Mittwoch der 18. Woche im Jahreskreis (Mt 15,21-28)
21In jener Zeit zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück. 22Da kam eine kanaanäische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält.
23Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Befrei sie von ihrer Sorge, denn sie schreit hinter uns her. 24Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt.
25Doch die Frau kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir! 26Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen.
27Da entgegnete sie: Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen. 28Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt.
„Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Befrei sie von ihrer Sorge, denn sie schreit hinter uns her“ (Mt 15,23)
… “Ich empfehle dir also das Gebet, und sogar wenn du Todesqualen leiden solltest, darfst du niemals vernachlässigen, was du zu tun gewohnt bist, sondern je mehr du dich im Abgrund siehst, umso mehr wirst du die Hilfe des Einen, der dich befreien kann, erflehen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 1)
„Da entgegnete sie: Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen“ (Mt 15,27)
Diesen Morgen fühlte ich eine Angst in mir, dass es nicht Jesus sein könnte, sondern der Dämon, der mich täuschen wollte. Jesus kam, und als Er mich in dieser Furcht sah, sprach Er zu mir:
„Demut ist die Sicherheit[swache] für die himmlischen Gunsterweise. Demut kleidet die Seele in solche Sicherheit, dass die Tricks des Widersachers nicht in sie eindringen können.
Demut bringt alle himmlischen Gnaden in Sicherheit, sodass Ich dort, wo Ich Demut sehe, alle Arten von himmlischen Gnaden rückhaltlos fließen lasse. Lasse dich deswegen also nicht beunruhigen, sondern schau vielmehr mit einem einfachen Auge immer in dein Inneres, um zu sehen, ob du mit der schönen Demut bekleidet bist, und sorge dich um nichts anderes.“
Dann zeigte Er mir viele geweihte Personen des religiösen Lebens (Religiosen) und unter ihnen Priester – auch solche, die ein heiliges Leben führten. Aber so gut sie waren, es mangelte ihnen am Geist der Einfachheit, an die vielen Gnaden zu glauben und die vielen Wege, welche der Herr [im Umgang] mit den Seelen benützt.
Jesus sagte zu mir: „Ich teile Mich sowohl den Demütigen als auch den Einfachen mit, denn sie glauben sofort an meine Gnaden und schätzen sie sehr, wenn sie auch ungebildet und arm seien.
Aber bei diesen anderen, die du siehst, bin Ich sehr zurückhaltend, denn der erste Schritt, der eine Seele Mir näherbringt, ist der Glaube; so geschieht es, dass diese mit all ihrer Wissenschaft, Lehre, ja sogar Heiligkeit, nie einen Strahl des himmlischen Lichtes erfahren, das bedeutet, sie gehen den natürlichen Weg weiter und kommen nie so weit, nicht einmal im Geringsten, das Übernatürliche zu berühren.
Das ist auch der Grund, weshalb im Laufe meines sterblichen Lebens auch nicht ein Gelehrter, ein Priester oder ein Mächtiger unter meinen Jüngern war, sondern lauter Ungebildete und solche aus niedrigen Verhältnissen – denn diese waren demütiger und einfacher, und auch mehr disponiert, um große Opfer für Mich zu bringen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 2; 19. Mai 1899)
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… „Mut, meine gesegnete Tochter! Der Mut überwältigt die stärksten Festungen, besiegt die wehrhaftesten Armeen. Er lässt unsere Kraft schwach werden, ja vielmehr bemächtigt sich die Seele dieser unserer Kraft und gewinnt mutig das, was sie will.
Wenn Wir sehen, dass sie nicht im Geringsten daran zweifelt, das Gewünschte zu erlangen – denn der Zweifel vermindert den Mut – geben Wir ihr mehr, als sie will. Meine Tochter, der Mut, das Vertrauen, die unaufhörliche Beharrlichkeit, die Liebe – alle in unserem Willen – sind die Waffen, die Uns verwunden und so schwach machen, dass Wir die Seele selbst dazu bringen, das zu nehmen, was sie will.“ …(aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 34; 8. April 1937)
„Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen…“ (Mt 15,28)
Als ich in meinem gewohnten Zustand fortfuhr, fühlte ich Unseren Herrn für eine kurze Weile in meiner Nähe, und Er sprach zu mir: „Meine Tochter, in der Seele, die den Willen Gottes tut, kreist mein Wille in ihrem ganzen Sein, wie das Blut darin zirkuliert, sodass die Seele also in ständigem Kontakt mit meiner Macht, Weisheit, Liebe und Schönheit steht und an all dem Meinen teilhat.
Da sie nicht mehr aus ihrem Wollen heraus lebt, lebt ihr Wollen in dem Meinem, und so wie mein Wollen in dem ihrem kreist, so zirkuliert das ihre in meinem ganzen Sein, und Ich nehme ständig ihre Berührung wahr.
Und da Ich Mich ständig von der Seele berührt fühle, kannst du nicht begreifen, wie sehr Ich Mich gedrängt fühle, sie zu lieben, zu bevorzugen und in allem zu erhören, worum sie Mich bittet – wenn Ich ihr dies verweigern würde, würde Ich es Mir selbst verweigern!
Und außerdem, da sie ja in meinem Willen lebt, bittet sie im Endeffekt um nichts anderes, als was Ich will – dies will sie und dies allein macht sie glücklich, für sich und für die anderen, denn ihr Leben ist mehr im Himmel als auf der Erde. Dies ist die Frucht, die mein Wille hervorbringt: die Seele schon vor der Zeit zu beseligen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 8; 3. Mai 1908)
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… Danach betete ich weiter darum, dass der gebenedeite Jesus die Ankunft des so ersehnten Reiches des Göttlichen Willens auf Erden beschleunige. Und mein geliebter Jesus, gleichsam verwundet durch ein solches Gebet – da Er den Triumph des Göttlichen Willens auf Erden selbst so ersehnte – sagte zu mir:
„Meine Tochter, die Gebete in meinem Göttlichen Willen um die Ankunft seines Reiches auf Erden besitzen eine große Macht über Gott. Gott selbst kann dieses Gebet weder abschütteln, noch ist Er imstande, es nicht zu erhören.
Wenn nämlich ein Geschöpf in meinem Göttlichen Fiat betet, fühlen Wir die Kraft unseres Willens, Der mit seiner Herrschaft betet und sich mit seiner Unermesslichkeit überallhin ausdehnt. Indem sich das Gebet die universelle Kraft zu eigen macht, breitet es sich überall aus.
So fühlen Wir Uns von allen Seiten umringt und hören unseren eigenen Willen in Uns beten, der sich von einem Gebet zu einem Befehl verwandelt und spricht: ‘Ich will‘. Und da Er über unser Göttliches Wesen herrscht, sprechen Wir unter seiner sanften Herrschaft ‚Wir wollen.’
Daher könnte man die in unserem Göttlichen Fiat verrichteten Gebete Entscheidungen und Befehle nennen, welche die unterschriebene Verfügung unserer Wünsche tragen. Wenn das Gewünschte nicht sofort sichtbar wird, dann deshalb, weil Wir die Zweitursachen so disponieren, um das, was Wir zu geben beschlossen haben, aus Uns hervor zu bringen.
Daher werden die Geschöpfe zweifellos früher oder später dasjenige vom Himmel her sich verwirklichen sehen, was ihnen mit einem Beschluss gewährt worden ist. Setze also deine Gebete in unserem Fiat fort – Gebete, die Himmel und Erde, ja Gott Selbst bewegen, wenn du mein Reich auf Erden zu sehen liebst.
Ich werde gemeinsam mit dir beten, um diese Absicht zu erreichen, zumal der einzige Zweck der Schöpfung genau dieser ist – dass unser Göttlicher Wille wie im Himmel so auf Erden herrschen soll.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 27; 26. Januar 1930)


