Mittwoch der 3. Adventswoche (Lk 7,18b-23)
18bIn jener Zeit rief Johannes der Täufer zwei von seinen Jüngern zu sich, 19schickte sie zum Herrn und ließ ihn fragen: Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen andern warten?
20Als die beiden Männer zu Jesus kamen, sagten sie: Johannes der Täufer hat uns zu dir geschickt und lässt dich fragen: Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen andern warten? 21Damals heilte Jesus viele Menschen von ihren Krankheiten und Leiden, befreite sie von bösen Geistern und schenkte vielen Blinden das Augenlicht.
22Er antwortete den beiden: Geht und berichtet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen wieder, Lahme gehen, und Aussätzige werden rein; Taube hören, Tote stehen auf, und den Armen wird das Evangelium verkündet. 23Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt.
„Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen andern warten?“ (Lk 7,19)
Diesen Morgen war ich ganz bedrückt und hatte Angst, dass es nicht Jesus sein könnte, der in mir wirkt, sondern der Teufel; doch trotzdem konnte ich es nicht lassen, Ihn zu suchen und Ihn zu ersehnen. Sobald Er sich jedoch herabließ, zu kommen, sagte Er mir:
„Was verleiht einem die Sicherheit, dass die Sonne aufgeht, wenn nicht das Licht, das die Dunkelheit der Nacht in die Flucht schlägt, und die Wärme, die sich in diesem Licht ausbreitet? Wenn es hieße, dass die Sonne aufgegangen sei, doch die Dunkelheit der Nacht sogar noch dichter geworden ist und keine Wärme spürbar ist, was würdest du sagen? Dass dies keine wahre Sonne war, die aufgegangen ist, sondern eine falsche, da die Wirkungen der Sonne nicht zu sehen sind.
Nun, wenn mein Anblick die Dunkelheit um dich zerstreut und dir das Licht der Wahrheit zeigt und die Wärme meiner Gnade fühlen lässt, warum willst du dir den Kopf zerbrechen, dass nicht Ich es sei, der in dir wirkt?“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 4; 22. Oktober 1900)
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… Von der Wüste ging Ich zum öffentlichen Leben über, wo nur wenige daran glaubten, dass Ich der Messias war, besonders unter den Gelehrten war es fast niemand. Ich wollte meine Macht gebrauchen und Wunder wirken, um Mir mein Volk zu bilden, damit sie [wenigstens] der Macht meiner Wunder glauben sollten, wenn sie schon meinen Worten nicht glaubten.
Mit göttlicher und liebevoller Besorgtheit wollte Ich Mich um jeden Preis als ihr Erlöser bekanntgeben, denn wenn sie Mich nicht kannten, konnten sie die Wohltat der Erlösung nicht empfangen. So musste Ich Mich bekannt machen, damit mein Kommen auf die Erde für sie nicht nutzlos war.
O, wie gut symbolisiert mein öffentliches Leben den Triumph des Reiches meines Fiat in der Menschheit, das Ich mit überraschenden Wahrheiten bekannt machen und zu diesem Zweck Zeichen und Wunder wirken werde. In der Macht meines Willens werde Ich die in der Gnade Toten zum Leben zurückrufen und das Wunder der Auferstehung des Lazarus wiederholen.
Obwohl die Menschen im Bösen verderbt und zu einem stinkenden Leichnam wie Lazarus geworden sind, wird mein Fiat sie zum Leben zurückrufen, dem Gestank der Sünde ein Ende setzen und sie im Guten wiedererstehen lassen. Kurzum, Ich werde meine ganze göttliche Betriebsamkeit anwenden, damit mein Wille unter den Völkern herrsche.
Du siehst also, in jedem meiner Worte, das Ich sprach, und in jedem Wunder, das Ich wirkte, rief Ich meinen Willen, dass Er in ihrer Mitte regiere, und Ich rief die Völker zum Leben in Ihm…“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 34; 31. Mai 1936)
