23An einem Sabbat ging Jesus durch die Kornfelder, und unterwegs rissen seine Jünger Ähren ab. 24Da sagten die Pharisäer zu ihm: Sieh dir an, was sie tun! Das ist doch am Sabbat verboten.
25Er antwortete: Habt ihr nie gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren und nichts zu essen hatten – 26wie er zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar in das Haus Gottes ging und die heiligen Brote aß, die außer den Priestern niemand essen darf, und auch seinen Begleitern davon gab?
27Und Jesus fügte hinzu: Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat. 28Deshalb ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat.

„Da sagten die Pharisäer zu ihm: Sieh dir an, was sie tun! Das ist doch am Sabbat verboten“ (Mk 2,24)

„Meine Tochter, mein Wille ist alles und enthält alles, und zudem ist Er Anfang, Mitte und Ziel des Menschen. Deshalb gab Ich ihm bei der Erschaffung keine Gesetze, noch setzte Ich Sakramente ein, sondern gab dem Menschen nur meinen Willen, denn dieser war, da der Mensch am Anfang meines Willens stand, mehr als ausreichend, damit er alle Mittel zur Erlangung einer nicht [bloß] geringen Heiligkeit, sondern der Erhabenheit einer göttlichen Heiligkeit, vorfinde, und sich so im Hafen seiner Bestimmung finde.
Dies bedeutet, dass der Mensch nichts als nur meinen Willen benötigen sollte, um in Ihm auf überraschende, wunderbare und mühelose Weise alles zu seiner zeitlichen und ewigen Seligkeit und Heiligkeit zu finden.
Wenn Ich ihm nach vielen Jahrhunderten nach seiner Erschaffung ein Gesetz gab, so deshalb, weil der Mensch seinen Ursprung verloren, und somit die Mittel und das Ziel aus den Augen verloren hatte.
So war das Gesetz nicht Anfang, sondern ein Mittel. Da Ich aber sah, dass der Mensch trotz meines ganzen Gesetzes verloren war, setzte Ich bei meinem Kommen auf die Erde die Sakramente als stärkere und mächtigere Mittel zu seiner Rettung ein.
Doch wie viel Missbrauch und wie viele Profanierung! Wie viele gebrauchen das Gesetz und die Sakramente selbst, um noch mehr zu sündigen und in die Hölle zu stürzen, während es doch allein mein Wille ist – welcher der Anfang, die Mitte und das Ziel ist – mit dem sich die Seele in Sicherheit bringt und zu göttlicher Heiligkeit aufsteigt und auf vollständige Weise das Ziel erreicht, wofür sie geschaffen wurde, und es [in meinem Willen] nicht den Schatten einer Gefahr gibt, dass sie Mich beleidige.
So ist der sicherste Weg allein mein Wille, und selbst die Sakramente können, wenn sie nicht in der Ordnung meines Willens empfangen werden, als Mittel der Verdammung und des Verderbens dienen.
Deshalb bestehe Ich so sehr auf meinem Willen, denn wenn die Seele im Prinzip meines Willens steht, werden die Mittel vorteilhaft sein, und sie wird die in ihnen enthaltenen Früchte empfangen; ohne Ihn jedoch können selbst die Sakramente Gift sein, die sie in den ewigen Tod führen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 17; 10. Juni 1924)

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Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, ließ sich mein stets liebenswürdiger Jesus in ganz leidendem Zustand erblicken und sprach zu mir: „Meine Tochter, sie wollen nicht verstehen, dass alles darauf ankommt, sich Mir ganz hinzugeben und in allem und immer meinen Willen zu tun.
Wenn Ich dies erreicht habe, dränge Ich selbst die Seelen, indem Ich zu jeder von ihnen sage: „Mein Kind, nimm diese Freude, diesen Komfort, diese Erleichterung, diese Erquickung an; der Unterschied besteht darin: bevor sie sich ganz Mir hingibt und in allem und stets meinen Willen tut, gestattete sie sich jene erlaubten Befriedigungen, und dies waren menschliche Dinge; nachher hingegen sind es göttliche.
Und da diese Dinge Mir gehören, empfinde Ich keine Eifersucht mehr und sage Mir: „Wenn sie sich dieses erlaubte Vergnügen nimmt, so tut sie es, weil Ich es will. Wenn sie mit Personen zu tun hat, wenn sie sich erlaubterweise unterhält, usw. so deshalb, weil Ich es will.
Wenn Ich es nicht wollte, wäre sie bereit, alles aufzugeben“. Daher stelle Ich ihr die Dinge zur Verfügung, denn alles, was sie tut, ist Wirkung meines Willens, nicht mehr des ihren.
Sag Mir, meine Tochter, was hat dir gefehlt, seitdem du dich ganz Mir hingegeben hast? Ich habe dir meine Wonnen, Freuden und Mich Selbst ganz geschenkt zu deinem Glück, und zwar in der übernatürlichen Ordnung.
Nicht einmal in der natürlichen Ordnung habe Ich es dir an etwas fehlen lassen: Beichtväter, Kommunionen und alles andere.
Im Gegenteil, da du nur nach Mir verlangtest, wolltest du die Beichtväter nicht so häufig, aber Ich habe dir darin kein Gehör geschenkt, da Ich will, dass alle, die sich um Meinetwillen aller Dinge entäußern wollen, Überfluss an allem habe.
Tochter, welchen Kummer fühle Ich im Herzen, wenn Ich sehe, dass die Seelen dies nicht verstehen wollen, auch jene, die als die besten gelten!“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 11; 20. März 1912)

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… Und ich: „Es sind drei Nächte, die ich geschrieben habe, und Du hast mir nichts gegeben.
Mir scheint, dass Du Dich jetzt ganz rar machst und mir auch nicht mehr dieses große Wohlgefallen zeigst, das Du mir früher erwiesen hast, wenn ich schrieb, und mir auch nicht wie früher mit deiner liebevollen Macht zu schreiben befiehlst. Ich glaube, Du hast Dich verändert.“
Und Jesus: „Ich kann Mich weder verändern, noch ist es der Göttlichen Natur eigen, sich zu verändern. Die menschliche Natur ändert sich, die Göttliche nie.
Sei dir also sicher, dass sich in Mir nichts verändert hat. Doch weißt du, was Ich dir als Lohn geben will? Mein eigenes Leben.
Alle Wahrheiten, die Ich dir mitgeteilt habe, sind Gaben des Göttlichen Lebens, die Ich dir schenke. Ich lasse dich frei, diese große Gabe nicht nur für dich selbst zu behalten, sondern sie zu vervielfachen, um sie zu geben, wem du nur willst, und jedem, der sie empfangen will.
Wisse, dass jeder Akt, jedes Wort, jeder Gedanke, den die Seele in meinem Willen tut, Steinchen sind, die sie in sein Meer wirft, das Wellen bildet und zum Wohle aller überfließt. Ein anderes Mal sind es viele sanfte Brisen, die das Meer meines FIAT anschwellen lassen und kleinere oder höhere Wellen erzeugen, je nach der Vielzahl der Winde, die die Seele in meinem Meer bildet.
Diese Wellen heben und senken sich wieder, teilweise ins Meer, und teilweise überfluten sie die Erde. O, wie schön ist der Anblick der Seele, die bald ihre Steinchen in unser Meer wirft, bald quasi bläst und ihren sanften Wind erzeugt.
Das Meer lächelt ihr zu, indem es sich kräuselt, und feiert die Seele, indem es den kleinen Wind aufnimmt und die Wellen bildet!
So gibt Uns die Seele, die in meinem FIAT lebt und wirkt, die Gelegenheit, unser Meer hervortreten zu lassen und die Möglichkeit, Himmel und Erde zu überfluten.
Da es der Göttliche Wille ist, Der fließt, disponiert Er die Menschen, sein Reich zu erbitten.
Wir vernehmen, wie die Seele, die in unserem Göttlichen Willen lebt, die Feste, Unterhaltungen und Spiele des Anfangs der Schöpfung mit ihrem Schöpfer zurückruft. Alles ist jener Seele erlaubt, die in unserem Willen lebt, und Wir lassen sie alles tun, da sie nichts anderes wünscht als unseren Willen und unser Echo, das in ihr widerhallt.
Indem sie sich von unserem Göttlichen Echo tragen lässt, wirft sie mal ihren kleinen Stein, oder haucht mal ihre sanfte Brise, welche entweder Wellen macht, seufzt, spricht oder darum betet, dass unser Göttliches FIAT erkannt und geliebt werde und über die Erde herrsche.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 24; 5. September 1928)

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… „Doch als der Mensch diesen unseren Willen zurückwies, zog sich Dieser zurück, und der Mensch blieb ohne göttliches Leben und dessen nährende Kraft, ohne den kontinuierlichen Akt, mit dem er stets neues und anwachsendes Leben empfing.
Wenn er nicht gänzlich starb, dann aufgrund der Wirkungen, die ihm mein Göttlicher Wille je nach seiner Disposition, den Umständen und Zeiten schenkte.
Da nun unsere Vatergüte sah, dass der Mensch immer tiefer stürzte, gab Er ihm als Unterstützung und Hilfe das Gesetz als Richtschnur für sein Leben.
Bei seiner Erschaffung hatte Er ihm nämlich weder Gesetze noch etwas anderes gegeben, nur meinen Göttlichen Willen, der ihm beständig Leben spendete und ihm somit unser göttliches Gesetz in sein Wesen legte.
Dies sollte der Mensch in sich selbst als eigenes Leben wahrnehmen, ohne dass Wir ihm etwas sagen oder befehlen mussten, umso mehr als es dort, wo mein Wille regiert, weder Gesetze noch Befehle gibt.
Gesetze sind für Diener und Rebellen, nicht für die Kinder. Zwischen Uns und denen, die in unserem Willen leben, regelt sich alles in Liebe. Doch trotz des ganzen Gesetzeswerkes wurde der Mensch nicht erneuert.
Da aber unser Ideal in der Schöpfung der Mensch war, und nur für ihn alles geschaffen wurde, wollte Ich mitten unter sie auf die Erde kommen.
Um ihnen noch wirksamere Hilfen, noch heilsamere Medizin, sicherere Mittel, machtvollere Hilfen zu geben, setzte Ich die Heiligen Sakramente ein.
Diese sind zu bestimmten Zeiten und Umständen wirksam, je nach der Disposition der Seelen, als Wirkungen und Werke meines Göttlichen Willens.
Doch wenn die Seele trotz all dieser großen Güter nicht den Göttlichen Willen als Leben in sich eintreten lässt, wird sie stets ihre Armseligkeiten haben, ein mittelmäßiges Leben führen und lebhaft ihre Leidenschaften verspüren.
Die Heiligkeit, ja selbst ihr Heil werden stets gefährdet sein, denn nur mein Wille, der sich als kontinuierliches Leben schenkt, bildet einen sanften Bann gegen Leidenschaften und Erbärmlichkeiten.
Er formt in der Seele die entgegengesetzten Akte der Heiligkeit, der Kraft, des Lichtes, der Liebe für die Übel der Seele, sodass der menschliche Wille den süßen Zauber wahrnimmt.
Dann fühlt dieser in seinen Übeln die Schönheit, Güte und Heiligkeit des kontinuierlichen Aktes des Lebens, das mein Wille der Seele unter seiner lieblichen und süßen Herrschaft gibt. Und sie lässt Ihn an sich tun, was Er will.
In der Tat, ein kontinuierlicher Akt, der immerwährendes Leben gibt, kann niemals von anderen Akten, Hilfen und Mitteln erreicht werden, wie stark und heilig sie auch seien, um das Gute zu tun, das ein kontinuierlicher Akt bewirken kann.
Darum kann die Seele sich selbst nichts Schlimmeres antun, noch unserer Vatergüte ein größeres Unrecht zufügen, als wenn sie unseren Willen nicht in sich herrschen lässt.
Stünde es in ihrer Macht, würde sie Uns dazu veranlassen, die ganze Schöpfung zu vernichten, weil der Mensch nämlich dazu geschaffen wurde, unsere Wohnstätte zu sein; und nicht nur er allein, sondern Wir haben das Recht, alle geschaffenen Dinge, Himmel, Sonne, Erde, alles – die ja alles Werke sind, die aus unserer Höchsten Erhabenheit hervorgegangen sind – zu bewohnen; indem Wir in ihnen leben, bewahren Wir diese Werke in schönem Schmuck und stets neu, als würden Wir sie gerade ins Dasein treten lassen.
Wenn nun der Mensch nicht unseren Willen tut, wirft er Uns aus unserer Wohnstätte hinaus. Wir gleichen einem reichen Herrn, der sich einen großen, schönen Palast bauen möchte.
Nach der Fertigstellung will er in ihn einziehen, doch man schlägt ihm die Türen vor der Nase zu und bewirft ihn mit Steinen, sodass er nicht einmal einen Fuß hinein setzen kann.
Da er nun unmöglich in dieser Residenz leben kann, die er sich errichtet hat, würde diese nicht verdienen, dass ihr Erbauer sie [wieder] zerstört? Doch er tut es nicht, weil er sein Werk liebt.
Er wartet und wartet, ob er die Wohnstätte vielleicht in Liebe besiegen kann, und sie ihm von sich aus die Türen öffnet, damit er eintrete und frei darin wohne.
In eine solche Lage bringt Uns die Seele, die unseren Willen nicht in sich regieren lässt: sie schließt Uns die Türen vor der Nase zu und bewirft Uns mit den Steinen ihrer Schuld. Wir aber warten mit unbesiegter und göttlicher Geduld.
Und da die Seele unseren Willen nicht als Leben in sich will, spenden Wir ihr aus Vatergüte seine Wirkungen, das sind die Gesetze, die Sakramente, das Evangelium, die Hilfen meiner Beispiele und Gebete.
Doch keines dieser großen Wohltaten kann dem großen Gut gleichen, das mein Wille als unverlierbares Leben der Seele wirken kann, denn Er ist alles zugleich: Gesetze, Sakramente, Evangelium, Leben. Alles bedeutet, dass Er alles geben kann und alles besitzt.
Das genügt, um den großen Unterschied zwischen meinem Willen als ständigem Leben im Geschöpf und seinen Wirkungen zu begreifen, die Er selbst in den Sakramenten nicht fortwährend hervorbringen kann, sondern je nach Umständen und Zeiten.
Obwohl [auch] die Wirkungen große Wohltaten bewirken mögen, können sie doch nie an all jene Schätze heranreichen, die das Leben meines in der Seele regierenden und herrschenden Willens hervorbringen kann.
Sei daher aufmerksam, meine Tochter, und lass Ihn in heiliger Freiheit in deiner Seele tun, was Er will.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 30; 30. Mai 1932)