21In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. 22Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand weiß, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.
23Jesus wandte sich an die Jünger und sagte zu ihnen allein: Selig sind die, deren Augen sehen, was ihr seht. 24Ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

„Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen“ (Lk 10,21)

… „Da du meine Kleine bist, von Mir für die Sendung meines Wollens auserwählt, und in diesem FIAT lebst, in dem du erschaffen wurdest, will Ich dich die Geschichte meines Ewigen Wollens wissen lassen, seine Freuden und seine Schmerzen, seine Wirkungen, seinen unermesslichen Wert, was Er tat, was Er empfing, und wer sich seine Verteidigung zu Herzen nahm.
Die Kleinen hören Mir aufmerksamer zu, da ihr Geist nicht mit anderen Dingen angefüllt ist; sie sind wie leer an allem, und wenn man ihnen andere Speise geben möchte, fühlen sie Ekel, denn da sie klein sind, sind sie gewohnt, nur die Milch meines Willens zu sich zu nehmen, der sie mehr als eine liebende Mutter an seiner göttlichen Brust hält, um sie überreichlich zu ernähren.
Und sie bleiben mit offenen Mündchen in Erwartung der Milch meiner Lehren, und Ich amüsiere Mich ganz köstlich…. O, wie schön ist es, sie zu sehen, wie sie bald lächeln, bald sich freuen, bald weinen, wenn sie Mich die Geschichte meines Willens erzählen hören!”
Also, der Ursprung meines Willens ist ewig; nie trat der Schmerz in Ihn ein; unter den Göttlichen Personen war dieser Wille in höchster Übereinstimmung, ja, Er war vielmehr nur ein einziger.
In jedem Akt, den Er hervorbrachte, sowohl ad intra als auch ad extra, verschaffte Er Uns unendliche Freuden, neues Glück, unermessliche Wonne, und als Wir den ganzen Bau der Schöpfung hervorbringen wollten, wie viel Ehre, Ruhm und Harmonien erwies Er Uns nicht!
Als das FIAT ausströmte, verbreitete dieses FIAT unsere Schönheit, unser Licht, unsere Macht, Ordnung, Harmonie, Liebe, Heiligkeit, kurzum, alles, und Wir wurden durch unsere eigenen Tugenden verherrlicht, da Wir mittels unseres FIAT die Blüte unserer Gottheit im ganzen Universum angedeutet sahen.
Unser Wille blieb [da] nicht stehen, sondern wollte, von Liebe angeschwollen, den Menschen erschaffen. Du kennst seine Geschichte, deshalb gehe Ich weiter.
Gerade er war es, der meinem Willen den ersten Schmerz bereitete: der Mensch suchte Den mit Bitterkeit zu erfüllen, Der ihn so liebte und ihn glücklich gemacht hatte.
Mein Wille weinte, mehr als eine zärtliche Mutter ihren verkrüppelten und blinden Sohn beweint, nur weil er sich vom Willen der Mutter zurückgezogen hatte.
Mein Wille wollte der erste Handelnde (Darsteller) im Menschen sein, nur deswegen, weil Er ihm neue Überraschungen der Liebe, der Freude, der Seligkeit, des Lichtes, der Reichtümer bereiten wollte; Er wünschte stets zu geben, und deshalb wollte Er handeln.
Doch der Mensch wollte seinen eigenen Willen tun und brach mit dem Göttlichen… Hätte er es doch nie getan! Mein Wille zog sich zurück, und er stürzte in den Abgrund aller Übel.
Um nun von neuem diese beiden Willen zu verknüpfen, war Einer notwendig, der einen Göttlichen Willen in sich enthielt; und da Ich, das Ewige Wort, diesen Menschen mit ewiger Liebe liebte, so beschlossen Wir im Rat der Drei Göttlichen Personen, dass Ich menschliches Fleisch annehme, um zu kommen, ihn zu retten und die zwei auseinander gebrochenen Willen wieder zu verknüpfen.
Doch wohin sollte Ich hinabsteigen? Wer sollte Jene sein, die ihr Fleisch ihrem Schöpfer darbieten sollte? Siehe, daher erwählten Wir ein Geschöpf, das kraft der vorausgesehenen Verdienste des künftigen Erlösers von der Schuld der Erbsünde ausgenommen wurde; ihr Wille und der Unsere waren nur ein einziger.
Diesem himmlischen Geschöpf, das die Geschichte unseres Willens verstand, erzählten Wir wie einem kleinen Kind alles: den Schmerz unseres Willens, und wie der undankbare Mensch durch die Abspaltung seines Willens von Unserem, unseren Willen in den Göttlichen Kreis (Bereich Gottes) eingeschränkt hatte, und Ihn gleichsam in seinen Plänen hemmte und Ihn daran hinderte, dass Er ihm seine Güter mitteilen könne und den Zweck, wofür der Mensch geschaffen worden war.
Zu geben heißt für Uns, Uns selbst und den glücklich zu machen, der von Uns empfängt; es bedeutet, [den anderen] zu bereichern, ohne selbst arm zu werden; es bedeutet, das zu geben, was Wir von Natur aus sind, um dies durch die Gnade im Geschöpf zu bilden, und heißt, aus Uns herauszugehen, um zu geben, was Wir besitzen….
Beim Geben findet unsere Liebe ein Ventil, um sich zu ergießen und feiert unser Wille ein Fest! Wenn Wir nicht geben könnten, wozu würden Wir dann die Schöpfung machen?
So war allein die Unmöglichkeit, unsere Kinder, unsere geliebten Abbilder beschenken zu können, wie eine Trauerzeit für unseren Höchsten Willen; unser Wille gab seinem Kummer Ausdruck, bloß weil Er den Menschen ohne Verbindung mit unserem Wollen, die der Mensch unterbrochen hatte, wirken, sprechen und gehen sah, und weil jene Ströme von Gnade, Licht, Heiligkeit, Wissenschaft usw., die zu ihm hin fließen sollten, wenn er mit Uns gewesen wäre, es [jetzt] aber nicht konnten.
Jeder Akt des Geschöpfes war ein Schmerz für Uns, da Wir diesen Akt leer an göttlichem Wert erblickten, der Schönheit und der Heiligkeit beraubt und unseren Akten ganz unähnlich.
O, wie verstand die himmlische Kleine diesen unseren höchsten Schmerz und das große Übel für den Menschen, als er sich aus unserem Willen zurückzog! Wie oft weinte sie heiße Tränen über unseren Kummer und das große Unglück des Menschen!
Da sie Furcht empfand, wollte sie ihrem Willen auch nicht einen einzigen Akt des [eigenen] Lebens zugestehen; so blieb sie klein, weil ihr Wille kein Leben in ihr hatte – wie hätte sie erwachsen (groß) werden können?
Doch was sie nicht tat, bewirkte unser Wille: Er ließ sie ganz schön, heilig und göttlich heranwachsen und bereicherte sie so sehr, dass Er sie zur Größten unter allen Geschöpfen machte. Sie war ein Wunder unseres Willens, ein Wunder an Gnade, Schönheit und Heiligkeit.
Doch sie blieb stets klein, sodass sie nie von unseren Armen herabstieg, und da sie sich unsere Verteidigung zu Herzen nahm, vergalt sie alle schmerzvollen Akte des Höchsten Willens.
Nicht nur war sie ganz in der Ordnung meines Willens, sondern sie machte sich alle Akte der Seelen zu eigen, und indem sie unseren, von ihnen zurückgewiesenen Willen ganz in sich absorbierte, leistete sie Ihm Wiedergutmachung und liebte Ihn, und da sie Ihn in ihrem jungfräulichen Herzen wie in Verwahrung hielt, bereitete sie die Speise unseres Willens für alle Seelen.
Siehst du nun, mit welcher Speise diese über alles liebevolle Mutter ihre Kinder ernährt? Es kostete sie ihr ganzes Leben, unerhörte Leiden und selbst das Leben ihres eigenen Sohnes, dass sie in sich den überreichen Vorrat der Speise meines Willens anlegte, um sie bereitzuhalten, all ihre Kinder als zärtliche und liebende Mutter damit zu ernähren.
Sie hätte ihre Kinder nicht mehr lieben können! Im Geben dieser Speise erreichte ihre Liebe den höchsten Grad. Daher ist unter den vielen Titeln, die sie besitzt, der schönste, den man ihr geben kann: ‚Mutter und Königin des Göttlichen Willens‘…“(aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 16; 24. November 1923)

„Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand weiß, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will“ (Lk 10, 22)

Ich betete und versenkte mich in den heiligen Göttlichen Willen; überallhin wollte ich meine Rundgänge machen, bis zum Himmel empor, um jenes höchste ununterbrochene „Ich liebe dich” aufzuspüren und es mir anzueignen, damit auch ich ein ständiges „Ich liebe Dich” – das Echo des ewigen „Ich liebe dich” – habe.
Da ich in mir die Quelle des wahren „Ich liebe dich” besitze, würde ich ein „Ich liebe Dich” für alle und für jeden haben, für jede Bewegung, jeden Akt, jeden Atemzug, jeden Herzschlag, und für jedes „Ich liebe dich” von Jesus selbst.
Während ich zum Schoß des Ewigen zu gelangen schien und ihr „Ich liebe dich” zu dem Meinen machte, wiederholte ich überall und über allen Dingen meinen Refrain „Ich liebe Dich” für meinen höchsten Herrn.
Da unterbrach ein [störender] Gedanke meine Liebesakte: „Was machst du? Du könntest [besser] anderes tun! Und außerdem, was ist das schon besonderes, dieses dein ‚Ich liebe Dich‘ “?
Da bewegte sich mein süßer Jesus eilig in meinem Inneren und sagte zu mir: „Was sagst du? Wie besonders ist dein „Ich liebe Dich” an Mich? Meine Tochter, das „Ich liebe Dich” ist alles!
Das „Ich liebe Dich” ist Liebe, Huldigung, Wertschätzung, Heroismus, Opfer und Vertrauen auf den, an den es gerichtet ist; das „Ich liebe Dich” bedeutet, Den zu besitzen, Der das „Ich liebe dich” einschließt; „Ich liebe Dich” ist ein kleines Wort, doch wiegt es so viel wie die ganze Ewigkeit!
Das „Ich liebe Dich” schließt und hüllt alles ein, breitet sich aus und schränkt sich [zugleich] ein, erhebt sich in die Höhe und steigt bis zum Grund hinab, prägt sich überall ein und bleibt nie stehen.
Wie kannst du, meine Tochter, sagen: ‚Was ist das „Ich liebe Dich” Besonders? Sein Ursprung ist ewig: im „Ich liebe Dich” zeugte Mich der himmlische Vater, und im „Ich liebe Dich” ging der Heilige Geist hervor.
Im „Ich liebe dich” schuf das ewige FIAT die ganze Schöpfung, und im „Ich liebe dich” vergab Ich dem schuldigen Menschen und erlöste ihn; so findet die Seele im „Ich liebe Dich” alles in Gott und Gott findet alles in der Seele.
Daher ist das „Ich liebe Dich” unendlich viel wert und voller Leben und Energie; es wird nie müde, übertrifft alles und triumphiert über alles. So möchte Ich dieses „Ich liebe Dich” für Mich, auf deinen Lippen, in deinem Herzen, im Aufschwung deiner Gedanken, in deinen Blutstropfen, in deinen Leiden und Freuden, in der Speise, die du isst – in allem wahrnehmen.
Das Leben meines „Ich liebe Dich” muss sehr lang in dir sein, und mein in dir herrschendes FIAT wird ihm das Siegel des „Ich liebe dich” Gottes aufprägen.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 17; 2. August 1925)

„Selig sind die, deren Augen sehen, was ihr seht“ (Lk 10, 23)

… „Es ist nur gerecht, dass die kleine Neugeborene meines Höchsten Willens an den Seligkeiten, den Freuden und dem Glück Desjenigen [gemeint ist der Göttliche Wille] teilnimmt, Der sie zur Welt gebracht hat.
All diese Flämmchen, die du in dem grenzenlosen Meer meines Willens siehst, sind Symbole der geheimen Seligkeiten, Freuden und Wonnen, die Er enthält.
Ich sage geheim, denn da Ich noch nicht die Fülle der Kenntnis geoffenbart habe, die der Ewige Wille enthält und auch die gebührende Disposition in den Geschöpfen fehlt, um sie ihnen mitzuteilen, so bleiben all diese Seligkeiten „ad intra” in der Gottheit und warten darauf, dass Wir sie derjenigen verwirklichen, die in unserem Willen geboren werden soll, leben und ihr Leben ohne irgendeine Unterbrechung in Ihm führen soll; denn da ihr Wille mit dem Unsrigen eins ist, sind alle göttlichen Pforten offen und unsere intimsten Geheimnisse werden ihr enthüllt.
Die Freuden und Seligkeiten werden gemeinsam geteilt, in dem Maß, wie es für ein Geschöpf möglich und fassbar ist.
Du siehst also, meine Tochter, jede Mitteilung, die Ich dir über meinen Willen mache, ist eine Seligkeit, die aus dem Schoß der Gottheit entströmt, welche dich nicht nur beglückt und noch mehr disponiert, in meinem Willen zu leben, sondern um dich für weitere neue Kenntnisse vorzubereiten.
Nicht nur das, sondern der ganze Himmel wird von dieser neuen Seligkeit überflutet, die aus unserem Schoß hervorgegangen ist. O, wie dankbar sind sie dir [im Himmel] und bitten darum, dass Ich die Mitteilungen über meinen Willen fortsetze!
Diese Seligkeiten waren vom menschlichen Willen in Uns verschlossen worden, und jeder [sündige] Akt des menschlichen Willens bringt eine Sperre (einen Verschluss) an auf diese himmlischen Seligkeiten, nicht nur in der Zeit, sondern auch in der Ewigkeit, weil jeder Akt meines Willens, den die Seele auf Erden tut, den Keim dieser Seligkeit in die Seele sät, die sie im Himmel genießen wird.
Ohne den Keim ist es nutzlos, auf die Pflanze zu hoffen. Deshalb möchte ich, dass du immer tiefer in meinen Willen eindringst.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 18; 18. Februar 1926)