Gebildeten nicht der Fall ist.
Dann kamen die Weisen, doch zeigten sich keine Priester, während diese die Ersten in meinem Gefolge hätten sein sollen, da sie aufgrund der Schriften, die sie studierten, besser als alle anderen die Zeit und den Ort kannten, und es für sie leichter war, Mich zu besuchen.
Doch keiner, keiner rührte sich, sondern während sie den Sterndeutern den Ort wiesen, bewegten sie sich selbst nicht, noch ließen sie sich herab, einen Schritt zu tun, um meinem Kommen nachzuspüren.
Dies war bei meiner Geburt ein überaus bitterer Kummer, denn in diesen Priestern war die Anhänglichkeit an Reichtümer, Interessen, Familien und Äußerlichkeiten so groß, dass sie ihre Sicht wie ein Lichtschein blendete, ihre Herzen verhärtete und ihre Intelligenz für die Erkenntnis der heiligsten und sichersten Wahrheiten schwächte.
Sie waren so in die niedrigen Dinge der Erde versenkt, dass sie niemals geglaubt hätten, dass ein Gott in so großer Armut und Erniedrigung auf die Erde kommen könnte.
Und das war nicht nur bei meiner Geburt so, sondern auch im Laufe meines Lebens: als Ich die aufsehenerregendsten Wunder wirkte, folgte Mir niemand, sondern sie planten meinen Tod und töteten Mich am Kreuz.
Und nachdem Ich meine ganze Kunst angewendet hatte, um sie an Mich zu ziehen, vergaß Ich sie und erwählte dafür arme und unwissende Männer, welche meine Apostel waren, und bildete mit ihnen meine Kirche: Ich trennte sie von ihren Familien, löste sie von jeder Bindung an den Reichtum, füllte sie mit den Schätzen meiner Gnaden und befähigte sie, meine Kirche und die Seelen zu leiten.
Doch du musst wissen, dass dieser mein Schmerz immer noch andauert, denn die Priester dieser Zeit haben sich mit den Priestern jener Zeit verbündet.
Sie reichten sich die Hände, was ihre Anhänglichkeit an die Familie, an Interessen und äußerliche Dinge betrifft und sorgen sich sehr wenig oder überhaupt nicht um das Innerliche.
Mehr noch, einige sind so tief gesunken, dass sie sogar Weltleuten zeigen, wie unglücklich sie in ihrem Stand sind, wobei sie ihre Würde bis aufs äußerste und sogar unter die Weltleute selbst erniedrigen. Ach, meine Tochter, welche Wertschätzung kann ihr Wort noch unter den Völkern haben?
Mehr noch, ihretwegen geht es den Völkern glaubensmäßig immer schlechter, und diese sinken in den Abgrund noch schlimmerer Übel. Sie tappen mühsam in der Finsternis herum, da sie in den Priestern kein Licht mehr sehen.
Darum sind Häuser der Versammlungen für Priester nötig, damit die Priester vom Nebel der Finsternis befreit, von dem sie umgeben sind – Familien, Interessen und Sorgen um Äußeres – das Licht der wahren Tugenden spenden können, und die Völker sich von den Irrtümern bekehren mögen, in die sie gefallen sind.
Diese Versammlungen sind so notwendig, dass sie jedes Mal, wenn die Kirche aufs tiefste gesunken ist, fast immer das Mittel war, um sie wieder schöner und majestätischer auferstehen zu lassen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 10; 25. Dezember 1910)
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Wegen der ständigen Entbehrungen meines süßen Jesus lebe ich wie eine Sterbende. Diesen Morgen befand ich mich ganz in Jesus, als schwimme ich in der Unermesslichkeit meines Höchsten Gutes.
Dann schaute ich in mich und sah Jesus in mir, und nahm wahr, wie das ganze Wesen Jesu sprach: die Füße, die Hände, das Herz, der Mund, mit einem Wort, dies alles waren Stimmen; und nicht nur das, sondern das Wunderbare war, dass jene Stimmen unermesslich wurden, sich in jedem Geschöpf vervielfältigten: die Füße Jesu sprachen zu den Füßen und zu jedem Schritt der Geschöpfe, die Hände zu den Werken, die Augen zu den Blicken, die Gedanken zu jedem Gedanken.
Welche Harmonie zwischen Schöpfer und Geschöpf! Welch zauberhafter Anblick, welche Liebe! Aber leider, alle diese Harmonien wurden von der Undankbarkeit und den Sünden zerbrochen, die Liebe wurde mit Beleidigungen vergolten.
Und Jesus sprach ganz betrübt zu mir: „Meine Tochter, Ich bin das WORT – Verbum, und meine Liebe zu den Menschen ist so groß, dass Ich Mich in so vielen Stimmen vervielfältige, wie viele Akte, Gedanken, Affekte, Wünsche jedes Geschöpf verrichtet, um von ihnen die Vergeltung dieser Akte zu erhalten, die aus Liebe zu Mir getan wurden.
Ich gebe Liebe und will Liebe erhalten, aber Ich empfange dafür Beleidigungen; Ich gebe das Leben, und wenn sie könnten, würden sie Mir den Tod bringen; aber trotz alledem setze Ich meinen liebenden Dienst fort.
Nun wisse jedoch, dass die Seele, die vereint mit Mir und in meinem Willen lebt, in meiner Unermesslichkeit schwimmt, und gemeinsam mit Mir ganz Stimme ist.
Wenn sie also geht, sprechen ihre Füße zum Sünder, ihre Gedanken sind Stimmen für den Geist der Menschen, und so ist es mit allem übrigem.
Bei diesen Seelen allein finde Ich in etwa eine Vergeltung im Werk der Schöpfung; und da sie sehen, dass sie nichts aus sich vermögen, treten sie, um meiner Liebe zu entsprechen und die Harmonie zwischen Mir und ihnen aufrecht zu erhalten, in meinen Willen ein, machen sich zu dessen Besitzern und handeln auf göttliche Weise.
So findet meine Liebe Erleichterung, und Ich liebe sie mehr als alle anderen Geschöpfe.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 11; 15. April 1916)
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Meine liebste Tochter, deine Gesellschaft wird mir sehr angenehm sein, weil ich in dir das erste Geschenk Jesu an mich erblicke: Ein Geschenk, gebildet aus reiner Liebe, die Frucht seines und meines Opfers, ein Geschenk, das mir eines Tages das Leben meines Eingeborenen selbst kosten wird.
Jetzt höre mir zu: Meine Tochter, für deine Mutter beginnt jetzt ein Leben des Leidens, der Einsamkeit und langer Trennungen von meinem Höchsten Gut.
Die Jahre seines verborgenen Lebens gingen zu Ende, und seine Liebe drängt ihn unwiderstehlich, unter die Menschen zu gehen, Sich zu erkennen zu geben und sich auf die Suche nach dem Menschen zu begeben, der sich im Labyrinth seines Willens verstrickt hat und jetzt von allen Übeln befallen ist.
Der liebe Hl. Josef war schon gestorben. Jesus ging weg, und ich blieb alleine in meinem kleinen Häuschen. Als mein geliebter Jesus mich im Gehorsam bat, weggehen zu dürfen – denn er machte nie etwas, das er mir nicht vorher sagte – wurde mein Herz von Schmerz zerrissen.
Aber da ich wusste, dass dies der Höchste Wille war, sprach ich sofort mein „Fiat“ aus, und zögerte keinen Moment. Und mit diesem Fiat meines Sohnes und dem Meinem trennten wir uns. Er segnete mich mit zärtlicher Liebe und verließ mich dann.
Ich begleitete ihn mit meinen Blicken, soweit ich konnte, und zog mich dann zurück und überließ mich ganz diesem Göttlichen Willen, der mein Leben war. Aber, O Macht des Göttlichen Willens! – Dieser Heilige Wille ließ mich nie meinen Sohn aus den Augen verlieren, noch verlor er mich aus den Augen, sondern ich fühlte seinen Herzschlag in Meinem. Und Jesus fühlte den Meinen in Seinem.
Liebe Tochter, ich hatte meinen Sohn vom Göttlichen Willen empfangen, und was dieser Heilige Wille gibt, das ist nie der Endlichkeit noch der Trennung unterworfen; seine Geschenke sind beständig und ewig.
Daher gehörte mein Sohn ganz mir, niemand konnte ihn mir wegnehmen: weder der Tod, noch der Schmerz, noch die Trennung, denn der Göttliche Willen hatte ihn mir geschenkt.
Daher war unsere Trennung nur scheinbar, aber in Wirklichkeit waren wir zusammen verschmolzen. Um- so mehr, da es EIN Wille war, der uns beseelte.
Wie konnten wir daher getrennt werden? Du musst wissen, dass ich im Licht des Göttlichen Willens erkannte, wie schlecht und undankbar mein Sohn behandelt wurde.
Seine ersten Schritte richtete er nach Jerusalem; und er besuchte als Erstes den heiligen Tempel, in dem er die Reihe seiner Predigten begann. Aber, welch ein Schmerz!
Sein Wort, das voll Leben ist, das den Frieden, die Liebe und die Ordnung bringt, wurde falsch ausgelegt und mit Misstrauen und Bosheit angehört, besonders von den Gelehrten und Weisen jener Zeit.
Und als mein Sohn sagte, dass er der Sohn Gottes war, das Wort des Vaters, derjenige, der gekommen war, um sie zu retten, da gerieten sie so in Wut, dass sie ihn mit ihren wütenden Blicken vernichten wollten. O, wie litt da mein geliebter Jesus!
Als er sah, dass sein schöpferisches Wort zurückgewiesen wurde, erlitt er gleichsam Todesqualen, und ich war ganz darauf bedacht, dieses blutende göttliche Herz zu trösten und opferte ihm mein mütterliches Herz auf, um seine Wunden selbst zu empfangen, um ihn zu trösten, ihm beizustehen und ihn aufzurichten …
Oh wie oft, nachdem sie seine Worte gleichsam zerrissen hatten, sah ich ihn vergessen von allen, ohne dass ihm jemand eine Erfrischung angeboten hätte, alleine, außerhalb der Stadtmauern, im Freien, unter dem Sternenhimmel, an einen Baum gelehnt, wie er weinte und betete um das Heil aller.
Und ich, meine liebe Tochter, weinte in meinem Häuschen zusammen mit ihm. Und im Licht des Göttlichen Fiat sandte ich ihm meine Tränen, meine keuschen Umarmungen und meine Küsse als Trost und Stärkung.
Es konnte jedoch meinen geliebten Sohn aufhalten, dass er sich von den Großen und Gelehrten zurückgewiesen sah; seine Liebe eilte und forderte Seelen.
Daher umgab er sich mit Armen, Betrübten, Kranken, Krüppeln, Blinden, Stummen, und mit viererlei Übeln behafteten armen Menschen; alles Dies versinnbildlichte das mannigfaltige Ungemach, das ihr menschlicher Wille verursacht hatte.
Und Jesus in seiner Barmherzigkeit heilte alle, tröstete und lehrte alle. So wurde er der Freund, der Vater, der Arzt, der Lehrer der Armen.
Meine Tochter, wie die armen Hirten es waren, die ihn bei seiner Geburt willkommen geheißen hatten, so sind es die Armen, die ihn in den letzten Jahren seines Lebens hier unter bis zum Tod begleiten.
Denn die Armen, die Unwissenden sind die Einfachsten, die am wenigsten an ihrem eigenen Urteil und an ihrer eigenen Vorstellung hängen, und sind daher die am meisten geliebten und gesegneten „Benjamine“ meines lieben Sohnes; hat er nicht arme Fischer als Apostel berufen, als Säulen der zukünftigen Kirche?
Meine liebste Tochter, es wäre zu ausführlich, wenn ich dir alles erzählen wollte, was mein Sohn in diesen drei Jahren seines öffentlichen Lebens wirkte und litt, und ich mit ihm. Im FIAT habe ich mich von meinem Sohn getrennt, und das Fiat gab mir die Kraft, das Opfer zu vollbringen.
Ich empfehle dir, dass das Göttliche Fiat in allem, was du tun und leiden kannst, dein erster und dein letzter Akt sei. Wenn du alles ins ewige Fiat einschließt, wirst du die Kraft zu allen Schmerzen finden, wenn es dir auch das Leben kosten sollte.
Versprich daher deiner Mutter, dass sie dich immer im Göttlichen Willen antreffen wird. So wirst auch du dich untrennbar von mir und Unserem Höchsten Gut, Jesus, fühlen.“ … (aus „Die Jungfrau Maria im Reich des Göttlichen Willens“ nach den Schriften der Dienerin Gottes Luisa Piccarreta: 26. Tag)
