Donnerstag der 15. Woche im Jahreskreis (Mt 11,28-30)
28In jener Zeit sprach Jesus: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. 29Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. 30Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.
„In jener Zeit sprach Jesus: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen“ (Mt 11,28)
… „Meine Tochter, Ich halte dich immer auf meinen Knien, so nah bei Mir, dass Ich dir keine Zeit lasse, an dich selbst zu denken. Ich halte dich wie ein Vater sein kleines Kind auf seinen Knien hält, dem er bald einen Kuss, bald eine Liebkosung gibt, das er bald mit seinen eigenen Händen füttert, bald daran denkt, das kleine Kind zu reinigen, wenn es sich unvorsichtigerweise beschmutzt.
Wenn sich der Vater betrübt zeigt, tröstet ihn das Kleine und trocknet seine Tränen. Wenn er sich erzürnt zeigt, beruhigt ihn das Kleine.
Mit einem Wort, der Vater ist das Leben des Kleinen und lässt ihn nicht den geringsten Gedanken an sich selbst finden, ob es etwas es-sen soll, ob es sich beschmutzt, ob es sich kleiden muss und nicht einmal, ob es schlafen muss, da er mit seinen Armen eine Wiege macht und das Kleine wiegt, bis es einschläft, und der Vater es auf seinem eigenen Schoß schlafen lässt.
Das Kleine ist der ganze Trost und das Leben des Vaters, während die anderen großen Kinder sich darum kümmern, das Haus in Ordnung zu halten, sich selber zu waschen und all die anderen Dinge zu tun.
So mache Ich es mit dir und halte dich wie eine kleine Tochter auf meinen Knien, so vertraut mit Mir vereint, dass du dich selber gar nicht spürst.
Ich denke an dich und sorge in allem für dich: Ich reinige dich, wenn du befleckt bist, nähre dich, wenn du Speise brauchst. Mit einem Wort, Ich komme dir in allem zuvor, auf eine Weise, dass du deine Bedürfnisse gar nicht wahrnimmst.
Und wenn Ich dich ganz innig an Mich drücke, ist es eine Gnade, die Ich dir gebe, da du vielen, vielen Fehlern entgehst. Wenn du nämlich Gedanken an dich selbst hättest, o, in wie viele Fehler wärest du gefallen!
Denke daher daran, deine Aufgabe als kleine Tochter für Mich zu erfüllen, und an nichts anderes.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 7; 2. September 1906)
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Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, ließ sich mein stets liebenswürdiger Jesus in ganz leidendem Zustand erblicken und sprach zu mir: „Mei-ne Tochter, sie wollen nicht verstehen, dass alles darauf ankommt, sich Mir ganz hinzugeben und in allem und immer meinen Willen zu tun.
Wenn Ich dies erreicht habe, dränge Ich selbst die Seelen, indem Ich zu jeder von ihnen sage: „Mein Kind, nimm diese Freude, diesen Komfort, diese Erleichterung, diese Erquickung an; der Unterschied besteht darin: bevor sie sich ganz Mir hingibt und in allem und stets meinen Willen tut, gestattete sie sich jene erlaubten Befriedigungen, und dies waren menschliche Dinge; nachher hingegen sind es göttliche.
Und da diese Dinge Mir gehören, empfinde Ich keine Eifersucht mehr und sage Mir: „Wenn sie sich dieses erlaubte Vergnügen nimmt, so tut sie es, weil Ich es will. Wenn sie mit Personen zu tun hat, wenn sie sich erlaubterweise unterhält, usw. so deshalb, weil Ich es will.
Wenn Ich es nicht wollte, wäre sie bereit, alles aufzugeben“. Daher stelle Ich ihr die Dinge zur Verfügung, denn alles, was sie tut, ist Wirkung meines Willens, nicht mehr des ihren.
Sag Mir, meine Tochter, was hat dir gefehlt, seitdem du dich ganz Mir hingegeben hast? Ich habe dir meine Wonnen, Freuden und Mich Selbst ganz geschenkt zu deinem Glück, und zwar in der übernatürlichen Ordnung.
Nicht einmal in der natürlichen Ordnung habe Ich es dir an etwas fehlen lassen: Beichtväter, Kommunionen und alles andere. Im Gegenteil, da du nur nach Mir verlangtest, wolltest du die Beichtväter nicht so häufig, aber Ich habe dir darin kein Gehör geschenkt, da Ich will, dass alle, die sich um Meinetwillen aller Dinge entäußern wollen, Überfluss an allem habe.
Tochter, welchen Kummer fühle Ich im Herzen, wenn Ich sehe, dass die Seelen dies nicht verstehen wollen, auch jene, die als die besten gelten!“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 11; 20. März 1912)
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Das Meer des Göttlichen Willens überflutet mich weiterhin. Da ich aber unzulänglich und zu allem unfähig bin, scheint Er es zu genießen, mich mit seinen Händen, zärtlicher als eine Mutter, wie ein ganz kleines Kind mit der Speise seines Fiat zu füttern und mich, Wort um Wort, Silbe für Silbe, die ersten Vokale der Wissenschaft des Göttlichen Willens zu lehren.
Wenn ich Ihn dann irgendwie verstanden zu haben scheine, jubelt Er über seine Gewissheit, dass Er eine Seele im Göttlichen Willen heranbilden kann! Ich bin glücklich über seine mütterliche Besorgtheit und danke Ihm von Herzen, und mein geliebter Jesus sagte als Sprachrohr seines Willens voll Güte zu mir:
„Kleine Tochter meines Willens, jede Wahrheit, die Ich dir über mein Fiat offenbare, lässt dich ein weiteres Stück in Ihm wachsen, ist ein weiterer ‚Happen‘, um dir Kraft zu geben, dich zu wärmen und noch mehr in Ihm zu bestärken.
Es ist ein neuer Schluck, den du aus dem unermesslichen Meer meines Willens trinkst, es ist ein weiterer göttlicher Besitz, den du erwirbst.
Nun musst du wissen, dass Wir dir für jeden weiteren Akt, den du in Ihm tust, unsere Himmlische Tafel decken: wenn du liebst, nährt Er dich mit unserer Liebe; wenn du so weit kommst, Uns zu verstehen, nährt Er dich mit unserer Weisheit und schenkt dir so viele schöne Neuheiten und Kenntnisse über deinen Schöpfer!
So wird dein Gott zu deiner bevorzugten Speise und nährt dich bei allem, was du tust, bald mit unserer Macht, bald mit unserer Güte, bald mit unserer Milde, mit unserer Stärke, Barmherzigkeit und unserem Licht.
Deshalb absorbiert Uns die menschliche Begrenztheit, wenn sie in unserem Ewigen Willen lebt, Schluck für Schluck, Häppchen um Häppchen.
Da das Geschöpf nämlich klein ist, kann es, auch wenn es so viel nimmt, wie einem Geschöpf nur möglich ist, nicht alles zugleich aufnehmen, was es von un-serem Göttlichen Sein aufnehmen sollte; zumal es dazu dient, Uns gegenseitig glück-lich zu machen: Wir beim Geben und das Geschöpf beim Empfangen.
Wir geben von dem Unsrigen, und das Geschöpf schenkt Uns seine kleine Begrenztheit. Wir bearbeiten es nach unserem Wunsch, und es ist bereit, Uns an sich wirken zu lassen.
Es ist dieser beiderseitige Austausch, das gegenseitige Zusammenwachsen, das Miteinander-Sprechen, das unsere schönsten Werke bildet, und Wir entfalten das Leben unseres Willens im Geschöpf.
Von Nichts kommt nichts, daher müssen Wir aktiv sein, sprechen, Uns verständlich machen, arbei-ten, um die schönen Statuen heranzubilden, die unser Le-ben wiederholen.
Wenn Wir also jemanden finden, der Uns anhören und sich Uns hingeben möchte, um [Gnaden] zu erhalten, dann halten Wir nichts von dem zurück, was Wir für die Seelen tun können und zu tun vermögen.
Nun, meine Tochter, wenn die Seele sich mit unserem Fiat ernährt hat, sodass sie keine andere Speise mehr kennt, und die Kette ihrer Akte gebildet hat, die alle mit den Kennzeichen der göttlichen Tugenden gesiegelt sind, dann bleibt Gott in seinen göttlichen Tugenden in der Seele ‚gefangen‘.
Wenn sie dann liebt, ist es Gott, der die Macht seiner Liebe, Güte, Heiligkeit usw. in den Akten der Seele zur Schau stellt. Die Macht, die mittels dieser Akte, die Gott in der Seele vollbringt, zutage tritt, ist daher so groß, dass sie Himmel und Erde erfüllt und über allen Seelen schwebt.
Sie erfüllt sie mit seiner machtvollen Liebe, überwältigt sie und lässt sie den Kuss des Göttlichen Willens empfangen, in einer Weise, dass die Menschheitsfamilie seine Macht und Liebe fühlt, die herrschen möchte; zumal ihnen diese Rechte von Gott gewährt werden, der in einem Geschöpf verborgen ist, das zu ihrer menschlichen Rasse gehört: diese Rechte werden sie nicht aberkennen können, außer einige Treulose, die jedoch meine Macht zu überwältigen und zu besiegen vermag.
Lass Mich also das Werk meines Willens in dir vollenden, widersetze dich in nichts, und Wir werden beide über seine Herrschaft in den anderen Seelen froh sein.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 34; 10. Mai 1937)
„Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht“ (Mt 11, 29-30)
Diesen Morgen sagte der gebenedeite Jesus bei seinem Kommen zu mir:
„Meine Tochter, Kreuze und Abtötungen sind wie ebenso viele Taufbecken, und jede Art von Kreuz, das in den Gedanken meiner Passion eingetaucht wird, verliert die Hälfte seiner Bitterkeit und verringert seine Last um die Hälfte.“ Dann verschwand Er wie ein Blitz, und ich blieb zurück und verrichtete gewisse Akte der Anbetung und Wiedergutmachung in meinem Inneren; Er kam von neuem und fügte hinzu:
„Welch ein Trost ist es für Mich zu sehen, dass du das von neuem tust, was meine Menschheit vor vielen Jahrhunderten getan hat! Denn alles, was Ich für jede Seele zu tun festgesetzt habe, wurde vorher in meiner Menschheit getan. Und wenn die Seele Mir entspricht, dann tut sie das wieder, was Ich für sie getan habe, in sich selbst.
Wenn aber nicht, bleibt es nur in Mir selbst getan, was Mir unaussprechliche Bitterkeit bereitet.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 6; 5. Juni 1905)


