1In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. 2Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht.
3Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus. 4Und Petrus sagte zu ihm: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.
5Noch während er redete, warf eine leuchtende Wolke ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören. 6Als die Jünger das hörten, bekamen sie große Angst und warfen sich mit dem Gesicht zu Boden.
7Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf, habt keine Angst! 8Und als sie aufblickten, sahen sie nur noch Jesus.
9Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemand von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.

“Das ist mein geliebter Sohn” (Mt 17, 5)

… „Meine Tochter, wundere dich nicht. Meinem Willen ist alles möglich. Die wahre Liebe beginnt, wenn sie vollkommen ist, bei sich selbst. Das wahre Vorbild ist die Heiligste Dreifaltigkeit.
Mein Himmlischer Vater liebte sich selbst und zeugte in seiner Liebe seinen Sohn, also liebte Er sich selbst in seinem Sohn. Ich, sein Sohn, liebte Mich selbst im Vater, und aus dieser Liebe ging der Heilige Geist hervor.
In dieser Liebe zu sich selbst zeugte der Himmlische Vater eine einzige Liebe, eine einzige Macht und Heiligkeit usw. Dies legte die unzertrennliche Einheit der Drei Göttlichen Personen fest.
Auch als Wir die Schöpfung schufen, liebten Wir Uns selbst. So liebten Wir Uns selbst, als Wir den Himmel ausbreiteten und die Sonne schufen. Es war die Liebe zu Uns selbst, die Uns drängte, so viele Dinge zu erschaffen, die Unser würdig und unzertrennlich von Uns waren.
Als Wir den Menschen erschufen, war die Liebe zu Uns selbst noch intensiver, und indem Wir Uns selbst in ihm liebten, reproduzierte unsere Liebe unser Leben und die Ähnlichkeit mit Uns auf dem Grunde seiner Seele.
Man kann nicht geben, was man nicht hat, und da unsere Liebe vollkommen war, konnten Wir, die Wir Uns selbst liebten, Uns nicht von dem trennen, was aus Uns hervorging.
Wenn jetzt unser Wille möchte, dass der Mensch in Ihm lebe, damit Er sein Reich in ihm errichten kann, liebt Er sich [dabei] selbst. Indem Er sich selbst liebt, will Er das geben, was Er besitzt.
Er ist erst dann zufrieden, wenn Er die Wiederholung unseres Lebens heranbildet, wenn Er in den menschlichen Akten wirkt und sie triumphierend und siegreich zu unserer höchsten Glorie und Ehre in unseren göttlichen Schoß trägt, damit Wir unser Leben in seinem Wirken in der Seele erkennen, die in seinem Willen lebt.
Dies genau bedeutet es, sich in dem, was man tun und hervorbringen will, selbst zu lieben: Sich selbst zu geben, um ein anderes Wesen bilden zu können, das einem ähnlich ist.
Unser Wille ist jener, der unser Leben fruchtbar macht und aussät. Wo Er disponierte Seelen findet, liebt Er sich selbst und befruchtet sie mit seiner Liebe und sät in ihnen seine göttlichen Akte aus, die in ihrer Gesamtheit das große Wunder des Lebens Gottes in der Seele bilden.
Bleibe daher in der Gewalt meines Willens und lass Ihn aus dir machen, was Er möchte, dann werden Wir beide glücklich sein.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 35; 19. Oktober 1937)

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… „Ich kam auf die Erde, um alles mit meiner Liebe zuzudecken, die Übel selbst zu ertränken und alles mit meiner Liebe zu verbrennen. Aus Gerechtigkeit wollte Ich für meinen Vater Wiedergutmachung leisten, weil es gerecht war, dass Er in seiner Ehre, in der Glorie, in der Liebe und Dankbarkeit wiederhergestellt werde, die alle Ihm schuldeten.
Meine Liebe gab sich also nicht zufrieden: sie füllt die leeren Stellen seiner Glorie und seiner Ehre aus und geht so weit, dass sie mit[tels] der Liebe, der Gottheit für die Erschaffung des Himmels, der Sonne, des Windes, Meeres, der blühenden Erde und alles Übrigen vergilt.
Für dies hatte sich der Mensch nicht einmal mit einem ‚Dankeschön‘ für die empfangenen Güter erkenntlich gezeigt. Somit war er der wahre Räuber, der Undankbare, der Usurpator unserer Wohltaten.
Meine Liebe lief und eilte dahin, um die abgrundtiefe Entfernung zwischen Schöpfer und Geschöpf auszufüllen. Sie bezahlte mit der Liebe meinem Himmlischen Vater und kaufte auf dem Wege der Liebe alle Menschengeschlechter zurück, um ihnen von neuem das Leben meines Willens zurückzugeben.
Meine Liebe hatte schon so viele Leben von meinem Willen gebildet, um die Erlösung des Menschen zu bewerkstelligen. Wenn meine Liebe ‚bezahlt‘, dann ist ihr Wert so groß, dass sie für alle bezahlen und das zurückerwerben kann, was sie will.
So bist du bereits von meiner Liebe erkauft. Lass also zu, dass sie sich an dir erfreut und dich besitzt.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 35; 25. Dezember 1937)

„… An dem ich Gefallen gefunden habe“ (Mt 17, 5)

Ich meditiere weiter über die Leiden meines leidenschaftlich liebenden Jesus, und als ich seinen letzten Atemzug betrachtete, vernahm ich in der Tiefe meines Herzens: ‚Vater, in deine Hände empfehle Ich meinen Geist.’
Dies war die erhabenste Lehre für mich, die volle Hingabe in seine Vaterarme, und es rief mein ganzes Wesen in seine Hände zurück. Als mein Geist in so vielen Erwä-gungen versunken war, besuchte Jesus, der Schmerzensmann, meine kleine Seele und sagte zu mir:
„Meine gesegnete Tochter, mein Leben hier unten endete, wie es begonnen hatte. Vom ersten Augenblick meiner Empfängnis an war dies mein fortgesetzter Akt, dass Ich Mich sozusagen in jedem Augenblick in die Hände meines Himmlischen Vaters begab: dies war die schönste Huldigung seitens seines Sohnes, die tiefste Anbetung, das heroischste und vollständigste Opfer, die intensivste Liebe, die Ich Ihm als sein Sohn erwies.
Meine volle Hingabe in seine Hände verlieh meiner Menschheit eine kräftige und gebieterische Stimme, die alles verlangte. Und Ich erlangte alles, was Ich wünschte, da mein Himmlischer Vater seinem Sohn, der sich ganz seinen Armen überlassen hatte, nichts verweigern konnte.
Meine Hingabe in jedem Augenblick war Ihm der wohlgefälligste Akt, sodass Ich den letzten Atemzug meines Lebens mit den Worten krönen wollte: ‚Vater, in deine Hände empfehle Ich meinen Geist.’
Die Hingabe ist die größte Tugend und verpflichtet Gott, sich um den zu kümmern, der sich seinen Armen hingegeben hat. Die Hingabe spricht zu Gott: ‚Ich will nichts von mir selbst wissen, dieses mein Leben gehört Dir, nicht mir, und Deines gehört mir.’
Wenn du daher alles erlangen und Mich in Wahrheit lieben willst, lebe ganz hingegeben in meinen Armen und lass Mich das Echo meiner Worte in jedem Augenblick hören: ‚In deine Hände gebe ich mich ganz hin‘, dann werde Ich dich wie meine teuerste Tochter in meinen Armen tragen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 32; 23. April 1933)

“Auf ihn sollt ihr hören” (Mt 17, 5)

… „Kleine Tochter meines Willens, als seiner Tochter gegenüber verspüre Ich den liebenden Wunsch, dass die Tochter seine Geheimnisse kennt. Wenn Ich das nicht [so] oft täte, würden Mich die riesigen Wellen der Liebe ertränken, die Mir entströmen; daher sind diese Belehrungen über meinen Willen an dich für Mich wie eine Erquickung, Erleichterung und ein Balsam, der meine Flammen lindert, um nicht von meiner Liebe ertränkt und verbrannt zu werden.
Ich bin Jesus, Ich bin ganz Liebe, und offenbare meine größte Liebe, wenn Ich über meinen Göttlichen Willen rede. Doch weißt du, warum? Wenn Ich über Ihn spre-che, wird die Essenz unseres Lebens offenbart, und mein Fiat bilokiert sich in meinem Wort und wiederholt unser Leben unter den Menschen.
Für Uns gibt es weder eine größere Herrlichkeit, noch können Wir unsere übergroße Liebe in [größerer] Fülle ausgießen, als wenn sich unser Leben bilokiert, um sich [der Seele] zu schenken, sich in ihr niederlassen, und die Seele zu unserem Zentrum wird, soweit es einem Geschöpf möglich ist.
Wir erwerben somit ein weiteres Reich unserer Liebe und unseres Willens. So ist unser Schöpfungswerk nicht abgeschlossen, sondern geht weiter: nicht indem Wir neue Himmel und Sonnen im Universum schaffen, nein, nein.
Unser Göttliches Fiat hat sich vielmehr vorbehalten, die Schöpfung kraft seiner kreativen Macht fortzusetzen, die unser göttliches Leben unter den Geschöpfen durch das Aussprechen ihres Fiat erschafft, vervielfältigt und wiederholt.
Eine schönere Weiterführung der Schöpfung kann es nicht geben; achte daher auf Mich und höre Mir zu. Unsere Höchste Majestät hat von Ewigkeit her (ab aeterno) alle Wahrheiten über den Göttlichen Willen festgesetzt, die Sie offenbaren möchte.
Sie sind wie viele Königinnen in unserem Göttlichen Wesen und warten mit unbesiegbarer Liebe darauf, ihren Weg zur Erde anzutreten, um als Königinnen den Menschen den großen Schatz dieser Kenntnisse über unser Fiat zu bringen, die als Lehrer die Seelen je nach den verkündeten Wahrheiten heranbilden sollen.
Diese Königinnen meiner Wahrheiten werden ihnen den ersten Kuss des Lebens meines Fiat geben. Mit umwandelnder Kraft ausgestattet, werden sie die Seelen, die ihnen zuhören, in die Wahrheiten selbst umwandeln, werden bei ihnen bleiben und auf ihre Bedürfnisse achten, um ihnen zu helfen und sie zu lehren.
Wir werden für diese Seelen voller Liebe bereit sein, ihnen das Erbetene zu gewähren, wenn sie diese Wahrheiten nur anhören und sich von ihnen führen und leiten lassen.
Nun haben Wir noch nicht alle Wahrheiten über unseren Willen aus Uns hervorgebracht. Die Verbleibenden warten mit Sehnsucht darauf, aus unserer Gottheit herauszutreten, um ihre Aufgabe zu erfüllen und Träger des Gutes und Umwandler in jenes Gut zu sein, das sie besitzen.
Wenn alle Wahrheiten, die Wir zu verkündigen beschlossen haben, geoffenbart wurden, werden diese edlen Königinnen alle zusammen unser Göttliches Sein bestürmen, Uns wie eine unbesiegbare Armee mit unseren eigenen Waffen schlagen und den Triumph des Reiches des Göttlichen Willens auf Erden erlangen.
Wir werden ihnen nicht widerstehen können, und mit Gott werden sie zugleich auch die Geschöpfe besiegen. Ich spreche also noch immer, weil noch nicht alle Königinnen aus unserer Gottheit zur Erfüllung ihrer Aufgabe hervorgetreten sind.
Diese Lehren über meinen Willen sind die Fortsetzung der Schöpfung durch das Fiat, welches das Universum erschuf. Und wie damals die Schöpfung des Kosmos die Vorbereitung auf die Erschaffung des Menschen war, so ist heute meine Rede über mein Fiat nichts anderes als die Fortsetzung der Schöpfung, um die Pracht und Würde für mein Reich vorzubereiten und für jene, die es besitzen werden.
Sei daher aufmerksam und lass dir nichts entgehen, sonst würdest du einen Akt meines Willens unterdrücken und Mich zwingen, meine Lehren zu wiederholen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 33; 24. Juli 1934)

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Ich bin unter den ewigen Wellen des Göttlichen Willens, der sich den Geschöpfen stets schenken will, doch will Er, dass auch die Seele dies wünscht. Der Göttliche Wille möchte kein Eindringling sein, der in die Seele eingeht, ohne dass diese es weiß, sondern will gesucht werden und ihr seinen Kuss der Liebe geben.
Dann will Er als mit Gaben beladener Triumphator in die Seele eintreten und sie mit ihnen anfüllen. Als ich darüber nachdachte, sagte mein guter Jesus, voll Verlan-gen, seine Geheimnisse der Seele anzuvertrauen, zu mir:
„Meine gesegnete Tochter, mein Wille möchte geben, doch will Er in der Seele die rechte Disposition vorfinden, damit Er seine Gaben niederlegen kann. Die Dispositi-on ist [für Mich] wie die Erde für den Landwirt.
Hätte er auch noch so viele Samen, aber keinen Boden für die Aussaat seiner Samen, könnte er nie aussäen. Oder wäre die Erde vernunftbegabt und nicht bereit, seine Samen aufzunehmen, so wäre es für den armen Bauern, als würde sie ihm die Samen, mit denen er sie bereichern möchte, ins Gesicht zurückschleudern.
So ist mein Wille: Er möchte geben, doch wenn die Seele nicht bereitet ist, fände Er keinen Platz, um seine Gaben zu hinterlegen, sondern es wäre für Ihn so, als würde man sie Ihm zu seinem größten Kummer ins Gesicht zurückschleudern.
Wenn Er zur Seele sprechen wollte, wäre sie taub für Ihn, und Er könnte sich nicht Gehör verschaffen. So bereitet die Disposition die Seele vor, öffnet die Tore Gottes, verleiht das Gehör und bringt sie in Verbindung.
Mein Wille und die Seele verständigen sich zuerst darüber, was mein Wille geben möchte, auf eine Art, dass die Seele das liebt und ersehnt, was sie empfangen soll. Ist sie aber nicht disponiert, dann geben Wir nichts, denn Wir wollen unsere Gaben nicht der Nutzlosigkeit aussetzen.
Die Disposition aber nützt wie die Erde dem Bauern, die sich allem zur Verfügung stellt, was er tun will: sie lässt sich bearbeiten, harken und die Furchen ziehen, um die Saat in Sicherheit zu bringen, mit der er sie füllen will.
So macht es auch unser Höchstes Sein: Finden Wir die Seele disponiert vor, dann tun Wir unsere Werke. Wir bereiten die Seele und läutern sie mit unseren schöpferi-schen Händen. Wir bereiten den Platz für unsere Gaben und die Gestaltung unserer schönsten Werke.
Ist sie hingegen nicht disponiert, dann können Wir trotz all unserer Macht nichts tun, weil ihr Inneres voller Steine, Dornen und niedriger Leidenschaften ist, und da sie nicht disponiert ist, lässt sie nicht willig zu, dass Wir diese [Hindernisse] aus ihr entfernen.
Wie viel Heiligkeit löst sich wegen fehlender Disposition in Rauch auf! Umso mehr, als die schlecht disponierte Seele nicht für das Leben in unserem Willen geeignet ist, ja es scheint, dass Er nicht für sie passt: seine Heiligkeit überwältigt sie, seine Reinheit beschämt sie, sein Licht blendet sie.
Wenn sie aber disponiert ist, wirft sie sich in seine Arme und lässt an sich tun, was Wir an ihr tun wollen. Sie ist sogar wie ein kleines Kind und bleibt mit solcher Liebe bei Uns, dass es Uns entzückt.
Und was tut unser Wille? Er lässt seine göttliche Bewegung [in ihr] strömen, und mit dieser göttlichen Bewegung findet die Seele all unsere Werke im Akt: sie küsst und umarmt sie und umhüllt sie mit ihrer kleinen Liebe.
Sie findet meine Empfängnis, meine Geburt im Akt und möchte mit ihrer Liebe empfangen und mit Mir wiedergeboren werden. Und Ich lasse sie dies nicht nur tun, sondern es ist Mir so wohlgefällig, dass Ich Mich für meine Geburt auf Erden entschädigt fühle, weil Ich eine Seele finde, die zugleich mit Mir wieder geboren wird.
Doch die Seele geht noch weiter: die göttliche Bewegung, die sie besitzt, lässt sie überall hineilen, und sie findet alles, was meine Menschheit wie ein wehrhaftes Heer bereitgestellt hat: meine Tränen, Worte und Gebete, meine Schritte und meine Leiden. Alles ergreift sie, küsst sie und betet es an. Es gibt nichts, was Ich getan habe, das sie nicht mit ihrer Liebe erfüllt.
Und was tut sie dann? Sie macht sich alles zu Eigen und schließt mit kindlicher Art und Anmut alles in ihren Schoß ein, erhebt sich in die Höhe, kommt vor unsere Gottheit, stellt alles um Uns herum der Reihe nach auf und spricht mit liebendem Nachdruck zu Uns: ‚Anbetungswürdige Majestät, wie viele schöne Werke bringe ich Euch!
Alles gehört mir, und alles bringe ich Euch, damit alle Euch lieben, anbeten, verherrlichen und Euch für die so große Liebe vergelten, die Ihr für mich und für alle habt.’ Diese göttliche Bewegung, die mein Wille in die Seele legt, die in Ihm lebt, ist das neue Leben, das sie empfängt.
Mit dieser Bewegung hat sie das Recht über alles: was Uns gehört, gehört ihr, daher kann sie Uns alles geben. O, wie viele Überraschungen bereitet sie Uns und kann Uns stets etwas geben! Mit dieser göttlichen Bewegung vermag sie überall hin zu eilen.
Bald bringt sie Uns die Schöpfung, um Uns zu lieben, wie Wir sie in allen geschaffenen Dingen geliebt haben, bald bringt sie Uns alle Menschen, um Uns im Namen aller und mit allen zu lie-ben, bald bringt sie Uns alles, was Ich auf Erden tat, um Uns zu sagen: ‚Ich liebe Euch, wie Ihr mich geliebt habt‘.
Sie hält nie inne und kann scheinbar nicht sein, ohne Uns neue Liebesüberraschungen zu bereiten und möchte stets sagen können: ‚Ich liebe Ihn, ich liebe Ihn immer-dar.’ Und Wir nennen sie unsere Freude, unser immerwährendes Glück, denn es gibt keine schönere Freude für Uns als die ständige Liebe des Geschöpfes.
Du sollst nämlich wissen, dass ein in unserem Willen vollbrachter Akt glänzender ist als die Sonne, die beim Aufgang mit ihrem Licht die ganze Erde erfüllt: das Meer, die Quellen, nicht einmal der kleinste Grashalm wird beiseitegelassen, alles wird mit Licht erfüllt.
So strömt ein in meinem Willen getaner Akt, erforscht und erfüllt alles und bildet seinen Mantel aus strahlendstem Silber außer- und innerhalb der Seelen. Dann trägt er sie mit diesen Perlen geziert, vor unsere anbetungswürdige Majestät und bewirkt, dass unser eigener Wille Uns mit Stimmen aus Licht und mit einer Liebe bittet, die für alle spricht.
Mit süßem Entzücken für unsere göttlichen Augen, lässt er Uns alle Geschöpfe mit dem Mantel unseres göttlichen Lichtes bekleidet sehen, und Wir selbst lobpreisen die Macht unseres FIAT, die es versteht, kraft seines Lichtes das menschliche Elend zuzudecken und es sogar in Licht zu verwandeln. Einem Akt von Ihm wird nichts verweigert, denn er hat die Macht, Uns alles zu geben und für alles aufzukommen.“ … (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 36; 26. November 1938)