29In jener Zeit gebrauchte Jesus einen Vergleich und sagte: Seht euch den Feigenbaum und die anderen Bäume an: 30Sobald ihr merkt, dass sie Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. 31Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist.
32Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis alles eintrifft. 33Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

„Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist“ (Lk 21,31)

Ich war in meinem gewohnten Zustand, da kam mein guter Jesus, aber ganz betrübt. Er schien sich nicht von mir trennen zu können und sprach voller Güte zu mir: „Meine Tochter, Ich bin gekommen, um dich leiden zu lassen.
Erinnerst du dich nicht, als Ich die Menschen züchtigen wollte, da wolltest du dies nicht und wünschtest an ihrer Stelle zu leiden. Um dich zufriedenzustellen, sagte Ich dir zu, dass Ich, anstatt zehn zu züchtigen, aus Liebe zu dir nur fünf.
Nun wollen sich die Nationen bekriegen, und jene, die sich für die mächtigsten halten, bewaffnen sich bis auf die Zähne, um die schwachen Nationen zu vernichten – es geht um eine totale Zerstörung, meine Tochter, daher bin Ich gekommen, um dich leiden zu lassen, und dir diese ‚fünf Versprochenen‘ zu geben; dem Feuer und dem Wasser wird meine Gerechtigkeit die Macht des Amtes verleihen, das sie enthalten, um Völker und ganze Städte zu zerstören. Deshalb ist dein Leiden ein wenig nötig, um diese Züchtigungen zu halbieren.“
Nun, während Jesus dies sagte, begab Er sich in mein Inneres; Er hatte gleichsam viele Werkzeuge in seinen Händen, und sobald Er die Hände bewegte, wurden Leiden und Schmerzen hervorgebracht, die alle meine Glieder derartig verzerrten, dass ich mir nicht erklären kann, wie ich am Leben blieb.
Als Er sah, dass ich wegen der starken Leiden stöhnte und zitterte, sagte Jesus mit dem Ausdruck eines Menschen, der über alles triumphiert hat, zu mir: „Du bist mein Leben, und aus meinem Leben kann Ich machen, was Ich will”; dann setzte Er seine Arbeit fort, mich leiden zu lassen.
Alles sei zur Ehre Gottes und zum Wohle meiner Seele, und für die Rettung aller. Danach fügte Er hinzu: „Meine Tochter, die ganze Welt ist drunter und drüber, und alle erwarten Veränderungen, Frieden und Neues.
Die Menschen kommen bei Konferenzen zusammen und wundern sich, dass sie zu keinen Entschlüssen und ernsthaften Entscheidungen imstande sind, sodass kein wahrer Friede geschaffen wird und sich alles in Worten auflöst, ohne Ergebnis.
Sie hoffen, dass weitere Konferenzen zu seriösen Entscheidungen führen können, aber sie warten vergebens. Und inzwischen sind alle in dieser Erwartung in Angst: einige bereiten neue Kriege vor, einige erhoffen neue Eroberungen.
Doch dadurch verarmen die Völker und werden ihrer Lebensgrundlage beraubt, und während sie warten, der gegenwärtigen traurigen Ära müde, die sie dunkel und blutig einhüllt, warten und hoffen sie auf eine neue Ära des Friedens und des Lichtes.
Die Welt befindet sich genau an demselben Punkt, wie zu der Zeit, als Ich auf die Erde kommen sollte: alle waren in Erwartung eines großen Ereignisses, einer neuen Ära, wie es tatsächlich geschah.
So ist es auch jetzt, wo das große Ereignis, die neue Ära kommen soll, in welcher der Wille Gottes auf Erden wie im Himmel geschehen soll.
Alle sind in Erwartung einer neuen Ära, überdrüssig der jetzigen, ohne zu wissen, was dieses Neue, diese Veränderung sein mag, wie sie es auch nicht wussten, als Ich auf die Erde kam.
Diese Erwartung ist ein sicheres Zeichen, dass die Stunde nahe ist, doch das sicherste Zeichen ist, dass Ich jetzt offenbare, was Ich tun will, und dass Ich Mich an eine Seele wende – wie Ich Mich an meine Mutter wandte, als Ich vom Himmel auf die Erde herabstieg – und dieser Seele meinen Willen und die Güter und Wirkungen mitteile, die Er enthält, um die ganze Menschheit damit zu beschenken.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 15; 14. Juli 1923)

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Ich fühlte mich wegen der Beraubung meines süßen Jesus in Bitterkeit, und während ich seine Rückkehr ersehnte, trat Er aus meinem Inneren heraus, aber so betrübt, dass es Mitleid erregte. Ich fragte Ihn: „Sag mir doch, was hast Du, dass Du so betrübt bist!”
Und Jesus: „Ach, meine Tochter, es müssen schwere Dinge kommen, damit ein Reich oder ein Haus neu geordnet werden kann.
Es kommt zuerst eine allgemeine Erschütterung, und viele Dinge gehen zugrunde, manche verlieren, andere gewinnen, mit einem Wort: es kommt zu einem Chaos und größeren Erschütterungen, und vieles leidet bei der Neuordnung und Erneuerung, wenn dem Reich oder Haus eine neue Form gegeben wird.
Mehr Leid und mehr Mühe sind nötig, wenn man abreißen muss, um aufzubauen, als wenn man nur aufbauen müsste. So wird es auch beim Wiederaufbau des Reiches meines Willens sein. Wie viel muss erneuert werden! Alles muss umgestürzt, Menschen müssen getötet und vernichtet werden.
Erde, Meer, Luft, Wind, Wasser und Feuer müssen in Verwirrung gebracht werden, damit sich alle an die Arbeit machen, um das Angesicht der Erde erneuern zu können, und die Ordnung des neuen Reiches meines Göttlichen Willens mitten unter die Menschen getragen werden kann.
Daher werden viele ernste Dinge geschehen, und Ich fühlte Mich betrübt, wenn Ich das Chaos sehe. Aber wenn Ich weiter schaue und die Ordnung und mein neu errichtetes Reich erblicke, verwandelt sich meine tiefe Traurigkeit in eine so große Freude, dass du sie nicht begreifen kannst.
Das ist der Grund, warum du Mich einmal traurig und einmal in der Freude meines himmlischen Vaterlandes siehst.”
Ich fühlte mich traurig wegen dieses Umsturzes, den Jesus mir beschrieben hatte; die ernsten Dinge waren erschreckend, man hörte von Unruhen, Revolutionen und Kriegen in vielen Teilen. O, wie stöhnte mein armes Herz!
Um mich aufzurichten, nahm mich Jesus in seine Arme, drückte mich fest an sein Heiligstes Herz und sprach zu mir: „Meine Tochter, schauen Wir weiter in die Ferne, um Uns zu trösten.
Ich möchte, dass alle Dinge wieder in den Zustand wie am Beginn der Schöpfung zurückkehren, die nichts anderes als ein Erguss der Liebe war; und er dauert immer noch an, denn was Wir einmal tun, das tun Wir immer und wird nie unterbrochen.
Wir werden nie müde, einen Akt zu wiederholen: was Wir einmal tun, lieben Wir immer zu tun. Dies ist das Göttliche Wirken: einen Akt zu tun, der Jahrhunderte und Jahrhunderte, und sogar die ganze Ewigkeit andauert.
So strömt unser Erguss der Liebe und unser Hauch ständig aus unserem Göttlichen Schoß und haucht geschwind auf die Menschengeschlechter. So weht unser Liebeserguss in der ganzen Schöpfung, erfüllt Himmel und Erde, Sonne und Meer, Wind und Wasser und strömt den Geschöpfen entgegen.
Wäre es nicht so, würde der Himmel zusammenschrumpfen, die Sterne würden sich verirren, die Sonne würde an Licht verlieren, das Wasser würde fehlen und die Erde weder Pflanzen noch Früchte hervorbringen; denn da ihnen das Leben unserer Liebe fehlte, die in allen Dingen weht, würden sie sich von unserer Quelle zurückziehen, von der sie ausgegangen sind.
Und wenn unser Hauch fehlte, würde es mit den Menschengeschlechtern zu Ende gehen, denn sie sind nichts anderes als Funken, die unser Atem aussendet, um die heranwachsende Generation fruchtbar zu machen.
Nun nehmen sich die Geschöpfe das Materielle von den geschaffenen Dingen und lassen das Leben der Liebe zurück, das über allem schwebend, wie aufgehängt (suspendiert, verspart) bleibt, ohne sich schenken zu können.
Es ist, wie wenn man in eine blühende Wiese geht, oder in einen Garten voller Bäume, die mit kostbaren Früchten beladen sind. Wenn man nur die Blume betrachtet und sie nicht pflückt, wird man den Geschmack und lebendigen Duft der Blume nicht erfahren.
Wenn man die Frucht ansieht und sie nicht vom Baum nimmt, um sie zu essen, wird man das Leben der Frucht weder genießen noch empfangen.
So ist es mit der ganzen Schöpfung: der Mensch betrachtet sie, doch empfängt er nicht das Leben der Liebe, das Gott in alle geschaffenen Dinge gelegt hat, weil er nicht seinen Willen hineinlegt, noch sein Herz öffnet, um diesen ständigen Erguss der Liebe seines Schöpfers zu empfangen.
Dennoch hört unser Erguss der Liebe nicht auf, unser regenerierender Hauch ist ständig aktiv und in Bewegung. Wir erwarten das Reich unseres Göttlichen FIAT, damit diese unsere Liebe zu den Menschen herabschwebe und jenes Göttliche Leben von Uns schenke, das die Geschöpfe empfangen und daraus ihren Erguss der Liebe formen werden, um ihn Dem zu geben, von Dem sie das Leben erhalten.
Daher, meine Tochter, ist die ganze Schöpfung über dir konzentriert. Ich betrachte dich vom gestirnten Himmel aus und sende dir diesen Erguss der Liebe, betrachte dich von der Sonne aus, und dich anhauchend, sende Ich dir mein Göttliches Leben.
Ich betrachte dich vom Meer aus und in seinen schäumenden und stürmischen Wellen sende Ich dir meine Liebe, die darin enthalten ist und entlade sie über dir wie ein tosendes Meer.
Ich betrachte dich vom Wind aus und gieße meine erobernde, reinigende und wärmende Liebe in dich aus, betrachte dich von den Bergen her und sende dir den Erguss meiner festen und unbeweglichen Liebe.
Es gibt keinen Punkt oder kein geschaffenes Ding, wo Ich dich nicht sehe, um Liebe in dich auszugießen. Da mein Wille in dir ist, ziehst du Mich überall an, dich zu betrachten, denn Er erweitert deine Fassungskraft, damit du diesen meinen Erguss der Liebe ständig empfängst.
Wo mein Göttlicher Wille regiert, kann Ich alles geben, alles konzentrieren, und es entsteht der Wettstreit zwischen Schöpfer und Geschöpf, Ich im Geben und es im Empfangen. Ich gebe dem, der Mir gibt, und wer Mir gibt, dem gebe Ich auf überraschendste Weise.
Deshalb wünsche Ich dich stets in meinem Willen, damit Wir ständig miteinander wetteifern, du mit Mir und Ich mit dir.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 21; 24. April 1927)

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… „Meine Tochter, jede Prophetie, die Ich meinen Propheten bezüglich meines Kommens auf die Erde machte, war wie ein Vorvertrag mit den Geschöpfen, in ihre Mitte zu kommen. Die Propheten, die sie mitteilten, bereiteten die Völker darauf vor, ein solches Gut zu ersehnen und zu wollen.
Indem sie diese Prophezeiungen erhielten, empfingen sie die Anzahlung des Vorvertrages, und in dem Maß, da Ich [immer genaueres über] Zeit und Ort meiner Geburt mitteilte, vermehrte Ich die Anzahlung für den Vorvertrag. So gehe Ich auch beim Reich meines Willens vor.
Jede Mitteilung an dich über mein Göttliches FIAT ist ein Vorvertrag, den Ich mache, jede Kenntnis von Ihm ist eine weitere Anzahlung, die Ich hinzufüge. Wenn Ich meine Vorverträge mache, so ist dies ein Zeichen, dass das Reich meines Willens kommen wird – genauso wie das Reich der Erlösung kam.
Meine Worte sind Leben, die Ich aus Mir hervorgehen lasse, und das Leben muss seine Wohnstätte haben und seine Wirkungen hervorbringen. Glaubst du, dass eine Mitteilung mehr oder weniger unbedeutend ist?
Es ist ein weiterer Vorvertrag, den ein Gott macht, und unsere Vorverträge können nicht verloren gehen. Je mehr Vorverträge Wir machen, umso näher ist die Zeit, unsere Vorverträge zu verwirklichen und sie alle in Sicherheit zu bringen.
Daher verlange Ich von dir höchste Aufmerksamkeit, und dass du dir nichts entgehen lässt, sonst würdest du dir einen Göttlichen Vorvertrag entgehen lassen, was [ernste] Folgen hätte.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 23; 18. Dezember 1927)

„Diese Generation wird nicht vergehen, bis alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen“ (Lk 21, 32+33)

Ich fühlte mich sehr bedrückt wegen der Entbehrung meines liebenswürdigen Jesus und mein Geist war traurig gestimmt wegen des Gedankens, dass alles in mir entweder Werk der Fantasie oder des Feindes gewesen war.
Es sind Gerüchte über den Frieden und Triumph Italiens im Umlauf, und ich erinnerte mich, dass mein süßer Jesus mir gesagt hatte, dass Italien gedemütigt wird.
Welches Leid, welche tödliche Agonie, daran zu denken, dass mein Leben ein ständiger Betrug war! Ich fühlte, dass Jesus zu mir sprechen wollte, und ich wollte Ihn nicht hören, ich wies Ihn zurück.
Drei Tage lang kämpfte ich mit Jesus, und sehr oft war ich so erschöpft, dass ich nicht die Kraft hatte, Ihn zurückzuweisen, und dann sprach Jesus, und ich kam durch sein Reden wieder zu Kräften und sagte zu Ihm: „Ich will nichts wissen“. Schließlich umschlang Jesus meinen Hals mit seinem Arm und sprach zu mir:
„Beruhige dich, beruhige dich, Ich bin es, schenke Mir Gehör, erinnerst du dich nicht, dass Ich vor Monaten, als du dich bei Mir über das arme Italien beklagt hast, zu dir sagte: „Meine Tochter, es verliert, wer gewinnt, und es gewinnt, wer verliert?
Italien und Frankreich wurden schon gedemütigt, und sie werden nicht mehr sein, bis sie geläutert sind und freiwillig, unabhängig und friedvoll zu Mir zurückkehren.
In dem bloß scheinbaren Triumph, dessen sie sich erfreuen, erleiden sie schon die größte Demütigung; da nicht sie, sondern ein Fremder, nicht einmal Europäer, gekommen ist, um den Feind zu vertreiben; wenn man also von einem Triumph sprechen könnte – was es nicht ist – so ist es der des Fremden.
Aber dies ist nichts: jetzt verlieren sie mehr als je zuvor, sowohl auf moralischem wie auf zeitlichem Gebiet, denn dies wird sie dazu bringen, größere Verbrechen und innere, erbarmungslose Revolutionen vorzubereiten und zu begehen, die selbst die Tragödie des Krieges übertreffen.
Und überdies, was Ich dir gesagt habe, betraf nicht nur die gegenwärtigen Zeiten, sondern auch die zukünftigen, und was sich nicht jetzt verwirklicht, wird sich später erfüllen, und wenn jemand Schwierigkeiten und Zweifel findet, bedeutet dies, dass er nichts von meiner Redeweise versteht. Meine Rede ist ewig, wie Ich es bin.
Nun will Ich dir etwas Tröstliches sagen: Italien und Frankreich gewinnen jetzt und Deutschland verliert. Alle Nationen haben schwarze Flecken und alle verdienen Demütigungen und Schläge; es wird einen allgemeinen Aufruhr geben, Verwirrung überall.
Mit Eisen, mit Feuer und Wasser, mit plötzlichen Todesfällen, mit ansteckenden Übeln werde Ich die Welt erneuern und Neues schaffen. Die Nationen werden eine Art Turm von Babel errichten, sie werden sich schließlich nicht einmal untereinander mehr verstehen.
Die Völker werden sich gegeneinander erheben, sie werden keine Könige mehr wollen, alle werden gedemütigt werden und der Friede wird allein von Mir kommen; und wenn du ‚Friede‘ sagen hörst, so ist das kein wahrer, sondern nur ein scheinbarer.
Wenn Ich alles gereinigt habe, werde Ich meinen Finger auf überraschende Weise erheben und den wahren Frieden schenken, und dann werden alle, die gedemütigt worden sind, zu Mir zurückkehren.
Deutschland wird katholisch sein, Ich habe große Pläne mit ihm; in England, in Russland und überall, wo Blut vergossen wurde, wird der Glaube auferstehen, und sie werden sich meiner Kirche eingliedern.
Es wird der große Triumph und die Einheit der Völker sein. Bete daher, es braucht Geduld, denn es wird nicht so bald sein, sondern es wird Zeit brauchen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 16. Oktober 1918)